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Thierry Lentz

1815

Der Wiener Kongress und die Neugründung Europas

(2)
Paperback
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Das große Buch über die Neugründung Europas

1815 war ein Schicksalsjahr für das moderne Europa. Napoleons Armeen waren geschlagen, ein ganzer Kontinent musste neu geordnet werden. Thierry Lentz wirft in seinem großen Buch einen einzigartigen Blick auf jenes Schlüsselereignis, das eine epochale Wende einläutete: Der Wiener Kongress war nicht nur ein schillerndes Tanzvergnügen – er war Fundament und Ausgangspunkt einer gewaltigen Neugründung Europas.

»Ein gut lesbares, auf der Höhe der aktuellen Forschung stehendes Panorama des Wiener Kongresses.«

Damals - Das Magazin für Geschichte, 1/15

Originaltitel: Le Congres de Vienne
Originalverlag: Plon-Perrin
Paperback , Klappenbroschur, 432 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
mit Abbildungen
ISBN: 978-3-570-55299-5
Erschienen am  08. March 2016
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

Der Kongress tanzt

Von: Gernot Uhl

10.03.2018

Rezension aus: https://www.eulengezwitscher.com/single-post/rezension/metternich-talleyrand Auftritt Talleyrand: Frankreichs Außenminister der seit frühester Jugend an einem Klumpfuß leidet, hinkt behäbig, aber mit bedrohlich klackerndem Gehstock ins Konferenzzimmer. Dort haben die großen Vier die Köpfe zusammengesteckt: die Chefdiplomaten aus Russland, England, Preußen - und Österreichs Kanzler Metternich, der Gastgeber dieses Wiener Kongresses, der eigentlich noch gar nicht begonnen hat. Talleyrand gibt sich empört: Warum man schon geheime Vorabsprachen treffe, will er wissen? Peinlich berührtes Schweigen. Dabei stehen doch da die strahlenden Sieger am Besprechungstisch. Gerade erst hat man mit vereinten Kräften Napoleons Frankreich geschlagen. Und jetzt buckeln sie vor Talleyrand, der schon diesem Unruhestifter Europas als Minister gedient hat? Ein kurioser Auftakt der Neuordnung Europas ist das. Denn nichts weniger ist der Wiener Kongress, auf dessen diplomatischem Parkett sich manches biografische Duell entwickeln wird...   Mit dem Österreicher Metternich und dem Franzosen Talleyrand stehen sich schillernde Persönlichkeiten gegenüber. Bei haben die hohe Staatskunst beim gleichen Lehrer studiert, aber Talleyrand ist etwa zwanzig Jahre älter und ungleich erfahrener: Er hat als Priester und Bischof angefangen und später für alle möglichen französischen Regierungen gearbeitet: Für die Revolution, für Napoleon und jetzt also für die Nachkriegsregierung. Metternich dreht noch seine ersten Runden auf diplomatischem Parkett, seine große Zeit als Bewahrer des monarchischen Prinzips bricht gerade erst an. Auf dem Wiener Kongress taktieren beide aus schwierigen Positionen heraus: Talleyrand hat zwar nichts zu verlieren, aber als Kriegsverlierer auch nichts zu sagen. Metternich spricht für Österreich, dessen Kaiser Jahrhunderte lang die Krone des Heiligen Römischen Reiches getragen hatten, das wiederum Napoleon zerschmettert hatte. Über Metternich baumelt das Damoklesschwert der Abberufung, Talleyrand muss die Zerstörung seines Lebenswerks fürchten: ein starkes Frankreich, an dem keine europäische Macht vorbeikommt. Erstaunlich schnell werden allerdings aus erbitterten Widersachern Zweckverbündete: Dem gerissenen Talleyrand gelingt es, die Phalanx der Sieger zu sprengen und sein Frankreich als attraktiven Bündnispartner zu präsentieren... Ist das ein Angebot, das Metternich nicht ablehnen kann?   Thierry Lentz ist Franzose. Eigentlich könnte er Talleyrands Verhandlungsgeschick lustvoll ausschlachten und abfeiern. Er könnte auch die üblichen Kongress-Klischees bedienen: Dass man nur auf prunkvollen Bällen tanzt und nicht arbeitet, ist so ein Klischee - oder dass man sich eher ins Bett einer der vielen Diplomaten-Groupies sinken lässt, als sich an den harten Besprechungstisch zu setzen. Thierry Lentz tut wenig von alledem. Sein 1815 ist frei von nationalem Nachstolz. Er lässt natürlich die Bälle, Festessen und sonstigen Vergnügungen nicht unerwähnt, setzt sie aber geschickt ins Verhältnis zum Gesamtgeschehen: Schließlich wird auch beim Dessert folgenreich taktiert. Seine Analysen des Kongressgeschehens sind nicht nur wissenschaftlich auf hohem Niveau, sie lassen auch jeden historischen Krimi alt aussehen. Denn die Interessen und Positionen der verschiedenen Mächte zu den verschiedenen Sachfragen des Kongesses werden nicht einfach nüchtern referiert, sondern durchaus anschaulich - jedenfalls spannend - berichtet. Dennoch hätten dem Buch zwei weitere Bestandteile gut getan: Eine knappe und übersichtliche Chronik des Kongressgeschehen, die den Erzählfluss ergänzt - und ein biografisches Register der wichtigsten Protagonisten. Derer gibt es zwar nicht viele, aber es hätte sich gelohnt, die wichtigsten Diplomaten und Charaktere nochmals in wenigen Worten zu porträtieren.. 

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Historischer Diplomatenkrimi

Von: Gernot Uhl

20.04.2015

Thierry Lentz ist Franzose. Eigentlich könnte er Talleyrands Verhandlungsgeschick lustvoll ausschlachten und abfeiern. Er könnte auch die üblichen Kongress-Klischees bedienen: Dass man nur auf prunkvollen Bällen tanzt und nicht arbeitet, ist so ein Klischee - oder dass man sich eher ins Bett einer der vielen Diplomaten-Groupies sinken lässt, als sich an den harten Besprechungstisch zu setzen. Thierry Lentz tut wenig von alledem. Sein 1815 ist frei von nationalem Nachstolz. Er lässt natürlich die Bälle, Festessen und sonstigen Vergnügungen nicht unerwähnt, setzt sie aber geschickt ins Verhältnis zum Gesamtgeschehen: Schließlich wird auch beim Dessert folgenreich taktiert. Seine Analysen des Kongressgeschehens sind nicht nur wissenschaftlich auf hohem Niveau, sie lassen auch jeden historischen Krimi alt aussehen. Denn die Interessen und Positionen der verschiedenen Mächte zu den verschiedenen Sachfragen des Kongesses werden nicht einfach nüchtern referiert, sondern durchaus anschaulich - jedenfalls spannend - berichtet. Dennoch hätten dem Buch zwei weitere Bestandteile gut getan: Eine knappe und übersichtliche Chronik des Kongressgeschehen, die den Erzählfluss ergänzt - und ein biografisches Register der wichtigsten Protagonisten. Derer gibt es zwar nicht viele, aber es hätte sich gelohnt, die wichtigsten Diplomaten und Charaktere nochmals in wenigen Worten zu porträtieren. Die ganze Besprechung gibt direkt im Biografien-Blog Eulengezwitscher...

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Vita

Thierry Lentz, 1959 im lothringischen Metz geboren, ist ein französischer Historiker mit Schwerpunkt auf der Geschichte des 19. Jahrhunderts und Napoleon Bonaparte. Er ist Direktor der Fondation Napoléon in Paris und Autor zahlreicher historischen Essays und Bücher.

Zum Autor

Pressestimmen

»Will man dieses raffinierte geopolitische Räderwerk durchschauen, muss man zu dem Buch des französischen Historikers Thierry Lentz greifen.«

Die Presse

»Thierry Lentz widmet sich besonders ausführlich den Rahmenbedingungen des Kongresses. […] Ein schöner Einblick in die tägliche Arbeit der Diplomatie.«

SWR2 - Forum Buch, 25.01.2015

»Thierry Lentz […] gibt […] eine anschauliche Darstellung, die die politische Dimension genauso einbezieht, wie sie den Kongress als Ereignis der sozialen ‚Haute Monde‘ schildert.«

Kölner Stadt-Anzeiger

»So ist eine dichte, farbige, angenehm lesbare Darstellung entstanden, die historisch und politisch hochinformativ ist.«

Deutschlandfunk – Andruck

»Thierry Lentz hält der Gegenwart den Spiegel vor.«

Kurier am Sonntag (A), 07.09.2014

»Mit spannenden Einblicken in die dynamische Neuordnung des Kontinents.«

Oberösterreichische Nachrichten (A), 05.09.2014