Sie haben sich erfolgreich zum "Mein Buchentdecker"-Bereich angemeldet, aber Ihre Anmeldung noch nicht bestätigt. Bitte beachten Sie, dass der E-Mail-Versand bis zu 10 Minuten in Anspruch nehmen kann. Trotzdem keine E-Mail von uns erhalten? Klicken Sie hier, um sich erneut eine E-Mail zusenden zu lassen.

Irene Diwiak

Die allerletzte Kaiserin

Roman

(4)
HardcoverNEU
22,00 [D] inkl. MwSt.
22,70 [A] | CHF 30,50 * (* empf. VK-Preis)
Benachrichtigungen aktiviert

In der Buchhandlung oder hier bestellen

Kaiserin ist, wer sich selbst für eine hält

Claudia Hendl ist nicht unbedingt glücklich und noch weniger fantasiebegabt – bis eines Tages eine alte, egozentrische Dame in ihr Wirtshaus kommt. Ihr Name ist Johanna Fialla, und nachdem sie Vertrauen zu Claudia gefasst hat, eröffnet sie Unglaubliches: Sie, Johanna, sei in Wahrheit die Enkeltochter von Kronprinz Rudolf. Der habe sich nämlich gar nicht erschossen, sondern sei nur untergetaucht und habe unter falschem Namen eine neue Familie gegründet, dessen Sprössling Johannas Vater gewesen sei. Nach und nach erzählt Johanna ihre Lebensgeschichte, und Claudia, die niemals schriftstellerische Ambitionen gehabt hat, beginnt sie aufzuschreiben. Dabei erfährt sie vielleicht nicht unbedingt historische Fakten – aber sie erkennt, dass ein bisschen Fantasie das Leben erst lebenswert macht.

Irene Diwiaks Roman sprüht vor Witz, Biss und Originalität. Mit liebevoller Ironie und immerwährendem Augenzwinkern schenkt sie ihrer Protagonistin einen letzten großen Auftritt, der es in sich hat.

»[Irene Diwiaks] mittlerweile vierter Roman steckt voller schräger Figuren, gut recherchierter Fakten und fantasievoller Fiktion.«

Kleine Zeitung, Karin Waldner-Petutschnig (04. May 2024)

ORIGINALAUSGABE
Hardcover mit Schutzumschlag, 304 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-570-10469-9
Erschienen am  24. April 2024
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Originieller, amüsanter und berührender Roman

Von: Marie (Wörter auf Papier)

22.05.2024

Wie so viele Tragödien mit prominenter Beteiligung eignen sich solche wie die von Kronprinz Rudolf perfekt, um Verschwörungstheorien in die Welt zu bringen. Die österreichische Autorin Irene Diwiak hat sich der Theorie angenommen, dass Kronprinz Rudolf in der Nacht von Mayerling nicht gestorben ist, sondern im Gegenteil ein Leben fernab der monarchischen Zwänge gewählt und munter Nachkommen gezeugt hat. Daraus entspinnt sich eine spannende, manchmal bissig-humorvolle und auch berührende Lebensgeschichte um die fiktive Enkelin Johanna Fialla. Johanna Fialla ist ein Original. Mit einem ganz eigenen Ton, durchwirkt von österreichischen Wörtern und Redewendungen (für die es netterweise ein Glossar im Anhang gibt) erzählt sie Claudia Hendl, die im Wirtshaus ihrer Eltern arbeitet, ihre unglaubliche Geschichte. Mich hatte die ältere Dame schon nach wenigen Seiten für sich gewonnen. Ganz gebannt bin ich über die Seiten geflogen, wollte schnell erfahren, wie es dazu gekommen ist, dass sie ihren Angaben nach die „allerletzte Kaiserin“ ist. Dabei gibt sie sich ganz kaiserlich, spart nicht mit direkten Worten, ist dann aber auch wieder herzlich und einnehmend. Claudia ist zunächst eingeschüchtert, lebt dann aber immer mehr auf, bis sie sich in einer entscheidenden Situation behaupten kann und am Ende beinahe selbst gekrönt aus der Geschichte hervorgeht. Irene Diwiak verwebt historische Fakten mit fiktiven Ereignissen, schreibt leicht und amüsant, auch über schwere Themen wie die Nachkriegszeit oder die Rolle der Frau im 20. Jahrhundert. Auch wenn Fiallas Leben nicht ohne Entbehrungen und Ungerechtigkeiten auskommt, bleibt am Ende dennoch ein warmes Gefühl. Eine sehr gute Mischung, die mich den Roman sehr gern hat lesen lassen. "Die allerletzte Kaiserin" beinhaltet zwei Geschichten. Claudia ist von Johanna Fiallas fantastischer Lebensgeschichte so angetan, dass sie ein Buch darüber schreiben will – eben das vorliegende. Die chronologische Lebensgeschichte der „Kaiserin“ wird dabei ab und zu von Anmerkungen der fiktiven Autorin Claudia unterbrochen, die mehr zu sich und zu Begebenheiten abseits der eigentlichen Geschichte erzählt. Hier ist der Ton anders als im „restlichen“ Roman, sie sind ja quasi auch nur Notizen zu der „richtigen“ Geschichte. Dennoch erfahren wir hier auch mehr über Claudia, so dass "Die allerletzte Kaiserin" nicht nur das Buch über Johanna Fialla, sondern auch über Claudia Hendl ist. Ein gelungener Kniff seitens der realen Autorin Irene Diwiak, der dazu führt, dass das Buch einen regelrechten Sog entwickelt. Fazit: "Die allerletzte Kaiserin" ist ein origineller Roman, der historische Fakten mit einer fiktiven Geschichte verknüpft. Irene Diwiaks Ton ist leicht und amüsant, teils bissig und auch berührend. Eine tolle Geschichte, nicht nur für Fans der österreichischen Monarchie.

Lesen Sie weiter

Zauber- und märchenhaft anmutender Roman

Von: Zeilentänzer

19.05.2024

Claudia Hendl ist unglücklich, hat wenig Selbstbewusstsein und verbringt ihre Zeit fast ausschließlich in dem Wirtshaus ihrer Eltern, in dem sie als Kellnerin arbeitet. Als die ältere Dame Johanna Fialla das erste Mal in dem Lokal erscheint, ändert sich das Leben von Claudia augenblicklich. Fialla will die Enkelin des Kronprinzen Rudolf sein, der sich entgegen medialer Behauptungen nicht selbst getötet hat, sondern untergetaucht sein soll und unter anderer Identität eine neue Familie gründete, Johanna Fiallas Familie. Diese erzählt Claudia ihre spannende Lebensgeschichte und in ihr wächst der Wunsch, diesen Stoff für schriftstellerischen Zwecke zu nutzen. Nicht alles was Claudia erfährt, lässt sich auf einen historischen Hintergrund zurückführen und doch ist sie überzeugt, dass ein bisschen Fantasie das Leben erst lebenswert macht. Es gibt Wohlfühlbücher, die mich sofort mit ihrem Setting, den Figuren und der Geschichte selbst begeistern können, die nie enden sollten und für die es eine Form des Abschieds braucht. So ein Buch war »Die allerletzte Kaiserin« für mich. Den ersten Roman von Irene Diwiak - »Liebwies« (2017, Diogenes) - habe ich damals auch sehr gerne gelesen und war überrascht, dass ich nun bereits ihr vierter Buch in Händen hielt. Schon das Motiv auf dem Cover ist sehr schmuckvoll und ästhetisch gestaltet und gibt einen Einblick in die Handlung des Buches. Die Protagonistin Claudia wuchs mir sehr schnell ans Herz, ebenso wie der eigentliche Star der Geschichte: Johanna Fialla. Die alte Dame besitzt einen scharfen Beobachtungssinn, ist nicht auf den Mund gefallen und hat großes Talent für einnehmende Erzählungen. Ihre Liebenswürdigkeit begleitet die Leser:innen durch das gesamte Buch. Irene Diwiak spickt die Geschichte mit vielen gut recherchierten historischen Fakten und verbindet diese mit fantastischer Fiktion. Erzählt wird die Handlung aus den wechselnden Perspektiven von Claudia und Johanna, die Kapitel haben eine angenehme Länge, sodass sich das Buch flüssig lesen lässt. Die zunächst unglaubwürdig anmutenden Aussagen der Johanna führen im weiteren Verlauf dazu, dass Claudia, die ein recht eintöniges Leben führt, darüber nachdenkt, die wahrlich brisante Lebensgeschichte der Johanna Fialla aufzuschreiben. Ermutigt durch ihre Freundin, die im Verlagswesen tätig ist und der Begeisterung der Erzählerin selbst, beginnt sie mit dem Verfassen des Textes. Johanna Fialla berichtet von ihrer Kindheit, dem Kennenlernen ihrer Eltern und dem Fortgang iher Mutter. Sie berichtet vom zweiten Weltkrieg und ihrer anfangs gut situierten Familie und den unschönen Folgen für sie persönlich danach. Interessant fand ich die Behauptungen Fiallas, der Kronprinz Rudolf sei ihr Großvater gewesen, sodass sie die Urenkelin der Kaiserin Elisabeth und des Kaisers Franz Joseph gewesen sein muss. Ich begeistere mich überhaupt nicht für royale Themen im Allgemeinen, im Rahmen eines fiktionalen Romans hingegen, gefiel mir das sehr. Die Zusammenhänge, von denen Johanna erzählt, ihre schwierigen Beziehungen zu zwei Männern und den Verlauf ihres Lebens habe ich mit großer Spannung verfolgt. Mir gefiel die Umsetzung von Fiktion und Fakten sehr gut, zudem mochte ich die schrägen Charaktere im Buch. Die beiden Frauen wirken äußerst sympathisch und nahbar. Claudia hadert mit ihrem Selbstwert, während Johanna dazu im Gegensatz mit ihrem nicht hinter dem Berg hält, was sehr erfrischend zu lesen ist. Ich habe mich in dem historischen Setting verloren, konnte mir vieles bildlich vorstellen und bekannte Ereignisse wurden in Erinnerung gerufen. Diwiak geizt nicht mit emotionalen Momenten, die zu Tränen rühren und schafft eine mitreißende Lebensgeschichte, bei der es am Ende nicht mehr drauf ankommt, wieviel Wahrheitsgehalt diese mit sich bringt. Fabelhafte Atmosphäre und interessantes Setting kombiniert mit einer tragischen Geschichte, die mit einer großen Prise Humor veredelt wird. Ich konnte keine Kritikpunkte finden und gebe eine große Empfehlung für diesen hinreißenden und märchenhaft-anmutenden Roman. Zauberhafte Geschichte um eine glücklose junge Frau, die sich selbst sucht und in der Lebensgeschichte einer alterndem Dame eine Zuflucht findet. Großartig geschrieben, mit ganz viel Witz, Charme und Raffinesse.

Lesen Sie weiter

Wir stellen nicht sicher, dass Rezensent*innen, welche unsere Produkte auf dieser Website bewerten, unsere Produkte auch tatsächlich gekauft/gelesen haben.

Alle anzeigen

Vita

Irene Diwiak, geboren 1991 in Graz, ist eines der großen Erzähltalente ihrer Generation. Für ihre literarischen Texte sowie ihre Theaterstücke wurde sie vielfach ausgezeichnet. Ihr Debütroman »Liebwies« stand bereits auf der Shortlist für den Debütpreis des Österreichischen Buchpreises. Es folgten ihre Romane »Malvita« sowie »Sag Alex, er soll nicht auf mich warten«.

Zum Autor

Events

06. Juni 2024

Irene Diwiak und Theodora Bauer in Lesung und Gespräch

19:00 Uhr | Graz | Lesungen
Irene Diwiak
Die allerletzte Kaiserin

19. Juli 2024

Kultursommer Wien

18:30 Uhr | Wien | Lesungen
Irene Diwiak
Die allerletzte Kaiserin

Pressestimmen

»Ein amüsantes, g‘scheides, leichtes und lustiges Buch.«

»Es ist ihr gelungen, die längst ikonischen Scholls und ihr Umfeld nicht unerreichbar fern wirken zu lassen, sondern lebensnah mit ihren Ängsten und auch Macken zu schildern.«

Süddeutsche Zeitung, Antje Weber über »Sag Alex, er soll nicht auf mich warten« (06. March 2023)

»Irene Diwiak hat eine gute Mischung aus historisch Verbürgtem und kleinen fiktionalen Freiheiten, solider Recherche und emotional bewegenden Passagen gefunden.«

Literaturhaus Wien, Sebastian Fasthuber über »Sag Alex, er soll nicht auf mich warten« (04. July 2023)

»Irene Diwiak [gelingt es], einen neuen berührenden Blick auf die berühmte Widerstandsgruppe zu werfen.«

Kronenzeitung, Franziska Trost, über »Sag Alex, er soll nicht auf mich warten« (18. February 2023)

»Irene Diwiak gelingt es, die jugendliche Aufbruchstimmung einzufangen, die Ängste, Zweifel und Beziehungsprobleme der Akteure zu zeichnen und ihre Hoffnung, etwas bewirken zu können. Man weiß, es war vergebens.«

Kleine Zeitung, Karin Waldner-Petutschnig über »Sag Alex, er soll nicht auf mich warten« (18. March 2023)

»Besonders Schmorell, hin- und hergerissen zwischen seinen beiden Heimaten, gibt einen interessanten Charakter.«

Buchkultur, Martin Thomas Pesl über »Sag Alex, er soll nicht auf mich warten« (15. April 2023)

»Ich bin begeistert von diesem Roman, weil er auch sehr österreichisch ist – ein bisschen boshaft, toll in der Sprachbehandlung.«

Andrea Gerk, Deutschlandfunk Kultur, über »Liebwies« (04. July 2022)

»Ab und zu gibt es dann doch diese jungen Autorinnen, die richtig Freude daran haben, sich wilde Geschichten auszudenken.«

Andrea Diener, FAZ, über »Liebwies«

»Irene Diwiaks erstaunlich facettenreicher Erstlingsroman erzählt von Geltungssucht, Eitelkeit und falscher Gier nach Ruhm und Erfolg.«

Dorothea Hußlein, BR Klassik, über »Liebwies«

»Diwiak ist mit ,Die allerletzte Kaiserin‘ ein interessanter Roman gelungen, der sich langsam entfaltet.«

Österreich (11. May 2024)

»der Geschichte […] zwischen Fiktion und Wahrheit, voller Witz und Skurrilitäten folgt man [...] mit kaiserlichem Vergnügen.«

Kronen Zeitung (10. May 2024)

»Eine ebenso charmante wie intelligente Schnurre und zugleich ein literarisches Juwel.«

Jeversches Wochenblatt (18. May 2024)

Weitere Bücher des Autors