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Leïla Slimani

All das zu verlieren

Roman

Taschenbuch
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»Die neue Stimme der französischen Literatur.« ZEITmagazin

Kann man sich zu seinem Glück zwingen? Prix Goncourt-Preisträgerin Leïla Slimani erzählt von der Zerrissenheit einer Frau. Nach außen hin führt Adèle ein Leben, dem es an nichts fehlt. Sie arbeitet für eine Pariser Tageszeitung, ist unabhängig. Mit ihrem Ehemann, einem Chirurgen, und ihrem kleinen Sohn lebt sie in einem schicken Viertel, ganz in der Nähe von Montmartre. Sie reisen, sie fahren übers Wochenende ans Meer. Dennoch macht Adèle dieses Leben nicht glücklich. Gelangweilt eilt sie durch die grauen Straßen, trifft sich mit Männern, hat Sex mit Fremden. Sie weiß, dass ihr die Kontrolle entgleitet. Sie weiß, dass sie ihre Familie verlieren könnte. Trotzdem setzt sie alles aufs Spiel.


Aus dem Französischen von Amelie Thoma
Originaltitel: All das zu verlieren
Originalverlag: Luchterhand
Taschenbuch, Klappenbroschur, 224 Seiten, 12,5 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-442-71969-3
Erschienen am  11. January 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

Die blutende Libido entstellter Weiblichkeit

Von: Sandra Falke

05.08.2021

Slimanis großartiger Roman schneidet auf emotionaler Bahn tief unter die Haut und entblößt die enorme Gewalt einer bodenlosen Begierde, die sich in zerstörerische Sucht verwandelt. Auch wenn Adéle innerhalb ihrer Lebensskizze nur Vorteile genießen und sich glücklich schätzen sollte, sehnt die junge Schönheit sich ausschließlich danach, von fremden Männern begehrt und besessen zu werden. Nichts anderes kann die Leere füllen und die Angst beseitigen, die sie ständig empfindet. Obwohl sie täglich versucht, sich von ihrer Begierde zu lösen, eine liebevolle Mutter und loyale Ehefrau zu werden, gibt die Protagonistin sich mehr und mehr der dunklen Seite ihres Wesens hin. Im Grunde genommen ist Adéle also selbst das Ungeheuer geworden, dem sie sich unterwerfen möchte. Den Volltext mit Lieblingszitaten, Infos zur Autorin und weiteren Leseempfehlungen findest Du auf sandrafalke.com, Link im Profil. Neue Rezensionen zu Klassikern und Neuerscheinungen der Weltliteratur erscheinen wöchentlich, ein Abo lohnt sich!

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All das zu verlieren

Von: Buchwoerter

23.03.2021

• ALL DAS ZU VERLIEREN • Leila Silmani ist bereits eine bekannte Literatur-Autorin. Doch erst jetzt habe ich ein Buch von ihr gelesen, obwohl ihre Romane hochgepriesen und bereits einige Preise abgesahnt haben. Um ehrlich zu sein, das Buch hat mich wirklich von der ersten bis zur letzten Seite gepackt. Adéle ist eine mehr oder minder erfolgreiche Journalistin in Paris. Auf den ersten Blick kann man sie um ihr Leben beneiden: sie ist verheiratet, finanziell abgesichert, hat einen guten Job mit vielen Auslandsaufenthalten und scheint zudem mit dem perfekten Mann verheiratet zu sein. Doch hinter der künstlich aufgebauten Fassade steckt mehr: Adéle begehrt und zerstört somit Stück für Stück ihr Leben. Auf den ersten Blick dachte ich, dass mir Adéle niemals sympathisch sein kann, doch Slimani schafft es, dass mir ihre Welt plausibel erscheint. Diese Zerrissenheit zwischen Aushalten und Selbstbestimmung ist einfach sehr gut geschrieben. Ihr Doppelleben und ihre krankhafte Art sich Männer an den Hals zu werfen ist geradezu beängstigend. In den Zwischenzeilen bemerkt man dennoch den großen Schmerz, den Adéle in sich trägt. Slimani schafft es, dass man in das Innere von Adéle und Richard blicken kann und bemerkt die unterschiedlichen Gefühlslagen angefangen von Liebe bis hin zu Hass. 📖 Für mich ist „All das zu verlieren“ ein wirklich guter Roman, der ein absolutes Randthema bedient. Bisher habe ich noch keinen Roman gelesen, der in dieselbe Richtung geht bzw. so gut die Zerrissenheit, Abhängigkeit und Liebe der Protagonistin ausdrucksstark schildert. [4/5]

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Vita

Die französisch-marokkanische Autorin Leïla Slimani gilt als eine der wichtigsten literarischen Stimmen Frankreichs. Ihre Bücher sind internationale Bestseller. Slimani, 1981 in Rabat geboren, wuchs in Marokko auf und studierte an der Pariser Eliteuniversität Sciences Po. Für den Roman »Dann schlaf auch du« wurde ihr der renommierte Prix Goncourt zuerkannt. Zuletzt erschienen im Luchterhand Literaturverlag der persönliche Band »Der Duft der Blumen bei Nacht sowie die beiden Romane »Das Land der Anderen« und »Schaut, wie wir tanzen«. Letztere sind Teil einer Romantrilogie, die auf der Geschichte von Leïla Slimanis eigener Familie beruht.

Zur Autorin

Amelie Thoma

Amelie Thoma übersetzt Literatur aus dem Französischen, u. a. Texte von Marc Levy, Joël Dicker, Françoise Sagan und Simone de Beauvoir.

Zur Übersetzerin

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