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Julia Dibbern

Unter Wasser ist es still

Roman

HardcoverNEU
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Vom Ankommen und Loslassen

Nach fast zwanzig Jahren kehrt Maira zurück in den Ort ihrer Kindheit. Sie will nur eins: ihr Elternhaus räumen, das seit dem Tod ihrer Mutter leer steht, und es so schnell wie möglich an einen Investor verkaufen.
Stück für Stück bereitet Maira das Haus für den geplanten Abriss vor und unausweichlich kehren die Erinnerungen zurück – die Tage am Wasser mit ihren besten Freunden, die magischen Begegnungen mit der Natur der Ostseeküste, die schwere Krankheit und der Verlust ihrer Mutter. Und eine alte Frage will endlich eine Antwort finden: Was ist damals während Mairas letzten Tagen auf dem Darß wirklich geschehen?

Bewegend, mitreißend und ohne Kitsch erzählt Julia Dibbern von der vielleicht letzten Chance einer jungen Frau, sich ihren schlimmsten und besten Erinnerungen zu stellen.

»Liebevoll geschriebener Roman.«

NDR Kultur (14. May 2024)

ORIGINALAUSGABE
Hardcover mit Schutzumschlag, 384 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-8090-2777-5
Erschienen am  24. April 2024
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Entscheidungen müssen mit dem Herzen getroffen werden

Von: Leseschneckchen

20.06.2024

Eine tiefgehende Geschichte über Verlust, Freundschaft und die Liebe zur Natur. Bildhaft, tragisch und intensiv. Sehr schönes Leseerlebnis. Maira lebt in Frankfurt. Nach dem Tod ihrer Mutter hat sie sich hier ein Leben aufgebaut. Sie restauriert alte Möbel und fühlt sich wohl in der Firma, in der sie arbeitet. Als sie eines Tages das Angebot bekommt, den Laden zu übernehmen, möchte sie sich finanziell absichern und nimmt den Verkauf des Hofs an der Ostsee in Angriff. Dort steht das Haus, in dem sie aufgewachsen ist. Es steckt voller Erinnerungen und Maira ist nach dem Schicksalsschlag vor fast achtzehn Jahren, nie wieder dorthin zurückgekehrt. Dass es keine leichte Aufgabe ist, wenn man sich den Erinnerungen stellen muss, bemerkt sie schon kurz nach ihrer Ankunft in Soeterhoop. Ich war sehr neugierig auf diese Geschichte, denn viele begeisterte Stimmen zu dem Buch und die schönen Zitate, die ich vorab schon gelesen hatte, versprachen mir eine besondere Geschichte. Es beginnt sehr ruhig und erzählt von Maira, die mit dem Verlust ihrer Mutter kämpft, weil diese viel zu früh aus ihrem Leben verschwunden ist. Auch wenn der Tod von ihr nun schon viele Jahre zurückliegt, begleitet er Maira von Tag zu Tag. Der Schritt in ihren Heimatort und in das Haus, in dem sie aufgewachsen ist, fällt ihr deshalb besonders schwer. Ich konnte Mairas Gefühle sehr gut nachvollziehen. Da sie ohne Vater aufwuchs, war ihre Mutter ihre alleinige Bezugsperson. Wenn man diese plötzlich verliert, bricht eine Welt zusammen. Noch dazu kämpft Maira mit Schuldgefühlen. Sie hat Gewissensbisse, hadert mit sich selbst und es fällt ihr schwer, Entscheidungen zu treffen. Das traumatische Erlebnis in ihrer Jugend hat sie eingeschüchtert. Während des Lesens wurde ich in unterschiedliche Zeiten versetzt. Einige Kapitel erzählen von Mairas Kindheit und Jugend, von ihren Freunden und ihren Erlebnissen an der Ostsee. In anderen Abschnitten sind wunderschöne Briefe von Mairas Mutter zu finden, die sie an ihre Tochter schrieb und damit von deren unbeschwerter Kindheit erzählt. Sie wollte die Zeit festhalten und Maira etwas mitgeben, wenn sie eines Tages nicht mehr für sie da sein kann. In den restlichen Kapiteln findet man sich in der Gegenwart wieder und unternimmt zusammen mit Maira die Reise von Frankfurt zurück in ihren Heimatort, in dem sie auch auf ihre alten Freunde treffen wird, auf Menschen, die ihr ebenfalls einmal sehr viel bedeutet haben. Es ist eine Geschichte, die eher ruhig und entspannt und von einer Melancholie begleitet erzählt wird, dabei aber trotzdem fesselnd bleibt, weil man unbedingt erfahren möchte, was genau damals passiert ist. Einige Situationen gilt es aufzuklären. Es ist ein Roman, der nachdenklich stimmt und den Leser mitleiden lässt, welcher aber auch sehr schöne Momente aus der Erinnerung aufblitzen lässt und damit Leichtigkeit zwischen die Seiten zaubert. Außerdem lädt das gemütliche, wenn auch etwas heruntergekommene und verstaubte Haus an der Ostsee und die dazugehörige Landschaft, zum Träumen ein. Bilder von der wunderschönen Umgebung und den Tieren bekommt man hautnah zu spüren. Mairas Kindheit war ein Leben im Einklang mit der Natur. Wer eine derartige Liebe zur Umwelt entwickeln kann, weiß auch, wie man behutsam damit umgeht. Es ist kein locker leichter Sommerroman, sondern eine berührende Geschichte über die Höhen und Tiefen des Lebens und die Liebe zu einem ganz besonderen Ort. Und es ist eine Geschichte mit wichtiger Botschaft, die mich trotz der Tragik glücklich zurückgelassen hat.

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Absolut lesenswert

Lünebuch GmbH

Von: aus Lüneburg

10.06.2024

Maira kehrt nach fast 20 Jahren zurück an den Ort ihrer Kindheit. Sie will nur eines schnell erledigen: ihr Elternhaus, welches seit dem Tod ihrer Mutter leer steht, ausräumen und an einen Investor verkaufen. Da sie ihr eigenes Leben fernab ihres Heimatortes führt, kann sie das Geld gut gebrauchen. Eher widerwillig macht sie sich auf den Weg und möchte vor Ort auch gar nicht lange bleiben. Aber wie es im Leben so ist, es kommt immer etwas anders wie man denkt. Sie trifft Anne und Jasper wieder, ihre alten Freunde von früher, die immer noch dort leben. Erinnerungen kommen hoch und Maira kann sich ihnen nicht entziehen, zumal ihr Vorhaben länger dauert als geplant. Anfangs fand ich den Einstieg etwas „lang“, aber dann musste ich unbedingt wissen wie es weitergeht. Warum ist Maira überhaupt dort weg? Was ist mit ihrer Mutter passiert? Und warum möchte sie das Haus auf Teufel komm raus verkaufen? Was ist an ihrem letzten Abend dort in ihrer Kindheit vorgefallen? Abwechselnd wird in der Gegenwart aus Mairas Sicht erzählt, dann wieder in der Vergangenheit. Dadurch konnte ich Mairas Sicht auch gut verstehen, sehr sogar. Julia Dibbern hat eine schöne Geschichte geschrieben, die auch zum Nachdenken anregt. Wir alle haben eine Vergangenheit, der wir nicht entfliehen können, zumindest nicht für immer. Auch die Umgebung hatte ich bildlich vor Augen und habe bis zum Schluss mitgefiebert, wie die Geschichte endet. Ich kann dieses Buch wirklich empfehlen, es ist absolut lesenswert.

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Vita

Julia Dibbern, geboren 1971, bekam die Liebe zur Natur und zum Meer in die Wiege gelegt. Nach dem Architekturstudium und der Ausbildung zur Journalistin schrieb sie viele Jahre lang Sachbücher und leitete eine Erwachsenenbildungsakademie. Ihre Bücher wurden in verschiedene Sprachen übersetzt. Sie lebt mit ihrer Familie und einer wechselnden Anzahl von Tieren vor den Toren Hamburgs am Deich. »Unter Wasser ist es still« ist der erste Roman von Julia Dibbern bei Limes.

Zur Autorin

Pressestimmen

»Berührend.«

tina (23. April 2024)