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Yosano Akiko

Männer und Frauen

Essays – Deutsche Erstausgabe

(7)
eBook epub
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Eine Entdeckung: Die große japanische Dichterin und Vorkämpferin für Frauenrechte erstmals überhaupt auf Deutsch!

Warum hält sich das Vorurteil des substanziellen Geschlechterunterschieds derart hartnäckig? Woran liegt es, dass Frauen in der Gesellschaft immer noch chronisch unterschätzt und benachteiligt werden? Und wie kriegen wir endlich veraltete Rollenbilder aus den Köpfen? – Diese eminent wichtigen Fragen stellte Yosano Akiko vor hundert Jahren mit unverhohlener Klarheit – und gab Antworten, die noch heute ins Schwarze treffen.

Stichhaltig und luzide plädiert die japanische Frauenrechtlerin für die überfälligste Sache der Welt: für die Gleichstellung der Geschlechter. Ihre Essays tragen programmatische Titel wie «Männer und Frauen» («Otoko to onna», 1915), «Die essentielle Gleichheit von Mann und Frau» (1916), «Frauen und politische Aktivitäten» (1915) oder «Die japanische Politik aus der Perspektive der Frauen betrachtet» (1917). Daneben erfährt man in diesem Band Essentielles zum literarischen Selbstverständnis der Dichterin Yosano Akiko und bekommt in «Aufzeichnungen aus dem Wochenbett» (1911) intime Einblicke ins Privatleben der dreizehnfachen Mutter. Den Abschluss machen zwei Fundstücke. «Aus der Grippe-Station» (1918) und «Angst vor dem Tod» (1920) schildern Pandemieerfahrungen während der Spanischen Grippe, die vor hundert Jahren auch in Japan wütete.

»Beim Lesen von Akikos Essays kann man über ihre Frische und gedankliche Schärfe nur staunen. Der Zürcher Japanologe Eduard Klopfenstein hat sie in ein bewegliches Deutsch gebracht, das die Verve dieser Ausnahmedenkerin atmet.«

NZZ Bücher am Sonntag, Martina Läubli (27. November 2022)

Aus dem Japanischen von Eduard Klopfenstein
Originaltitel: Otoko to onna
Mit Nachwort von Eduard Klopfenstein
eBook epub (epub), ca. 160 Seiten (Printausgabe), 1 s/w Abbildung
ISBN: 978-3-641-27281-4
Erschienen am  23. May 2022
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Klarsichtige Essays voller Einsichten

Von: buecherundschokolade

19.02.2023

Die Essaysammlung Männer und Frauen von Yosano Akiko ist voller kluger Einsichten und von brennender Aktualität. Daher überrascht es umso mehr, dass die japanische Dichterin und Frauenrechtlerin die meisten von ihnen schon vor über 100 Jahren geschrieben hat. Sie nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Zur vermeintlichen Überlegenheit von Männern etwa stellt sie 1911 (!) fest: „Vergleicht man Männer untereinander, zeigt sich alsbald, dass viele im Bezug auf Wissen, inneren Reichtum und Willenskraft nicht an durchschnittliche Frauen heranreichen.“ Eine noch heute z.B. im Rahmen der equal-pay-Debatte sehr treffende Schlussfolgerung. Folgerichtig setzt sie dem bushidō (Weg des Kriegers) den fudō (Weg der Frau) entgegen, den sie über die ursprüngliche Begriffsbedeutung (Verhaltensweisen und häusliche Tugenden) ausweitet und als Ursprung allen wahren Glücks der Menschheit benennt. Sie setzt sich in den Essays mit wesentlichen Themen auseinander. Dem Recht von Frauen auf gleiche Bildung. Dem Wahlrecht. Dem Thema Geburt und Kinder und dem zu kleinen Beitrag den Männer im Haushalt leisten. Mit radikalem Verve wendet sich Akiko dabei gegen das Bestehende, greift etwas den konservativen japanischen Innenminister frontal an, der die politische Beteiligung von Frauen für unsittlich hält. Sie kritisiert das Zensuswahlrecht (nur 1% der Japaner ist zu diesem Zeitpunkt für das Unterhaus wahlberechtigt) und die Parteienoligarchie, die mit einer verkrusteten Bürokratie jeden Fortschritt verhindert. Die dreizehnfache Mutter scheut den Tabubruch und die harte Konfrontation mit dem Establishment zu keinem Zeitpunkt. Ihr bahnbrechendes Schreiben ist hier erstmals auf Deutsch zu entdecken. Ebenfalls im Auswahlband enthalten sind zwei Berichte über das Wüten der Spanischen Grippe in Japan, die die interessante Sammlung (hauptsächlich feministischer Essays) abrunden. Man darf sehr gespannt auf weitere Übersetzungen ihres Werkes sein. Eine klare Empfehlung für diese anregende und spannende Lektüre.

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"Männer und Frauen"- Essays einer beeindruckenden Feministin, Verfechterin von Demokratie und Gleichberechtigung und geistigen Vorkämpferin

Von: Buch_zeit

19.02.2023

Die Japanerin Yosano Akiko (1878-1942) war eine beeindruckende Frau, literarisch innovative und produktive Tanka-Dichterin, Feministin, Publizistin, vehemente Verfechterin von Demokratie und Frauenrechten und eine Schlüsselfigur des kulturellen Lebens Japans zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Mir war diese faszinierende und weitsichtige Frau vor der Lektüre des von Eduard Klopfenstein aus dem Japanischen übersetzten und zusammengestellten Essaybands „Männer und Frauen“, erschienen am 23. Mai 2022 im @manesse.verlag, keinerlei Begriff! Vielen lieben Dank an den Verlag und @bloggerportal für dieses überaus bereichernde Rezensionsexemplar, das im Rahmen der Initiative #MehrKlassikerinnen herausgebracht wurde. In „Männer und Frauen“ finden sich Essays und Zeitungsartikel zu zentralen Themen Yosano Akikos literarischem Schaffen, die primär in den Jahren 1911-1920 entstanden sind. Eduard Klopfenstein hat die Artikel im vorliegenden Band in vier Kategorien sortiert. Zunächst finden sich zwei sehr persönliche Essays in denen Yosano Akiko ihr literarisches Schaffen und ihr Selbstbild als Schriftstellerin ebenso reflektiert wie ihre Rolle als (dreizehnfache!) Mutter und die Erfahrungen von Wochenbett und dem Verlust eines Kindes. Im zweiten Abschnitt schließen sich ihre Gedanken zur Beziehung der Geschlechter, der Stellung der Frau und ihrer Gleichberechtigung an gefolgt von ihren Ausführungen zu Politik und Demokratie und der weiblichen Teilhabe an Bildung und dem politischen Leben. Abgeschlossen wird der Essayband mit zwei Artikeln, die Akikos Pandemieerfahrungen während der Spanischen Grippe 1918-1920 in Japan widerspiegeln. Ergänzt werden die Essays durch eine ausführliche chronologische Biographie und ein sehr gelungenes und erhellendes Nachwort des Übersetzers, das Yosako Akiko und ihr literarisches Werk in den gesellschaftlichen und zeitlichen Kontext seiner Entstehung einbettet. Das Verhältnis von Mann und Frau, Liebe, Ehe, Sexualität, Mutterschaft und die Gleichberechtigung von Frauen sowie ihre Teilhabe am öffentlichen Leben, an Bildung und Politik sind zentrale Themen in Yosano Akikos Werk und auch der Fokus dieses Essaybandes. Diese Schriftstellerin setzte sich unermüdlich für Veränderungen in Politik und Gesellschaft ein, forderte selbstbewusst, reflektiert und ihrer Zeit weit voraus eine Gleichstellung der Geschlechter, äußerte sich kritisch zu Freiheit und Individualität, Erziehung und Bildung, Arbeit, Politik und Demokratie, Krieg und Frieden. Akikos Argumente sind stichhaltig und weitsichtig. Sie äußerte mutig und klug ihre Ansichten und versuchte unermüdlich ein Umdenken in gesellschaftlichen und politischen Fragen anzustoßen und trat für die Selbstermächtigung und gleichberechtigte Teilhabe der Frau und ein Aufbrechen tradierter Rollenmuster ein. Diese über hundert Jahre alten Essays haben sich für mich unglaublich modern gelesen und sind leider in vielen Punkten noch immer aktuell und sprechen Themen, vor allem in Hinblick auf die chronische Unterschätzung und Benachteiligung von Frauen in der Gesellschaft an, die leider immer noch relevant sind. Sie plädierte für die Gleichstellung der Geschlechter, die noch immer überfällig ist, und ist darum noch immer höchst lesenswert. Besonders beeindruckt hat mich, wie weitsichtig und mutig sich diese Frau für ihre Überzeugungen eingesetzt hat und wie anachronistisch ihre Ansichten im Japan des beginnenden 20. Jahrhunderts gewesen sein müssen, welche radikalen Tabubrüche ihr gesellschaftliches und politisches Engagement in der damaligen patriarchalen Gesellschaft dargestellt haben muss! „Männer und Frauen“ ist ein Essayband voller Elan und kluger Argumente, der noch immer gesellschaftlich höchst relevante Themen in Bezug auf die Gleichstellung der Geschlechter, weibliche Teilhabe, Politik und Gesellschaft mit sehr persönlichen Erfahrungen der Dichterin zu Liebe und Mutterschaft, ihrem literarischen Selbstverständnis und Pandemieerfahrungen vereint. Ein Band, der aktuelle feministische und gesellschaftliche Themen aufgreift und gleichzeitig eine neue Facette Japans beleuchtet. Ganz klar, ein horizonterweiternder, lesenswerter Band! Ich würde gerne auch das lyrische Werk der profilierten Tanka-Dichterin Yosano Akiko kennen lernen, die mich hier als Frauenrechtlerin, Kritikerin und geistige Vorkämpferin beeindruckt hat!

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Vita

Yosano Akiko (1878–1942, eigentlich Hō Shō) stammte aus einer Kaufmannsfamilie aus Sakai nahe Osaka, führte bereits mit elf Jahren die Geschäfte der Familie und begann früh, Kurzgedichte zu schreiben. 1901 erschien ihr erster, viel beachteter Tanka-Band Midaregami (Wirres Haar). 1905 sorgte ein an ihren Bruder gerichtetes Antikriegsgedicht für Aufsehen. Sie machte sich nicht nur als moderne, eigenständige Stimme der japanischen Literatur einen Namen, sondern tat sich in Essays als couragierte Demokratin und Vorkämpferin für Frauenrechte hervor.

Zum Autor

Pressestimmen

»Yosanos Texte laden zum Reflektieren und Diskutieren ein. ... Das Buch ist nicht nur Japanolog:innen wärmstens ans Herz zu legen, sondern im Grunde für jede:n lesenswert, da Yosano sich in den ausgewählten Texten mit zutiefst dem menschlichen Leben entspringenden Fragen wie Geburt und Tod, Gleichberechtigung, Menschsein und Demokratie beschäftigt. «

»Der Band ist auf verschiedenen Ebenen – als Einlassung zur Politik sowie als Dokument der Frauenemanzipation – sehr lesenswert, auch wenn Akiko Yosanos Kritik an ihren Maßstäben nach naiven, ungebildeten Geschlechtsgenossinnen sowie ihre Härte und Konsequenz heute wohl eher auf weniger Verständnis treffen dürften.«

»Die Frau hat Biss, keine Frage. Und mit jedem weiteren Text wird man vertrauter mit dieser weiblichen Stimme, die da vor über hundert Jahren erklang und die aufs überraschendste souverän klingt.«

»Der schön gestaltete Essayband ist bestens ediert, von kommentierten Literaturhinweisen und einem Nachwort des Übersetzers zu historischen Hintergründen begleitet.«

Der Standard (A), Sabine Scholl (11. June 2022)

»Gar nicht genug gelobt werden kann das jüngste Glanzstück. ... Die meisten Texte erschienen vor mehr als 100 Jahren, aber sie sind von zeitloser Gültigkeit, Radikalität und Brisanz.«

»Einige ihrer Aufsätze, Meilensteine in der Frage weiblicher Emanzipation, sind nun erstmals auf Deutsch zu lesen. Sie widerlegt all die Vorurteile über Frauen und zieht für die Demokratie ins Feld. Das ist keineswegs antiquarisch.«

der Freitag, Erhard Schütz (08. September 2022)

»Eine beeindruckende kleine Zeitreise in eine schwierige Epoche der japanischen Literatur, über die im Westen noch immer zu wenig bekannt ist. Solche Veröffentlichungen sorgen dafür, diese Lücken zu schließen.«

»Nicht unbedingt überraschend, aber doch bestürzend, dass die Argumente und Gegenargumente in diesen Texten, die für mehr weibliche Selbstverwirklichung und Frauenrechte plädieren, auch heute noch in ähnlichen Formen ausgetauscht werden.«

Stadtkind Hannover, Christian Kaiser (28. June 2022)

»Ihre frühen Essays aus den 1910erJahren zeigen eine progressive Sicht auf die Rolle der Frau in der Gesellschaft. Akiko verteidigte darin die Idee einer Gesellschaft, in der Frauen finanziell unabhängig sein sollten. Selbstbewusst und radikal stellte sie drängende Fragen zur Gleichstellung von Mann und Frau und gab Antworten, die noch heute ins Schwarze treffen.«

Ossietzky, Manfred Orlick (11. June 2022)

»Nun liegt ein schmaler, eleganter Auswahlband von Essays dieses beeindruckenden Frau auf Deutsch vor. ... Es steht zu hoffen, dass mit diesem hübschen Büchlein eine breitere Rezeption dieser in Europa beinahe unbekannten, einflussreichen Frau angestoßen wird.«

»Akiko liefert Gebrauchsanweisungen für ein gelungenes Leben.«

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