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Karl Ove Knausgård

Im Winter

Mit Bildern von Lars Lerin

(8)
Hardcover
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Die Jahreszeiten-Bücher von Karl Ove Knausgård: "Im Winter" ist der zweite Teil einer aus vier Bänden bestehenden grandiosen Liebeserklärung an das Leben und die sinnlich erfahrbare Welt. Enthalten: Briefe an eine neu geborene Tochter, Essays über Weihnachten und den Schnee, das Licht am Winterhimmel und ein Feuerwerk zwischen den Jahren, das Leben im Winter.

„Es ist seltsam, dass es dich gibt, du aber nichts darüber weißt, wie die Welt aussieht. Es ist seltsam, dass es ein erstes Mal dafür gibt, den Himmel zu sehen, ein erstes Mal dafür, die Luft auf der Haut zu spüren. Es ist seltsam, dass es ein erstes Mal dafür gibt, ein Gesicht, einen Baum, eine Lampe, einen Pyjama, einen Schuh zu sehen. In meinem Leben passiert das so gut wie nie. Aber bald ist es so weit. In ein paar Monaten nur werde ich dich zum ersten Mal sehen.“

»Es sind kurze Texte von nur wenigen Seiten, zwei, drei oder vier, und es geht um Schneewehen (!), Fenster, Stiefeletten, Fisch, Zahnbürsten. Meist sind es Dinge und Ereignisse des Alltags, die brillant und gestochen scharf beschrieben oder erzählt werden – und nach jeder Lektüre hielt ich eine Weile inne und ließ den Text (wie einen Textfilm) durch den Kopf geistern, um ihn wenig später noch ein- oder zweimal zu lesen.«

Hanns-Josef Ortheil / www.ortheil-blog.de (11. February 2018)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Norwegischen von Paul Berf
Originaltitel: Om vinteren
Originalverlag: Forlaget Oktober
Hardcover mit Schutzumschlag, 320 Seiten, 13,0 x 20,5 cm, 8 farbige Abbildungen
mit Lesebändchen
ISBN: 978-3-630-87515-6
Erschienen am  13. November 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

Von Schnee, Zügen und Stiefeletten

Von: Franziska_J

11.02.2024

„Das Leben soll doch heiter, das Leben soll doch leicht, das Leben soll doch wie die Kinder sein, die lachend am Ufersaum über den Strand laufen, die am ersten Schultag lächelnd in eine Kamera blicken, zum Bersten voll von Erwartungen und gespannter Vorfreude.“ Philosophisch, poetisch, berührend – So lässt sich Im Winter (2015 bei Luchterhand), der zweite Band der Jahreszeitenreihe von Karl Ove Knausgård am besten zusammenfassen.In kurzen Betrachtungen, die selten länger sind als drei bis vier Seiten, beschreibt er die unendliche Vielfalt des Lebens und das Glück der kleinen Dinge. Dieses Mal reicht seine Sammlung des Alltäglichen von Rohren über Mützen bis hin zu Schneewehen. Bekannt sein dürfte Knausgård den meisten wohl durch seine sechsteilige Autobiographie, in der er durch eine besondere Beobachtungsgabe nicht nur gegenüber sich selbst sondern auch gegenüber seiner Umwelt und der Natur überzeugt. In seiner inzwischen abgeschlossenen vierteiligen Jahreszeitenreihe zieht er seine Leser mit seinen feinfühligen, klugen Beobachtungen erneut in seinen Bann. In kurzen Essays, Betrachtungen und Briefen, die er seiner ungeborenen Tochter widmet, beschreibt er das Leben im Winter. Das Bezaubernde hieran: Er nimmt dabei selbst den Blick eines staunenden Kindes ein und lädt den Leser damit ein, die Welt ein zweites Mal zu entdecken. Die Worte, die Knausgård wählt, sind ebenso wie die betrachteten Gegenstände unscheinbar und leicht, doch ihm gelingt es, mit einer unglaublichen Wortgewandtheit und Poesie, jeden seiner Sätze zum Leuchten zu bringen. Sie malen Bilder im Kopf des Lesers, die Anstoß sind für ein eigenes Erinnern. Liest man die Kapitel zu Kuscheltieren und Weihnachtsgeschenken, fühlt man sich regelrecht zurückversetzt in seine eigene Kindheit. Optisch ergänzt werden Knausgårds scharfsinnige Texte durch Bilder des schwedischen Malers und Sachbuchautors Lars Lerin. Sie fangen die Stimmung, die Knausgård mit Worten malt, auch optisch ein, so dass das Buch zu einem echten Hingucker wird. Im Winter – Ein liebevoll gestaltetes Buch, das zum Verweilen einlädt und die graue Wintermonate ein wenig heller macht.

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Die Schönheit des Banalen

Von: toldme.de

21.10.2018

Karl Ove Knausgård ist den meisten von uns durch seinen erschütternd wahren und ehrlichen Romanzyklus „Mein Kampf“ bekannt, der sich in sechs Teile aufgliedert und in dem der norwegische Schriftsteller über sein Leben schreibt. Von der Beziehung zu seinem Vater, über seine Liebschaften und das Verhältnis zu seinen eigenen Kindern lässt er keine Alltäglichkeit aus und hat mich damit in seinen Bann gezogen. Seine Jahreszeitenbände, die mit „Im Herbst“ beginnen, sind anders. Sie sind weniger brutal, aber mindestens genauso ehrlich. Sie werden oft als seine „Liebeserklärung an das Leben“ beschrieben und ja, diese Beschreibung finde ich treffend. Knausgård hat mit dem ersten Jahreszeitenband begonnen, als seine jüngste Tochter noch in dem Bauch seiner Frau schlummerte. Er wollte die sinnlich erfahrbare Welt, wie er sie während des entstehenden Lebens seiner Tochter wahrnimmt, aufschreiben und für seine Tochter, im Nachhinein, ebenso erfahrbar machen. Er schreibt von seinem Leben in Norwegen, von seiner Rolle als Familienvater, über politische Situationen und seine Gedanken. Er ist der Schriftsteller, der es beherrscht seine eigene Lebensgeschichte aufzuschreiben, ohne sich selber zu schützen und hat damit den Alltag zu einem riesigen Stück Literaturgeschichte gemacht. „Im Herbst“ spielt sich sechs Monate vor der Geburt seiner Tochter ab, die mittlerweile zwei Jahre alt ist. Über alle Jahreszeitenbände hinweg, bis zu „Im Sommer“, der diesen Sommer erschienen ist, archiviert Knausgård das Ist, damit seine Tochter es nachlesen, rückwirkend erleben kann, wenn sie alt genug ist. Diesen Gedanken finde ich wunderbar und es ist wohl seine ganz eigene Art, um ihr zu zeigen, wie sehr ihm ihre Entwicklung am Herzen liegt. Die Jahrezeitenbände sind ein Journal über die Banalitäten des Alltags, sie stellen Belanglosigkeiten in den Mittelpunkt und machen auf das Gesetz aufmerksam, nach dem nicht nur Knausgård, sondern auch viele andere Skandinavier leben. Das Jante-Gesetz ist ein Verhaltenskodex, der Bescheidenheit lehrt, Neid verurteilt und den Erfolg des Kollektivs im Blick hat. Karl Ove Knausgård reflektiert sein Verhalten in den Jahreszeitenbänden immer wieder nach Jante, der aus einem Roman von Aksel Sandemoses hervorgeht, und führt wieder einen Kampf. Den gegen sein zynisches Ich.

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Vita

Karl Ove Knausgård wurde 1968 geboren und gilt als wichtigster norwegischer Autor der Gegenwart. Die Romane seines sechsbändigen, autobiographischen Projektes wurden weltweit zur Sensation. Sie sind in 35 Sprachen übersetzt und vielfach preisgekrönt. 2015 erhielt Karl Ove Knausgård den WELT-Literaturpreis, 2017 den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur, 2022 nahm er in Kopenhagen den Hans-Christan-Andersen-Literaturpreis entgegen. Er lebt in London.

Zum Autor

Paul Berf

Paul Berf, geboren 1963 in Frechen bei Köln, lebt nach seinem Skandinavistikstudium als freier Übersetzer in Köln. Er übertrug u. a. Henning Mankell, Kjell Westö, Aris Fioretos und Selma Lagerlöf ins Deutsche. 2005 wurde er mit dem Übersetzerpreis der Schwedischen Akademie ausgezeichnet.

Zum Übersetzer

Links

Pressestimmen

»Eine wunderbare Lektüre für kalte, verregnete Winterabende. Man folgt gerne seiner besonderen Wahrnehmung der Welt.«

Ariane Wick / hr2-kultur (22. November 2017)

»Knausgårds Schreibseele funktioniert wie eine magische Lupe, durch die sehr viele Menschen schauen können. Wir staunen über Alltäglichkeiten - ihre Rätselhaftigkeit, ihre Schönheit.«

Christine Richard / Basler Zeitung (05. December 2017)

»Aus dem Allgemeinen und Unspektakulären des eigenen Lebens versteht er es, das Besondere, das Staunenswerte, oft Unbegreifliche des Daseins zu machen.«

Gerrit Bartels / Der Tagesspiegel (21. November 2017)

»Eine literarische Liebeserklärung an das Leben.«

Bücher Magazin (17. November 2017)

»Das zufällige Dahingleiten seiner Gedanken wird Knausgårds Fans einmal mehr verzaubern, zumal zum Familienweihnachtsfest.«

Britta Heidemann / Westdeutsche Allgemeine (15. November 2017)

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