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Maja Lunde

Der Traum von einem Baum

Roman

(9)
Hardcover
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Das Finale des Klimaquartetts — Großes Maja-Lunde-Porträt in der arte Mediathek

Eine Kammer hoch im Norden, gefüllt mit Pflanzensamen aus aller Welt. Drei Brüder und ihre Großmutter, vereint in der Hoffnung, dieses letzte Band zwischen Mensch und Natur zu behüten.

Tommy wächst in der kargen Landschaft Spitzbergens mit zwei Brüdern bei seiner geliebten Großmutter auf. Als wichtigste Lebensweisheit gibt sie ihm mit: In einer großflächig zerstörten Welt ist die Saatgutkammer ein Schatz, der mit allen Mitteln beschützt werden muss. Tommy soll diese Aufgabe später von seiner Großmutter übernehmen. In eindrucksvollen Bildern und mit viel Wärme erzählt Maja Lunde von der Bedeutung des Familienzusammenhalts und von unserem Umgang mit der Natur. Sie beschäftigt sich mit den drängenden Fragen unserer Zeit: Wie wurde der Mensch zu einer Spezies, die alles verändert hat? Und sind wir selbst eine bedrohte Art?

»Ungeschönt, hoch spannend und unbedingt lesenswert!«

emotion, Heft 6/2023 (10. May 2023)

Aus dem Norwegischen von Ursel Allenstein
Originaltitel: Drømmen om et tre
Originalverlag: H. Aschehoug & Co.
Hardcover mit Schutzumschlag, 560 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-442-75791-6
Erschienen am  20. April 2023
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

gelungener Abschluß

Von: Streifis Bücherkiste

31.05.2023

Norwegen zu Beginn des 22. Jahrhunderts. Tommy lebt mit seinen beiden Brüdern, seinem Vater und seiner Großmutter in Spitzbergen, isoliert vom Rest der Welt. Die Großmutter ist die Hüterin der dortigen Saatgutkammer und möchte, dass Tommy ihr einmal nachfolgt. Doch dann bricht eine Seuche aus und Tommy, seine Brüder, und die Schwestern Rakel und Runa sind die einzigen, die noch dort leben. Sie nehmen Kontakt zur Außenwelt auf, doch am Ende kommt nichts so, wie die 5 Kinder es geplant haben. Die Geschichte wird praktisch rückwärts erzählt. So lernen wir nach und nach Tommys Familie kennen und das Leben in Spitzbergen. Die Menschen hier versuchen im Einklang mit der Natur zu leben und sich in der durch den Klimawandel veränderten Welt anzupassen. Es ist ein hartes Leben, dass nur möglich ist, da die Gemeinschaft ein großes Gewächshaus besitzt, in der sie Obst und Gemüse züchten können. Das Buch ist an sich eigentlich nicht sehr positiv. Die Menschheit hat es geschafft das Ökosystem Erde so zu zerstören, dass es von selbst nicht mehr regeneriert. Neben der Gruppe in Norwegen treffen wir auch wieder auf Tao, deren Sohn im ersten Band der Reihe durch einen Bienenstich ums Leben kam. Um sie herum wurde ein staatlicher Kult erschaffen, der wohl die Bevölkerung trotz der schlechten Umstände bei Laube halten soll. Tommys Großmutter ist Louise, die wir im zweiten Band als Kind und im dritten Band als junge Mutter kennengelernt haben. So schließen sich Kreise innerhalb dieser vierbändigen Geschichte. Auf die Urpferde aus Band drei haben einen ganz kurzen Auftritt. Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn es doch recht nachdenklich stimmt und wirklich kein Gute-Laune-Buch ist. Es ist schon erstaunlich, wie die Jugendlichen alleine in Norwegen zurecht kommen und es schaffen sich dort selbst zu versorgen. Die Autorin schafft es mit ihrem bildhaften Schreibstil die Gegend dort oben mit ihren langen Tagen, bzw. Nächten und der Kälte die dort herrscht darzustellen. Man hat alles recht deutlich vor Augen und ich konnte gut mit Tommy mitfühlen, der schon früh in seinem Leben die Verantwortung für seine Brüder aufgebürdet bekam und nun mehr oder weniger alleine für die Gruppe verantwortlich ist. Von mir daher eine Leseempfehlung für diesen abschließenden Band des Klima Quartetts

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Ein würdiger Abschluss des Klimaquartetts

Von: Buch-Lady

21.05.2023

(Rezensionsexemplar) Gerade ist der vierte und letzte Band von Maja Lundes Klimaquartett erschienen. Nach Bienen, Wasser und Artensterben spielen diesmal ein Baum und Pflanzensamen eine Rolle. Der vierte Band lässt sich – wie die anderen drei auch – unabhängig von den anderen Bänden lesen. Anders als in den Vorgängerbänden bleibt die Geschichte diesmal auf einer einzigen Zeitebene, größtenteils im Jahr 2110, also mehr als 110 Jahre in der Zukunft. Haupthandlungsort ist Spitzbergen, eine Inselgruppe nördlich des Polarkreises (gehört heute zu Norwegen). Die wenigen dort lebenden Menschen haben sich von allen anderen Menschen der Welt isoliert, Hafen und Flughafen demontiert, große Teile von zivilisatorischen Eingriffen in die Natur zurückgebaut und versuchen im Einklang mit der Natur zu leben. Aber Bäume wachsen dort schon lange nicht mehr. Auf der Insel befindet sich eine Saatgutsammlung mit Millionen Arten aus aller Welt. Bereits zu Beginn der Geschichte erfahren wir, dass ein großes Unglück geschehen sein muss, so dass nur eine Handvoll Kinder auf der Insel übriggeblieben und nun auf sich allein gestellt sind. Mittels eines Funkgeräts haben sie Kontakt aufgenommen zu Menschen in Sichuan, die sich auf den Weg nach Spitzbergen gemacht haben. Sie haben großes Interesse an der Saatgutbank. Aber etwas geht schief. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Tommy und Tao erzählt. Tommy ist 17 Jahre alt und der älteste von mehreren Brüdern. Seine Großmutter ist die Hüterin der Saatgutsammlung. Tao lebt in Sichuan und gehört zu der Gruppe von Menschen, die zu den Kindern nach Spitzbergen unterwegs ist. Die Lebenswirklichkeit in beiden Ländern wird sehr unterschiedlich geschildert. Die Welt ist geprägt von den verheerenden Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels, Menschen müssen auf vieles verzichten, was uns heute selbstverständlich ist. Es wird die Frage aufgeworfen, wie Menschen in diesen Zeiten leben sollten. Dass die Natur nicht auf den Menschen angewiesen ist und durch dessen Aussterben nicht bedroht wird, ist allen klar. Darf also der Mensch Dinge tun, die nur seinem eigenen Überleben dienen? Was soll mit der wohl einzigen noch existierenden Saatgutbank der Welt geschehen? Dürfen Menschen sie jetzt zur Aussaat nutzen? Wenn ja, wer und wo? Was passiert, wenn die Aussaat nicht gedeihen sollte? Sollten Menschen versuchen möglichst autark in kleinen Gruppen zu leben oder sollten sie sich weltweit zusammenschließen? Der dystopische Roman stellt die moralischen Fragen, die sich nach dem Eintritt des Klimawandels stellen, wenn große Teile der Tier- und Pflanzenwelt bereits zerstört sind. Er ist aber auch eine spannende Geschichte, in der wir nur nach und nach erfahren, was in Spitzbergen eigentlich passiert ist und wie es zur Ausgangssituation des Romans gekommen ist. Gefühle der Isolierung, Einsamkeit und Perspektivlosigkeit werden geschildert, die uns an unsere Erfahrungen der Coronapandemie erinnern. Trotz der Melancholie hat mich das düstere Szenario bald in seinen Bann gezogen. Ich musste gespannt weiterlesen und einfach wissen, was mit den Menschen passiert. Ein würdiger Abschluss des Klimaquartetts! Mich hat die Geschichte gefesselt.

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Vita

Maja Lunde wurde 1975 in Oslo geboren, wo sie auch heute noch mit ihrer Familie lebt. Ihr Roman »Die Geschichte der Bienen«, der erste Teil ihres Klimaquartetts, wurde mit dem norwegischen Buchhändlerpreis ausgezeichnet und sorgte auch international für Furore. Das Buch wurde in 40 Länder verkauft, stand monatelang auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste und war der meistverkaufte Roman 2017. »Der Traum von einem Baum« ist der gefeierte Abschluss des Klimaquartetts. Im Jahr 2020 erhielt Maja Lunde zwei renommierte Preise, den Bjørnson- und den Peer-Gynt-Preis.

Zur Autorin

Pressestimmen

»Großartig!«

ELLE, August 2023 (20. July 2023)

»Warmherzig und nachdenklich.«

Gong (20. July 2023)

»Lunde schreibt wie immer spannend und einfühlsam.«

Rhein-Neckar-Zeitung (29. July 2023)

Weitere Bücher der Autorin