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Sarah Brooks

Handbuch für den vorsichtigen Reisenden durch das Ödland

Roman

(7)
Handbuch für den vorsichtigen Reisenden durch das Ödland
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»Es heißt, diese Reise habe ihren Preis. Einen Preis, der über die Kosten des Tickets hinausgeht.«

Es ist das Ende des 19. Jahrhunderts, und nichts fasziniert die Menschen so sehr wie die geheimnisvollen und angsteinflößenden Wunder des Ödlands. Nichts berührt diese riesige, verlassene Wildnis zwischen China und Russland außer dem Transsibirien-Express, der jeden befördert, der es wagt, das Ödland zu durchqueren. Es gibt jedoch Gerüchte, dass der Zug nicht mehr sicher ist. Wer sich nun auf diese Reise begibt, hat seine ganz eigenen, verborgenen Gründe dafür: eine trauernde Frau mit fremdem Namen, ein Kind, das im Zug geboren wurde, und ein in Ungnade gefallener Naturforscher. Doch mehr und mehr scheint es, als würden die Gefahren des Ödlands ihren Weg ins Innere finden …

Lassen Sie sich verzaubern und gehen Sie mit Sarah Brooks auf eine Reise, die sie so schnell nicht vergessen werden. Doch sehen Sie sich vor – das Ödland ist heimtückischer, als man meinen könnte.


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Claudia Feldmann
Originaltitel: The cautious traveller's guide to the wastelands
Originalverlag: Weidenfeld & Nicolson, London 2024
Hardcover, Pappband mit Schutzumschlag, 416 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-570-10500-9
Erscheint am 24. July 2024

Rezensionen

Phantasievoll!

Von: B_G aus Nördlingen

04.06.2024

Das cover finde ich nach wie vor toll, vor allem die goldene Prägung. Auch der schreibstil gefällt mir gut, nicht zu anspruchsvoll, gut zu lesen, aber auch nicht primitiv und mit vielen veralteten Wörtern geschmückt. Man bekommt einen guten Eindruck in die damalige Zeit und deren Gegebenheiten, zum Beispiel was allein das Wort Gesellschaft betrifft. Ebenso werden die unterschiedlichen Charaktere gut beschrieben, man kann sich darüber gut was vorstellen. Jedoch hat das Buch leider nicht meinen Erwartungen entsprochen, da es ab ca. dem zweiten Drittel abstrakt und unrealistisch wird, was ich dem klappentext nicht entnehmen konnte. Man braucht viel Phantasie und Vorstellungskraft, was ja prinzipiell nicht schlecht ist, aber für meinen Geschmack ist es zu viel. Ein spannungsaufbau ist vorhanden, ein tolles Finale! Für die die etwas fantasy mögen absolut empfehlenswert!

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Vielschichtig

Von: solveig aus 41462 Neuss

04.06.2024

Sechstausend Kilometer muss die Transsibirische Eisenbahn überwinden, um von Peking nach Moskau zu gelangen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts dauert die Fahrt ca. fünfzehn Tage. Während dieser Zeit bleiben die Türen des Zuges verschlossen, um zu verhindern, dass mögliche Gefahren des Ödlandes die Reisenden gefährden. Welcher Art solche Gefahren sein könnten, bleibt zunächst sehr vage. Selbst die junge Weiwei, die als „Zugkind“ in der Bahn groß geworden ist und eine enge Beziehung zum Zug und zur Crew hat, kann sie nicht erklären. Nicht alle Fahrgäste reisen nur zu ihrem Vergnügen: Da ist etwa Maria Petrowna, welche die Fahrt unter falschem Namen antritt, weil sie ein bestimmtes Ziel verfolgt; der Professor, der nicht zum erstenmal mit der Bahn das Land durchquert oder der von seinem Metier besessene Naturforscher Dr. Grey. Auch zwei Abgesandte der Eisenbahngesellschaft, von den Mitreisenden die „Krähen“ genannt, sind im Zug und scheinen allgegenwärtig zu sein ... Die Autorin lässt den Leser die Reiseerlebnisse Tag für Tag erleben, stets begleitet von Ausschnitten aus dem mysteriösen "Handbuch für das Ödland“, verfasst von einem gewissen Valentin Rostow, das sich wie ein Reisebericht liest. Schön langsam entwickelt Sarah Brooks die Handlung ihres Romans. In einem ausgefeilten Stil, mit vielen sehr bildhaften Wendungen zieht sie den Leser hinein in den Sog einer Geschichte, die wie ein historischer Roman beginnt und in ihremVerlauf immer fantastischere Züge annimmt. Nach und nach erfahren wir zahlreiche Details zu Persönlichkeit und Gedanken einzelner Protagonisten, aus deren Sichtweise Brooks die Episoden schildert. Der Autorin gelingt es dabei eindrucksvoll, die unbestimmte Angst der Menschen vor dem "Draußen" zu schildern, aber auch die Neugier auf die fremdartige Natur Sibiriens. Dabei steigert sie die Spannung stetig. Wie jeder gute Roman bietet auch Brooks´ Buch nicht nur geistreiche Unterhaltung, sondern transportiert auch mindestens eine Botschaft, die zum Nach- und Weiterdenken anregt. Diese zu ergründen bleibe jedoch jedem Leser selbst überlassen.

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Vita

Sarah Brooks hat in China, Japan und Italien gearbeitet und ist nun an der Universität von Leeds tätig. Für ihren Debütroman »Handbuch für den vorsichtigen Reisenden durch das Ödland«, der schon vor Veröffentlichung für große Begeisterung gesorgt hat, wurde sie mit dem Lucy Cavendish Fiction Prize ausgezeichnet. Der Roman erscheint in über 15 Ländern.

Zur Autorin