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Rezensionen zu
Die Geschichtensammlerin

Jessica Kasper Kramer

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€ 16,99 [D] inkl. MwSt. | € 16,99 [A] | CHF 23,00* (* empf. VK-Preis)

Unbedingt Lesenswert

Von: Yvi191284

03.08.2021

Sehr schöner Roman über die Macht von Geschichten und auch der Gefahren, die das Sammeln dieser Geschichten mit sich bringen kann. Klare Leseempfehlung.

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Die Autorin verwebt aus meiner Sicht geschickt die Märchenwelt eines Kindes mit historischen Ereignissen des kommunistischen Rumäniens. Diese gewählte Form vermittelt die Umstände unter diesem Regime eindringlich ohne emotional zu sehr zu bedrücken. Die Leichtigkeit des Kindes in an dieser Stelle sehr hilfreich und gestaltet die Atmosphäre bittersüß. Eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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Spannend, überraschend, erinnernd

Von: Wunderland80

11.01.2021

Dieses Buch hat mich sehr gefesselt, mich an alte Bräuche und Rituale zurück erinnert. Die Hauptfigur verarbeitet ihr erlebtes in Geschichten und es wird nochmal deutlich wie wichtig Überlieferungen von Generation zu Generation ist. Ein wirklich tolles Buch zum mitfiebern.

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Wir in Deutschland erfahren im Normalfall nicht viel über die jüngere Geschichte des europäischen Auslands. In "Die Geschichtensammlerin" wird die Geschichte Rumäniens der letzten 100 Jahre, aber hauptsächlich im Jahr 1989 aus der Sicht eines ca 10 Jahre alten Mädchens erzählt. Alle Anekdoten und Begebenheiten wurden der Authorin von rumänischen Freunden erzählt, so dass dieses Werk sehr authentisch rüber kommt. Für mich als Leserin, die der deutschen Geschichte einfach müde geworden bin, war dieses Buch lehrreich und erfrischend.

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Mit den Augen eines Kindes

Von: Mia0511

27.11.2020

Die Geschichten Sammlerin ist ein wundervolles Buch über Kreativität, Traumbildern und den Blick auf die Welt aus den Augen eines Kindes heraus. Das alles in einer Zeit und einem Land, wo Individualität und Kreativität nicht gewünscht sind, zeigt umso mehr wie schwierig solche Regime und Zeiten gerade auch für Kinder sein können. Wunderbar und ein tolles Buch für die gesamte Familie.

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Die Geschichtensammlerin

Von: Oliver Hoffmann

21.08.2020

Die zehnjährige Ileana liebt Geschichten, Märchen und Gedichte, sie schreibt sie auf und sammelt diese Texte wie Schätze. Doch Ileana lebt im kommunistischen Rumänien des Jahres 1989, in dem die Menschen in ständiger Angst leben, Lebensmittel immer knapp sind und zu jeder Zeit der Strom ausfallen kann. In dieser Zeit sind Geschichten ein gefährliches Gut, sodass Ileanas wertvolle Sammlung von ihrem Vater vernichtet wird und sie schließlich zu ihren Großeltern aufs Land geschickt wird, um dort in Sicherheit zu sein. Doch die Securiatate dringt nur wenig später bis in die Wäldern der Karparten vor, so dass Ileana genauso schlau und listig sein muss wie ihre Namensvetterin aus ihrem geliebten Märchen, um ihre Familie zu retten. Die Autorin verwebt in ihrem Debütroman »Die Geschichtensammlerin« Erzählfäden aus dem historischen Genre mit rumänischer Folklore und märchenhaften Passagen zu einem fesselnden zeitgenössischen Roman. Die Geschichte ist im Jahr 1989 in Rumänien angesiedelt und trägt sich somit im Jahr der blutigen Revolution gegen den neostalinistischen Diktator Ceaușescus und die kommunistische Politik des Regimes zu. Als Erzählerin und Hauptprotagonistin fungiert die zehnjährige Ileana, die nach der jüngsten Prinzessin aus ihrem Lieblingsmärchen benannt wurde, tatsächlich gab es wirklich einmal eine rumänische Prinzessin mit diesem Namen (es gibt allerdings keinen Bezug zum Märchen im Roman). Als Tochter eines Literaturprofessors liegt ihr die Liebe zu Geschichten bereits in den Genen und so schreibt und sammelt Ileana Erzählungen und Märchen in einer glitzernden Mappe, die ihr alles bedeutet. Die bedrückenden Kapitel werden immer wieder von den Erzählungen, die Ileana sammelt und natürlich dem Märchen über die listige Prinzessin aufgelockert, welche perfekt mit der historischen Geschichte verschmelzen. Jessica Kasper Kramers Erzähl- und Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen, doch an manchen Stellen bricht die Verwendung von zu moderner Sprache und Redewendungen die Buchmagie, denn Wörter wie beckackt, verzapft oder Schiss haben, wollen nicht so recht zum nostalgischen Bild dieser Zeit passen und verleihen dem Werk etwas Entrücktes. »Die Geschichtensammlerin« ist ein bemerkenswertes Romandebüt, das mit einer fesselnden Mischung aus Historie, Folklore und Märchen begeistert.

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Ileana ist die Protagonistin dieses herausragenden Romans von Jessica Kaspar Kramer. Sie lebt mit ihren Eltern im kommunistischen Rumänien 1989 in einer kleinen Wohnung in einem Vielparteienhaus. Diese Wohnung wurde ihnen nach der Enteignung zugewiesen. Zurückhaltend leben sie dort und versuchen nicht aufzufallen. Ileana vertreibt sich die meiste Zeit des Tages mit dem Schreiben und Niederschreiben von Geschichten. Dabei handelt es sich um Märchen, um geschichtliche Ereignisse oder gefährliche Wahrheiten, über die sich die noch sehr junge Ileana nicht bewusst ist. Bereits zu Beginn des Buches wird ihr geliebter Onkel Andrei verschleppt. Der Vater ist sich sicher, dass er tot ist. Rasch wird klar, dass durch die Verschleppung Andreis nun auch das Leben der dreiköpfigen Familie in Gefahr ist. Ileanas Sammlung aus Geschichten, ein dickes Buch mit unzähligen losen Seiten, wird daher vom Vater vernichtet und das junge Mädchen zu Verwandten aufs Land geschickt. Allerdings lässt auch dann die Securitate, der Sicherheitsdienst des damaligen Rumäniens, nicht von Ileana ab. Sie folgen ihr bis in die Wälder der Karpaten... Das Buch wurde als Mischung zwischen "Die Bücherdiebin" von Markus Zusak und "Der Schatten des Windes" angepriesen. Dadurch wusste ich sofort, dass ich dieses Buch lesen muss. "Der Schatten des Windes" ist eines meiner großen Lebenslesehighlights. Bis in die frühen Morgenstunden konnte ich dieses Buch nicht aus der Hand legen. "Die Bücherdiebin" hatte mich damals zutiefst berührt und berührt mich bis heute. Zu Beginn meines Blogs "Aig an taigh" zierte sogar eine Fotografie aus diesem Roman meine Headline. Und ich wurde nicht enttäuscht. Mit gut gewebtem Magischen Realismus begegnen wir der jungen Ileana und reisen mit ihr in die Karpaten. Dort lernt die Zehnjährige nicht nur ihre Großeltern kennen, sondern erkennt, dass sie eine selten Gabe im Zusammenhang mit dem Erzählen von Geschichten besitzt. Gemeinsam mit dem Dorf, in das sie aufgenommen wurde, kämpft sich um Gerichtigkeit und Schutz vor dem Regime, stets umhüllt von der Atmosphäre des Magischen Realismus. Ich freue mich schon jetzt auf einen weiteren Roman von Jessica Kaspar Kramer! Die Professorin für Angelistik beweist viel Talent und ich werde dieses Buch hüten wie einen Schatz!

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𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥 Ileana schreibt und sammelt Geschichten. Doch dies kann ihr zum Verhängnis werden. Denn sie wächst zu Zeiten der rumänischen Revolution eben dort auf. Und so kommt es, dass eine Geschichte sie und ihre Familie in Gefahr bringt. . 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘 "𝑨𝒍𝒍𝒆 𝑮𝒆𝒔𝒄𝒉𝒊𝒄𝒉𝒕𝒆𝒏 𝒔𝒕𝒊𝒎𝒎𝒆𝒏 𝒂𝒖𝒇 𝒅𝒊𝒆 𝒆𝒊𝒏 𝒐𝒅𝒆𝒓 𝒂𝒏𝒅𝒆𝒓𝒆 𝑾𝒆𝒊𝒔𝒆" Dieses Zitat trifft auf diese Geschichte ganz besonders zu. Denn man erfährt nicht nur etwas über Ileana. Ein kluges, mutiges Mädchen mit einem starken eigenen Willen. Man erfährt auch viel über das Rumänien der späten 80er Jahre. Abgerundet wird die Geschichte durch ein Märchen über die listige Ileana. Eine Prinzessin, die selbstverständlich unbeschreiblich schön ist. "[...], 𝒅𝒆𝒏𝒏 𝒔𝒐 𝒘𝒊𝒓𝒅 𝒆𝒔 𝒖𝒏𝒔 𝒗𝒐𝒏 𝒂𝒍𝒕𝒆𝒓𝒔 𝒉𝒆𝒓 𝒊𝒏 𝒗𝒊𝒆𝒍𝒆𝒏 𝑮𝒆𝒔𝒄𝒉𝒊𝒄𝒉𝒕𝒆𝒏 𝒘𝒆𝒊𝒔𝒈𝒆𝒎𝒂𝒄𝒉𝒕: 𝑫𝒊𝒆 𝑻𝒐̈𝒄𝒉𝒕𝒆𝒓 𝒅𝒆𝒓 𝑴𝒂̈𝒄𝒉𝒕𝒊𝒈𝒆𝒏 𝒔𝒊𝒏𝒅 𝒏𝒊𝒆 𝒖𝒏𝒂𝒕𝒕𝒓𝒂𝒌𝒕𝒊𝒗, [...] 𝑼𝒏𝒅 𝒅𝒂𝒔 𝒊𝒔𝒕, 𝒘𝒊𝒆 𝒘𝒊𝒓 𝒂𝒍𝒍𝒆 𝒘𝒊𝒔𝒔𝒆𝒏, 𝒌𝒐𝒎𝒑𝒍𝒆𝒕𝒕𝒆𝒓 𝑺𝒄𝒉𝒘𝒂𝒄𝒉𝒔𝒊𝒏𝒏" Das Märchen ist metaphorisch zu Ileanas wirklichem Leben und räumt zugleich mit einigen gesellschaftlichen Klischees auf. Diese Mischung aus Realität und Fiktion bringt die Dramatik der Situation sehr gut auf den Punkt. Zeigt aber auch deutlich wie intelligent und mutig Ileana ist. So entlockt die Geschichte durchaus auch das ein oder andere Lächeln. . 𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥 Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Die wahren Begebenheiten wie zum Beispiel das Dorfsystematisierungsprogram oder der Kampf um Lebensmittel sind bedrückend beschrieben. Die fiktiven Momente rund um Ileana und ihrem Kampf gegen die Mächtigen lockern die Geschichte hingegen auf. Daher gibt es von mir 5 von 5 ⭐

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