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Martin Becker

Kleinstadtfarben

Roman

(5)
eBook epub
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Er frisst, statt zu essen, er säuft, statt zu trinken, er quarzt, statt zu rauchen, und er ackert, statt zu arbeiten. Pinscher wiegt hundertdreißig Kilo bei einer Körpergröße von einssiebzig, wobei das um fünf Zentimeter geschummelt ist. Sein Aussehen gibt nur zum Teil seine Maßlosigkeit preis. Und doch, seine Kleidung ist ordentlich, ein wenig aus der Mode, er ist nie ganz von hier weggekommen. Hier, das ist Mündendorf, hartes Arbeitermilieu. Jetzt, das ist der Sommer seiner Zwangsversetzung zurück in die Polizeiwache, die er nicht erträgt. Und es ist der Abschied von seiner geliebten Mutter. Er muss nun etwas tun, was er all die Jahre vermieden hat: sich der Erinnerung stellen, vor der polierten Schrankwand im engen Reihenhaus sitzen, den kalten Zigarettenrauch im alten Wohnzimmer riechen und den Menschen auf den alten Fotos wirklich ins Gesicht sehen.

»Unsentimental, aber warmherzig, mit subtilem Witz, aber ohne seine oft allzu menschlichen Figuren zu verraten, schildert Martin Becker das Kleinstadtleben.«

Brigitte Schmitz-Kunkel / Kölnische Rundschau (16. September 2021)

eBook epub (epub), ca. 288 Seiten (Printausgabe)
ISBN: 978-3-641-25717-0
Erschienen am  13. September 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

Ein Roman voller Hoffnung

Von: schmoekerstunde

10.03.2022

Ein Buch über Einsamkeit, Verlust und Trauer. Die Handlung ist exzellent erzählt, berührend und teilweise sogar witzig. Der Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig, die Sätze sind lang, verschachtelt, ab und zu ineinandergehend, ohne Punkt. Aber hat man sich eingelesen, lässt einen das Buch nicht mehr los. Der Protagonist ist seelisch ziemlich kaputt, versucht aber Selbstheilung zu finden, indem er sich mit seiner Vergangenheit auseinandersetzt. Ein harter Vorgang, teilweise sogar recht unappetitlich. Die Geschichte ist sehr warmherzig und tiefgründig.

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Unsentimental, aber doch berührend

Von: Rabiata

20.01.2022

Die Geschichte wird aus der Sicht des Kommissars Pinscher, in einer für mich etwas ungewohnten Erzählweise erzählt. Der Protagonist wird in seine Heimatstadt strafversetzt, da er seinen Vorgesetzten zu oft unangenehm aufgefallen ist. Ich musste mich zunächst ein wenig an den Erzählstil gewöhnen, der fließend zwischen dem personalen Erzähler und einem inneren Monolog Pinschers wechselt. Aber diese Erzählweise hat ihren Reiz und hat mich nach kurzer Zeit gepackt. Zunächst begegnet der Leser dem Protagonisten nach der Beerdigung seiner Mutter, anschließend erzählt der Protagonist zunächst, wie er wieder in der Kleinstadt gelandet ist, aus der er vor vielen Jahren u.a. vor seinen Ängsten geflohen ist. Dabei versteht es der Autor, den Leser durch die Geschehnisse zu fesseln und emotional an diesen etwas abgehalftert und schwierig scheinenden Charakter zu binden. Das Erzähltempo wechselt von eher beschaulich zu rasant und wartet bis zum Schluss noch mit einigen überraschenden Wendungen auf, die ich so nicht erwartet hätte. Am relativ offenen Ende können sich dann die Geister scheiden. Hätte man selbst auch so gehandelt? Würde man diesen Weg ebenso einschlagen (wollen)? Teilweise ist die Handlung berührend, dann wieder hart und realistisch und auch mal unappetitlich. Ein Buch, auf das man sich einlassen sollte. Fazit: Ein ziemlich großer Mann in einer ziemlich kleinen Welt, die die eigene sein könnte.

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Vita

Martin Becker wurde 1982 geboren und wuchs in der sauerländischen Kleinstadt Plettenberg auf. Er kommt aus einer Arbeiterfamilie aus dem Ruhrgebiet, sein Vater war Bergmann und seine Mutter Schneiderin. Er ist freier Autor für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und berichtet in Features und Reportagen unter anderem aus Tschechien, Frankreich, Kanada und Brasilien. 2007 erschien sein mehrfach ausgezeichneter Erzählband »Ein schönes Leben«, 2014 sein Roman »Der Rest der Nacht«, 2017 sein Roman »Marschmusik« und 2021 »Kleinstadtfarben«. Martin Becker lebt mit seiner Familie in Halle (Saale).

Zum Autor

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Pressestimmen

» ›Kleinstadtfarben‹ ist ein poetisches Buch, das den proletarischen Schmerz der versiegenden Hoffnung in einem Format einfängt, das den Plot nebensächlich werden lässt.«

Ute Cohen / Der Freitag (11. November 2021)

»Die Unterströmung von Martin Beckers humanem Erzählen, das nicht auf Satirisches verzichten muss, ist fraglos eine selten gewordene Menschenliebe und Warmherzigkeit.«

»Martin Beckers Roman ist zuweilen ein lustiges, vor allem aber - und das ist ein kleines Wunder - ein warmes, tröstliches und versöhnliches Buch.«

Holger Heimann / SR 2 Kulturradio (15. September 2021)

»Zweifelsohne ein exzellenter Erzähler, der Gefühlslagen und Form gleichermaßen beherrscht.«

Björn Hayer / Bücher (30. October 2021)

»Ein gefühlvoller Roman voller Witz, Hoffnung und Warmherzigkeit.«

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