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Jonas T. Bengtsson

Auf Bewährung

Roman

(6)
Hardcover
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Danny, Malik und Christian sind Freunde seit Kindheitstagen, doch ihre Wege haben sich getrennt. Während Danny im Gefängnis sitzt, ist Christian Polizist geworden. Malik, Sohn äthiopischer Einwanderer, studiert und arbeitet im Restaurant seines Vaters. Als Danny auf Bewährung entlassen wird, möchte er seine Freunde treffen. Aber Malik ist verschwunden. Wäre es irgendein anderer aus seinem alten Viertel gewesen, hätte Danny es mit einem Achselzucken abgetan. Aber nicht Malik, jeder andere, aber nicht sein Kumpel Malik. Danny verspricht Maliks Familie, dass er ihn finden wird. Und es ist vielleicht das erste Versprechen seines Lebens, das er auch einhalten wird.

»Bengtssons Sprache ist lebendig, sorgfältig, präzise und von großer Eleganz.«

Deutschlandfunk (03. January 2022)

Aus dem Dänischen von Maximilian Stadler
Originaltitel: Fra Blokken
Originalverlag: Politiken
Hardcover mit Schutzumschlag, 352 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-453-27363-4
Erschienen am  13. October 2022
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

Ein Held, den man so schnell nicht vergisst

Von: Bücherfreundin

03.04.2023

Seine Welt wird vom Gott der Gewalt gelenkt. Es fällt ihm schwer, Menschen zu begreifen, die noch nie wegen Körperverletzung verurteilt wurden. (S. 113). Sich selbst charakterisiert Danny auf seine ganz spezielle Weise: „Er ist ein Krimineller, seit er krabbeln kann, er hat bereits mit Spielzeugbausteinen gedealt und im Sandkasten Schutzgeld verlangt.“ (S. 20) Dannys spannende Geschichte möchte man gern immer wieder lesen. Vielleicht gibt es irgendwann eine Fortsetzung.

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Pointierte Milieustudie und eindringliches Drama über eine außergewöhnliche Männer-Freundschaft

Von: Dirk Hoffmann

01.02.2023

Seit seinem 2005 veröffentlichten Romandebüt „Aminas breve“, das drei Jahre später in deutscher Übersetzung als „Aminas Briefe“ im Tropen Verlag veröffentlicht wurde, hat der dänische Autor Jonas T. Bengtsson eine erstaunliche Karriere hingelegt, wurde nicht nur mit dem Dänischen Debütantenpreis ausgezeichnet, sondern erhielt 2010 auch den Per-Olov-Enquist-Preis. Sein zweiter Roman „Submarino“ wurde vom dänischen Kultregisseur Thomas Vinterberg („Am grünen Rand der Welt“, „Der Rausch“) verfilmt. Nun legt Bengtsson mit „Auf Bewährung“ seinen vierten Roman und damit seinen Einstand im Wilhelm Heyne Verlag vor. Der letzte seiner vielen Gewaltausbrüche hat Danny acht Jahre Knast eingebracht. Nun hat ausgerechnet der alternde Kommissar Ivertssen, der für seine Inhaftierung verantwortlich war, dafür gesorgt, dass er zwei Jahre vor seiner eigentlichen Entlassung überraschend auf Bewährung freikommt. Dannys Jugendfreunde Christian und Malik haben ganz andere Karrieren eingeschlagen. Während der hochintelligente Äthiopier Malik ein Zahnmedizinstudium begonnen hat und alles dafür tut, das Restaurant seines Vaters vor dem Ruin zu retten, ist ausgerechnet Christian bei der Polizei gelandet und nimmt mit seinem Partner Thomas den Kampf gegen die Drogendealer auf. In Kopenhagen kommt er zunächst in einem Resozialisierungszentrum für Junkies unter und macht sich auf die Suche nach seinen Freunden. Im Restaurant von Maliks Vater erfährt er allerdings, dass Malik seit einigen Tagen verschwunden ist. Maliks Schwester Aisha verspricht er, ihn ausfindig zu machen. In dessen Wohnung stößt er allerdings auf keine nennenswerten Hinweise auf seinen Verbleib, stellt nur fest, dass Malik offensichtlich mit einer Frau zusammen gewesen ist. Malik soll sich allerdings auch 80.000 Kronen von einem rothaarigen Typen namens Erik geliehen haben. Leider weiß nicht mal Christian Näheres. Er verschafft Danny erst einmal eine eigene Wohnung und muss die erschütternde Einschätzung verarbeiten, dass das bei einer Versteigerung erstandene Haus, von dem seine Frau so geträumt hat, völlig marode ist. Danny freundet sich mit seiner Nachbarin aus der über ihm liegenden Wohnung an, muss bei seinen weiteren Nachforschungen aber feststellen, dass Malik offensichtlich in einen Bandenkrieg geraten ist… „Natürlich hat er sich verändert. Und vielleicht ist dieser Film doch nicht so schnulzig. Er bedient sich einiger billiger Effekte, daran besteht kein Zweifel. Er spielt mit Emotionen. Aber vielleicht ist es doch kein netter, schöner Film, der dem Zuschauer Tränen in die Augen treibt. Malik hat einen Bandenkrieg ausgelöst. Es gab Schießereien, ein paar Leute sind tot. Das waren Kriminelle. Sie hatten eine Wahl getroffen, die der Rest der Welt nicht verstehen kann. Nur die, die ihnen am nächsten standen, werden sie vermissen. Und keiner von ihnen war schlimmer als Danny.“ (S. 300f.) Es ist eine ungewöhnliche Freundschaft, die Bengtsson in seinem vierten Roman als Ausgangspunkt für eine triste Milieubeschreibung in einem von Armut, Arbeitslosigkeit, Drogenkonsum und Kriminalität geprägten Stadtviertel von Kopenhagen nimmt. In einer klaren wie bildreichen Sprache begleitet Bengtsson seine drei Protagonisten durch ihren Alltag, wobei die Malik-Kapitel komplett in der Vergangenheit spielen und den Weg vorzeichnen, der zu seinem Verschwinden führt. Ganz nüchtern beschreibt der Autor den wenig erbaulichen Alltag von Danny und Christian, immer wieder liegt Gewalt in der Luft. Sympathieträger und Identifikationsfiguren findet man hier definitiv nicht. Aber Bengtsson enthält sich auch einer Verurteilung, macht den ständig gewaltbereiten Kriminellen Danny zum Ermittler und den Roman zu einem Neo-Noir, der sich für eine Verfilmung durch seinen Landsmann Nicolas Winding Refn („Pusher“, „The Neon Demon“) geradezu anbietet. Auch wenn die Geschichte selbst nicht besonders originell ist, funktioniert „Auf Bewährung“ als pointierte Milieustudie und als kurzweiliges, in bedächtigem Tempo inszeniertes Drama über drei Männer, die ungewöhnliche Entwicklungen während ihrer langjährigen Freundschaft durchgemacht haben und sich irgendwie durchzuschlagen versuchen.

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Vita

Jonas T. Bengtsson, geboren 1976, ist Preisträger des renommierten Per-Olov-Enquist-Preises und Autor von vier Romanen. Für Aminas Briefe (2005) wurde er mit dem Dänischen Debütantenpreis ausgezeichnet, es folgten Submarino (2007, adaptiert von Thomas Vinterberg) und der SPIEGEL-Bestseller Wie keiner sonst (2013). Jonas T. Bengtsson lebt in Kopenhagen.

Zum Autor

Maximilian Stadler

Maximilian Stadler, 1981 geboren, übersetzt aus dem Amerikanischen und Französischen, sowie aus den skandinavischen Sprachen. Er lebt in Zürich und Berlin.

Zum Übersetzer

Pressestimmen

»Ein knallharter und kraftvoller Roman, erzählt mit verblüffend sprachlichem Reichtum. Bengtsson ist zurück. Und zwar mit einem Paukenschlag.«

Litteratursiden (03. January 2022)

»Jonas T. Bengtsson erinnert an Quentin Tarantino. Die Leser bekommen viel für ihr Geld. Keine langweiligen Passagen oder affektierte Selbstgefälligkeit.«

Jyllands-Posten (03. January 2022)

»Bengtssons Prosa ist kristallklar und unprätentiös, er findet stets die richtige Balance zwischen Handlung und der Entwicklung seiner Charaktere.«

Emily St. John Mandel, Autorin von Station Eleven (03. January 2022)

»Die Mischung aus hartgesottenem Sozialrealismus und Crime Noir überzeugt. Bengtsson hält die Spannung bis zum letzten Satz.«

Berlingske (03. January 2022)

»Bengtssons Worte, klein und fest wie Kinderfäuste, trommeln unbeirrt auf uns ein: Und wissen beharrlich jene Stellen zu treffen, die am meisten schmerzen.«

Badische Zeitung (16. November 2021)