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Rezensionen zu
Reykjavík

Ragnar Jónasson, Katrín Jakobsdóttir

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€ 23,00 [D] inkl. MwSt. | € 23,70 [A] | CHF 31,90* (* empf. VK-Preis)

Ein Mädchen verschwindet, ein Land steht Kopf – das ist der Kern des Islandkrimis „Reykjavik“ aus der Feder von Ragnar Jónasson und Katrín Jakobsdóttir (aus dem Isländischen übersetzt von Andreas Jäger). Die Ausgangssituation ist damit so simpel wie faszinierend, denn man kann sich gut vorstellen, dass ein ungeklärter Vermisstenfall ein so ruhiges Land wie Island jahrzehntelang beschäftigt – noch dazu, wenn es sich bei der Vermissten um ein 15-jähriges Mädchen handelt. Und so erstreckt sich die Handlung von „Reykjavik“ über einen Zeitraum von 30 Jahren, angefangen bei dem Verschwinden von Lára 1956 bis hin zu den Recherchen eines ambitionierten Journalisten im Jahr 1986. Natürlich steht dabei im Vordergrund die Enthüllung dessen, was mit Lára passiert ist. Jónasson und Jakobsdóttir zeichnen zugleich aber ein interessantes Bild der isländischen Gesellschaft in den 1980er Jahren und beleuchten die Geschehnisse auch vor dem Hintergrund des Kalten Krieges und des legendären Treffens zwischen Reagan und Gorbatschow in Reykjavik 1986. Wechselnde Perspektiven geben außerdem von Anfang an Anlass zur Spekulation – wer könnte etwas mit dem mysteriösen Verschwinden des Mädchens zu tun haben, wer hat etwas zu verbergen und wer möchte vielleicht jemanden schützen? Auch die Ermittlungsarbeit wird im Laufe der Zeit von unterschiedlichen Personen durchgeführt, was gleichzeitig verschiedene Ansätze liefert und die Handlung dynamisch macht. Die Auflösung am Ende hat für mich noch eine kleine Überraschung bereitgehalten, war aber gar nicht unbedingt das Spannendste an diesem Krimi. Vielmehr geht es um Vertuschung, um unzureichende Ermittlungsarbeit und um das Porträt einer eingeschworenen Gemeinschaft. Etwas schade fand ich es allerdings, dass einige Personen, zu denen es im Verlauf der Handlung so manche Andeutung gibt, am Ende gar nicht nochmal aufgegriffen und einfach fallengelassen werden. Auch habe ich die Handlung gerade in der Mitte als etwas zäh und langatmig empfunden. Trotzdem ist „Reykjavik“ für mich ein gut gemachter Islandkrimi mit interessanten Charakteren und einem faszinierenden Setting – gerade auch durch die historischen Bezüge. Das Hörbuch wird von Matthias Scherwenikas außerdem perfekt in Szene gesetzt. Für mich also ein spannendes Hörvergnügen mit kleinen Abstrichen.

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Das blaue Cover und das auf 3 Zeilen aufgeteilte in schwarz gehaltene Wort Reykjavik sind mir sofort aufgefallen. Und als ich den Autorennamen Ragnar Jonasson las, war mir sofort klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen möchte. Mit an Bord ist auch die isländische Premierministerin Katrin Jakobsdottir. Beide haben hier einen sehr interessanten und unterhaltsamen Krimi geschrieben, auch wenn auf dem Cover Thriller angegeben ist. Im Mittelpunkt stehen der junge Journalist Valur, der in Reykjavik bei einer eher kleinen Zeitung arbeitet, sowie seine Schwester Sunna. Es ist das Jahr 1986 als Valur an einer großen mehrwöchigen Reportage über einen 30 Jahre alten nie aufgeklärten Fall arbeitet, den ganz Island im Gedächtnis bewahrt. Alle kennen diesen Fall, bei dem 1956 die damals erst 15 Jahre alte Lara während der Ferien als Haushaltshilfe bei einem Ehepaar auf der Insel Videy nahe Reykjavik spurlos verschwand. Ich wurde mit den ersten 3 Kapitel auf diesen Cold Case sehr gut eingestimmt. Denn 1956 ermittelt der Polizeibeamte Kristian Kristiansson erfolglos auf der Insel. 10 Jahre später liest er einen großen Zeitungsbericht über den immer noch ungelösten Fall und schließlich gibt er 1976 ein letzes Presseinterview. Dann beginnen in ruher und sachlicher, aber sehr interessanter Weise die Ermittlungen Valurs. Es fehlen zwar für einen Thriller typische Spannungselemente. Aber das stört kein bisschen. Durch die angenehme Schreibweise erfahren wir sehr viel über die 1986 in Reykjavik herrschende Atmosphäre. Nicht vergleichbar mit unserer Zeit. Neben dem einzigen Staatsfernsehen gab es dann den ersten privaten Radio- und Fernsehsender. Zu diesem Zeitpunkt feierte Reykjavik die 200-Jahrfeier und wurde zum Mittelpunkt des Weltgeschehens als sich dort US-Präsident Ronald Reagen und der sowjetrussische Generalsekretär Michael Gorbatschow zu Abrüstungsgesprächen trafen. Aber im Mittelpunkt stehen die Ermittlungen. Die Protagonisten wirkten sehr sympathisch und lebensnah. Sie sind normale Menschen, die in einem Geflecht aus Intrigen, Schweigen und Machtspielchen versuchen, einen möglichen Mordfall zu klären. Sie verfügen dabei nicht über polizeiliche Ermittlungsmethoden, sondern gehen die Sache journalistisch und mit viel Mut und Eigeninitiative an. Am Ende des ersten Teils wurde ich komplett überrascht. Gegen Ende des Buchs kommt dann doch noch einmal Fahrt auf, als sich das für mich überraschende Ende anbahnt. Die Auflösung ist schlüssig und gefiel mir gut. Beide AutorInnen vermitteln die typische Rauhheit Islands und die kühle, dunkle, fast beängstigende Atmosphäre eines nordic Krimis. Ich kann jedem, der Freude an nordischen Krimis und Thriller hat, das Buch wirklich empfehlen. Dem Krimi gebe ich 4,5 von 5 Sternen.

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Im Sommer 1956 verschwindet die fünzehnjährige Lára spurlos von einer beschaulichen Insel südlich von Reykjavík. Sie hat dort als Haushaltshilfe in ihren Sommerferien gearbeitet. Der Fall konnte nicht aufgeklärt werden. Dreißig Jahre später geht der Journalist Valur einer neuen Spur kurz vor dem bristanten Gipfel zwischen Ronald Reagan und Michail Gorbatschow im Fall "Lára" nach und riskiert dadurch sein Leben. Ich habe es mehr als einen ruhigen Krimi als einen Thriller, wie es auf dem Cover angegeben ist, empfunden. Hier handelt es sich um einen Cold Case, der aber mit der Ermittlungsarbeit durch die Protagonisten überzeugt. Die Handlung spielt auf verschiedenen Zeitebenen. Zu Anfang vor 30 Jahren als Lára verschwunden ist und dann nach 30 Jahren, wo man der Ermittlungsarbeit folgen kann. Vieles bleibt hier bis zum Schluss unklar, man hat so ein bisschen das Gefühl es würde vor sich hinplätschern, doch am Ende steigt die Spannung rasant an bis zu einer überraschenden Enthüllung am Ende. Die Hauptprotagonisten wurden hier sehr gut erarbeitet und sie und die Schauplätze erscheinen durch die lebendige Beschreibung als sehr natürlich. Man konnte sich alles sehr gut vorstellen. Mein Fazit: Ohne Tempo und Nervenkitzel ein sehr guter Krimi mit einem Cold Case. Durch den flüssigen Schreibstil und der tollen Ermittlungsarbeit lässt es sich sehr gut lesen.

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Vor 30 Jahren ist auf einer Insel kurz vor der isländischen Hauptstadt Reykjavík Lara verschwunden, ein gewöhnlicher Teenager, die in ihren Ferien als Haushaltshilfe bei einer Familie gearbeitet hat. Sie wurde nie wieder gefunden, der Fall gerät trotz anfänglich großer Aufmerksamkeit mehr und mehr in Vergessenheit. Doch als der Journalist Valur auf den Fall stößt und weitere Hinweise findet, beginnt er zu recherchieren… Für seinen neuen Roman hat sich Autor Ragnar Jónasson ungewöhnliche Unterstützung geholt: Katrín Jakobsdóttir, die Premierministerin von Island, hat an dem Krimi mitgewirkt, der passenderweise nach der isländischen Hauptstadt „Reykjavík“ benannt wurde. Dabei wird von zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt, wobei die Ereignisse vor dreißig Jahren einen eher kleinen Anteil haben. Es ist für mich aber genau die richtige Dosis gewesen, davon zu erfahren. Die Ermittlungen in der Gegenwart sind recht langsam erzählt, nur stückchenweise nähert man sich mit neuen Informationen den Hintergründen des Verschwindens von Lara. Der Spannungsbogen geht durch das geringe Tempo zwar stellenweise etwas unter und einige Passagen lesen sich dadurch etwas zäh, doch der Detailreichtum, der dadurch entsteht, ist gelungen. Gegen Ende zieht die Spannung aber deutlich an und präsentiert sich in Hochform. Die Stimmung des Romans ist sehr dicht, wie man es von Ragnar Jónasson gewohnt sein darf. Dabei bringt er zwar auch lebendige Beschreibungen von Schauplätzen ein, doch wie seine Figuren aufeinander reagieren, bringt noch viel mehr Ausstrahlung mit sich. Die Figuren sind sehr gut erarbeitet, auch die Nebenrollen haben ihre Momente, in denen sie scheinen können. Ergänzt wird dies durch eine eingängige und passende Sprache, die sich flüssig und angenehm lesen lässt. „Reykjavík“ ist ein in sich abgeschlossener Roman, der einen reizvollen Cold Case erzählt. Die beiden Zeitebenen ergänzen sich sehr gelungen, die sich langsam zusammenfügenden Hinweise erzeugen schnell eine subtile Spannung. Vieles bleibt für lange Zeit im Verborgenen und erklärt sich erst ganz am Ende. Durch die lebendigen Charaktere und eine dichte Szenerie liest sich der Krimi gut herunter und hinterlässt einen positiven Eindruck.

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“Reykjavik” ist das Ergebnis einer nicht alltäglichen Kollaboration. Viele kennen sicherlich die Hulda-Trilogie von Ragnar Jonasson kennen. Sein neues Buch hat der Thriller-Autor zusammen mit Islands Premierministerin Katrin Jakobsdottir geschrieben. Beide bezeichnen sich als leidenschaftliche Krimifans. Ihr gemeinsames Buch haben sie dann auch der Queen of Crime Agatha Christie gewidmet. . Darum geht’s: 1956 verschwindet die 15-jährige Lara spurlos. 30 Jahre später recherchiert der junge Journalist Valdur in dem Cold Case - mit fatalen Folgen… . Dem Krimi ist eine eineinhalb Seiten lange Auflistung der wichtigsten Personen vorangestellt. Lasst euch davon sowie von den isländischen Namen aber nicht abschrecken. Bei einem rasanten und verzwickten Thriller hätte das problematisch werden können. Hier haben wir es aber mit einem ruhigen Krimi zu tun, der langsam, geradlinig und überschaubar entwickelt wird. Dadurch kann man die Personen und Namen gut auseinanderhalten und läuft nicht Gefahr, den Faden zu verlieren. . Den Leser*innen wird hier ein klassisch-kriminalistischer Cold Case serviert. Der Fall kommt nicht allzu spektakulär daher. Das Erzähltempo ist bedächtig und die Spannung nicht gerade atemlos. Trotzdem hat mir der Krimi gefallen. Die Geschichte ist für meinen Geschmack durchaus interessant aufgearbeitet und die 350 Seiten lassen sich sehr flüssig lesen. Die Erzählweise hat mich schnell in eine bestimmte Richtung gelenkt. Ich hatte aus der Auswahl der Charaktere eine verdächtige Person ins Auge gefasst. Ich lag aber falsch. Auch wenn das Motiv am Ende schon bekannt war, konnten die Autoren mich mit der Enthüllung des Täters doch noch überraschen. . Fazit: Ich habe das Buch gerne gelesen. Die Recherchearbeit steht hier im Mittelpunkt. “Reykjavik” ist letztendlich KEIN Thriller, sondern ein solider Kriminalroman im klassischen Gewand. Als solcher ist er für mich auch lesenswert.

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Ragnar Jónasson & Katrín Jakobsdóttir katapultierten Dich in Ihrem Buch in die Vergangenheit, genauer gesagt in die Jahre 1956 und 1986. Bereits am Anfang des Buches findest Du eine Aufzählung der wichtigsten Personen im Buch. Was für mich zunächst etwas abschreckend gewirkt hat, war durchaus im Verlauf des Buches hilfreich. Der 30 Jahre alte Cold Case Fall bringt, durch seine Zeit einige Verbindungen und Spuren ans Licht, dadurch hatte ich beim Lesen zu jeder Zeit die Möglichkeit wieder die Protagonisten in eine Verbindung zu bringen. In einem eher düsteren, langsamen Setting steht primär die Ermittlungs- und Recherchearbeit der verschwundenen Làra im Vordergrund. Hierdurch wurde aber eher das Kriminalroman-Feeling bei mir geweckt als thrill. Die Ermittlungen werden durch gute, bodenständige und sympathische Protagonisten geführt, die menschlich gezeichnet sind. Zwar hatte ich relativ schnell eine Vermutung zu den Geschehnissen, wurde aber mit dem Ende doch überrascht. Das Duo versteht es, Leser*innen dargelegte Fragmente der Informationen immer wieder in ein anderes Licht zu rücken, was letztendlich Neugierig auf den Verlauf des Buches macht. ━ 𝖥𝖠𝖹𝖨𝖳 ━ Ein Cold Case Fall, indem die Ermittlungsarbeit im Vordergrund steht und hierdurch in einer tollen kriminalistischen Geschichte endet. 4 | 5 Sterne 🌟 ________________________ Buchige Grüße 📚📖, Jeanette.

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