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Olivie Blake

Allein mit dir in der Unendlichkeit

Roman. Eine unvergessliche Liebesgeschichte von der Autorin von „The Atlas Six“

(5)
HardcoverNEU
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Nichts erschüttert dein Leben so stark wie die Begegnung mit einem Menschen, der dich so sieht, wie du bist.
Sally Rooney für die GenZ

Regan und Aldo könnten unterschiedlicher kaum sein und doch verbindet sie, dass sie sich in diesem Leben seltsam fremd fühlen. Wo ist hier der richtige Platz für sie?

Für Regan sind die Menschen vorhersehbar und unspannend, besonders sie selbst. Sie begegnet der Langeweile des Daseins nach dem Studium, indem sie so impulsiv wie möglich lebt und sich vorstellt, dass jede unüberlegte Entscheidung eine neue, alternative Zukunft für sie schafft.

Für Aldo fühlt sich die Welt beunruhigend chaotisch an. Er übersteht die Tage, indem er sie in strikte Routinen unterteilt, ein beinahe mathematisches Gerüst aus Regeln und Formeln. Ohne sie würde der gesamte Rahmen seiner Existenz zusammenbrechen.

Erst in der Beziehung zueinander finden sie die Sicherheit, nach der sie so lange gesucht haben. Doch die Realität findet immer wieder einen Weg in ihren eigenen, kleinen Kosmos. Und je heftiger die beiden sich ineinander verlieben, desto deutlicher wird, dass die Welt nicht nur aus zwei Menschen bestehen kann.


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Carola Fischer
Originaltitel: Alone with you in the ether
Originalverlag: Macmillan
Hardcover mit Schutzumschlag, 384 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, 7 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-328-60328-3
Erschienen am  17. January 2024
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Ungewöhnliche, aber intensive Liebesgeschichte

Von: Friedelchen

16.02.2024

"Sie ist überrascht, dass er überhaupt an Liebe glaubt. Glaubt er eigentlich auch nicht, aber das gibt der ganzen Idee am ehesten einen Namen. So wie die Zeit nur innerhalb ihres Verständnisses von Zeit existiert, obwohl die Zeit wahrscheinlich etwas völlig anderes ist. Aber man nennt es dennoch Zeit, weil das die Bezeichnung ist, auf die sich alle geeinigt haben. Wie... unglaublich theoretisch von ihm. Er ist schließlich theoretischer Mathematiker. Okay, angenommen, es gibt keinen bereits festgelegten Namen dafür, was fühlt er? Sie stellt ihm ein paar echt schwierige Fragen. Gut, einfach mag sie nicht so. Das weiß er. Und das mag er." (S. 262) Olivie Blake war mir bisher hauptsächlich als Autorin der Atlas Six-Trilogie bekannt. In ihrem neuesten Buch nimmt sie jedoch Abstand vom Fantasy-Genre und erzählt stattdessen eine realistische Liebesgeschichte, die irgendwie ganz anders war, als ich es erwartet hatte, und mir doch so viel mehr als nur eine Liebesgeschichte geboten hat. Es geht um Regan und Aldo (kurz für Rinaldo), die beide nicht unbedingt das sind, was man in der Gesellschaft als "normal" bezeichnen würde. Regan ist eine junge Frau mit einer Leidenschaft für Kunst, die ehrenamtlich Führungen durch das Kunstmuseum gibt und dabei überlegt, mit welchem der Besucher es sich lohnen würde zu schlafen. Starke Stimmungsschwankungen bestimmen ihr Leben, die sie impulsiv und wankelmütig machen - "anstrengend" würde ihr Umfeld sie wohl beschreiben. Sie wird von ihren Emotionen getrieben, die sie nur mit Tabletten unter Kontrolle hat, die sie aber eigentlich nicht mag, denn sie will das Leben in vollen Zügen und ohne Kompromisse auskosten. Aldo wirkt zunächst wie ihr komplettes Gegenteil. Er ist nicht gern unter Menschen, still, versinkt stundenlang vollkommen in seinen Gedanken über theoretische Mathematik, dem Konzept von Zeit und dem Prinzip von Hexagonen, aus denen ihn sein Vater mit täglichen Anrufen und der Frage "Wo bist du heute?" herausreißen muss. Als Dozent an der Uni kassiert er mit seiner zwar brillanten, für Außenstehende aber doch kaum verständlichen Art zu denken immer wieder Kritik, was ihm jedoch völlig egal ist. Als diese beiden nun zum ersten Mal aufeinandertreffen, ist es zwar nicht Liebe auf den ersten Blick, dafür aber absolute Faszination. Regan, die sonst so schnell von Menschen und ihrer Durchschaubarkeit gelangweilt ist, kann kaum wegsehen, als sie Aldo im Museum trifft, während er gerade auf dem Boden sitzt und Hexagone zeichnet. Und auch Aldo geht es nicht anders, weshalb sie bei seinem nächsten Museumsbesuch sechs Gespräch ausmachen, in denen sie ihre Neugier füreinander stillen wollen (sechs Gespräche natürlich weil Hexagone und so :-P). Dass sie am Ende der sechs Gespräche selbstverständlich noch nicht genug voneinander haben, ist absehbar, und ab hier entwickelte es sich dann auch zu der Liebesgeschichte, mit der ich gerechnet hatte. Und trotzdem ist sie ungewöhnlich, denn es ist eher, als würden sich beide in den Verstand des anderen verlieben, in ihre Besonderheiten und weniger in ihr attraktives Äußeres. Beide finden ineinander genau das, wonach sie sich insgeheim schon immer gesehnt haben: jemanden, der sie so sieht und akzeptiert, wie sie eben wirklich sind. "Wir verstehen die Zeit nicht, wie sollen wir also Gesundheit verstehen können, ein Konzept, das wir selbst erfunden haben? Ich empfinde nicht nur anders für dich - ich empfinde mehr, sehr viel mehr. Als ob du etwas in mir zum Leben erweckt hättest, das nicht still sein will. Es weigert sich, Ruhe zu geben, und warum sollte es auch? Es ist nicht wie 'Oh, du machst mich so glücklich', keines von diesen Klischees. Du gibst mir das Gefühl, dass ich aus einem bestimmten Grund am Leben bin. Dass ich ausnahmsweise nicht einfach nur eine verdammte Zeitverschwendung bin." Sie hielt inne, leicht atemlos, und blickte zu ihm. "Auch wenn es ungesund, obsessiv oder sonst was ist, wen kümmert das schon?", fragte sie. "Du wirst mir nicht wehtun, oder? Wir tun niemandem weh, wir sind einfach - egal, wir sind verliebt. Scheiß drauf, wir sind verliebt, warum sollten wir das irgendjemandem erklären müssen?" Sie klang erregt, beinahe zornig. "Du lässt mich ich selbst sein, und ich mag es, wenn du du selbst bist. Warum ist das etwas Schlechtes?" (S. 283) Ich könnte sooo viel zu den Charakteren erzählen, Regan und Aldo waren beide einfach intensiv, super vielschichtig und ich glaube es wären noch viel mehr Bücher nötig, um sie richtig zu verstehen und kennenzulernen. Über die Handlung will ich euch gar nicht mehr erzählen, lasst euch hier am besten einfach überraschen. Es geht um zwei ungewöhnliche Menschen und eine Beziehung jenseits aller Klischees, es geht um das Hinterfragen von Normalität, um Selbstakzeptanz und um die Bedeutung von Liebe. Die Geschichte war einfach anders. Aber gut anders.

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Phänomenal!

Von: startreadingnow

13.02.2024

Ich finde es verwunderlich, wie Olivie Blake die Welt versteht. Wie sie Charaktere nicht nur erschafft, sondern ihnen etwas beifügt, dass diese greifbar und zeitgleich undefinierbar wirken lässt. Ich habe alles an diesem Buch verstanden und dann wiederum nichts. Selbst wenn ich wollte, ich könnte Regan und Aldo als Charaktere nicht definieren. Ich kann noch nicht einmal sagen, wie ich sie finde, denn ich weiß es nicht. Sie sind beide komplex und ganz anders, als ich sonst Charaktere erlebe. Sie erleben sich selbst, erfinden sich selbst, fühlen sich wie sie selbst und dann auch wieder nicht. Sie waren mir nahe und ich habe die Anforderungen der Gesellschaft und das, was es mit einem macht durchlebt und mich selbst darin gefunden und trotzdem konnte man sie nicht ganz entschlüsseln. Die gesamte Story hat sich angefühlt wie im inneren eines Gehirns, dass die Gedankengänge noch nicht ganz verarbeitet hat. Das Anweisungen gibt und sie wieder verdrängt, sich umentscheidet, bis es die richtige oder die falsche Wahl getroffen hat. Und innerhalb dieser Gedanken findet man den roten Faden der Geschichte. Den Ablauf der Beziehung und der Rahmen ihres jeweiligen Lebens. Ich bin schlicht gesagt nur eines: fasziniert.

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Vita

Olivie Blake liebt und schreibt Geschichten – die meisten davon fantastisch. Besonders fasziniert ist sie von der endlosen Komplexität des Lebens und der Liebe. Sie arbeitet in Los Angeles, wo sie von ihrem Lieblings-Pitbull gnädig toleriert wird. Ihre Fantasy-Trilogie »The Atlas Six« wurde auf TikTok zur Sensation.

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