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Abdulrazak Gurnah

Nachleben

Roman. Nobelpreis für Literatur 2021

(6)
Hardcover
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Der aktuelle Roman des Literaturnobelpreisträgers erstmals auf Deutsch: Eine erschütternde, generationsübergreifende Saga über Krieg und Liebe zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Ilyas ist elf, als er sein Zuhause an der ostafrikanischen Küste verlässt und für die deutschen Kolonialtruppen zwangsrekrutiert wird. Jahre später findet er die Hütte seiner Familie verlassen und seine kleinen Schwester Afiya bei Fremden, die sie schlecht behandeln. Auch ein anderer junger Mann kehrt in diesen Tagen zurück: Hamza hatte sich freiwillig den deutschen Truppen angeschlossen. Mit nichts als den Kleidern am Leib sucht er nun Arbeit und Sicherheit – und findet die Liebe der klugen Afiya. Während das Schicksal die jungen Menschen zusammenführt, während sie sich verlieben und versuchen, mit den dunklen Schatten der Vergangenheit zu leben, rückt aus Europa ein weiterer Weltkrieg in bedrohliche Nähe.

Abdulrazak Gurnah wurde 2021 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. »Nachleben« war nominiert für den Walter Scott Prize und den Orwell Prize for Fiction.

»Gurnah erzählt verdammt großartige Geschichten.« DIE ZEIT

»Ein außergewöhnliches literarisches Erlebnis, das die deutsche Kolonialzeit und ihre Auswirkungen über Generationen hinweg schmerzhaft deutlich macht.«

WDR "Lesestoff", Gerhard Klas (16. September 2022)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Eva Bonné
Originaltitel: Afterlives
Originalverlag: Bloomsbury, London 2020
Hardcover mit Schutzumschlag, 384 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-328-60259-0
Erschienen am  14. September 2022
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

Familiengeschichte aus Tansania

Von: Japan Connect (Fabienne)

09.10.2023

In dieser Familiengeschichte, zeichnet Gurnah mit einer handvoll Protagonisten, das Schicksal Menschen unterschiedlichster Klassen im ehemaligen Deutsch Ostafrika (Tansania?). Wir begleiten Afiya und Hamza, wie sie sich während und nach der deutschen Kolonialzeit ihren Platz im Leben erkämpfen. Afiya ist eine kluges Waisenmädchen, das - für die damalige Zeit untypisch - auf Suaheli lesen und schreiben kann und sich der Suche nach ihrem verschollenen Bruder verschrieben hat. Hamza versucht seine Vergangenheit bei der deutschen Schutztruppen zu vergessen und ein einfaches Leben aufzubauen. Denn seine Deutschkenntnisse, die ihm früher zum Aufstieg verhalfen, sind nach der deutschen Kolonialzeit nicht mehr gefragt. Das Schicksal der beiden verwebt sich und ihre gemeinsame Suche nach dem Bruder von Afiya bringt eine schreckliche Begebenheit ans Licht.

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Fremdherrschaft über Ostafrika

Von: nil_liest

15.12.2022

Was für ein sympathischer Mann der Literaturnobelpreisträger Abdulrazak Gurnah ist! Ich habe ihn in diesem Jahr auf der Buchmesse (2022) zweimal erleben dürfen und er hat mich tief beeindruckt. Der dritte Roman ist nun auch auf Deutsch erschienen: Nachleben. Eva Bonné hat ihn vortrefflich übersetzt und alle Feinheiten gemeistert! Erzählt in klassischer Manier nimmt uns Gurnah mit auf eine Reise in die Vergangenheit und arbeitet die koloniale Besetzung Ostafrikas auf, besonders eine Gegend die sich heute in Tansania befindet. Eine Region aus der Gurnah selbst stammt. ‚ Nachleben‘ legt sein Augenmerkt auf die deutsche koloniale Besetzung von 1885 bis 1918 mit dem Umbruch während des 1. Weltkrieges und die folgende britische Verwaltung. Gurnah entwirft ein Panorama an Geschichten, die erst lose wirken, aber alle ineinandergreifen. Vom jungen Mann Iilyas, der sich den Askari anschließt und mit den Deutschen kämpft. Er verschwindet und wird Jahre später in Deutschland aufgespürt. Er lässt eine Schwester zurück, die bei Khalifa unterkommt, einem indischstämmigen Banker. Und dann ist da noch eine wichtige Figur: Hamza, ein bildhübscher Junge, den sich ein deutscher Offizier als Assistent krallt. Gurnah beschreibt und bildet ab, er urteilt nicht und gibt keine Meinungen wieder. Eine sanfte Art der Erzählung die eine vielschichte Art der Betrachtung zulässt. Der Blickwinkel der lokalen Unterjochten, es ist aus der Sicht der Afrikaner geschrieben. Es wird die ambivalente Grundeinstellung der kolonialen Mächte deutlich. Einerseits bringen sie Bildung, andererseits verheizen sie das Volk in ihren Kriegen. Mich hat der Roman stark bereichert, war mir die Kolonialherrschaft der Deutschen in Ostafrika nicht so präsent und vor allem die Askari kein Begriff. Hervorragend erzählt und anregend sich mit den historischen Gegebenheiten auseinanderzusetzen.

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Vita

Abdulrazak Gurnah (geb. 1948 im Sultanat Sansibar) wurde 2021 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Er hat bislang zehn Romane veröffentlicht, darunter »Paradise« (1994; dt. »Das verlorene Paradies«; nominiert für den Booker Prize), »By the Sea« (2001; »Ferne Gestade«; nominiert für den Booker Prize und den Los Angeles Times Book Award), »Desertion« (2006; dt. »Die Abtrünnigen«; nominiert für den Commonwealth Writers' Prize) und »Afterlives« (2020; dt. »Nachleben«; nominiert für den Walter Scott Prize und den Orwell Prize for Fiction). Gurnah ist Professor emeritus für englische und postkoloniale Literatur an der University of Kent. Er lebt in Canterbury. Seine Werke erscheinen auf Deutsch im Penguin Verlag.

Zum Autor

Eva Bonné

Eva Bonné übersetzt Literatur aus dem Englischen, u.a. von Rachel Cusk, Anne Enright, Michael Cunningham und Abdulrazak Gurnah. Sie wurde mit dem Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis ausgezeichnet.

Zur Übersetzerin

Videos

Pressestimmen

»»Nachleben« ist ein großes Buch über die, die in den Schatten gedrängt wurden«

SPIEGEL Bestseller, Tobias Rapp (15. October 2022)

»(...) ›Nachleben‹ ist ein literarisches Ereignis – besonders in Deutschland.«

Die ZEIT, Adam Soboczynski (15. September 2022)

»Er [Gurnah] gibt einer bisher literarisch stummen Weltregion, der multi-ethnischen ostafrikanischen Küste, eine ganz eigentümliche Stimme – leise, aber unbeirrbar und unerbittlich.«

Deutschlandfunk Kultur, Sigrid Löffler (26. September 2022)

»Die Sprache ist schlicht und unprätentiös, geradezu nachdenklich. Diese zarte Poesie lässt die Brutalität der Kolonialisten in um so hellerem Licht erscheinen.«

taz, Thomas Hummitzsch (18. October 2022)

»Der Roman «Nachleben» ist brutal und grandios; für Deutsche könnte er zur Pflichtlektüre werden.«

Neue Zürcher Zeitung, Manuel Müller (18. October 2022)

»Abdulrazak Gurnahs ›Nachleben‹ gelingt es, die langen Schatten der Kolonialzeit fassbar zu machen, die über einem ganzen Kontinent lasten und bis heute nachwirken«

SRF, Felix Münger (14. September 2022)

»Gurnah erzählt weise, allem Schrecken zum Trotz humorvoll, differenziert und voller Wärme für den Menschen«

Münchner Merkur, Simone Dattenberger (14. September 2022)

»Der Roman ist Pflichtlektüre für Deutschsprachler. Nicht nur wegen der historischen Figuren«

Mannheimer Morgen, Manfred Loimeier (16. September 2022)

»Abdulrazak Gurnahs Romane öffnen Türen in eine Vergangenheit, mit der sich alle einstigen Kolonialisten-Länder noch kaum auseinandergesetzt haben.«

Frankfurter Rundschau, Sylvia Staude (14. September 2022)

»Gurnah klagt nicht an, er verurteilt nicht, er gilt als Meister der Zwischentöne. Diese aber können weitaus eindringlicher und anhaltender sein. «

Kleine Zeitung, Werner Krause (24. September 2022)

»[ein Roman], der lange nachhallt, der den Bogen zeitlich und thematisch weit spannt und direkt aus dem Alltag seiner Figuren erzählt. [...] Ein bemerkenswertes Buch.«

NDR Kultur, Katja Weise (06. October 2022)

»Ein leises Meisterwerk«

Ruhr Nachrichten, Petra Berkenbusch (09. November 2022)

»"Nachleben" ist voller Empathie, voller Humor. Ein wahrlich ganz großes Werk.«

Fuldaer Zeitung, Anke Zimmer (31. October 2022)

»In seinem gefeierten neuen Roman ‚Nachleben‘ vergegenwärtigt er den Kolonialismus als menschliches Schicksal – und als Vergangenheit, die nicht vergeht. «

ARD TTT, Andreas Lueg (16. October 2022)

»Eine überaus interessante Erfahrung: deutsche Geschichte aus afrikanischer Perspektive gesehen, in einem Roman von eindringlich kalter Prägnanz.«

ZEIT LITERATUR (13. October 2022)

»Literaturnobelpreisträger Abdulrazak Gurnah erzählt von der kurzlebigen deutschen Kolonialherrschaft – leise, unbeirrbar, unerbittlich. Ein Roman, der Schullektüre werden sollte!«

Deutschlandfunk Kultur, Miriam Zeh (06. October 2022)

»Gurnah entfaltet in "Nachleben" ein großes Panorama der Kolonialkriege in Ostafrika: Es ist eine gnadenlose Bestandsaufnahme und eine literarisch vielschichtige Erinnerung daran, was Deutsche angerichtet haben [...]«

RBB, Frank Dietschreit (10. October 2022)

»Mit seinem Roman ,Afterlives‘ [Nachleben] reicht uns Abdulrazak Gurnah gleichsam die Hand zur Verständigung und wir haben eine Aufgabe, wir als Deutsche.«

Weitere Bücher des Autors