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Rezensionen zu
Bis zum letzten Tanz

Katharina Schöndorfer

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Das Cover: Das Cover hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Es ist ein einladender Blick auf die Geschichte und präsentiert zusammen mit dem Klappentext das Buch perfekt. Die Geschichte: Lotte kommt 1938 nach dem Tod ihrer Eltern nach Wien. Sie will nie wieder Hunger haben und bewirbt sich im Café Schwarz. Mit ihrem Familienrezept zaubert sie einen ganz besonderen Apfelstrudel und bekommt die Stelle. Als sie sich in Erich verliebt, glaubt sie, dass das Glück perfekt ist, doch die schlimmen Zeiten und der Krieg verändern alles. Meine Meinung: Es ist eins der Bücher, dass mich von der ersten Zeile mitgenommen hat. Die gut ausgearbeiteten Figuren ließen mich dabei sein, an ihrem Leben teilhaben. Allen voran Lotte, eine ganz besonders starke junge Frau, die sich vielen Hürden, auch Hunger und Kälte stellen musste. Katharina Schöndorfer erzählt in einer spannenden, leicht verständlichen und vielseitigen Sprache, die dafür sorgt, dass sich schnell ein gutes Lesegefühl einstellt. Die gut recherchiert eingearbeitete Zeitgeschichte zeigt, wie sehr auch Wien gelitten hat. Die Schauplätze sind sehr gut beschrieben und lassen mich bildhaft dabei sein. Lotte erzählt ihre Lebensgeschichte an ihrem hundertsten Geburtstag. Der Spannungsbogen bleibt bis zum Schluss erhalten. Mein Fazit: Ein Buch über starke Frauen in einer düsteren Zeit, dass mich sehr überzeugt und gut unterhalten hat. Ich habe Lotte gerne bis zum letzten Tanz begleitet. Meine Leseempfehlung spreche ich gerne aus. Heidelinde von friederickes bücherblog

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Wien 2018: Lotte feiert heute ihren 100. Geburtstag. Gemeinsam mit ihren Liebsten verbringt sie diesen Tag, diese bestehen vorallem aus der Familie ihrer Freundin Evi, die leider schon verstorben ist, ebenso wie Lottes Mann Erich. Mit der jungen Frau Hanna spricht sie über deren Beziehung mit Raffael und die Zukunft, die sie momentan verunsichert. So beschließt Lotte, einen Spaziergang mit Hanna zu unternehmen und ihr von ihrem Leben und ihrer ersten großen Liebe zu erzählen. Alles beginnt 1938 als Lotte vom Traunsee in Oberösterreich nach Wien kommt. Da ihre Eltern vor Kurzem an der Grippe verstorben sind und Lotte ständig hungert, weil es ihr am Nötigsten fehlt, möchte sie nun in Wien neuanfangen, ihre Kindheitsfreundin Gisi lebt schon dort. Doch vorerst bleibt der Hunger und eine Arbeitsstelle ist auch schwieriger zu finden als erwartet, erst nach einigen Tagen gelingt es ihr, die Chefin des Café Schwarz zu überzeugen, ihre eine Chance zu geben. Nun beginnt Lottes Arbeitsleben im Kaffeehaus Schwarz, die Tage sind hart und anstrengend, aber das Apfelstrudelrezept ihrer Mutter findet schnell seine Fans und Lotte bekommt immer mehr Aufgaben zugeteilt. Eines Tages lernt sie den Sohn der Chefin kennen, Erich, er gefällt ihr sofort und sie lässt sich von ihm überzeugen, einen Ausflug mit ihm zu wagen. Seither geht er ihr nicht mehr aus dem Kopf und wie es aussieht, beruht das auf Gegenseitigkeit... Wäre da nur nicht der 2. Weltkrieg, der Erich von Lotte fortbringt und sie allein in Wien zurücklässt. Katharina Schöndorfer hat einen sehr gut zu lesenden Schreibstil. Durch die eher kurzen Kapitel ist alles sehr übersichtlich und gut gegliedert. Auch die Zeitangaben zu Beginn der Kapitel tragen einen wichtigen Teil zur Übersichtlichkeit bei. Die Autorin zeigt durch viele zeitgeschichtliche Details, dass sie viel über die damalige Zeit recherchiert hat und das Thema sie sehr interessiert. Auch die Kulisse wirkt sehr realistisch und wird immer gut beschrieben, sodass man sich alles sehr gut vorstellen kann. Ich lese schon immer sehr gerne historische Romane und habe mich deshalb sehr auf diesen Roman gefreut, vorallem weil mir die 30er und 40er Jahre in Wien bisher gänzlich unbekannt waren. Der Autorin ist es sofort gelungen, mich zu fesseln und dazu zu bringen, das Buch nicht mehr aus der Hand legen zu wollen. Lotte ist eine bewundernswerte Protagonistin, denn sie hatte gerade mit ihrem persönlichen Umfeld kaum Glück, war sie doch oft sehr einsam und musste alleine für sich einstehen. Das hat mich oft zum Nachdenken gebracht und dafür gesorgt, mir wieder bewusst zu machen, wie gut es uns Deutschen gerade eigentlich geht und oft auf einem sehr hohen Niveau gejammert wird...

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Formblatt Rezension: Die Fakten: Titel: Bis zum letzten Tanz Autor: Katharina Schöndorfer Reihe: Verlag: Penguin Seiten: 528 Klappentext: „Ein Wiener Kaffeehaus. Eine junge Frau, die ihren Weg sucht. Eine große Liebe in Zeiten des Krieges. Wien 1938: Nie mehr hungern! Das hat sich Lotte geschworen, als sie nach dem plötzlichen Tod ihrer Eltern in die Stadt an der Donau kommt – dem Ort der unzähligen Möglichkeiten. Im Gepäck hat sie das Familienrezept für himmlischen Apfelstrudel, womit es ihr gelingt, eine Stelle im beliebten Kaffeehaus Schwarz zu bekommen. Als sie sich in Erich verliebt, scheint ihr Glück perfekt: Mit ihm lernt sie ihre neue Heimat kennen und kann das Leben endlich genießen. Doch ihre junge Liebe wird jäh zerstört, als Erich zum Kriegsdienst eingezogen wird. Und gerade als Lotte die Nachricht erhält, dass sie schwanger ist, wird Erich als vermisst gemeldet. „ Rezension: Die Autorin beschreibt ihre Protagonisten ausführlich, so das es dem Leser schnell möglich ist sich in diese hinein zu versetzen und ihr Handeln nach zu vollziehen. Lotte ist eine willensstarke junge Frau ich konnte mich mit ihr Identifizieren. Lottes Geschichte ist sehr packend und hat mich nicht mehr los gelassen. Sie hat unglaubliches erlebt und doch nie die Hoffnung aufgegeben Die Autorin beschreibt die Orte detailliert, so das es dem Leser ein leichtes ist sich diese deutlich vorzustellen. Das Buch ist von Beginn an spannend als auch packend geschrieben, so dass es den Leser regelrecht in sein Bann zieht und nicht mehr los lässt. Auch ist die Handlung in sich logisch aufgebaut, so dass der Leser diese gut nachvollziehen kann. Der Autorin ist es mit ihrem packendem Schreibstil gelungen, eine romantische als auch packende Atmosphäre zu schaffen und mich regelrecht zu fesseln. Dem Leser ist es ohne Problem möglich sich in die Handlung ein zu denken und diese nach zu verfolgen.  Bei dem Buch hatte mich als erstes der Titel mit dem Cover als auch dann der aussagekräftige Klappentext angesprochen. Die Autorin beschreibt gekonnt die Zeit vor dem 2. Weltkrieg so das der Leser sich diese schwere Zeit vorzustellen. Fazit: Die Autorin zaubert den lesen Apfelstrudel-duftende in die Nase. Das Buch spielt mitten in Zeiten der braunen Wut erleben wir Lotte, die es durch den Verlust der Eltern nicht leicht hat. Ein Buch voller Gefühle welches mich voll und ganz von sich Überzeugen konnte.

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Das Buch beginnt mit dem 100. Geburtstag von Lotte und sie erzählt uns ihre Geschichte und es beginnt im Jahr 1938 in Wien. Vom kleinen Dorf in die große Stadt, das Familienrezept des Apfelstrudels im Gepäck und dort eine Arbeit finden, das war der Plan von Lotte und sie hat großes Glück im Kaffeehaus Schwarz eine Stelle zu bekommen. Die strenge Frau Schwarz macht ihr den Arbeitsalltag nicht wirklich leicht, doch Lotte ist froh Arbeit und ein Dach über den Kopf zu haben. Die Liebe findet Lotte in Erich wieder, der leider rasch in den Krieg ziehen muss und dann als vermisst gemeldet wird ..... Der Hunger hat in der Zeit des zweiten Weltkrieges natürlich eine große Rolle gespielt. Wie schlimm muss es gewesen sein, wenn man nichts zu essen hatte oder gar nicht wusste, wo man am nächsten Tag etwas bekommen würde. Lotte kam mir am Anfang etwas naiv vor, aber dann doch sehr bewundernswert wie sie die schwere Zeit in Wien und speziell als Frau ganz alleine in Wien gemeistert hat. Vieles das sie in der Kriegszeit erleben musste, hat sie auf jeden Fall stärker und selbstbewusster gemacht. Das lange Warten und die Ungewissheit ob Erich noch am Leben ist und auch ihre verschwundene Freundin Gisi bereiten Lotte großes Bauchweh. Es war mein erstes Buch von Katharina Schöndorfer und mir hat ihr flüssiger Schreibstil und die Schilderungen dieser schweren Zeit sehr zugesagt. Mitreißend, berührend und spannend zugleich geschrieben. Eine spannende und interessante Geschichte die dem Leser aus der Sicht von Lotte erzählt wird.

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Mir gefällt das Cover sehr gut und der Titel ebenfalls, obwohl er nicht wirklich viel präsent ist im Buch. Wir fangen an im Jahre 2018, wo die Hauptprotagonistin Lotte, ihren hundertsten Geburtstag feiert. Danach wird die Geschichte in Rückblenden erzählt. 1939, es sind verdammt schlechte Zeiten, die die junge Lotte erleben muss. Sie verlässt ihr Heimatdorf, um dem Hunger zu fliehen. In der Stadt, denkt sie, geht es ihr besser. Erst sieht es auch so aus, doch der Schein trügt, denn das Leben im Krieg ist kräftezehrend, von Angst und Verlust geprägt. Ja, keine heitere Geschichte, aber sehr wissenswert und lehrreich. Doch man muss schon einiges mit Lotte verkraften. Ja, sie ist eine bemerkenswerte Frau. Also, ich habe dieses Buch mit einem seltsamen Gefühl gelesen, denn es ist bildhaft und ohne Verherrlichung geschrieben. So wie es wohl war. Ich kannte einige Dinge von meiner Oma, aber so ehrlich und echt, hat sie es mir nie erzählt. Ja, wir sollten alle froh sein, in Frieden zu leben, zumindest die meisten von uns, denn Krieg und Elend und Hunger, braucht kein Mensch. Seid dankbar dafür. Gott sei Dank erlebt Lotte auch den Aufschwung und da wird der Titel endlich präsent. Ein gutes Buch, allerdings ist die Schreibweise etwas anstrengend, was aber auch dem Hintergrund zu schulden ist. Liebe Grüße 🐌Susi

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Sehr gespannt war ich auf diesen Roman von Katharina Schöndorfer, der in Wien ab 1938 spielt. Gleich zu Beginn erinnert sich im Jahre 2018 die hundertjährige Lotte an ihrem rundem Geburtstag zurück an ihre Zeit als junge Frau. Als Zwanzigjährige Waise kommt Lotte nach Wien, nachdem sie ihr Elternhaus in Oberösterreich verlassen musste. Nach dem Tod der Eltern muss sie Geld verdienen und folgt ihrer Freundin und Nachbarin Gisi in die Bundeshauptstadt. Der Hunger ist ihr ständiger Begleiter. Dank des Apfelstrudel Geheimrezeptes ihrer Mutter findet sie schlussendlich im Café Schwarz eine Anstellung. Im Café bekommt sie neben ihrem Lohn auch etwas zu Essen. Doch die Arbeit ist hart und die Chefin schikaniert sie, wo sie nur kann. Lotte verliebt sich unwissentlich in ihren Sohn Erich und die Beiden kommen sich näher. Doch die junge Liebe dauert nur kurz, denn Erich wird eingezogen. Fast zeitgleich verschwindet auch ihre beste Freundin Gisi. Während die Jahre vergehen, gibt es weder ein Lebenszeichen von Erich, noch von Gisi. Die Lebensmittel werden in der Stadt immer weniger und so entschließt sich Lotte nach Hause nach Oberösterreich zu fahren und bei den Nachbarn und Bauern Lebensmittel einzukaufen oder zu tauschen. Dabei lernt sie den GI Richard kennen, der ihr neuen Lebensmut schenkt. Die Beiden verlieben sich ineinander.... Lotte kam mir zu Beginn wirklich sehr naiv vor. Sicherlich war es damals etwas komplett anderes, plötzlich vom Land in die Hauptstadt Österreichs zu ziehen -noch dazu mutterseelenallein. Doch gerade in der Stadt merkt man doch viel schneller, wie sich politisch alles entwickelt und die Veränderungen vonstatten gehen. So richtig konnte ich keine Beziehung zu Lotte aufbauen, obwohl sie von der Autorin sehr gut gezeichnet wurde. Erst im letzten Drittel, als sie durch die schlimmen Nachkriegsjahre zu einer bewundersnwerten Stärke fand, bekam ich besseren Zugang zu ihr. Lottes Zerissenheit, ihre Einsam- und Traurigkeit konnte ich sehr gut nachvollziehen. Die einzelnen Figuren, vorallem die Nebencharaktere, sind sehr lebendig dargestellt. Frau Schwarz, die Rosenblums, die Besucher des Cafés und Evi habe ich alle bildhaft vor mir gesehen. Auch unsere Bundeshauptstadt hatte ich immer vor Augen und begleitete Lotte durch den 1. Bezirk. Hungrig sollte man bei dieser Lektüre ebenfalls nicht sein. Nicht, weil man dauernd vom Essen liest...dass auch, aber vorallem weil man ständig vorgesetzt bekommt, wie der Hunger an Lotte nagt. Man durchlebt mit ihr die Kriegsjahre, die tiefe Spuren an den Menschen hinterlassen. Der tägliche Überlebenskamp der Frauen während des Krieges wird sehr lebendig dargestellt. Viel öfter liest man von den Männern und was sie alles furchtbares an der Front erlebt haben, aber wie die Frauen während der Bombennächte und den schrecklichen Hungerwintern überleben mussten, davon liest man viel zu wenig. Katharina Schöndorfer hat die Folgen, die der Krieg und die Gefangenschaft mit sich gebracht haben, ebenfalls thematisiert und sehr ausdrucksstark dargestellt. Deshalb verstand ich umso weniger, dass sich Lotte so überhaupt nicht für die Politik interessierte bzw. sich nicht informierte. Was ich sehr spannend fand war, dass man endlich auch einmal zu lesen bekommt, wie diejeningen in Österreich, die der russischen Besatzungszone unterstellt waren, zu leiden hatten. Ich habe noch heute die Worte meiner Großmutter im Ohr, die immer wieder betonte, wie grausam die Russen waren...nur zu den Kindern waren sie freundlich und nett. Katharina Schöndorfer greift dieses Thema auf und erzählt wie schutzlos, vorallem die Frauen, vor ihnen waren. Das Ende hat die Autorin gut gewählt. Es lässt mich allerdings auch nachdenklich zurück. Unwillkürlich stellt man sich die Frage, ob die Entscheidungen, die man trifft, immer die Richtigen waren und was gewesen wäre, hätte man eine andere getroffen.... Am Ende gibt es wieder den Zeitsprung ins Jahr 2018. Ich habe mir danach den Prolog nochmals durchgelesen, um ein vollständiges Bild zu bekommen. Fazit: Ein Roman, der den täglichen Überlebenskamp der Frauen während des Krieges und in der Nachkriegszeit widerspiegelt, eingebettet in die Kulisse Wiens. Eine Geschichte, die nachdenklich macht und mich trotzdem gut unterhalten hat.

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Im Jahr 2018 nimmt die hundertjährige Lotte ihren runden Geburtstag zum Anlass ihr junges Leben nochmals Revue passieren zu lassen. Achtzig Jahre geht sie im Geiste zurück und beginnt mit dem Jahr 1938 als sie als Zwanzigjährige unfreiwillig in die Hauptstadt Wien gespült wird. Die früh verstorbenen Eltern lassen ihr keine Wahl, sie muss Geld verdienen, kommt erst bei Freundin Gisi unter und findet schließlich eine Arbeitsstelle in einem Wiener Kaffeehaus und eine eigene kleine Wohnung. Trotz schwerer Arbeit, ewigem Hunger und einer ewig nörgelnden Chefin macht sie weiter. Der Zufall will es, dass sie sich ausgerechnet in Erich, den Sohn der Kaffeehausbesitzerin verliebt und prompt schwanger wird. Doch Erich steht zu ihr und will sie heiraten – keifende Mutter hin oder her – aber dann passiert das Tragische – Erich muss in den Krieg … noch kann sie sich keinen Reim auf das zeitgleiche Verschwinden ihrer Freundin Gisi machen, aber sie spürt sehr deutlich, dass der Krieg auch die Heimatfront zu erreichen scheint und eine schlimme Zeit mit vielen Entbehrungen vor ihr liegt. Bei einem Hamsterbesuch in ihrer Heimat Oberösterreich erscheint ein Lichtblick an ihrem schwarzen Himmel und sie lernt den amerikanischen Besatzungssoldat Richard kennen. Erich ist seit Jahren vermisst und so beginnt sie schließlich eine zarte Liebesaffäre mit dem Befreier … Was für ein einsames und oft angsterfülltes Leben Lotte über die Jahre führte. Man kann im Roman die Veränderungen, die damit einher gehen wunderbar nachvollziehen. Aus dem naiven schüchternen Reh, das einst vom Land in die große Stadt zog, wird eine bewundernswerte Frau, die besonders in der Nachkriegszeit, als die Entbehrungen noch allgegenwärtig waren, eine ungemeine Stärke beweist. Hin- und hergerissen zwischen ihren Gefühlen muss sie schließlich eine Entscheidung treffen, die ihr ganzes Leben beeinflussen wird. Niemals wird sie erfahren, ob diese richtig war aber genau das macht den Roman aus. Er ist wie aus dem echten Leben gegriffen, in dem keiner von uns in die Zukunft schauen kann … Gott sei Dank! Sehr gut hat mir an diesem Buch gefallen auch mal das Leben in Österreich zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs sowie der Nachkriegszeit kennenzulernen. Auch dort gab es unheimlich viel Zerstörung, unglaubliche Brutalität vor allem durch russische Besatzer sowie Mangel und Einschränkungen, von denen ich hier in Deutschland nicht viel gehört hat. Alles in allem hat mir die Autorin Katharina Schöndorfer eine anschauliche österreichische Gesellschaftsstudie präsentiert, in der nicht nur Lotte, sondern auch die Nebencharaktere wie Frau Schwarz, ihre Kellner, Gisi und viele andere eine Stimme und ein Gesicht bekamen. Ich vergebe gerne 4,5 von 5 Lesesternen und empfehle das Buch besonders den geschichtsinteressierten Lesern, die auch mal andere Kriegsschauplätze und ihre Geschichte kennenlernen möchten.

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MEINE MEINUNG: Ganz zu Anfang sind wir auf einem Gebutstag, auf einem hundersten Geburtstag. So lernen wir Lotte kennen, die dem Leser im Laufe des Buches ihre Geschichte erzählen wird. Wir begleiten sie zurück ins Jahr 1938, wo ihr Schicksal sie nach Wien gebracht hat. Ich habe voller Neugier und Spannung angefangen zu lesen und befand mich gleich mitten in der Geschichte, was mir sehr gut gefallen hat. Wir lernen Lotte unmittelbar kennen und mit ihr ihr Leben, ihr Schicksal. Der wunderbare und sehr flüssig zu lesende Schreibstil hat mich perfekt durch die Geschichte gertragen. Er sind manchmal sehr reduziert und zurückhaltend, was die schwere des Lebens von Lotte und ihre Erlebnisse noch unterstützt. An der Figur von Lotte sind wir als Leser sehr nah dran. Wir erleben mit ihr ihren Alltag und all die Entbehrungen, sehen aber auch ihre Stärke und ihr Durchhaltevermögen, genauso wie ihre Zweifel. Sie wird einfach wunderbar beschrieben und ich habe sie schon anch ewinigen Sätzen sehr ins Herz geschlossen. Sie war so nahbar, so an meiner Seite und ich habe mit ihr erlebt, gehofft, geweint und mich gelitten. Man durchlebt mit ihr die Kriegsjahre, die tiefe Spuren in ihr hinterlassen haben. Dann ist der krieg aus und doch kommt Lotte noch immer nicht zur Ruhe. Auch ihre Nachkriegsjahre sind voller Entbehrungen und voller Kampf ums Überleben. Ich fand das Buch durchgegehnd sehr spannend und interessant, aber das Ende hat mich dann nochmal nachdenklich gemacht. Lotte entscheidet ihren Lebensweg neu und diese Entscheidung gibt mir Anlass, zum Überlegen und macht, dass ich sie nicht vergessen. Ein grossartiges Buch mit einer fantastischen Protagonistin. Wunderbar geschrieben, emotional und schicksalsträchtig. FAZIT: Lebendig, emotional und authentisch. Mir ging das Buch und das Schicksal von Lotte unter die Haut.

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