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Rezensionen zu
Das Haus Kölln. Große Hoffnung

Elke Becker

Die Kölln-Saga (2)

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€ 12,00 [D] inkl. MwSt. | € 12,40 [A] | CHF 17,50* (* empf. VK-Preis)

Das Haus Kölln-Elmshorn 1912 von Elke Becker erzählt die Geschichte der Familie Kölln, die durch die Erfindung der Haferflocke wirtschaftlichen Erfolg erzielt. Die Handlung spielt in Elmshorn bei Hamburg, beginnend kurz vor dem Ersten Weltkrieg und erstreckt sich bis in die Weimarer Republik. Die Familie kämpft darum, ihre Hafermühle trotz vieler Widrigkeiten und der Kriegsbedrohung am Laufen zu halten. Ein zentraler Konflikt entsteht durch die Ankunft von Else Voormann, die in die Familie einheiratet. Sie hat Schwierigkeiten, sich in die konservative Familienstruktur einzufügen, während ihr Mann, Peter Claus Diedrich, viel Zeit mit einer anderen Frau verbringt. Die Autorin schildert die Herausforderungen der Familie aus einer einfühlsamen Perspektive und konzentriert sich dabei auf das Leben in Elmshorn und Hamburg. Besonders beeindruckend sind die starken Frauenfiguren wie Bertha, Marie und Else, die trotz vieler Widerstände ihre Eigenständigkeit behaupten. Die historische Einbettung ist gut gelungen, auch wenn die Geschichte teilweise fiktiv bleibt. Ein Kritikpunkt ist die Schwierigkeit, die Perspektiven den richtigen Figuren zuzuordnen. Trotzdem bleibt der Handlungsverlauf spannend und nachvollziehbar. Die Begrenzung der Kriegsdarstellung auf Elmshorn und Hamburg ermöglicht eine bessere Identifikation mit den Charakteren. Historische Ungenauigkeiten und die Verwendung realer Namen für fiktive Ereignisse werden bemängelt. Insgesamt fesselt Elke Becker mit ihrem unterhaltsamen und spannungsgeladenen Schreibstil. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, besonders die starken Frauenfiguren. Die Fortsetzung der Kölln-Saga wird mit Vorfreude erwartet, da die Geschichte interessante historische Einblicke bietet und durch die Schicksale der Figuren besticht.

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r e z e n s i o n: Titel: Das Haus Kölln. Große Hoffnung. Autorin: Elke Becker h a n d l u n g: Elmshorn 1912: Mit der Erfindung der Haferflocke hat Bertha Kölln Großes vollbracht. Unermüdlich hat ihre Familie daran gearbeitet, die neue Zutat massentauglich herzustellen. Da greift schließlich der Erste Weltkrieg nach dem verschlafenen kleinen Ort bei Hamburg und damit auch nach den Köllns. Doch die lassen sich weder von dieser Bedrohung noch von zahlreichen Unglücken in der Hafermühle unterkriegen. Als mit Else Voormann eine junge Frau aus Künstlerkreisen in die Unternehmerfamilie einheiratet, haben es beide Seiten nicht leicht: Ihr Mann Peter Claus Diedrich versteht die selbstbewusste, entschiedene Else nicht – Else wiederum traut ihrem Mann nicht über den Weg, verbringt er doch arg viel Zeit mit einer hübschen Schneiderin. Wieder heißt es für zwei sehr unterschiedliche Frauen: gegen- oder miteinander? m e i n u n g: Auch der zweite Teil der Kölln-Reihe hat mir sehr gefallen. Denn mich interessiert es voll, wie es im Hause Kölln so war, denn man sieht im Einzelhandel zwar immer die Haferflocken, aber was hinter dem Namen so steckt, kann man sich ja nie so ganz vorstellen. Ich finde es toll, dass man in diesem Band etwas mehr von Charlotte erfährt. Außerdem spielen auch Marie und Else eine große Rolle, die im Betrieb eine sehr große Hilfe sind. Ich fand Else ja immer sehr toll, da ihre Ideen, die sie miteinbringt sehr gut sind und dem Unternehmen ein Stück weiterhilft. Ich liebe diese Familie einfach, denn sie halten immer zusammen, egal wie es um sie steht. Das Buch hat mir tatsächlich sehr gut gefallen, da ich dieses historische Setting für sehr gut gefunden habe. Fazit: Diese Geschichte regt teilweise schon sehr zum Nachdenken an, da Frauen, der früheren Zeit zusammenhalten musste und sie immer wieder aufs neue Stärke beweisen mussten. Ich freue mich schon wahnsinnig auf Band 3 dieser durchaus sehr guten Reihe. Von mir gibt es eine klare Empfehlung! Vielen Dank @team.bloggerportal für das bereitgestellte Rezensionsexemplar. 🖤 #historisch #kölln #dashauskölln #bloggerportal #buchblogger #bookstagram #bookstagramGermany #roman

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Juchhe, endlich erfahre ich, wie die historische Familiensaga „Das Haus Kölln. Große Hoffnung“ von Elke Becker weitergeht. Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet. Als Betrachter sieht man eine junge Frau in einem zeitgemäßen lilafarbenen Kleid. Auf dem Kopf trägt sie eine flotte Kopfbedeckung mit lila Blüten und einer dezenten Schleife. Ihr Blick ist freundlich und wachsam. Am linken Bildrand sieht man das Fabrikgebäude/Kornmühle von Kölln. Der Titelschriftzug ist in Glanzdruck und in der Rautenform wiegt sich im oberen Teil Hafer, der sich einladend und passend präsentiert. Der Klappentext ist gelungen und freudig schlage ich das Buch auf. Dort findet man im Booklet das Lieblingsrezept von Elke Becker. Das „Porridge mit Früchten“ sieht sehr lecker aus und mir läuft augenblicklich das Wasser im Munde zusammen und ich bekomme etwas Hunger. Lesetechnisch begebe ich mich ins Jahr 1912. Der Plot ist wieder in Elmshorn und Hamburg angesiedelt und hat dadurch für mich Lokalkolorit. Protagonisten sind Bertha, Peter, Louise, Roswitha, Claus, Marie, Emma, Irmgard, Helene, Kaufmannssohn Jülich, Else Voormann, um nur einige zu nennen. Der zweite Teil der dreiteiligen Familiensaga umfasst die Jahre 1912 bis 1921. Auch bei diesem Roman gibt es mehrere Handlungsstränge und zahlreiche Familienmitglieder/Personen, die man als Leser im Blick behalten muss. Der Spannungsaufbau ist gelungen und zieht sich, wie ein roter Faden durch den Roman. Die Beschreibungen und die Wortwahl von Elke Becker gefallen mir sehr. Ich fiebere, wie immer ordentlich mit meinen Romanfiguren mit, die auch dieses Mal besonders fein und authentisch beschrieben werden. Die schwierigen Zeiten während des Ersten Weltkriegs werden unter die Haut und zu Herzen gehend beschrieben. Die Frauen der Familie Köln arbeiteten hart in der örtlichen Hafermühle und brachten so die „Haferflocken“ voran. Ihnen wurde zeitweise Unmögliches abverlangt. Trotz zahlreicher Unglücksfälle, die ihre Familie heimsuchten, blieben die Frauen stark und vertrauten mehr oder weniger aufeinander. Auffallend ist in diesem Zusammenhang der Zusammenhalt in der Familie. Es scheint, dass das das Geheimnis ist, um auch schwerste Zeiten zu überstehen und Erflog zu haben. Auch wenn man weiß, dass Realität und Fantasie – aufgrund fehlender Quellen – Hand in Hand gehen, tut dies der Geschichte und dem Lesespass keinen Abbruch. Man muss es eben nur entsprechend einordnen … …. In schwierigen Zeiten nehmen die Frauen der Familie Kölln das Schicksal selbst in die Hand … Buchrücken: Die Haferflocke erobert die deutschen Frühstückstische Elmshorn 1912: Mit der Erfindung der Haferflocke hat Bertha Kölln Großes vollbracht. Unermüdlich hat ihre Familie daran gearbeitet, die neue Zutat massentauglich herzustellen. Da greift schließlich der Erste Weltkrieg nach dem verschlafenen kleinen Ort bei Hamburg und damit auch nach den Köllns. Doch die lassen sich weder von dieser Bedrohung noch von zahlreichen Unglücken in der Hafermühle unterkriegen. Als mit Else Voormann eine junge Frau aus Künstlerkreisen in die Unternehmerfamilie einheiratet, haben es beide Seiten nicht leicht: Ihr Mann Peter Claus Diedrich versteht die selbstbewusste, entschiedene Else nicht – Else wiederum traut ihrem Mann nicht über den Weg, verbringt er doch arg viel Zeit mit einer hübschen Schneiderin. Wieder heißt es für zwei sehr unterschiedliche Frauen: gegen- oder miteinander? Mich hat die Familiensaga jedenfalls total in den Bann gezogen und ich freue mich schon jetzt riesig auf Teil drei „“Das Haus Kölln. Wahres Glück“, denn ich möchte unbedingt erfahren, wie die Geschichte der Familie von Kölln und den „mutigen Frauen“ endet. Die Autorin: Elke Becker wurde in Ulm geboren. Schon früh zog es sie in die Welt hinaus: Ihr Fernweh nach Meer und Abenteuer führte sie in zahlreiche Länder, bis sie 2005 auf Mallorca sesshaft wurde. Als ihr dort beim morgendlichen Frühstück die Idee für die Geschichte des Hauses Kölln kam, machte sie sich für die Recherche auf in den malerischen Norden Deutschlands, der in ihrem Herzen stets einen besonderen Platz einnimmt. Weitere Bücher: Das Haus Kölln Band 1 bis 3, Das Mallorca Kartell, Hot Dogs zum Frühstück, Mallorca-Schattengeschichten, u.v.m Fazit: ***** Der Roman „Das Haus Kölln. Große Hoffnung“ von Elke Becker ist im Heyne Verlag erschienen. Das broschierte Taschenbuch hat mit Danksagung sowie Werbung 399 Seiten, die mir als Haferflocken-Fan und Romanleserin sehr gut gefallen haben.

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Der Erfolg der Haferflocken ist groß und der Betrieb läuft sehr gut. Anteil daran hat nicht nur Bertha Kölln, sondern auch ihre Schwägerin Marie. Der Erste Weltkrieg überschattet das Unternehmen zunächst. Die Männer werden in den Krieg eingezogen und die Frauen übernehmen ihre Arbeiten. Der Sohn Claus von Peter und Bertha lernt die Künstlerin Else kennen und verliebt sich in sie. Sie entwirft Kleidung und hat einen Traum. Auch Caroline, die Tochter des Apothekers, möchte ihren Traum verwirklichen. Doch zuvor erfährt sie ein Familiengeheimnis. Auch dieser Teil der Kölln-Dynastie hat mich wieder begeistert. Diesmal tritt Peter Köllns Mutter Charlotte in den Hintergrund. Im Mittelpunkt stehen ihre Kinder und Schwiegertochter Else. Marie genießt ihre Unabhängigkeit und macht beruflich große Fortschritte. Else hilft im Betrieb und liefert dazu geniale Ideen. Ihren Traum will sie dennoch nicht aufgeben. Hunger und Not gibt es überall, aber die Familie Kölln weiß sich zu helfen. Else hat mir am besten gefallen. Ihr Mut und ihre Ideen umzusetzen, fand ich hervorragend. Auch Marie hat mich ebenso wie Caroline überzeugt. Fazit: Diese Geschichte ist ausgesprochen unterhaltsam und zeigt die Stärke der Frauen in der damaligen Zeit, als es verboten war, ohne Einwilligung des Ehemannes zu arbeiten. Sie ließen sich von den Rückschlägen nicht entmutigen und gingen ihren eigenen Weg. Ich bin nur so durch die Zeilen geglitten und hatte wunderbare Lesestunden. Jetzt freue ich mich auf den dritten Teil. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Der Erfolg der Haferflocken ist groß und der Betrieb läuft sehr gut. Anteil daran hat nicht nur Bertha Kölln, sondern auch ihre Schwägerin Marie. Der Erste Weltkrieg überschattet das Unternehmen zunächst. Die Männer werden in den Krieg eingezogen und die Frauen übernehmen ihre Arbeiten. Der Sohn Claus von Peter und Bertha lernt die Künstlerin Else kennen und verliebt sich in sie. Sie entwirft Kleidung und hat einen Traum. Auch Caroline, die Tochter des Apothekers, möchte ihren Traum verwirklichen. Doch zuvor erfährt sie ein Familiengeheimnis. Auch dieser Teil der Kölln-Dynastie hat mich wieder begeistert. Diesmal tritt Peter Köllns Mutter Charlotte in den Hintergrund. Im Mittelpunkt stehen ihre Kinder und Schwiegertochter Else. Marie genießt ihre Unabhängigkeit und macht beruflich große Fortschritte. Else hilft im Betrieb und liefert dazu geniale Ideen. Ihren Traum will sie dennoch nicht aufgeben. Hunger und Not gibt es überall, aber die Familie Kölln weiß sich zu helfen. Else hat mir am besten gefallen. Ihr Mut und ihre Ideen umzusetzen, fand ich hervorragend. Auch Marie hat mich ebenso wie Caroline überzeugt. Fazit: Diese Geschichte ist ausgesprochen unterhaltsam und zeigt die Stärke der Frauen in der damaligen Zeit, als es verboten war, ohne Einwilligung des Ehemannes zu arbeiten. Sie ließen sich von den Rückschlägen nicht entmutigen und gingen ihren eigenen Weg. Ich bin nur so durch die Zeilen geglitten und hatte wunderbare Lesestunden. Jetzt freue ich mich auf den dritten Teil. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und ⭐⭐⭐⭐⭐

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Klappentext: Elmshorn 1912: Mit der Erfindung der Haferflocke hat Bertha Kölln Großes vollbracht. Unermüdlich hat ihre Familie daran gearbeitet, die neue Zutat massentauglich herzustellen. Da greift schließlich der Erste Weltkrieg nach dem verschlafenen kleinen Ort bei Hamburg und damit auch nach den Köllns. Doch die lassen sich weder von dieser Bedrohung noch von zahlreichen Unglücken in der Hafermühle unterkriegen. Als mit Else Voormann eine junge Frau aus Künstlerkreisen in die Unternehmerfamilie einheiratet, haben es beide Seiten nicht leicht: Ihr Mann Peter Claus Diedrich versteht die selbstbewusste, entschiedene Else nicht, Else wiederum traut ihrem Mann nicht über den Weg, verbringt er doch arg viel Zeit mit einer hübschen Schneiderin. Wieder heißt es für zwei sehr unterschiedliche Frauen: gegen- oder miteinander? „Das Haus Kölln – Große Hoffnung“ ist der zweite Band der Kölln-Saga von Elke Becker. Elke Becker entführt ihre Leser*innen nach Elmshorn. Erzählt wird die Geschichte einer noch heute bekannten Unternehmerfamilie. Die Familie Kölln ist bekannt für ihre Haferflocken und andere Frühstücksprodukte. Die Geschichte umfasst die Jahre 1912-1921, also auch die Jahre des 1. Weltkriegs. Mit Peter Claus Diedrich übernimmt die nächste Generation die Geschäfte. Auch er bringt eine Frau mit nach Hause die Großmutter Charlotte abwertend betrachtet. Auch Bertha ist der Meinung sie Else Voormann passt nicht in die Familie, besinnt sich aber auf ihre eigene Situation vor vielen Jahren. Der 1. Weltkrieg bricht aus und Peter Claus Diedrich wird eingezogen. Wieder sind es die Frauen die das Geschäft am Laufen halten. Es ist nicht einfach die Kornmühle rentabel zu betreiben. Es kommt kaum noch Getreide und die Arbeite müssen zum Teil durch Frauen ersetzt werden. Auch als der Krieg vorbei ist, hat die Familie es noch schwer. Die Preise werden vorgegeben. Das bedeutet, dass die feinen Haferflocken zum gleichen Preis wie die Grütze verkauft werden muss. Das deckt die Unkosten nicht. Wieder sind es die Frauen die eine Lösung finden. Elke Becker hat für die Geschichte ganz tolle Charaktere ins Leben gerufen. Viele hat man im 1. Band schon kennen und lieben gelernt. Aber auch die nächste Generation sind sehr liebenswerte Charakter die sich beweisen müssen. Nicht nur die Familie Kölln auch die Nebendarsteller sind gut getroffen. Auch hier trifft man auf alt Bekannte und auf neue Protagonisten. Elke Becker führt ihre Charaktere sehr lebendig durch die Geschichte. Ich habe von jedem ein Bild im Kopf. Die Handlungsorte werden sehr gut beschrieben auch hier kann man sich sehr schnell alles vorstellen. Die Geschichte der Familie Kölln hat mich auch im 2. Band wieder ganz schnell gefesselt. Die Autorin hat sehr gute Recherchearbeit geleistet. Im Nachwort erzählt Elke Becker, dass ihr das Firmenarchiv zur Verfügung stand. Über das Privatleben der Familie Kölln ist nicht so viel überliefert. Hier hat die Autorin ihre Fantasie freien Lauf gelassen. Herausgekommen ist eine Geschichte die mich begeistert hat. Elke Becker hat Realität und Fiktion wunderbar verknüpft. Die Geschichte wirkt sehr authentisch. Der flüssige und gut verständliche Schreibstil der Autorin lässt das Lesen zu einem großen Vergnügen werden. Ich freue mich jetzt schon auf den 3. Band „Das Haus Kölln – Wahres Glück“ der im Juli erscheinen wird.

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Dieser zweite Teil der Kölln-Saga beginnt im Jahr 1912: Es bestätigt sich, dass Peters Ehefrau Bertha ein Glücksfall für die Elmshorner Hafermühle der Familie Kölln ist: Ihre Idee, aus dem Getreide feine Haferflocken herzustellen, erweist sich als goldrichtig, denn die sind sehr begehrt und bilden eine wirtschaftliche Grundlage des Werks. Auch die Einstellung ihrer Schwiegermutter Charlotte ihr gegenüber ist durch den Erfolg deutlich positiver geworden. Lediglich Peters Gesundheit bereitet Bertha Sorgen – er scheint an einer Lungenkrankheit zu leiden. Ihre Schwägerin Marie entwickelt technische Apparate und Maschinen, reist beruflich oft nach London und ist sehr erfolgreich. Schon lange lebt sie in Partnerschaft mit John, hat bislang aber alle seine Heiratsanträge abgelehnt – sie will ihre Eigenständigkeit nicht aufgeben. Berthas und Peters Tochter Emma wird demnächst den Lederfabrikanten Hans Knecht heiraten, und Tochter Helene stößt ihre Familie mit einer handfesten Überraschung vor den Kopf. Sohn Peter Claus Diedrich, genannt Claus, ist fest entschlossen, Else Voormann zu ehelichen, die Kleidung entwirft und Malerin ist. Bertha hat allerdings Sorge, dass eine Künstlerin die richtige Wahl für den zukünftigen Chef des Kölln-Werks ist. Und tatsächlich kommt es zwischen dem Paar immer wieder zu Differenzen, weil Else entschlossen ist, sich mit einer Schneiderei selbstständig zu machen. Dazu benötigt sie jedoch die Einwilligung ihres Ehemannes, der strikt gegen dieses Vorhaben ist. Der 1. Weltkrieg stellt alle Familienmitglieder vor große Herausforderungen: Während die Männer einberufen werden, müssen die Frauen gemeinsam für ihren Unterhalt und die Existenz der Hafermühle kämpfen. Nicht alle kehren aus dem Krieg heim, andere sind schwer traumatisiert und in ihrem Wesen verändert. So auch Claus, der zu Elses Leidwesen sehr viel Zeit mit einer jungen Schneiderin verbringt. Bald muss sie eine Entscheidung treffen und findet in ihrer Schwiegermutter Bertha eine Verbündete. Resümee: Mit diesem Band wird die Geschichte der Elmshorner Familie Kölln und deren Hafermühle fortgesetzt. Sie startet im Jahr 1912 und reicht bis ins Jahr 1921, wobei der 1. Weltkrieg einen gravierenden Einschnitt bildet: Während die Männer an der Front kämpfen, müssen die Frauen zu Hause im wahrsten Sinne des Wortes ihren Mann stehen und für die Existenz der Familienmitglieder und des Werks hart arbeiten. Auf beiden Ebenen gibt es immer wieder neue positive wie negative Entwicklungen. Dies mitzuerleben, ist höchst interessant sowie ausgesprochen unterhaltsam und spannend. Denn Elke Becker versteht es, den Leser von Anfang an mitzunehmen und in den Bann der Ereignisse zu ziehen. Man fiebert so manches Mal mit den Akteuren: Werden sie im Bemühen um Erhalt und sogar Weiterentwicklung der Firma, in Bezug auf ihre individuellen beruflichen Ziele und privaten Sehnsüchte Erfolg haben? Alles ist so anschaulich beschrieben, dass man jede einzelne Szene wie einen Film vor seinem inneren Auge ablaufen sieht und sich somit direkt in die Handlung der damaligen Zeit hineinversetzt fühlt. Dabei hat sie eine „kreative Art der Geschichtenerzählung“ (siehe Nachwort) angewandt. Das bedeutet, dass zwar die meisten Protagonisten und Lokalitäten real existierten, sie von Biografie und Historie aber zum Teil bewusst abgewichen ist oder kreativ Lücken füllen musste, wenn es über Personen keine (zuverlässigen Quellen) gibt und es galt, belegte Eckdaten miteinander zu verknüpfen. Auch in diesem Band geht es der Autorin u.a. wieder darum, mutige Frauen zu gestalten, die in schweren Zeiten die Stellung halten, anpacken und ihre Energien bündeln, um für die Existenz hart zu arbeiten; die sich auch gegen die männliche Dominanz auflehnen und entgegen den traditionellen Rollen ihren eigenen Weg gehen und für ihre Ziele kämpften. Fazit: Ich freue mich auf Band 3, der im Juli erscheint.

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Eine großartige Fortsetzung!

Von: Mareike

15.04.2024

Eine großartige Fortsetzung! Ach, was habe ich mich gefreut, als nun endlich der 2. Band der Kölln-Saga erschienen ist und ich von den leckeren Haferflocken aus dem Hause Kölln und auch von den all mir liebgewonnenen Familienmitgliedern der Familie weiterlesen konnte. Ich habe sie wieder auf ihrer Reise durch die kommenden Jahre begleiten dürfen. Mir hat der 1. Band schon so wahnsinnig gut gefallen, doch auch hier bei dieser Fortsetzung hat die Autorin mit ihrem grandiosen Schreibstil mir wieder wunderschöne Lesestunden beschert. Die Geschichte geht nun in Elmshorn, in einem kleinen verschlafenen Ort bei Hamburg, im Jahr 1912 weiter. Bertha Kölln hat mit der Erfindung der zarten Haferflocken Großes vollbracht und sie und ihre Familie führen nun ein erfolgreiches Unternehmen. Doch dann bricht der Erste Weltkrieg aus, die Männer werden einberufen und die Frauen sind auf sich alleine gestellt. Aber sie lassen sich so schnell nicht unterkriegen, sie nehmen das Ruder selbst in die Hand und kämpfen für alles was ihnen wichtig ist. Besonders Else Voormann, eine junge Frau aus Künstlerkreisen, die in die Familie eingeheiratet hat. Während ihr Mann Claus an der Front dient, zeigt sie ihrer Schwiegermutter Bertha, wie mutig und stark sie ist. Die beiden Frauen verstehen sich blendend und gemeinsam führen sie das Mühlenwerk weiter. Doch als nach Jahren dann Claus wieder heimkehrt, ist er ein anderer Mann, der Krieg hat ihn geprägt, er leidet unter Alpträumen und dann verbringt er auch plötzlich noch viel Zeit mit einer hübschen Schneiderin. Obwohl Else ihm nicht mehr vertraut, setzt sie alles daran, um ihre Ehe aufrecht zu erhalten. Sie fasst einen hervorragenden Plan, doch ob der ihr gelingt, dazu möchte ich hier nicht mehr verraten, um niemandem etwas vorwegzunehmen, denn all das muss man unbedingt selbst gelesen haben. Ich habe Else, diese wahnsinnig tolle Frau und ihre immer wieder neuen Ideen total bewundert. Sie ist eine richtige Kämpferin, die ihren Traum nie aus den Augen verliert, trotz mehrerer Schwangerschaften und auch der vielen Arbeit im Mühlenwerk. Die Geschichte war wieder sehr spannend und lesenswert, denn auch bei einigen anderen Familienmitgliedern geschehen unverhoffte Dinge und vor allem Schicksalsschläge, die schwer zu verkraften waren. Die Stellung der Frau und die Einschränkungen durch das Patriarchat werden hier in dieser Geschichte gut aufgezeigt. Die Autorin hat großartige, mutige Frauen erschaffen, die in der damaligen Zeit ihre Wege gingen. Was damals nämlich zu Ächtung und Spott führte, wie zum Beispiel das Recht zu studieren, Sport zu treiben und Rad zu fahren, kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen, denn diese Aktivitäten sind für uns heute total selbstverständlich. Im Anhang des Buches bekommt man von der Autorin noch viele Informationen zu der Familie Kölln, die ich sehr interessant und informativ fand. Ich freue mich nun schon wieder riesig darauf, wenn im Juli diesen Jahres dann der 3. Band erscheint und bin auch sehr gespannt, wie es mit der Familie Kölln weitergeht. Vielen lieben Dank an den Heyne Verlag und ans Bloggerportal, die mir dieses großartige Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben!

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