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Hannah Pick-Goslar

Meine Freundin Anne Frank

Die Geschichte unserer Freundschaft und mein Leben nach dem Holocaust

(6)
Hardcover
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»Als kleines Mädchen wurde ich Zeugin davon, wie die Welt, die ich liebte, durch sinnlosen Hass zerstört wurde und verschwand – und mit ihr meine beste Freundin Anne.«

Hannah Pick-Goslar war einst die beste Freundin von Anne Frank. Sie überlebte den Holocaust und erzählt in diesem Buch ihre Geschichte: Die Geschichte einer Kindheit in Amsterdam und der jugendlichen Unschuld unzertrennlicher Freundinnen. Aber auch eine Geschichte von Flucht, Schmerz und letzten Augenblicken. Doch Hannah Pick-Goslars Memoiren schildern nicht nur das unvorstellbare Leid, das ihr widerfahren ist, sondern zeichnen auch das bewegende Leben einer starken Frau nach, die sich nach ihrer Befreiung in Israel ein neues Leben aufbaute. Ihr Buch ist ein einzigartiges Zeitzeugnis, ein intimes Porträt ihrer Freundschaft mit Anne Frank und zugleich ein beeindruckender Beweis für die anhaltende Kraft von Liebe, Hoffnung und die Macht der Erinnerung.

»[Hannah Pick-Goslars] Lebensgeschichte ist ein wichtiges Zeitzeugendokument, aus dem man jedem vorlesen sollte, der heute im Begriff ist, nach rechts abzudriften.«

Stern (12. October 2023)

Aus dem Englischen von Elsbeth Ranke
Originaltitel: MY FRIEND ANNE FRANK
Originalverlag: Ebury Publishing
Hardcover mit Schutzumschlag, 384 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-328-60300-9
Erschienen am  18. October 2023
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Einfach schön

Von: Verenas Buchwelt

30.01.2024

Das Schicksal von Hanneli, Anne und ihren Familien macht einen sehr betroffen. Was man sich fragt "Warum hat denn niemand geholfen"? Viele Länder hätten helfen können, haben es aber nicht, auch die USA nicht. Sehr traurig, es muß so furchtbar gewesen sein. Es macht sehr nachdenklich.

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Bewegende Memoiren von Holocaust-Überlebender Hannah Pick-Goslar

Von: miss_lia48

02.01.2024

„Für Hitler und seine Anhänger waren wir der Feind. Der jüdische Feind. Ich konnte nicht begreifen, warum das alles geschah - was hatten wir Juden denn getan? Wofür wurden wir bestraft? Soweit ich wusste, bestand unsere einzige Missetat darin, dass wir Juden waren.“ ---- INHALT: Hannah Pick-Goslar, auch Hanneli genannt, wird 1928 in Berlin geboren. Als die Nationalsozialisten an die Macht kommen und die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Juden in Deutschland immer schwieriger werden, zieht die Familie 1934 nach Amsterdam. Dort lernen Hannah und ihre Familie die Familie Frank kennen, die ebenfalls erst kürzlich von Deutschland in die Niederlande geflüchtet ist und die gleichen Sorgen bzgl. des Krieges teilt. Hannah und Anne werden schnell zu besten Freundinnen, Nachbarinnen und Mitschülerinnen. Sie verbringen viel Zeit miteinander, genießen ihre Kindheit, bis Deutschland 1940 auch den Niederländern den Krieg erklärt und der jüdischen Bevölkerung immer mehr Verbote und Deportationen bevorstehen. Hannah erzählt in ihren Memoiren, wie sie die Zeit damals, als Kind, Jugendliche und heranwachsende Frau erlebt hat. Sie berichtet von den schönen, aber auch von den tragischen Momenten, erinnert sich an ihre Freundschaft mit Anne und wie ihnen ihre Jugend durch den Krieg weggenommen wurde. Schmerzhaft sind die Erinnerungen an die Deportationen und an die Zeit im Durchgangs- und Konzentrationslager. So viel Leid und Tod. Doch Hannah überlebt, fängt ein neues Leben an und wird zu einer wichtigen Zeitzeugin, gegen das Vergessen. Anne Frank wird zu einem der berühmtesten Holocaust-Opfer und steht bis heute stellvertretend für die 6 Millionen ermordete Juden. „Ihre Geschichte, unsere Geschichte zu erzählen, sollte später zu einem Band werden, das mich fest an sie knüpfte und unsere Freundschaft am Leben hielt, als sie schon längst nicht mehr war.“ ---- MEINUNG: Da ich mich bereits früh für das Schicksal von Anne Frank interessiert habe, schon einige Bücher über sie gelesen sowie ihr Tagebuch mehrmals inhaliert habe, stand für mich fest, dass ich mir auch die Memoiren ihrer besten Freundin Hannah Pick-Goslar - oder „Hanneli“, wie Anne sie liebevoll nannte - zu Gemüte führen wollte. Und doch habe ich wieder festgestellt, dass mir die Thematik aktuell eher schwerfällt. Die Ereignisse auf unserer Welt überschlagen sich manchmal und hin und wieder findet man Parallelen zur damaligen Zeit. Antisemitismus ist in den letzten Monaten auch in unserem Land wieder deutlich sichtbarer geworden. Und, dass es ihn in dieser Form hier gibt, ist erschreckend. Dazu kommt das ganze Elend und das Leid, von dem Hannah im Buch eindrücklich erzählt. Sie musste so viel durchmachen und hat viele ihrer liebsten Menschen verloren. Dadurch habe ich die hiesige Lektüre als sehr schwere Kost empfunden, wenngleich sie mich immer wieder sehr berühren konnte. Genau solche Bücher brauchen wir. Um nicht zu vergessen, was war und was wieder geschehen könnte. Hannah war eine der letzten Zeitzeugen, die alles hautnah miterleben mussten und dessen war sie sich bewusst. Es ist bewundernswert, wie sie sich nach dem Krieg ein neues Leben aufbauen konnte und ihrer Berufung nachging, um den Leuten ihre Geschichte zu erzählen. Sie musste schon kurz nach dem Krieg feststellen, wie leicht all das in Vergessenheit geriet. Aber das Tagebuch von ihrer verstorbenen Freundin Anne Frank berührte die Leute. „Hannah hoffte, dank ihrer Erzählung könnten andere den Teil der Geschichte erfahren, den Anne nicht mehr erzählen konnte (…).“ Dafür reiste sie durch die ganze Welt, sprach vor der Queen und beantwortete Fragen von vielen Schulklassen – zuletzt während der Coronapandemie per Zoom. „In ihren Vorträgen erzählte Hannah immer, wie sehr Anne sich gewünscht hatte, berühmt zu werden, dass es Anne war, die reisen und die Welt sehen wollte. Das tat nun sie, sagte sie, im Dienste Annes und ihrer Freundschaft.“ Sie fühlte sich dazu verpflichtet, die Menschen aufzuklären und ihnen von ihrem Schicksal zu erzählen. „Für sie war der Holocaust eine ultimative Warnung, wohin es führen kann, wenn eigentlich gute Menschen schweigen; und es brach ihr das Herz, dass viele andere Überlebende vor allem in den ersten Nachkriegsjahren nicht zum Sprechen ermuntert wurden - ja sogar gemieden wurden.“ „Bis zum Schluss suchte sie nach einer Antwort auf die Frage Warum? Wie? In gewisser Hinsicht war sie, glaube ich, noch immer diese Jugendliche, die sich fragte, warum ihr Vorkriegsleben ihr geraubt wurde und damit die Menschen, die sie am meisten liebte.“ Es ist ein Buch, das einen stellenweise tief bewegt. Dass es die Personen alle tatsächlich gab und die Geschehnisse wie geschildert stattgefunden haben, lässt einen schwer schlucken. Spannend fand ich im Buch, mal den niederländischen Blickwinkel im Kriegsgeschehen einzunehmen. Auch wenn das natürlich alles sehr tragisch war. Wie gerne hätte ich Hannah und Anne noch mehr gemeinsame Zeit gewünscht! Für mich spricht sehr viel für das Buch. Dennoch gab es für mich einige Längen. Manchmal kamen viele Sachinformationen auf einmal und in diesen Momenten fehlte mir hin und wieder die emotionale Ebene. Aber man muss eben auch anerkennen, dass es sich hierbei in erster Linie um eine Biografie handelt. Ein Interesse dafür sowie für das historische Geschehen sollte bei Lesenden auf jeden Fall vorhanden sein. Mein anderer kleiner Kritikpunkt ist, dass der Untertitel suggeriert, dass ein größerer Teil des Buches auch daraus besteht, wie Hannah Pick-Goslars Leben nach dem Holocaust aussah. Dieser Teil kam mir dafür im Buch etwas zu kurz. Neben der Geschichte ihrer Freundschaft mit Anne Frank, bezieht sich der größte Teil des Buches auf die Zeit der neuen Verbote für Juden, der Deportationen und der Aufenthalte im Durchgangs- und Konzentrationslager. Gleichzeitig habe ich dafür aber auch großes Verständnis. Die Co-Autorin Dina Kraft erzählt im Nachwort, dass sie im Frühjahr 2022 anfing, Hannah beim Schreiben ihrer Memoiren zu helfen. Dies war laut ihr ein „Wettlauf gegen die Zeit“, denn Hannah war zu dem Zeitpunkt 93 Jahre alt und körperlich zunehmend geschwächt, ehe sie am 28. Oktober 2022 verstarb. Vielleicht hätte man den Untertitel jedoch noch umbenennen können. ---- FAZIT: Bewegende Memoiren von Anne Franks bester Freundin Hannah Pick-Goslar, die den Holocaust überlebt hat und sich ihr Leben lang gegen das Vergessen eingesetzt hat. Eine bewundernswerte Frau! Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 4-4,5/5 Sterne! ---- (C.N.: v. a. Holocaust, Antisemitismus, Tod, Krieg, Hunger)

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Vita

Hannah Elisabeth Goslar wurde am 12. November 1928 in Berlin geboren. 1933 floh ihre Familie aus Deutschland und emigrierte nach Amsterdam. Dort lernte Hannah Anne Frank kennen, die bis zur Trennung der beiden ihre Nachbarin, Schulkameradin und beste Freundin war. 1943 wurden die Goslars in das Durchgangslager Westerbork gebracht. 1944 kamen sie in das Konzentrationslager Bergen-Belsen. Hier trafen Hannah und Anne kurz vor Anne Franks Tod ein letztes Mal aufeinander. Hannah und ihre Schwester Gabrielle waren die einzigen Überlebenden der Familie Goslar und gehörten zu den jüngsten Überlebenden von Bergen-Belsen. Hannah Goslar emigrierte 1947 ins britische Mandatsgebiet Palästina, wurde Krankenschwester und gründete eine Familie. Sie wohnte zuletzt in Jerusalem und engagierte sich als Holocaustüberlebende für die Aufklärung jüngerer Generationen und für die Aufrechterhaltung von Anne Franks Vermächtnis. Hannah Pick-Goslar verstarb kurz vor Fertigstellung ihres Buches Ende Oktober 2022 im Alter von 93 Jahren.

Zur Autorin

Videos

Pressestimmen

»[Hannah Pick-Goslars] Buch ist ihr Vermächtnis. Es ist eine so anrührende Geschichte über eine unverbrüchliche Freundschaft, über Liebe und Zerstörung, über Lebensmut, der alles überwindet. Jeder sollte dieses Buch lesen!«

NDR Kultur (09. November 2023)

»Dieses berührende Erinnerungswerk einer mutigen, klugen jüdischen Frau ist erschreckend aktuell und ein wichtiger Appell gegen jede Form des Antisemitismus.«

BR2 »Diwan« (26. November 2023)

»›Meine Freundin Anne Frank‹ [...] ist gerade jetzt unglaublich aktuell und eine Mahnung, nicht wegzuschauen. Ein Buch, das sich absolut zu lesen lohnt, das nachdenklich macht und das ganz wichtig im Kampf gegen das Vergessen und Verharmlosen von Antisemitismus ist.«

ORF »Lesezeichen« (05. November 2023)