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Rezensionen zu
6 Tote

Michael Bennett

Die-Hana-Westerman-Serie (1)

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Hana Westermanns Privatleben ist nicht gerade geordnet, insbesondere ihre Tochter Addison, die bei Hanas Ex-Mann lebt, ist unangepasst und gerät immer wieder in Schwierigkeiten. Auch beruflich läuft für die Polizistin nicht alles glatt. Als ihr dann anonym Videos auf ihr Handy zugespielt werden, die sie zu Tatorten von Morden führen, muss sie ihre Prioritäten neu ordnen. Denn bei dem ersten Toten handelt es sich um ein hohes Mitglied eines Maori-Stamms und Hana wird mit ihren eigenen Wurzeln konfrontiert… „6 Tote“ ist der erste Thriller, den ich von einem neuseeländischen Autor lese. Michael Bennet hat dabei auch seine Kultur und die Vergangenheit der Maori mit eingebracht und hinterlässt mich nachdenklich – genau die richtige Würze, die ich mir von dem Buch gewünscht habe. Mir gefällt, dass er dies nicht mir erhobenen Zeigefinger tut und sowohl die Vergangenheit als auch die aktuelle Lebensrealität mit einbezieht. Dadurch kommt natürlich auch viel Lokalkolorit ein, die Liebe von Bennet zu seinem Land kommt auch in überzeugenden Beschreibungen gelungen herüber. Dass der Fall eng mit dem Land und seiner Geschichte verbunden ist, lässt diesen noch präsenter wirken. Auch die Charaktere sind sehr gelungen ausgearbeitet und bekommen eine individuelle Ausstrahlung. Schön, dass sie sich im Laufe der Zeit auch weiterentwickeln können. Der Fall kommt anfangs zwar etwas langsam in Schwung, ist danach aber sehr eingängig und spannend erzählt. Wie die düsteren Videos zu Tatorten führen, wie die Hinrichtungen der Personen inszeniert sind, setzt direkt die Ausstrahlung sehr intensiv um. Die Hinweise, die durch die Ermittlungen und weitere Videos hinzukommen, ergeben einige Rätsel und gestalten den Handlungsbogen sehr lebendig. Auch wenn sich einige Elemente vorhersehen lassen, bietet die Auflösung noch unerwartete Zusammenhänge, die mich sehr gut unterhalten haben. „6 Tote“ ist ein spannender und unterhaltsamer Krimi, der mit einer sehr prägnanten und spannenden Handlung überzeugen kann. Neben den Ermittlungen ist auch das Privatleben von Hana gelungen eingefangen. Dass alles über die Geschichte und Kultur der Maori miteinander verbunden ist, wirkt sehr stimmig und zeigt zudem noch einige gesellschaftliche Probleme und regt zum Auseinandersetzen mit der Geschichte an. Sehr gelungen!

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Hana ist Polizistin in Auckland und eine Maori. Nicht nur, dass sie ein Problem hat, weil sie eventuell ihren Job verlieren könnte, als sie einen jungen Mann angeblich geschlagen hat, der eine Maori missbraucht hat, so kommt auch noch vom neuen Fall etwas auf sie zu. Denn sie bekommt immer wieder von einer anonymen Mailadresse Videos gesendet, an denen sich Leichen befinden. Wie sie zusammen passen, ist nicht sofort ersichtlich, doch an jedem Tatort finden sie - wenn auch sehr gut versteckt und nur zu erahnen - ein Zeichen, dass diese Morde in Verbindung bringt. Doch schnell wird auch klar dass es hier nicht nur um irgendwelche Opfer geht. Es hat mir der Vergangenheit des Ortes zu tun auf dem die Maori leben und um das sie Jahrhunderte kämpfen. Und schon zur Anfangszeit ihrer Karriere war Hana dort tätig und hat gegen die Demonstranten gearbeitet, weil es ihre berufliche Pflicht war. Doch dann nimmt alles eine Wende und Menschen die sie liebt und gern hat geraten in Gefahr. Hana tut alles um diese Menschen zu beschützen. 6 Tote ist sehr interessant und spannend. Wir blicken ein wenig in die Geschichte der dort lebenden Maori und dessen Ort. Wirklich sehr interessant. Die Charaktere sind gut beschrieben und kommen im großen und ganzen sympathisch rüber. Selbst den Täter kann ich auf eine Art und Weise verstehen wenn auch sein Vorgehen nicht das richtige ist. Spannung.. Ein Pagegurner durch und durch mit tollen Charakteren. Von mir bekommt 6 tote 4 Schmetterlinge.

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Der Handlungsstrang beginnt in der Kolonialzeit und wird in der Gegenwart fortgesetzt. Deswegen haftet der Geschichte auch eine gewisse Tiefgründigkeit an. Der Werdegang ist spannend und durch die Atmosphäre und Milieu authentisch. Aber das ist auch der Verdienst des Autors, der durch seine Herkunft viel Hintergrundwissen besitzt. Er hat dies auch in der Geschichte eingearbeitet und man kann die Übersetzung am Ende lesen. Die Protagonisten sind überzeugend dargestellt. Zum Beispiel Hana. Sie ist couragiert in ihrem Beruf und passt sich der Gesellschaft an, merkt im Laufe des Falles, dass sie ihre Herkunft damit verleugnet. Ihre Tochter ist ganz anders. Ungestüm und widerstrebend sich den Zwängen der Gesellschaft anzupassen. Sie kämpft mit ihren Mitteln für Gerechtigkeit der Maori. Ebenfalls sind die Behinderungen und Probleme der Maori plausibel offenbart. Desgleichen hat die Aufarbeitung der Kolonialzeit einen großen Einfluss auf die Geschichte. Man kennt Neuseeland nur aus Sicht des Tourismus, welche Probleme in dem Land vorhanden sind, werden da nicht gezeigt. Es macht mich traurig, dass indigene Völker immer noch um ihre Anerkennung kämpfen müssen. Deswegen finde ich es fabelhaft, dass das Bewusstsein dessen in Büchern gestärkt wird. Lesen bildet – unwiderlegbare Worte, die sich der Autor zunutze macht. Wörter sind Waffen, die nicht töten, aber in der Welt für Aufsehen sorgen. Dass Spagat zwischen Historie, Kultur und Thriller ist hervorragend gelungen. Dazu ist die Geschichte spannend bis zum Schluss. Auch wenn Wörter in Maori verwendet werden, kann man das Geschehen fliesend lesen. Das Cover passt hervorragend und der Titel auch. Ich kann das Buch klar empfehlen. Die Probleme und Hindernisse der Maori sind sehr gut eingearbeitet, die Handlung ist durch seine Protagonisten lebendig und die Schauplätze sind anschaulich. Außerdem ist die Geschichte ausgezeichnet, obwohl man den Mörder kennt, verliert sie nicht an Spannung. Von mir gibt es 5 Sterne für das Buch.

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Was passiert: Hana Westerman hat gerade viel um die Ohren. Ein Vergewaltiger kommt mit milder Strafe frei und beschuldigt sie eines tätlichen Angriffs und ihre Tochter Addison kifft, feiert illegale Partys und vernachlässigt ihre Ausbildung. Mitten in dieses berufliche und private Chaos platzt ein Videofilm. An und für sich ist nichts bedeutsames an dem Film, es wird ein baufälliges Haus gezeigt, mehr nicht, aber Hana möchte herausfinden, was es mit diesem Film auf sich hat. Als sie mit ihrem Kollegen das Haus aufsucht ist erst einmal nichts besonderes zu finden und eigentlich wollen sie schon wieder abziehen, da fällt Hana eine Unregelmäßigkeit im Grundriss auf. Nun werden sie fündig, in einem zugemauerten Raum finden sie eine arrangierte Leiche. Der Tote brachte misshandelte sein eigenes Kind bis es starb und nun wurde er getötet. Hana ist noch mit den Eindrücken des Leichenfunds beschäftigt, da erreicht sie auch schon der nächste Videofilm. Wieder ist er recht nichtsagend, er zeigt nur die Skyline der Stadt, aber Hana ist sich sicher, hier erwartet sie die nächste Leiche, sie müssen nur die Botschaft entschlüsseln ... Fazit: Der Thriller spielt in Neuseeland und alleine diese Tatsache macht das Buch für mich schon sehr interessant. Die Ermittlerin Hana Westerman ist Maori und dadurch bekam das Buch für mich noch mehr Attraktivität. Neuseeländische Thriller sind überhaupt nicht Mainstream bei uns und eine Hauptfigur aus dem Volk der Maori schon mal gar nicht. Beim Lesen stellte ich fest, dass vieles an englische Krimis erinnert, aber doch auch irgendwie nicht, Neuseeland hat eben eine ganz eigene Kultur und das spiegelt sich natürlich auch in neuseeländischen Büchern. Der Stil ist nicht englisch, nicht amerikanisch, neuseeländisch eben. Mir hat dieser Stil sehr gut gefallen, er hatte etwas unaufgeregtes und doch spannendes. Teilweise wurde Hanas Hintergrund eingeflochten und das fand ich sehr interessant. Maoris in Neuseeland scheinen die gleichen Erfahrungen zu machen, wie Indigene in den USA, in Europa oder Südamerika: indigene Völker werden anders behandelt, haben geringere Chancen und müssen um Gleichbehandlung kämpfen. Das zeigte mir dann, Neuseeland ist doch nicht so anders, es wird mit den gleichen gesellschaftlichen Problemen gekämpft, wie auf dem Rest der Erde auch. Die Story fand ich megaspannend, aber hier darf ich nicht zu viel erzählen, denn jeder Leser muss selbst die Puzzelteilchen zusammensetzen. Ich finde es toll, dass dies ein erster Band um Hana Westerman ist, bedeutet es doch das es noch mehr Bände geben wird ;) und ich bin nun schon ein richtiger Fan dieser außergewöhnlichen Ermittlerin.

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6 Tote von Michael Bennett Erschienen am 12. Juli 2023 im Heyne Verlag 1863 ermorden Britische Soldaten einen hochrangigen Māori (Ureinwohner Neuseelands), und lassen sich mit ihrer „Trophäe“ fotografieren. Polizistin Hana erhält von einem Unbekannten ein Video zugesandt. Darauf ist nur ein altes Haus zu sehen welches derzeit von Obdachlosen bewohnt wird. Als sie und ihr Partner Stan das Haus durchsuchen finden sie eine Leiche. Nicht weit davon entfernt finden sie ein Zeichen welches der Mörder mit dem Blut des Opfers hinterlassen hat. Wenig später erhält Hana ein weiteres rätselhaftes Video das sie erneut zu einer Leiche führt. Dabei scheint zwischen den Opfern keinerlei Verbindung zu bestehen. Je weiter Hana in den Ermittlungen vorankommt, desto mehr muss sie sich ihrer eigenen Vergangenheit stellen. Meinung „6 Tote“ ist der Debüt-Thriller von Michael Bennett, einem preisgekrönten Regisseur und Produzenten mit māorischen Wurzeln. „6 Tote“ war für mich eine kleine Wundertüte. Ein neuer Autor und mein erster Neuseeland-Thriller. Was mir sehr gut gefallen hat, ist dass Michael Bennett immer wieder Worte und ganze Sätze in Māori in die Geschichte Eingebunden hat. Dazu gibt es am Ende des Buches die passenden Übersetzungen. Hauptfigur ist Hana, geschieden und Mutter einer 17 jährigen Tochter. Anfangs empfand ich Hana als relativ kühlen Charakter, doch je mehr ich über sie und ihre Vergangenheit bzw. Privatleben erfuhr desto sympathischer wurde sie. Ihre Vergangenheit, die immer tiefer mit den Morden verknüpft wurden, ist ebenfalls ein zentraler Teil des Thrillers. Obwohl ich den Schreibstil erst gar nicht als besonders fesselnd fand, so hat sich im Laufe des Buches eine unglaublich dichte Atmosphäre aufgebaut wie ich es nur selten erlebt habe. Es ist auch ein Buch das nicht nur ein Thriller ist, sondern auch die Geschichte Neuseelands, und die blutige Kolonialisierung der Insel zum Thema hat. Über Wunden die bis heute nicht verheilt sind. Fazit Für mich persönlich war „6 Tote“ ein absolutes Lesehighlight. Spannend und sehr gut erzählt verknüpft Michael Bennett, Thriller und etwas neuseeländische Geschichte zu einem lesenswerten Buch. 5 von 5 🌟

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Aotearoa

Von: wal.li

13.07.2023

Die Polizistin Hana Westerman tut ihren Dienst in Auckland. Ihre siebzehnjährige Tochter Addison, die bei ihrem Vater lebt, probiert sich als Künstlerin und Sängerin aus. Hana und ihr Ex-Mann Jaye werden werden auch die Wache gerufen. Es scheint so als habe Addison diesmal über die Stränge geschlagen. Bald darauf entdeckt Hana einen Toten, der in einem geheimen Raum versteckt ist. Er wurde mit gefesselten Händen und Füßen aufgehängt. Ein Mord, für den es kein Motiv zu geben scheint. Allerdings muss sie bald feststellen, dass die die Nachforschungen zu dem Todesfall sie auch mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontieren werden. Laut Klappentext soll dies der erste Fall für Hana Westerman sein, wobei man gespannt sein darf, was für eine Überleitung der Autor wählen wird. Hana gehört zu den Maori und schon als junge Frau stand es für sie fest, dass das der richtige Beruf für sie ist. Sie hat gelernt in ihrem Beruf nach vorne zu blicken und immer den nächsten schwierigen Fall zu lösen. Dass sie jedoch wegen ihrer Herkunft und der Kolonialgeschichte Neuseelands einmal an ihren Idealen zweifeln würde, damit hat sie nicht gerechnet. Doch Hana Westerman will und muss sich stellen. Jaye, der nicht nur ihr Ex, sondern auch ihr Chef ist, ist in die Ermittlungen eingebunden. Mit Detective Senior Sergeant Hana Westerman betritt eine sehr interessante Ermittlerin die Bühne, wobei Auckland auch ein tolles Setting ist. Während des Lesens ist festzustellen, wie wenig über die Geschichte Neuseelands und ihrer Einwohner bekannt ist. Auch am anderen Ende der Welt sind die Kolonialmächte sehr rücksichtslos und unachtsam mit denen umgegangen, die eigentlich eher da waren. Erst in der heutigen Zeit wird Eigentum zurückgegeben, allerdings bei weitem nicht in dem Umfang, der angemessen wäre. Und Hana hat den Weg zu den Weißen gewählt, was ihre Familie nicht vollständig verstehen kann. Dieser Widerspruch zwischen der Tradition ihrer Herkunft und den Ansprüchen des von Weißen geprägten Polizeidienstes trägt diesen Roman. Es dauert ein Weilchen, bis das erkennbar wird, doch dann hat man einen ausgesprochen packenden Kriminalroman, der so lehrreich ist, dass man gerne bald mit dem nächsten Fall weiterlernen möchte. Ein sehr gelungener Reihenstart. 4,5 Sterne

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