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S. A. Barnes

Dead Silence

Roman

(9)
Paperback
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Nur noch wenige Tage, dann wird Claire Kovalik gefeuert. Sie und ihre Crew reparieren Relaisstationen im Sonnensystem, doch eine neue Kommunikationstechnik macht diese bald obsolet. Bei ihrem letzten Einsatz fangen sie ein Notsignal auf, das von weit jenseits der Plutobahn kommt. Was sie dort entdecken, raubt ihnen den Atem: Es ist die Aurora, das größte Luxus-Raumschiff aller Zeiten, das vor über zwanzig Jahren auf seinem Jungfernflug verschwand. Wenn Claire und ihre Crew das Wrack bergen können, haben sie ausgesorgt. Doch im Inneren der Aurora bietet sich ihnen ein Bild des Grauens: verstümmelte Leichen, in Blut geschriebene Botschaften, ein Flüstern im Dunkel. Was immer die Aurora angegriffen hat – es ist noch an Bord …


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Michael Pfingstl
Originaltitel: Dead Silence
Originalverlag: Tor
Paperback , Broschur, 448 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-32293-6
Erschienen am  11. January 2024
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Ghost Ship in Space

Von: Miss Pageturner

14.03.2024

Auf dieses Buch hatte ich schon gleich, als ich den Klapptext las, richtig Lust es zu lesen, und das, vielleicht aber auch gerade, weil ich schon länger kein Sci-Fi mehr gelesen hatte. Zudem gab mir der Klapptext gleich Among Us Vibes, da musste ich es haben 😂 Wenn Steve Beck Ghost Ship im All gedreht hätte Dead Silence habe ich im Buddy Read mit Iris alias building_my_library gelesen, was sehr viel Spaß gemacht hat, weil wir zwischendurch allerhand Theorien ausgetauscht haben. Schon nach dem ersten Leseabschnitt kam die Rede auf Steve Becks Film Ghostship, ein Horrorfilm von 2002 bei dem ein Bergungsteam ein verschollenes Kreuzfahrtschiff findet und dann an Bord allerhand (übernatürlichen) Schrecken durchlebt. Die Parallelen zu Dead Silence: Bergungsteam, Luxusliner, die anfängliche Freunde durch den Fund reich zu werden, die zunehmende Ahnung, dass mit diesem (Raum)Schiff etwas nicht stimmt etc. sind definitiv da. Auch die ersten 200 Seiten lesen sich mit der gleichen Beklemmung, wenn das Team das Raumschiff erkundet und immer mehr Spuren von Gewalt und Grauen findet. Ich habe diese erste Hälfte des Buches quasi inhaliert. Die Atmosphäre an Board, die nervenaufreibende Frage, was hier passiert ist, das alles ließ mich so schnell und intensiv lesen, wie es schon lange es kein Buch mehr geschafft hat. Hier daher ein großes Chapeau für Atmosphäre und dichtes Erzählen. Ein klein wenig schade fand ich aber an dieser Stelle auch schon, dass die Geschichte von Beginn an auf zwei Zeitebenen erzählt wurde. Einmal die Gegenwart, in der Protagonistin Claire sich in einer Heilanstalt befindet und dann die Erkundung der Aurora, die in der Vergangenheit liegt und von der Claire berichtet. Dadurch wusste man als LeserIn also schon ob und wer überlebt. Diese Erzählweise auf mehreren Zeitebenen finde ich bei Horrorromanen immer etwas suboptimal, das mag aber auch Ansichtssache sein. Nicht was ich mir erhofft hatte Und dann kommt der Punkt, an dem die beiden Zeitebenen ineinander übergehen und die Geschichte komplett in der Gegenwart angekommen ist, und ab da konnte mich das Buch dann leider nicht mehr so völlig mitreißen, wie zuvor. Das hatte zweierlei Gründe. Zum einen gefiel mir einfach die Richtung nicht, in die das Buch sich entwickelte. Man kann nicht wirklich sagen, dass es schlecht ist, es ist eine schlüssige und in sich runde Auflösung, doch es war einfach nicht das, was ich mir gewünscht hätte. Der zweite Grund ist die Vorhersehbarkeit ab der zweiten Hälfte. Im Austausch mit Iris hatte ich, als die beiden Zeitebenen aufeinandertrafen, eine Theorie aufgestellt, was den Horror an Board verursacht, wie es in etwa geschieht und was die Hintergründe sein könnten und genau so war es dann auch. Das nahm dann natürlich einiges an Intensität aus der restlichen Handlung raus. Nicht soweit, dass ich sagen würde, es sei langweilig geworden, aber ich war “nur” noch interessiert wie es weiter ging, nicht mehr im “Leserausch”. Auch die Liebesstory war jetzt nicht wirklich bereichernd oder überhaupt nötig und das Ende nicht ganz, wie ich es bei einem Horrorroman erwarte, aber ok. Fazit: Dead Silence überzeugt in der ersten Hälfte als Liebeskind zwischen klassischem Geisterschiff-Horror und Sci-Fi mit feinstem Gruselspaß, inklusive dichter, atmosphärischer Erzählweise. Leider traf die Auflösung der Geschichte nicht meinen Geschmack, rein handwerklich lässt sich dem Buch aber nur eine zu große Vorhersehbarkeit vorwerfen. Ich lege Sci-Fi und Gruselfans das Buch trotzdem gleichermaßen ans Herz und vielleicht mögt ihr die Auflösung auch lieber. (Info: 4/6 im eigenen Bewertungssystem)

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Der Horror kommt leise

Von: Barbaras Bücherbox

27.02.2024

Für Claire ist das ihr letzter Einsatz. Sie und ihre Crew sind für die Instandhaltung von Kommunikations-Bojen im Sonnensystem zuständig, über die die Raumschiffe in Kontakt bleiben. Doch ihre Stelle wird durch eine Maschine ersetzt und Claire selbst an einen Schreibtischposten auf der Erde verbannt. Ein Alptraum für Claire, die sich nur in der Unendlichkeit des Weltraums zuhause fühlt. Als die Crew bei der Rückreise ein Hilfesignal empfängt, entscheidet sich Claire als Kapitän, diesem nachzugehen – nur, um noch ein paar Tage oder Wochen länger im All zu bleiben. Doch als sie zum Mittelpunkt des Signals kommen, verändert sich alles: vor ihnen liegt das Wrack der Aurora – dem ersten und bisher einzigen Luxusraumschiff, das, wie ihren Vorgängern von der Erde gleich, Touristen durch das All befördern soll. Doch einige Monate nach dem Aufbruch, verschwand die Aurora von allen Bildschirmen und niemand wusste, was mit ihr geschehen war. Bis jetzt. Denn als Claire und ihre Crew die Aurora betreten müssen sie am eigenen Leib erfahren, was vor zwanzig Jahren mit der Aurora passiert ist. Und mit ihren Passagieren. In mir schlägt das Herz eines Horrorfans. Ich liebe Grusel, Gore und den großen Kampf gegen das Böse, den man unweigerlich nur verlieren kann. Je spannender und unheimlicher, desto besser. Und »Dead Silence« konnte bei mir da ziemlich punkten, vor allem, was die Spannung betrifft. Denn einmal angefangen konnte ich kaum mehr aufhören, die Geschichte um Claire und ihrer fünfköpfigen Crew aus der Hand zu legen. Die Figuren sind, wie es sich, meiner Meinung nach, für einen guten Horrorroman gehört, ziemlich kaputt – jeder auf seine eigene Weise. Stückchenweise erfährt man, was zumindest hinter Claires psychischer Probleme steckt, während wir abwechselnd zwischen dem Hier und Jetzt – dem „Nach-Der-Aurora“ – und der Vergangenheit auf der Aurora wechseln. Das hält die Spannung hoch und hat mich richtig begeistert. Auch die Nebenfiguren fand ich allesamt spannend. Auch, wenn Barnes mit Voller wohl das Klischee des Horrorfilmcharakters entworfen hat, der als erster dran glauben muss. Und, irgendwie war es nicht schade um ihn. Zum Ende hätte ich mir etwas mehr Bäm gewünscht, aber das ist jammern auf hohem Niveau, denn ich fand Dead Silence großartig und wünsche mir umgehend mehr Space-Horror – vor allem von S.A. Barnes. Wenn man Horror liest, liebt und hasst man sich häufig wiederholende Stereotype gleichermaßen. Man feiert alles, was neu ist, freut sich aber auch ein wenig schamhaft über das Allbekannte. Die Figuren selbst waren lauter normale Leute, die nun einmal „nur“ Arbeiter sind – keine Historiker. Sie handeln wie man es in der Situation erwarten kann. Dass sie damit unweigerlich auf ihr Ende hin zu gehen … nun, das ist es doch, warum man Horror liest.

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Vita

S. A. Barnes arbeitet tagsüber als Bibliothekarin und schreibt nachts Romane, die sie bisher unter Pseudonym veröffentlicht hat. Für ihr Horror-SF-Debüt DEAD SILENCE wurde sie 2022 mit dem Goodreads Choice Award in der Kategorie Science-Fiction ausgezeichnet. S. A. Barnes lebt mit zu vielen Büchern, zu vielen Hunden und einem sehr geduldigen Partner in Illinois.

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