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Hisham Matar

Ein Monat in Siena

(6)
Hardcover
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Siena war für Hisham Matar jahrelang ein fast mythischer Ort, wie Mekka, Rom oder Jerusalem für manchen Gläubigen. Mit neunzehn sah er die Bilder der Schule von Siena zum ersten Mal, und als er kurz darauf seinen Vater verlor, nahmen diese Maler einen besonderen Platz in seinem Leben ein. Nun, fünfundzwanzig Jahre später, sieht er die Gemälde in Siena wieder und versucht zu beschreiben, was zwischen ihm, den Bildern und der Stadt vorgeht. Seinen Gedanken über Intimität und Einsamkeit, Tod und Trauer, Kunst und Geschichte zu folgen ist ein zutiefst bewegendes, bereicherndes Erlebnis.

»Hisham Matar hat einen literarischen Kunst- und Stadtführer der ganz besonderen Art geschrieben. Ein Büchlein voller nachdenklicher Passagen, wunderbarer Bilder und interessanter Alltagsbeobachtungen für Italienliebhaber.«

Katja Lückert / NDR Kultur (14. June 2021)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Werner Löcher-Lawrence
Originaltitel: A Month in Siena
Originalverlag: Penguin Random House UK
Hardcover mit Schutzumschlag, 160 Seiten, 13,0 x 20,5 cm, 17 farbige Abbildungen
ISBN: 978-3-630-87618-4
Erschienen am  24. May 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

Liebe auf den ersten Blick

Von: Sarah Kolbe @litera.tur.risch

29.12.2023

Siena hat mich gefangen, gefesselt ab der ersten der insgesamt 160 Seiten; und das, obwohl ich zuvor mit der Malerei alles andere als vertraut war. Das Format mit eingebetteten Bildern kam mir daher zuerst etwas ungewöhnlich vor, konnte mich letztlich aber im Gesamtwerk für sich einnehmen. Die liebevolle Gestaltung dieses Schatzes macht es einem nicht schwer, das Buch zu lieben! Hisham Matar nähert sich in seiner Erzählung ernst und tiefgründig den großen Themen der Welt: Es geht um Ethik, Freundschaft und Nächstenliebe, die philosophische Betrachtung des Lebens, die religiöse Betrachtung des Lebens und in diesem Sinne auch die Weltreligionen mit all ihren Werten, Unterschieden und Gemeinsamkeiten. Eingebettet in einen autobiographischen Rahmen, besagten Monat in Siena, macht Matar auf die Schönheit der kleinen Dinge in der Natur aufmerksam. Er bewundert die Licht- und Schattenspiele der Sonne, die durch Himmel, Zweige und Blätter gezeichneten Bilder, den Ausblick von einer Bank auf dem Friedhof, die Offenheit der sienesischen Bürger. Ebenso schnell wie der Monat und damit das Buch vergehen, verlangsamt der Autor seine Geschichte durch die Einbettung von Museumsgängen, Gemäldebeschreibungen und Momentaufnahmen, in denen sich die Zeit zu verlieren scheint. Ich habe das Buch in einem Zug verschlungen und konnte dennoch die Ruhe genießen, die aus den Zeilen spricht. Auch stilistisch konnte mich Matar packen. Und ich traue mich wetten, dass bei wiederholter Lektüre mindestens nochmal so viele schöne Gedanken und Bilder im Kopf auftauchen: So viele Aspekte wie dieses Buch trotz seiner Kürze anbietet, kann man gar nicht auf einmal erfassen.

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Trost durch Kunst

Von: LiteraturReich

28.08.2021

Die Kindheit von Hisham Matar war eine der vielen Stationen. 1970 in New York geboren, verbrachte seine frühe Kindheit im Heimatland Libyen, wurde mit den Eltern nach Kenia und Kairo vertrieben und ging dann 1986 nach London, wo er auch heute noch lebt. 1990 wurde sein Vater, Regimegegner Muammar al-Gaddafis vom libyschen Geheimdienst entführt, inhaftiert und gilt seitdem als verschollen. Auf diese tragischen Ereignisse kommt Hisham Matar immer wieder schreibend zurück, beispielsweise in seinen hervorragenden Memoiren Die Rückkehr. Mit seinem Vater verbindet ihn eine Liebe zu Italien und der italienischen Kunst. Nach dessen Verschwinden boten ihm besonders Maler der Schule von Siena Trost. Diese von Byzanz geprägte Kunstrichtung des 14./15. Jahrhunderts mit Vertretern wie Duccio di Buoninsegna, Giovanni di Paolo und Ambrogio Lorenzetti schaute er sich besonders in der National Gallery, aber auch auf vielen Stationen im Ausland wieder an. Nach Abschluss von Die Rückkehr entschied er sich für einen längeren Aufenthalt in Siena selbst. Die Stadt mit ihrer weitläufigen Piazza del Campo und ihren engen Bindungen an die Stadtteile, die Contrade, faszinieren Matar. Lange Stunden verbringt er vor in Museen, vor Gemälden (die in prächtigen Abbildungen im Buch zu finden sind). Besonders die "Allegorie der guten und schlechten Regierung" fesselt ihn. In 15 kurzen Kapiteln lässt Matar die Leser:innen an seinen Kunsterlebnissen, an Stadtgeschichte, seinen Streifzügen durch die Straßen, auf den Friedhof, die Stadtränder teilhaben. Ein Kapitel widmet er dem Schwarzen Tod. Immer wieder kommt er auch auf seinen Vater zurück. Das ist anregend und fesselnd. Die Kenntnis von Die Rückkehr und/oder Interesse an Italien und italienischer Kunst sollten die Leser:innen allerdings mitbringen. Hervorzuheben ist die Qualität der Buchgestaltung: schönes Cover, hochwertiges Papier, brillante Reproduktionen.

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Vita

Hisham Matar, Sohn libyscher Eltern, wurde 1970 in New York City geboren, wuchs in Tripolis und, nach der Emigration der Familie, in Kairo auf. Seit 1986 lebt Hisham Matar in England. Er hat zwei international vielbeachtete Romane verfasst, »Im Land der Männer« und »Geschichte eines Verschwindens«, die mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet wurden. Für seine Memoiren »Die Rückkehr. Auf der Suche nach meinem verlorenen Vater« erhielt Hisham Matar u.a. den Geschwister-Scholl-Preis, den PEN/Jean Stein Book Award, den Folio Prize und den Pulitzerpreis. Zuletzt erschien bei Luchterhand »Ein Monat in Siena«.

Zum Autor

Werner Löcher-Lawrence

Werner Löcher-Lawrence, geb. 1956, studierte Journalismus, Literatur und Philosophie, arbeitete als wissenschaftlicher Assistent an der Universität München und als Lektor in verschiedenen Verlagen. Er ist der Übersetzer von u.a. Ethan Canin, Patricia Duncker, Michael Ignatieff, Jane Urquhart.

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