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Maryanne Wolf

Schnelles Lesen, langsames Lesen

Warum wir das Bücherlesen nicht verlernen dürfen

(9)
Hardcover
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Was wir verlieren, wenn wir keine gedruckten Bücher mehr lesen

Bücherlesen ist kein exzentrisches Hobby. Smartphones, E-Reader, Tablets sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken, und es hat keinen Sinn, sich die Zeit ohne digitale Medien zurückzuwünschen. Maryanne Wolf macht jedoch deutlich, dass wir zwar nicht der völligen digitalen Demenz anheimfallen, wenn wir vor allem über digitale Kanäle Informationen und Unterhaltung konsumieren, dass wir aber enorm viel verlieren, wenn wir daneben nicht von klein auf lernen, gedruckte Bücher zu lesen. Unser Gehirn reagiert anders, verarbeitet anders und bildet andere Strukturen aus als beim digitalen Lesen. Für unsere offene, demokratische Gesellschaft so wichtige menschliche Fähigkeiten wie das Erfassen, Analysieren, Durchdenken komplexer Zusammenhänge sowie Empathie drohen zu verkümmern. Kurz gesagt: Erst das Lesen gedruckter Bücher macht uns zu ganzen Menschen.


Aus dem Englischen von Susanne Kuhlmann-Krieg
Originaltitel: Reader, Come Home. The Reading Brain in a Digital World
Originalverlag: Harper. An Imprint of HarperCollins Publishers
Hardcover mit Schutzumschlag, 304 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, 4 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-328-60099-2
Erschienen am  22. April 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

Ein Weckruf! Lesen ist der Grundstein der Zivilisation!

Von: Alexandra Antipa

06.09.2023

Ich lese, also existiere ich. Das ist mein Motto. Doch da wir in einer fast digitalen Welt leben, frage ich mich oft, wie sich meine Lesegewohnheiten ändern werden. Ich stieß auf dieses Buch und es sprach mich an. Das lesende Gehirn in einer digitalen Welt. Wie werden wir uns anpassen? Und was ist die Zukunft des kritischen Denkens? Dieses Buch versucht, einige Antworten zu geben und zeigt auf, wie abhängig wir von digitalen Technologien geworden sind. Meine Meinung: Lesen ist wichtig. Das glaube ich und das versuche ich meiner Tochter beizubringen. Wir haben zwar Zugang zur Technologie und müssen uns an digitale Informationen anpassen, aber das Lesen bleibt genauso wichtig. In diesem Buch findest du Diskussionen über wichtige Themen wie tiefes Lesen, Instant Gratification, Zugang zu Informationen, die Fähigkeit, Analogien herzustellen, die Erziehung von Kindern in der digitalen Welt und so weiter. Nach der Lektüre dieses Buches kannst du nur eine Schlussfolgerung ziehen: Es liegt an uns, das Lesen auf traditionelle Weise als Geschenk an die kommenden Generationen zu erhalten. Als Erwachsene haben wir vielleicht schon gemerkt, dass das Lesen in der Tiefe immer schwieriger wird. Die Autorin weist genau auf diese Tatsache hin und darauf, dass es an uns liegt, an unserer Lesefähigkeit zu arbeiten, ganz ähnlich wie wir unsere Muskeln trainieren. Das Buch ist exzellent recherchiert und bietet einen klaren Überblick über das "Lesegehirn", wie sie es nennt. Du könntest dieses Buch auch als eine warnende Geschichte über die Auswirkungen der Technologie und die Art und Weise, wie sie unsere Zukunft gestalten könnte, betrachten. Lies dieses Buch langsam und überprüfe deine eigenen Gewohnheiten, um zu verstehen, welchen Einfluss die Technologie hat und weiterhin haben wird. Dieses Buch ermutigt uns, tiefgründig zu lesen und unseren Kindern dasselbe beizubringen, denn das ist die Grundlage für kritisches Denken. Die Autorin rät Kindern, physische Bücher zu lesen, denn sie bleiben die Grundlage. Digitale Informationen sind gut, aber alles mit Maß. Ich würde allen Eltern raten, dieses Buch zu lesen, es ist der perfekte Weckruf. Zusammenfassung: Das war eine hervorragende Lektüre, die nur bestätigte, was ich bereits wusste. Als Mutter einer Sechsjährigen kämpfe ich darum, meiner Tochter den Wert des Lesens zu vermitteln und ihr zu zeigen, dass wir Bücher niemals zugunsten der digitalen Welt aufgeben sollten. Wir leben zwar in einem Zeitalter, in dem die Technologie dominiert, aber wir haben immer noch die Macht, zu entscheiden, wie viel Gewicht sie hat. Ein starkes Buch, das viele wertvolle Lektionen zu bieten hat.

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Digitales vs. analoges Lesen

Von: papas.buecherregal

13.10.2022

„Zu viel Schnickschnack an einer sonst durchaus hilfreichen Technologie war nicht hilfreich für die Verbesserung der Lesefertigkeit.“ Maryanne Wolf stellt in neun Briefen / Kapiteln ihre Werkes „Schnelles Lesen, langsames Lesen“ die wissenschaftlichen Erkenntnisse dar, die sich mit dem heutigen Leseverhalten der Menschen beschäftigt. Das „schnelle Lesen“ ist hierbei das Bildschirmlesen. Täglich lesen wir zig Stunden Mails, Nachrichten, Chats, Posts usw. „Langsames Lesen“ wiederum ist das Lesen eines gedruckten Textes, möglichst ohne Ablenkung durch technische Hilfsmittel am Text selbst. Dies ist die erste Kritik von Wolf: Ablenkung. Der zweite große Kritikpunkt ist die Gewohnheit. Beim elektronischen Lesen würden wir die Gewohnheit einfließen lassen, die wir durch das „schnelle Lesen“ kennen. Einen Text nicht mehr detailliert lesen, sondern nur noch oberflächlich. Das Gefühl kann aufkommen, sonst etwas zu verpassen. Die Studien und ihre Ergebnisse werden klar verständlich aufgezeigt. Sie unterstützen die Argumentation von Wolf grundsätzlich. Bei meinen eigenen Kindern stelle ich das auch fest. Da ich selbst allerdings Bücher mittlerweile nur noch klassisch lese, fällt mir der Vergleich schwer. Ich habe aber festgestellt, dass es mir während eines Studiums nicht schwerfiel, mich auf digitale Texte am Laptop zu konzentrieren. Wolf’s Kritikpunkt der Gewohnheit ist hier auch gegen ihre Argumentation anzuwenden. Denn der gewohnte Leser kann Ablenkungen gut ausblenden. Er hat wohl auch eine eigene Leseroutine, die das nochmals erleichtert. Alles in allem ein spannendes Buch mit interessanten Blickwinkeln. Der Aspekt des Einflusses des digitalen Lesens auf unsere Kinder war für mich der spannendste. Was ich wohl mit der Autorin teile, betrachtet man die Seitenanzahl zu diesem Unterthema.

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Vita

Maryanne Wolf ist Professorin für kindliche Entwicklung, Kognitions- und Literaturwissenschaftlerin. Sie beschäftigt sich vor allem mit den Zusammenhängen zwischen dem Gehirn und dem Lesen sowie Leseschwächen. Sie forscht und lehrt an der Tufts University in Massachusetts und an der University of California in Los Angeles. Für ihre Arbeit wurde sie vielfach ausgezeichnet. Auf Deutsch erschien von ihr zuvor „Das lesende Gehirn“ (2009).

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