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Rezensionen zu
Handbuch für den vorsichtigen Reisenden durch das Ödland

Sarah Brooks

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€ 24,00 [D] inkl. MwSt. | € 24,70 [A] | CHF 33,50* (* empf. VK-Preis)

Phantasievoll!

Von: B_G aus Nördlingen

04.06.2024

Das cover finde ich nach wie vor toll, vor allem die goldene Prägung. Auch der schreibstil gefällt mir gut, nicht zu anspruchsvoll, gut zu lesen, aber auch nicht primitiv und mit vielen veralteten Wörtern geschmückt. Man bekommt einen guten Eindruck in die damalige Zeit und deren Gegebenheiten, zum Beispiel was allein das Wort Gesellschaft betrifft. Ebenso werden die unterschiedlichen Charaktere gut beschrieben, man kann sich darüber gut was vorstellen. Jedoch hat das Buch leider nicht meinen Erwartungen entsprochen, da es ab ca. dem zweiten Drittel abstrakt und unrealistisch wird, was ich dem klappentext nicht entnehmen konnte. Man braucht viel Phantasie und Vorstellungskraft, was ja prinzipiell nicht schlecht ist, aber für meinen Geschmack ist es zu viel. Ein spannungsaufbau ist vorhanden, ein tolles Finale! Für die die etwas fantasy mögen absolut empfehlenswert!

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Vielschichtig

Von: solveig aus 41462 Neuss

04.06.2024

Sechstausend Kilometer muss die Transsibirische Eisenbahn überwinden, um von Peking nach Moskau zu gelangen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts dauert die Fahrt ca. fünfzehn Tage. Während dieser Zeit bleiben die Türen des Zuges verschlossen, um zu verhindern, dass mögliche Gefahren des Ödlandes die Reisenden gefährden. Welcher Art solche Gefahren sein könnten, bleibt zunächst sehr vage. Selbst die junge Weiwei, die als „Zugkind“ in der Bahn groß geworden ist und eine enge Beziehung zum Zug und zur Crew hat, kann sie nicht erklären. Nicht alle Fahrgäste reisen nur zu ihrem Vergnügen: Da ist etwa Maria Petrowna, welche die Fahrt unter falschem Namen antritt, weil sie ein bestimmtes Ziel verfolgt; der Professor, der nicht zum erstenmal mit der Bahn das Land durchquert oder der von seinem Metier besessene Naturforscher Dr. Grey. Auch zwei Abgesandte der Eisenbahngesellschaft, von den Mitreisenden die „Krähen“ genannt, sind im Zug und scheinen allgegenwärtig zu sein ... Die Autorin lässt den Leser die Reiseerlebnisse Tag für Tag erleben, stets begleitet von Ausschnitten aus dem mysteriösen "Handbuch für das Ödland“, verfasst von einem gewissen Valentin Rostow, das sich wie ein Reisebericht liest. Schön langsam entwickelt Sarah Brooks die Handlung ihres Romans. In einem ausgefeilten Stil, mit vielen sehr bildhaften Wendungen zieht sie den Leser hinein in den Sog einer Geschichte, die wie ein historischer Roman beginnt und in ihremVerlauf immer fantastischere Züge annimmt. Nach und nach erfahren wir zahlreiche Details zu Persönlichkeit und Gedanken einzelner Protagonisten, aus deren Sichtweise Brooks die Episoden schildert. Der Autorin gelingt es dabei eindrucksvoll, die unbestimmte Angst der Menschen vor dem "Draußen" zu schildern, aber auch die Neugier auf die fremdartige Natur Sibiriens. Dabei steigert sie die Spannung stetig. Wie jeder gute Roman bietet auch Brooks´ Buch nicht nur geistreiche Unterhaltung, sondern transportiert auch mindestens eine Botschaft, die zum Nach- und Weiterdenken anregt. Diese zu ergründen bleibe jedoch jedem Leser selbst überlassen.

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Genreübergreifend großartig!

Thalia Buchhandlung

Von: P. Paessler aus Dresden

28.05.2024

Bei diesem Buch tue ich mich echt schwer, es einem Genre und/oder eine Zielgruppe zuzuordnen. Es hat etwas von einer Tüte mit gemischten Gummibärchen, von jedem Genre was: ein bisschen historisch, ein bisschen Krimi und Mystery, ein paar Horrorelemente, garniert mit Fantasy und gewürzt mit einer Prise Gesellschaftskritik. Ich fand es absolut großartig!!!! Ich hatte mich schon in das Cover und den Klappentext verliebt, aber schon das Aufschlagen des Buches hat mich noch mehr begeistert. Die Ausstattung ist liebevoll und wunderschön mit Lesebändchen und einer Karte vom Zug auf dem Vorsatzpapier (Karten in Büchern sind immer toll zur Orientierung!). Dann beginnt das Buch mit Zitaten aus dem Buch, was den Titel gibt "Handbuch für den vorsichtigen Reisenden durch das Ödland". Und dann landet man Knall auf Fall in einem wilden Ritt mit der Eisenbahn durch eine unberührte Landschaft voller Wunder und Eigentümlichkeiten. Wie ein Forschender kann man zwischen Landschaftsbeschreibungen und Geheimnissen der Mitreisenden kaum Luft holen, weil soviel passiert. Es wird nie langweilig, dafür an einigen Stellen richtig dramatisch. Auf jeden Fall eine große Empfehlung für alle, die mal "was anderes", "was neues" und "was innovatives" ausprobieren möchten und ein heißer Kandidat fürs Jahreshighlight 2024!

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Lebenshighlight

Von: Lesebiene

26.05.2024

Meine Meinung: Dieses Buch ist vielleicht eines der beeindruckendsten und großartigsten Bücher, die ich je gelesen habe und dessen Atmosphäre mich nachtrüglich geprägt haben und die ich auch nach dem Beenden nicht mehr vergessen werde. Ein Manko hat dieses Buch jedoch, nach beenden dieses Lebenslesehighlights wird jede andere Lektüre danach bedeutungslos und wirkt beinahe wie ein schlechtes Buch. Denn dieses Buch handelt nicht nur von einer Reise, mit ihm macht auch der Leser eine Reise durch, die wunderbar, atmosphärisch und herzerwärmend ist. Denn dieser Debütroman hat mein Herz erobert und mich von der ersten Seite an in einen ganz besonderen und einzigartigen Bann gezogen, den ich während oder bei einer Geschichte so noch nie erlebt habe. Erst einmal, ist der Schreibstil der Autorin flüssig, stets von hoher Qualität, doch vor allem ist er, wie die Geschichte selbst, äußerst speziell und von einer tiefen Emotionalität geprägt ohne dabei anstrengend anrührend zu sein. Der Leser kommt sich dabei vor, als würde er sich in einem fantastisch atmosphärischen Film befinden, der die wunderbarsten Bilder, Szenen und Atmosphäre besitzen/abspulen. Mit einer spielerischen und gekonnten Art, versteht es die Autorin einzelne Worte so in Szene und zusammen zusetzten, dass eine ganz bestimmte Atmosphäre entsteht, die den Leser nicht mehr loslässt. Doch die eigentliche und hervorzuhebende Stärke des Buches und der Autorin ist die, das sie es ganz genau versteht, Emotionen durch Wörter zu vermitteln und diese direkt und ohne Umschweife auf den Leser zu transportieren. Einfühlsam, intensiv und stets emotional und packend zugleich, versinkt man in dieser großartigen Geschichte, die vor allem die zwischenmenschlichen Aspekte in den Fokus stellt. Fazit: Ein Lebenshighlight, welches ich so schnell nicht vergessen werde.

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Eine wundervolle Reise mit schöner Botschaft

Von: @siralexfelixson aus Uelzen

26.05.2024

"Sie hat Angst. Dennoch ist sie erfüllt von überwältigender Freude. Diese Freiheit, dieser Raum. Und die Farben - leuchtender, als sie durch die Scheiben aussahen, lebendiger, mehr hier. Am liebsten würde sie alles mit den Augen aufsaugen: das klare Blau, das extravagante Grün, das schwirrende, sirrende, summende Leben, die fliegenden Wesen, wie zarte Edelsteine, mit Flügeln wie das Glas in den Moskauer Kirchen." Sarah Brooks nimmt uns mit ihrem Roman "Handbuch für den vorsichtigen Reisenden durch das Ödland" mit auf eine Reise im Transsibirien Express. Eine Reise, die uns durch die weiten und unwirtlichen Gebiete des Sibirischen Ödlands führt und auf der wir die unterschiedlichsten Menschen kennenlernen dürfen. Jeder von ihnen hat seine eigenen verborgenen Gründe, warum er diese Reise antritt. Doch seit Kurzem hört man Gerüchte, dass der Transibirien Express nicht mehr sicher ist. Brooks erzählt eine fictionale Geschichte einer Reise durch eine unberührte, fantastische Welt, voll unentdeckter Flora und Fauna, die bei manch einem Reisenden Neugier weckt und bei manchen Angst und Nervosität vor dem Fremden und Unbekannten hervorruft. Was uns auch gleich zu Brooks Botschaft an uns Reisende führt: Nämlich, dass wir uns Fremden gegenüber öffnen und der Welt mit Neugier und Abenteuerlust begegnen sollen, statt zu vorsichtig und ängstlich zu sein, denn dadurch könnten uns die schönsten Wunder der Welt verborgen bleiben. Die Autorin verpackt ihre Botschaften in einer Art Sagen- und Fabelgeschichte, mehr auf eine philosophische, übertragene Art. Elena, die Mutter Natur darstellen soll. Die Krähen, die "Big Brother", also das stets beobachtende Regime symbolisieren und dann die überzeichnete Tier- und Pflanzenwelt, die extra so übertrieben anders dargestellt wird, um die Angst vor dem Unbekannten zu dramatisieren. Wie ich finde, ist das sehr gut gelungen. Alles in allem ist es eine ruhig erzählte Geschichte, die ihren Lesern ein paar Rätsel aufgibt, die spannende, faszinierende und schöne Momente bietet. Durch die Auszeichnung mit dem Lucy Cavendish Fiction Prize hatte ich im Vorfeld natürlich einige Erwartungen an das Buch, die der Roman zwar nicht zur Gänze erfüllen konnte, doch habe ich mich von Brooks abgeholt und mitgenommen gefühlt. Mein Fazit: Es ist zwar nicht das erhoffte Highlight geworden - dafür fehlten mir dann doch die Wow-Momente im Buch - doch hat es mir eine wundersame Welt eröffnet und ein paar schöne Lesestunden beschert.

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Eine wundervolle Reise mit schöner Botschaft

Von: siralexfelixson

26.05.2024

"Sie hat Angst. Dennoch ist sie erfüllt von überwältigender Freude. Diese Freiheit, dieser Raum. Und die Farben - leuchtender, als sie durch die Scheiben aussahen, lebendiger, mehr hier. Am liebsten würde sie alles mit den Augen aufsaugen: das klare Blau, das extravagante Grün, das schwirrende, sirrende, summende Leben, die fliegenden Wesen, wie zarte Edelsteine, mit Flügeln wie das Glas in den Moskauer Kirchen." Sarah Brooks nimmt uns mit ihrem Roman "Handbuch für den vorsichtigen Reisenden durch das Ödland" mit auf eine Reise im Transsibirien Express. Eine Reise, die uns durch die weiten und unwirtlichen Gebiete des Sibirischen Ödlands führt und auf der wir die unterschiedlichsten Menschen kennenlernen dürfen. Jeder von ihnen hat seine eigenen verborgenen Gründe, warum er diese Reise antritt. Doch seit Kurzem hört man Gerüchte, dass der Transibirien Express nicht mehr sicher ist. Brooks erzählt eine fictionale Geschichte einer Reise durch eine unberührte, fantastische Welt, voll unentdeckter Flora und Fauna, die bei manch einem Reisenden Neugier weckt und bei manchen Angst und Nervosität vor dem Fremden und Unbekannten hervorruft. Was uns auch gleich zu Brooks Botschaft an uns Reisende führt: Nämlich, dass wir uns Fremden gegenüber öffnen und der Welt mit Neugier und Abenteuerlust begegnen sollen, statt zu vorsichtig und ängstlich zu sein, denn dadurch könnten uns die schönsten Wunder der Welt verborgen bleiben. Die Autorin verpackt ihre Botschaften in einer Art Sagen- und Fabelgeschichte, mehr auf eine philosophische, übertragene Art. Elena, die Mutter Natur darstellen soll. Die Krähen, die "Big Brother", also das stets beobachtende Regime symbolisieren und dann die überzeichnete Tier- und Pflanzenwelt, die extra so übertrieben anders dargestellt wird, um die Angst vor dem Unbekannten zu dramatisieren. Wie ich finde, ist das sehr gut gelungen. Es ist eine ruhig erzählte Geschichte, die ihren Lesern ein paar Rätsel aufgibt, die spannende, faszinierende und schöne Momente bietet. Durch die Auszeichnung mit dem Lucy Cavendish Fiction Prize hatte ich im Vorfeld natürlich einige Erwartungen an das Buch, die der Roman zwar nicht zur Gänze erfüllen konnte, doch habe ich mich von Brooks abgeholt und mitgenommen gefühlt. Mein Fazit: Es ist zwar nicht das erhoffte Highlight geworden - dafür fehlten mir dann doch die Wow-Momente im Buch - doch hat es mir eine wundersame Welt eröffnet und ein paar schöne Lesestunden beschert.

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Unterwegs im Innen und Außen

Von: Suzann aus Kolzenburg

20.05.2024

"Handbuch für den vorsichtigen Reisenden durch das Ödland" von Sarah Brooks ist ein langsames Buch, eine Erzählung, die sich viel Zeit lässt, ihre Wunder vor uns auszubreiten. Also eher nichts für die eiligen Lesenden. Wir sind hier unterwegs in einem Zug, einem stark gepanzerten Zug, auf einer langen Strecke zwischen China und Russland. Die Strecke führt mitten durch das Ödland, von dem man nur aus Erzählungen und Büchern weiß. Der titelgebende Ratgeber, verfasst von Rostow, wird hier auch öfter zitiert. Die Geschichte begleitet hier einige wenige, ausgesuchte Reisende, die man im Verlauf immer besser kennenlernt. Jeder von ihnen verfolgt noch sein ganz eigenes Ziel. Hauptsächlich begleiten wir Zhang Weiwei, das Zugkind, die in diesem Zug ihr ganzes bisheriges Leben verbracht hat, sie macht auf dieser Reise eine Bekanntschaft, die ihr Leben komplett verändert. Oft sieht man auch durch die Augen von Maria, die unter falschen Namen reist, um den Ruf ihres Vaters wieder herzustellen. Sie ist eine sehr intelligente und auch mutige Frau, die sich auch offen zeigt, für Erscheinungen und Gegebenheiten, abseits alles gewohnten Denkens. In diesem Buch gibt es Fantasy und es ist doch kein reines Fantasy-Buch. Es ist eine Geschichte, die sich langsam entfaltet und dann in einem nachhallt, auf eine gute Art und Weise.

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