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Nell Leyshon

Die Farbe von Milch

Roman

Taschenbuch
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Mein Name ist Mary. Mein Haar hat die Farbe von Milch. Und dies ist meine Geschichte.

Mary ist harte Arbeit gewöhnt. Sie kennt es nicht anders, denn ihr Leben auf dem Bauernhof der Eltern verläuft karg und entbehrungsreich. Doch dann ändert sich alles. Als sie fünfzehn wird, zieht Mary in den Haushalt des örtlichen Dorfpfarrers, um dessen Ehefrau zu pflegen und ihr Gesellschaft zu leisten – einer zarten, mitfühlenden Kranken. Bei ihr erfährt sie erstmals Wohlwollen und Anteilnahme. Mary eröffnet sich eine neue Welt. In ihrer einfachen, unverblümten Sprache erzählt sie, wie ihr Schicksal eine dramatische Wendung nimmt, als die Pfarrersfrau stirbt und sie plötzlich mit dem Hausherrn alleine zurückbleibt.

»Nell Leyshons unbeugsame Heldin, die sich den Regeln der Zeit widersetzt, fasziniert von der ersten Zeile an. Ein kämpferisches Buch, ganz leise und poetisch erzählt.«

Für Sie

ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Aus dem Englischen von Wibke Kuhn
Originaltitel: The Colour of Milk
Originalverlag: Eisele/Penguin Books London
Taschenbuch, Klappenbroschur, 208 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-42254-4
Erschienen am  11. March 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

Ich werde Mary nicht vergessen

Von: Marielle_liest

09.05.2024

Mary lebt 1830/31 mit ihren Eltern, ihren drei Schwestern und ihrem Großvater auf einem Bauernhof. Ihre Kindheit ist trotz ihrer körperlichen Beeinträchtigung von harter Arbeit, Gewalt und Ignoranz geprägt. Nur zu ihrem Großvater hat sie ein liebevolles Verhältnis. Eines Tages wird die 15-jährige Mary in das noble Haus eines Pfarrers geschickt, um dort zu leben und die kranke Frau des Pfarrers zu pflegen. Zum ersten Mal erfährt sie Anerkennung und Freundlichkeit von der kranken Frau. Doch die schönen Momente sind leider nicht von Dauer. ••• Zuerst war ich über den kindlichen und einfachen Schreibstil verwundert, bis ich nach ein paar Seiten verstanden habe, dass Mary selbst ihre Geschichte erzählt – in ihren eigenen Worten und ohne viele Satzzeichen. Ab diesem Moment war der Stil einfach nur genial und hat eine sehr intime Atmosphäre geschaffen. Man baut dadurch eine enge Bindung zu Mary auf, die trotz ihres Schicksals kein Blatt vor den Mind nimmt und unglaublich mutig ist. Auch wenn ich nicht zu viel verraten möchten, war die Gewalt gegenüber Mary für mich schwer zu ertragen. Und ich bin sicher, dass ihre schlimmen Erlebnisse jeden Lesenden mitten ins Herz treffen. Umso wichtiger finde ich, dass Marys Lebensgeschichte und Geschehnisse dieser Art thematisiert werden. Und das gelingt der Autorin in diesem Buch auf herausragende und unglaublich berührende Weise. Denn auch wenn das Buch Mitte des 19. Jahrhunderts spielt und Gewalttaten zu dieser Zeit normalisiert und verharmlost wurde, sind sie genauso schrecklich wie Gewalt in der heutigen Zeit. Ich hatte während des Lesens hin und wieder eine leise Vorahnung und dachte so oft „Oh nein, bitte nicht!“ und dann ist es doch passiert und ich war dennoch schockiert. Große Leseempfehlung für eine Geschichte über eine beeindruckende junge Frau mit einem phänomenalen Gespür für Gut und Böse. Ich habe das kraftvolle und packende Buch in Kürze verschlungen und werde sicher noch lange an Mary denken! 🩶

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Ein Buch, das lange nachwirkt!

Von: schillerbuch

04.03.2020

Meine Meinung: Dieses Buch hat mich sehr berührt. Mary ist ein aufgewecktes, kluges Mädchen, das schnell durchschaut, was der Pfarrer im Schilde führt. Aber sie sieht keine Möglichkeit, sich zur Wehr zu setzten, denn ihre Familie braucht das Geld, das sie für die Haushaltsführung bekommt. Als Leserin liest man mit großer Anteilnahme, wie Marys Schicksal einen Lauf nimmt, dem sie nicht entrinnen kann. Man ahnt, daß es für sie keinen Ausweg geben wird. Nell Leyshon hat für ihre Geschichte eine einfache Sprache gewählt, mit der sie sich perfekt in das Innenleben ihrer Protagonistin einfühlt. Dadurch gelingt es ihr, uns Mary, die stellvertretend für viele junge Mädchen dieser Zeit steht, besonders nahe zu bringen. Eine Teilnehmerin des Lesekreises, in dem wir das Buch lasen, warf die Frage auf, warum ein solches Buch heute eigentlich noch geschrieben wird. In der Diskussion kamen wir zu dem Schluss, daß das Buch in unserer Zeit noch immer aktuell ist: Missbrauch von Kindern (und Mary ist mit 15 Jahren noch ein Kind) gibt es leider immer noch, für das es inzwischen zum Glück gesellschaftlich keine Toleranz mehr gibt. Und auch wenn Frauen heute meist weitaus selbstbestimmter leben können, gibt es noch immer Strukturen, die Männern, vielleicht nicht mehr ganz so offensichtlich, Macht über Frauen geben. Die Meetoo – Deabatte ist ein ganz aktuelles Beispiel, aber auch die Diskussionen über die Frauenquote oder die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen für die gleiche Leistung zeigen, wie die Machtverhältnisse immer noch sind. Mein Fazit: Ein Buch, das unter die Haut geht, großartig geschrieben, ein Buch, das Sie nicht so schnell vergessen werden.

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Vita

Nell Leyshons erster Roman Black Dirt stand auf der Longlist des Orange Prize und auf der Shortlist des Commonwealth Prize. Ihre Theaterstücke und Hörspiele erhielten ebenfalls zahlreiche Auszeichnungen. Für ihren zweiten Roman Die Farbe von Milch wurde sie neben James Salter und Zeruya Shalev für den Prix Femina nominiert. Nell Leyshon wurde in Glastonbury geboren und lebt in Dorset.

Zum Autor

Wibke Kuhn

Wibke Kuhn, Jahrgang 1972, arbeitete nach dem Studium der Skandinavistik und Italianistik zunächst im Verlag. 2004 machte sie sich als Übersetzerin selbstständig. Sie überträgt skandinavische, englischsprachige und niederländische Romane und Sachbücher ins Deutsche (u. a. Stieg Larsson, Hendrik Groen und Nell Leyshon) und lebt in München.

Zur Übersetzerin

Pressestimmen

»Ein kompromissloses Werk von seltsamer, sprachlicher Schönheit.«

Brigitte

»Ein kleiner großer Roman.«

Frankfurter Rundschau

»Es ist keine Sommer-leichte Geschichte, aber eine intensive, die man nie mehr vergessen wird, wenn man sie einmal gelesen hat.«

APPLAUSE (23. May 2019)

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