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Curt Moreck

Ein Führer durch das lasterhafte Berlin

Das deutsche Babylon 1931

(1)
Taschenbuch
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Das echte Babylon Berlin

Der Bestseller aus dem Jahr 1931 führt mitten hinein in die pulsierende Metropole Berlin auf dem Höhepunkt der Goldenen Zwanziger. Folgen Sie dem Autor bei seinen Ausflügen zu den Hotspots des damaligen Nachtlebens in sagenumwobene Varietés und Tanzpaläste, in Vergnügungsparks und Kaffeehäuser, in angesagte Bars und Schwulenkneipen, an die dunklen Orte der Prostitution und des Verbrechens.


Originaltitel: Ein Führer durch das lasterhafte Berlin
Originalverlag: be.bra Verlag
Taschenbuch, Broschur, 208 Seiten, 11,8 x 18,7 cm, 30 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-442-71928-0
Erschienen am  13. July 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

Ein authentischer Blick auf das wahre Babylon Berlin...!

Von: Andreas Kück - LESELUST

04.03.2023

Curt Moreck war nur eins von vielen Pseudonymen, die der Schauspieler, Autor und Journalist Konrad Haemmerling sich gab. Neben seiner Tätigkeit für div. Zeitungen schrieb er auch Romanen und Erzählungen und veröffentlichte in den 20er bis Anfang der 30er Jahre Werke zu kultur- und sittengeschichtlichen Themen. 1933 fielen seine Werke nationalsozialistischen Verboten zum Opfer. Wenn ich diesem Stadtführer der frivolen Art Glauben schenken darf, dann war Berlin in den 30er Jahren der Nabel der vergnügungssüchtigen Welt. Wir begleiten Moreck auf einen Rundgang durch eine pulsierende und weltoffene Metropole, die Berlin damals vor der Machtergreifung der Nazis noch war. Hemmungslos konnte dort dem lüstern-lasterhaften Vergnügen gefrönt werden. Dabei schlägt der Autor einen journalistisch-respektvollen Grundton an und kommt so nie in Gefahr, bei seinen Beschreibungen ins Vulgäre abzudriften. Vielmehr lässt er vor meinem inneren Auge eine Epoche wiederaufleben, die zum damaligen Zeitpunkt für Toleranz, Gleichheit und Emanzipation stand, und in der Menschen aller Couleur in einer friedvollen Koexistenz leben konnten. Er führt uns zu den „offiziellen“ ebenso wie zu den „halbseidenen“ Etablissements. So wandern wir von den Theatern zum Kabarett, verlustigen uns auf den Rummelplätzen, schauen in Varietés und Nachtclubs vorbei und stillen Durst und Hunger in einem der internationalen Restaurants. Es gab Clubs für Homosexuelle (männlich wie weiblich), Bars für Transvestiten und eine Vielzahl an erotischen Shows. Auch die Prostitution schien eine tolerable Art des Broterwerbs zu sein. Durchaus spitzzüngig warnt er den naiven Besucher vor „Neppern, Schleppern, Bauernfängern“, die dem allzu unbedachten Touristen erst bereitwillig behilflich sind, das Portemonnaie von seiner Last zu befreien, um ihm dann auch noch das letzte leinene Hemd vom Leibe zu mopsen. Abgerundet wird dieses Werk durch eine Vielzahl an Original-Fotos und –illustrationen, die einen authentischen Eindruck der damaligen Atmosphäre vermitteln. Morecks Führer durch das lasterhafte Berlin verdeutlichte mir nochmals, warum diese Vergangenheit und besonders diese Stadt zum besagten Zeitraum auch noch heute so einen Reiz auf uns ausüben: Zwischen Glamour und Talmi, zwischen Edel-Etablissement und Kaschemme, zwischen großen Gefühlen und kleinen Dramen galt es – trotz aller Verherrlichung – immer noch als „die gute alte Zeit“.

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Vita

Curt Moreck

Curt Moreck, 1888 als Konrad Haemmerling in Köln geboren, lebte in den 1920er Jahren als freier Journalist und Autor in Berlin und München. Während der Zeit des Nationalsozialismus waren seine Werke verboten. Er starb 1957 in Berlin.

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