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Frank Schätzing

Der Schwarm

Ungekürzte Lesung mit Stefan Kaminski
(1)
Hörbuch MP3-CD
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"Der Schwarm" endlich in einer ungekürzten Lesung

Ein Fischer verschwindet vor der Küste Peru spurlos. Ölbohrexperten stoßen in der norwegischen See auf merkwürdige Organismen, die hunderte Quadratkilometer Meeresboden in Besitz genommen haben. Währenddessen geht mit den Walen entlang der Küste British Columbias eine unheimliche Veränderung vor. Nichts von alledem scheint miteinander in Zusammenhang zu stehen. Doch Sigur Johanson, norwegischer Biologe und Schöngeist, glaubt nicht an Zufälle. Auch der indianische Walforscher Leon Anawak gelangt zu einer beunruhigenden Erkenntnis: Eine Katastrophe bahnt sich an. Doch wer oder was löst sie aus? Während die Welt an den Abgrund gerät, kommen die Wissenschaftler zusammen mit der britischen Journalistin Karen Weaver einer ungeheuerlichen Wahrheit auf die Spur

Stefan Kaminski verleiht diesem blitzenden Polit-Thriller von Bestsellerautor Frank Schätzing ein nachhaltiges Echo. SOUNDCLOUD zu Lautlos

Kongenial von Stefan Kaminski gelesen, einfach spannungsgeladen. FRÄNKISCHE NACHRICHTEN zu Lautlos

(4 mp3-CDs, Laufzeit: 38h 7)


Originalverlag: Kiepenheuer & Witsch
Hörbuch MP3-CD, 4 CDs, Laufzeit: 38h 7min
ISBN: 978-3-8445-1109-3
Erschienen am  10. March 2014
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

Ein beeindruckender, packender und lehrreicher Öko-Thriller

Von: Büchermonster

13.09.2015

Frank Schätzings Mega-Bestseller „Der Schwarm“ ist bereits im Jahr 2004 erschienen und hat damit seit 10-jähriges Jubiläum schon längst hinter sich und obwohl ich schon seit langem eine große Faszination für das Leben im Meer hege, habe ich mich doch lange vor der Lektüre des Romans gedrückt. Hauptgrund dafür war wohl wenig überraschend der enorme Umfang des Werkes, das in der gedruckten Fassung mit nicht weniger als 1008 Seiten aufwartet. Die ungekürzte Hörbuchfassung ist mit rund 38 Stunden zwar nicht weniger imposant, verspricht aber alleine schon aufgrund der Lesung von Stimmen-Morpher Stefan Kaminski unterhaltsames Kopfkino, das im Zweifelsfall auch mal über die ein oder andere Durststrecke hinwegtäuschen könnte. Was allerdings schon nach wenigen Kapiteln ersichtlich wird: Man muss schon eine gewisse Begeisterung für das maritime Leben mitbringen um Vergnügen an Schätzings Wissenschafts-Thriller zu haben, denn wenig überraschend geht der Autor bei seinen Ausführungen extrem ins Detail. Ob es nun die Erforschung eines gerade erst entdeckten Tiefseewurms auf dem Meeresboden der Nordsee oder die Untersuchungen von Abweichungen der alljährlichen Wal-Wanderungen vor der Küste Kanadas sind – Schätzing seziert jeden auffälligen Vorgang in den Weltmeeren mit wissenschaftlicher Präzision und lässt „Der Schwarm“ so schnell zu einer ausführlichen Lehrstunde im Bereich Meeresbiologie werden. Wer schon bei einer TV-Dokumentation über Wale, Delfine, Quallen, Krebse oder ähnliches Meeresgetier nach kurzer Zeit gelangweilt den Sender wechselt, sollte von der Lektüre vielleicht besser gleich Abstand halten – oder aber zur drastisch gekürzten Hörspielfassung greifen, welche die 38 Stunden auf eine Laufzeit von gerade mal 12 Stunden komprimiert. Denn die Geschichte ist zwar wahnsinnig komplex, besteht aber im Prinzip nur aus zwei verschiedenen Handlungssträngen: Im ersten geht der norwegische Biologe Sigur Johanson der rasanten Wurm-Ausbreitung in der Nordsee im wahrsten Sinne des Wortes auf den Grund, der zweite dreht sich um den Intelligenzforscher Leon Anawak, der in British Columbia für eine Whale-Watching-Station arbeitet und das Rätsel des veränderten Verhaltens der imposanten Meeresbewohner zu erklären versucht. Diese beiden Erzählebenen werden aber derart detailliert beschrieben und umfassen eine Vielzahl weiterer Nebencharaktere, sodass die Haupthandlung insgesamt recht langsam vorankommt – für ungeduldige Hörer könnte die gekürzte Fassung also durchaus eine Lösung sein, ohne dass allzu viele handlungsrelevante Entwicklungen dem Rotstift zum Opfer fallen. Für Meeres-Fans ist aber gerade die erste Romanhälfte mit ihren minutiösen Beobachtungen und mikroskopisch genauen Forschungen ein wahres Fest und es ist in jedem Kapitel erkennbar, was für eine enorme Recherchearbeit Frank Schätzing in dieses Buch investiert haben muss. Trotz aller wissenschaftlicher Fakten und Zusammenhänge schafft er es aber, die wesentlichen Sachverhalte verständlich und auch einprägsam zu vermitteln, sodass „Der Schwarm“ nicht nur unterhaltsam, sondern auch sehr lehrreich ist – wenn man diesem Themengebiet ein gewisses Interesse entgegenbringt. Darüber hinaus ist es einfach aufregend, wenn man vom Autor an Bord eines Walbeobachtungsschiffes mitgenommen wird und faszinierende Kreaturen wie Orcas „aus nächster Nähe“ miterleben kann. So ist dann auch die rund 15 Stunden lange Einführungsphase zu keinem Zeitpunkt langatmig. Sobald Schätzing die weltweiten Anomalien der Weltmeere hinreichend genug aufgedeckt hat und die Menschheit sich der beunruhigenden Vorgänge in den Ozeanen zunehmend bewusst werden, nimmt dann auch die Geschichte merklich an Fahrt auf. Allerdings muss ich gestehen, dass die Geschichte mich in der zweiten Hälfte nicht ganz mehr so begeistert hat wie in den ersten Stunden. Das lag für mich vorrangig daran, dass die Handlung ab der Mitte spürbar politischer wird und sich der Fokus vom Schwerpunkt „Forschung“ mehr zur klassischen Katastrophen-Story entwickelt. Zwar ist es schon beeindruckend, wie Schätzing z.B. die zerstörerische Wucht eines Tsunamis beschreibt und auch seine Erklärung für den seltsamen und bedrohlichen Wandel der Meere ist durchaus überzeugend und gut durchdacht, allerdings wirkt manche Entwicklung zum Ende der Geschichte doch eher wie aus einem durchschnittlichen Hollywood-Blockbuster und kommt manchmal etwas plump rüber, was nicht so ganz zur wissenschaftlichen Korrektheit der ersten Hälfte passen will. Zudem macht es sich der Autor für meinen Geschmack mit der Auflösung der Geschichte etwas einfach, hier hätte ich nach der langen Vorgeschichte einfach eine deutlich tiefergehende Lösung erwartet, sodass mich das Ende ein wenig unzufrieden zurückgelassen hat. Trotzdem ist „Der Schwarm“ insgesamt ein beeindruckender Roman, der gekonnt Wissenschaft und Unterhaltung miteinander verbindet und darüber hinaus auch eine kritische Botschaft in Bezug auf den Umgang des Menschen mit den Meeren durchklingen lässt. Ein weiterer Trumpf ist die wie erwartet grandiose Lesung von Stefan Kaminski, der mit seinem gewohnt vielseitigen Vortrag ein wahres Kopfkino entstehen lässt, das einen auch über die fast unvermeidbaren Längen in der zweiten Buchhälfte hinwegrettet. So wird Frank Schätzings Werk zu einem faszinierenden Hör- bzw. Leseerlebnis für Meeres-Fans, Hörer mit einer weniger großen Leidenschaft für das Leben in den Ozeanen sollten aber vermutlich besser mit der gekürzten Fassung vorlieb nehmen.

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Vita

Frank Schätzing, geboren 1957 in Köln, veröffentlichte 1995 den historischen Roman »Tod und Teufel«, der zunächst regional, später bundesweit zum Bestseller avancierte. Nach zwei weiteren Romanen, einem Band mit Erzählungen sowie dem Thriller »Lautlos« erschien im Frühjahr 2004 »Der Schwarm«, der seit Erscheinen eine Gesamtauflage von 4,5 Millionen Exemplaren erreicht hat und weltweit in 27 Sprachen übersetzt wurde. Es folgten die Bestseller »Limit« (2009), »Breaking News« (2014) und »Die Tyrannei des Schmetterlings« (2018). Auch als Sachbuchautor hat sich Schätzing einen Namen gemacht. 2006 zeichnete Bild der Wissenschaft seine Evolutionsgeschichte »Nachrichten aus einem unbekannten Universum« als bestes Wissenschaftsbuch aus. 2021 gelang ihm mit »Was, wenn wir einfach die Welt retten?« erneut der Sprung in die Sachbuch-Bestsellerliste.

Frank Schätzing lebt und arbeitet in Köln.



Auszeichnungen

2002 KölnLiteraturPreis

2004 Corine in der Sparte Belletristik

2005 Kurd-Laßwitz-Preis für Der Schwarm als bester Science-Fiction-Roman des Jahres

Deutscher Science Fiction Preis für Der Schwarm

Goldene Feder für Der Schwarm

Deutscher Krimi Preis für Der Schwarm

2006 Dr. Kurt Neven DuMont Medaille der Westdeutschen Akademie für Kommunikation

2007 »Stein im Brett« Preis des Berufsverbandes Deutscher Geowissenschaftler e.V. (BDG)

2007 Premio Bancarella

2009 Elisabeth-Mann-Borgese-Meerespreis

2011 Deutscher Meerespreis

2021 Bayerischer Buchpreis: Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten

Mehr über den Autor und seine Bücher unter www.frank-schaetzing.com.

Zum Autor

Stefan Kaminski ist Schauspieler, Sprecher und Autor. 1974 geboren, in Berlin aufgewachsen, wollte er immer Meeresbiologe werden, hat dann aber Mikrofone, Kassetten und Geräusche für sich entdeckt – und seine Stimme, die aus vielen zu bestehen schien! Sein professioneller Weg begann 1996 beim Hörfunk. Danach Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Seit 2001 spielt er am Deutschen Theater Berlin, wo er mit Regisseuren wie Jürgen Kruse, Dimiter Gotscheff und Leonhard Koppelmann arbeitete. 2004 entstand dort sein Live-Hörspielformat »Kaminski ON AIR«. Filmklassiker, Theaterstoffe und Opernlibretti sind hier Gegenstand freier Bearbeitung. Sein ›Stimmen-Morphing‹ führt ihn dabei von einer Figur zur nächsten und lässt bekannte Geschichten neu entstehen. Eine erfolgreiche Mischung aus Theater, Hörspiel und Entertainment, die auch auf Tour zu erleben ist. Darüber hinaus ist Stefan Kaminski in vielen Produktionen von Rundfunk, Fernsehen und Hörbuchverlagen vertreten.
Beim Hörverlag war er bereits in Lewis Carrolls »Alice im Wunderland«, Nick Hornbys »A Long Way Down«, Sergej Lukianenkos »Trix Solier«, in »Lautlos«, »Tod und Teufel« und »Der Schwarm« von Frank Schätzing und in »Der Name des Windes« und »Die Furcht des Weisen« von Patrick Rothfuss zu hören.

Mehr unter www.kaminski-on-air.de

Zum Sprecher

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