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Rezension zu
All That We Never Were (1)

Berührender Roman über Verlust, Trauer und wie man wieder ins Leben zurückfindet

Von: JosBuecherblog
10.04.2024

Zu Beginn wusste ich nicht so recht, was ich von dem Plot des Buches halten soll. Ich dachte, hierbei wird eine klassische Liebesgeschichte herauskommen, allerdings ist die Geschichte so viel mehr und zeigt viel mehr Facetten, als ich es vermutet hätte. Leah wirkt, als wäre sie ergraut und als wäre sie nur noch ein Schatten ihrer selbst. Nach und nach setzt sie sich mit dem Verlust ihrer Eltern auseinander und kommt allmählich ins Leben zurück. Als Protagonistin hat sie mir wirklich sehr gut gefallen, da sie für mich auch neben der Trauer die Stimmung einer Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen sehr authentisch dargestellt hat. Sie handelte oft unüberlegt und impulsiv, was sie aber noch echter wirken ließ. Außerdem lernt sie noch bei gefühlt jeder Interaktion dazu und entwickelt sich in jedem Kapitel weiter. Dadurch war es sehr spannend, ihre Reise zu verfolgen. Zu Axel, dem Protagonisten des Buches, konnte ich nicht so eine Verbindung aufbauen. Er wirkte oft wie in seiner eigenen Welt, was an sich nichts Schlimmes darstellt, nur machte es ihn auch irgendwo unglaublich egoistisch. Er verschwendet zunächst keinen Gedanken an die Menschen um ihn herum – auch nicht an seine Familie. Mit ihm wurde ich im gesamten Buch nicht warm und mein schlechtes Bauchgefühl ihm gegenüber blieb. Der Schreibstil insgesamt hat mir zunächst sehr gefallen. Die Kapitel sind relativ kurz, wodurch sich eine schnelle Dynamik beim Lesen aufbaut. Auch die verschiedenen Sichtweisen von Axel und Leah konnten mich überzeugen. Zum Ende des Buches hin hatte ich das Gefühl, dass man sich oft im Kreis gedreht hat und keine wirklich neuen Ereignisse beschrieben wurden. Dadurch kamen beim Lesen ein paar Längen auf, wobei ich mir dort die Leichtigkeit bzw. die Dynamik gewünscht hätte, die zu dem Stand der Geschichte gepasst hätte. Insgesamt haben mir die Themen des Buches sehr gut gefallen. Ich war zunächst skeptisch, ob die Thematik Trauer bzw. Verlust und der Umgang damit wirklich etwas für mich sind. Allerdings fand ich es sehr interessant und berührend, Leah bei ihrer Reise begleiten zu können. Ich bin gespannt auf den nächsten und letzten Teil dieser Dilogie. Übrigens bin ich durch dieses Buch jetzt auch ein kleiner Beatles-Hörer geworden :D

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