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Annette Mingels

Der letzte Liebende

Roman

(2)
Hardcover
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Annette Mingels‘ großer Roman übers Älterwerden und das Schwinden aller Sicherheiten

Carl Kruger ist einsam. Fast sechzig Jahre war der emeritierte Chemieprofessor mit Helen verheiratet. Obwohl die Ehe schon lange zerrüttet war, trifft Helens Tod ihn bis ins Mark. Darum willigt er ein, als seine Tochter Lisa ihn zu einer Reise in die alte Heimat überredet. Doch der Besuch in Ostdeutschland und Polen verläuft anders, als der Wahlamerikaner erwartet. Konfrontiert mit einer Welt im Umbruch, stellt sich Carl die Frage: ist er, der »alte weiße Mann«, überhaupt angekommen in diesem Jahrhundert?

Annette Mingels' so kluger wie berührender Roman erzählt vom Schwinden aller Sicherheiten am Ende eines langen Lebens und von sehr heutigen Konflikten zwischen den Generationen. Psychologisch genau, mit virtuoser Leichtigkeit und meisterhaft im Ton.

»Sie schreibt klar, unprätentiös, fast verhalten und dringt durch ihre Sprache zum Wesenskern eines Menschen vor, der bei aller emotionalen Unfähigkeit immer seine Art Erfüllung suchte.«

WDR 3, "Lesestoff", Jutta Duhm-Heitzmann. (19. September 2023)

ORIGINALAUSGABE
Hardcover mit Schutzumschlag, 304 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-328-60295-8
Erschienen am  30. August 2023
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Verlust und Selbstfindung

Von: Martina

11.06.2024

Annette Mingels, Der letzte Liebende, Penguin Verlag 2023 Vielen Dank an das @team.bloggerportal @penguinbuecher (Werbung, Rezensionsexemplar ) Ich bin ganz hingerissen, was für ein schönes Buch! Annette Mingels' neuestes Werk, "Der letzte Liebende" verschmilzt tiefgehende Charakterstudien mit hochaktuellen gesellschaftlichen Themen und nimmt uns mit auf eine eindringliche Reise eines Mannes, dessen Leben durch Verlust und den Wandel des Zeitgeists gezeichnet ist. Carl Kruger, der Protagonist, ist ein emeritierter Chemieprofessor, der sich in den USA niedergelassen hat. Nach jahrzehntelanger Ehe stirbt seine Frau Helen, wodurch eine große Lücke in seinem Leben entsteht. Obwohl die Ehe bereits lange vor ihrem Tod keinerlei Harmonie mehr kannte, trifft Helens Verlust Carl tief und konfrontiert ihn mit bisher verdrängten Emotionen. Seine Tochter Lisa überredet ihn zu einer Reise zurück in seine alte Heimat in Ostdeutschland und Polen. Dieser Trip, der ursprünglich als Ablenkung gedacht war, entwickelt sich zu einer intensiven Konfrontation mit einer Vergangenheit und Gegenwart, die er nicht erwartet hatte. Der „alte weiße Mann“ stellt dabei fest, dass die Welt sich weit schneller und radikaler verändert hat, als er es jemals für möglich gehalten hätte. Annette Mingels gelingt es meisterhaft, Carl als vielschichtigen Charakter darzustellen. Seine inneren Kämpfe und seine langsame, schrittweise Entwicklung sind so meisterhaft beschrieben, dass man als Leser tief in seine Welt eintaucht und mit ihm leidet, hofft und reflektiert. Der Roman greift geschickt und subtil brisante Themen unserer Zeit auf. Von Generationenkonflikten und sozialen Veränderungen über den Ukraine-Krieg und Klimakatastrophen bis hin zu den Auswirkungen der #MeToo-Bewegung - all diese Aspekte sind in Carls Geschichte eingewoben und verleihen dem Buch eine zusätzliche Tiefe und Relevanz. Mit hoher psychologischer Sensibilität und literarischem Feingefühl führt Mingels den Leser durch die komplexen Gefühlswelten ihres Protagonisten. Das Buch stellt eine ehrliche und tiefempfundene Auseinandersetzung mit dem Altern dar. Carls Reise in seine Vergangenheit und die Reflexion über seine Fehler und Verluste sind tief bewegend und regen zum Nachdenken über das eigene Leben und Altern an. "Der letzte Liebende" ist ein intelligenter, feinfühliger und tief bewegender Roman, der uns daran erinnert, dass hinter jeder von uns erstellten Fassade ein Mensch mit einer komplexen Geschichte steckt. Annette Mingels fordert uns auf, unsere Vorurteile zu hinterfragen und uns in die Lage anderer zu versetzen. Dieses Buch ist ein Muss für alle, die tiefgehende Charakterstudien und aktuelle gesellschaftliche Themen schätzen. Eine absolute Leseempfehlung! ⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐

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Klug und berührend

Von: Iris Schneider

05.10.2023

Ein wunderschönes Cover, das mich neugierig gemacht hat auf einen Roman, der sich mit Abschied, Neubeginn und Vergangenheitsbewältigung beschäftigt. Carl Kruger, ein fast achtzigjähriger Chemieprofessor in Rente, verliert nach sechzigjähriger Ehe seine Frau Helen. Obwohl er sie jahrelang betrogen hat, die Ehe nur noch eine Fassade war und sie die letzten Jahre auf verschiedenen Stockwerken ihrer Wohnung gelebt haben, ist er am Boden zerstört. Um ihn von seiner Trauer abzulenken, hat ihm seine Tochter Lisa eine Reise nach Deutschland und Polen geschenkt, die sie zusammen antreten. Carl wurde mit seinen Eltern aus Polen vertrieben und ist in der DDR aufgewachsen, die er aber mit Helen Richtung Amerika verlassen hat. Seine beiden Brüder Hermann und Konrad wohnen noch in Ostdeutschland und es beginnt eine Reise in die Vergangenheit, die sich anders gestaltet als erwartet. Er versucht wieder eine Verbindung zu seiner Tochter Lisa zu herzustellen, die sich von ihm durch seine Affären und Lügen, die die Familie belastet hat, weit entfernt hatte. Mit dabei ist auch sein erwachsener Enkel, der neugierig ist auf Carls Geschichte und Vergangenheit. Annette Mingels ist ein interessanter Roman gelungen, der die Einsamkeit im Alter eines gebildeten, aber sehr egoistischen und von sich überzeugten, alten Mannes beschreibt. Mit ruhiger und klarer Sprache zeichnet sie die verschiedenen Charaktere und zeigt dem Leser einen Protagonisten, den man anfangs unsympathisch findet, der einem doch am Ende aber wegen seiner Schwierigkeit Gefühle auszudrücken und emotionale Bindungen einzugehen, leid tut. Vielen Dank an das Bloggerportal für das Leseexemplar!

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Vita

Annette Mingels, geboren 1971, studierte Germanistik und schloss mit einer Promotion ab. 2003 veröffentlichte sie ihren ersten Roman, dem fünf weitere und ein Erzählband folgten. Für »Was alles war« erhielt sie 2017 den Buchpreis Familienroman der Stiftung Ravensburger Verlag. Zuletzt erschien 2020 der Roman »Dieses entsetzliche Glück«. Nach Jahren in der Schweiz, in Montclair (USA), Hamburg und San Francisco lebt Annette Mingels seit 2021 mit ihrer Familie bei Berlin.

Zur Autorin

Events

27. Juni 2024

Lesung mit Annette Mingels

19:00 Uhr | Berlin | Lesungen
Annette Mingels
Der letzte Liebende

Pressestimmen

»Das ist das Tollste, was Literatur kann: Figuren zu zeigen, die auch in ihren Abgründen zu verstehen sind.«

RBB, Manuela Reichart (18. September 2023)

»Je deutlicher sich herausstellt, dass Annette Mingels’ Leserschaft diesen Carl nicht wird mögen können, desto genauer lässt sie uns seine Empfindungen verstehen. Sie konfrontiert uns mit menschlicher Ambivalenz [...].«

Süddeutsche Zeitung, Rudolf von Bitter (09. December 2023)

»Der Roman entreißt den alten weißen Mann der vorschnellen typologischen Zuordnung und ersetzt sie durch Individualität«

Deutschlandfunk Kultur, Ursula März (23. September 2023)

»Was für ein leichter, schöner Roman über das Ende eines Lebens am Ende eines Jahres!«

Kölner Stadt-Anzeiger, Elke Heidenreich (16. December 2023)

»Annette Mingels [führt] das Sterben ihres Helden [...] zu einem literarisch wie menschlich beeindruckenden Höhepunkt. [...] So eine Sterbeszene ist grosse Kunst. Mit ihr erreicht die Autorin, dass man ihrem Helden, mit dem man so lange ebenso sehr mitgefühlt wie gehadert hat, nach seinem Gang durchs Fegefeuer der Erkenntnis das Paradies eines schönen Todes gönnt.«

Tages-Anzeiger, Martin Ebel (29. November 2023)

»›Der letzte Liebende‹ ist ein sehr heutiger Roman, der sowohl die aktuellen Konflikte zwischen den Generationen, als auch Geschehnisse unserer Zeit thematisiert [...] Insgesamt sehr lesenswert.«

Ruhr Nachrichten, Andreas Schröter (20. September 2023)

»Mingels gelingt es, ›ihren‹ alten, weißen Mann, diesen [...] ›letzten Liebenden‹, einerseits schonungslos, andererseits doch auch zugewandt zu porträtieren. Sie formuliert fein, beobachtend, sehr präzise.«

Hamburger Abendblatt, Maike Schiller (20. September 2023)

»Der neue Roman von Annette Mingels, ›Der letzte Liebende‹, ist ein ungemein dichtes Porträt eines bewegten, nun zu Ende gehenden Lebens.«

Westdeutsche Zeitung (16. September 2023)

»Ein anrührender Roman ist Annette Mingels hier gelungen, der ein wenig Melancholie, aber nie Trauer verbreitet, weil es der Autorin gelingt, den Situationen das Positive abzugewinnen.«

»Annette Mingels präsentiert sich mit ,Der letzte Liebende‘ in Höchstform.«

Madame (12. September 2023)

»Ich habe das Buch wahnsinnig gern gelesen. [...] Das schafft Annette Mingels: mir auf ganz wunderbare, unaufgeregte Weise Carl näherzubringen.«

FÜR SIE Podcast "Ziemlich beste Bücher" mit Inken Bartels und Christa Thelen (18. September 2023)

»Das ist sehr beeindruckend geschrieben - und auch eine wunderschöne Vater-Tochter-Geschichte.«

»Sie schildert mit leisen Tönen das Milieu des Mittelstands. Und sie lässt ihren in Kalamitäten geratenen Figuren Gerechtigkeit widerfahren. Das ist die Stärke von Annette Mingels.«

Neue Zürcher Zeitung, Rainer Moritz (03. January 2024)

»Annette Mingels hat ein kluges Buch geschrieben, das die Chance zur Versöhnlichkeit anbietet.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Rose-Maria Gropp (18. January 2024)

»Wie schon in ihren früheren Büchern erkundet Annette Mingels mit psychologischem Gespür Gefühlswelten und Familienbeziehungen, Nähe, Distanz und Schuld [...].«

»Annette Mingels beobachtet aufmerksam und beschreibt sehr plastisch Orte, Atmosphären, aber auch Innenwelten. Vor allem mag ich ihren lakonischen, leicht melancholischen Grundton, bei dem auch Witz und Ironie mitschwingen.«

Radio Bremen (23. November 2023)

»Ein kluger, berührender Roman übers Älterwerden und über heutige Konflikte zwischen den Generationen, psychologisch genau und meisterhaft im Ton.«

Moka, Das Büchermagazin (15. November 2023)

»Eine wehmütige Geschichte über Irrungen und Wirrungen voller kluger Beobachtungen zu Ehe und Freundschaft, zu Beziehungen zwischen den Generationen und Gedanken über den unaufhaltsamen Weg zum Ende [...].«

Bücher Magazin (24. November 2023)

»Ein sanftes Buch, aber mit großer Tiefe.«

»Trotz der Tragik und Trauer, die in diesem Text herrscht, umgibt ihn eine große Leichtigkeit und ein feinsinniger Humor.«

»Ein absolut lesenswertes Buch!«

literaturblatt.ch, Gallus Frei (22. December 2023)

»Beeindruckend wie die Autorin in die Tiefen dieses Mannes eindringt. Ohne Melancholie, eher pragmatisch. Im Inneren dieses Menschen lässt sie es arbeiten, bricht etwas auf.«

59plus.de, Katharina Martini (09. December 2023)

»Sprachlich unaufgeregt und gleichzeitig enorm präzise.«

sda Basisdienst (28. August 2023)

Weitere Bücher der Autorin