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Virginia Evans
Virginia Evans

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Virginia Evans stammt aus dem Nordosten der Vereinigten Staaten. An der James Madison University in Harrisonburg, Virginia, und dem Trinity College in Dublin studierte sie englische Literatur, Philosophie und kreatives Schreiben. Mit ihrem Ehemann, ihren zwei Kindern und ihrem Labrador Brigid lebt sie heute in Winston-Salem, North Carolina. Dort arbeitet sie nach ihrem hochgelobten Debüt »Die Briefeschreiberin« zurzeit an ihrem zweiten Roman.

Das neueste Buch von Virginia Evans

Die Briefeschreiberin

★ ★ ★ ★ ★

29

Adoptivtochter und Starjuristin, Gartenliebhaberin und Ehefrau, Mutter und mütterliche Freundin – die 73jährige Sybil van Antwerp hatte schon viele Rollen inne in ihrem bewegten Leben. Eines hat sie dabei stets begleitet: ihre Leidenschaft fürs Briefeschreiben. Jeden Tag greift sie zu Füller und Papier und schreibt darüber, was sie bewegt und stört, was sie begeistert und betrauert. Voller geistreichem Humor und mitunter etwas ruppiger Herzlichkeit berichtet sie von Schicksalsschlägen und Glücksmomenten, von Liebe und Triumph. Doch jenseits dieser Seiten hat Sybil die Menschen, die ihr etwas bedeuten, stets auf Abstand gehalten. Bis ein anonymes Schreiben sie zwingt, sich mit ihren eigenen Fehlern auseinanderzusetzen – und sich dem einen großen Geheimnis zu stellen, das ihr Leben geprägt hat. Denn für ein Postscriptum ist es nie zu spät.
Ein ebenso bewegender wie tiefgründiger Briefroman mit einer etwas kratzbürstigen Heldin und großen Themen – für alle Fans von Elizabeth Strouts unnachahmlicher Protagonistin Olive Kitteridge.
Ein Juwel über die tröstende Kraft der Literatur und die tiefe Verbundenheit zwischen Menschen, die sich womöglich nie persönlich begegnen.
»Feinsinnig erzählt und grandios konstruiert. ›Die Briefeschreiberin‹ ist das fesselnde Porträt einer Frau, die gegen jede äußere Widrigkeit zu Einsicht und Veränderung fähig ist. Ein Grund zu feiern – so wie auch dieser Roman.« Ann Patchett
»Ein Buch mit wunderbar gezeichneten, vielschichtigen Charakteren. Und mit Briefen, die so grandios und abwechslungsreich geschrieben sind, dass das Leben der ›Briefeschreiberin‹ Sybil Van Antwerp mit all seinen Höhen und Tiefen selbst zu einem Kunstwerk wird.« Adriana Trigiani
»›Die Briefeschreiberin‹ wird Sie zum Lachen und zum Weinen bringen, und es wird Sie zum Nachdenken anregen, wie es nur die besten Romane tun. Lesen, lesen, lesen Sie es! Und dann kaufen Sie es für jeden, der Ihnen am Herzen liegt!« Fran Littlewood

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Alle Titel von Virginia Evans als Autorin

Die Briefeschreiberin
5 ★ ★ ★ ★ ★ 29

Hardcover für 24,00 €

Die Briefeschreiberin

Von Virginia Evans

»Manchmal muss man sich verstecken, um sich zu zeigen«

Ein Gespräch mit Virginia Evans über das Schreiben, das Schweigen und ihre gefeierte Heldin Sybil van Antwerp in »Die Briefeschreiberin«

 

Bewegend, witzig und kostbar – ein Meisterwerk über die zerbrechliche Kunst des Menschseins, so beschreibt Bestsellerautorin Anne Griffin den Roman »Die Briefeschreiberin« von Virginia Evans. Inmitten der Stille eines Kleiderschranks geschrieben, entfaltet sich die Geschichte der 73-jährigen Sybil in leisen Tönen und großer emotionaler Tiefe. 

 

Im Interview spricht Evans über die ungewöhnliche Entstehungsgeschichte ihres Buches, das Schreiben im Kleiderschrank und warum man beim Schreiben manchmal verschwinden muss, bevor man sich zeigt.

1

Virginia, wie bist du an Sybils Geschichte in »Die Briefeschreiberin« herangegangen? Gab es eine reale Person, die dich inspiriert hat? Und warum hast du gerade Briefe als erzählerisches Mittel gewählt?

Ich hatte damals eine Frau kennengelernt, deren Haus ich kaufen wollte. Während der Besichtigung verbrachten wir etwa eine Stunde im Gespräch. Sie war eine faszinierende Persönlichkeit – alleinlebend, verwitwet, ihre Kinder längst erwachsen. An den Wänden hingen beeindruckende Kunstwerke, Musik spielte, und überall standen schöne kleine Dinge, die sie im Laufe ihres Lebens gesammelt hatte. Während wir redeten, ließ sie hin und wieder kleine Details aus ihrem Leben fallen, wie Brotkrumen auf einem Weg. Ich fand sie liebenswert, klassisch, voller Tiefe. Diese Begegnung hat die Saat für Sybil gelegt und letztlich für dieses Buch. Kurz davor hatte ich »84, Charing Cross Road« von Helene Hanff gelesen und war begeistert vom Briefroman-Format. Ich wollte ausprobieren, ob es für meine Geschichte funktioniert. Für die meisten Geschichten wäre diese Form vielleicht nicht passend – aber für »Die Briefeschreiberin« war sie genau richtig. 

2

Man sagt, du hättest Teile des Romans im Kleiderschrank geschrieben. Wo schreibst du am liebsten? Versteckst du dich beim Schreiben, so wie Sybil sich hinter ihren Briefen verbirgt? Und wie verhält sich das zu dem Mut, den es braucht, um ein Buch mit der Welt zu teilen?

Das stimmt tatsächlich. Während der Corona-Zeit lebten wir in einer kleinen Mietwohnung und ich schrieb oft frühmorgens im Kleiderschrank. Heute habe ich ein eigenes Arbeitszimmer mit einem großen Bauerntisch und einem schönen Stuhl. Meistens schreibe ich dort am Vormittag. Schreiben ist eine zutiefst einsame Tätigkeit, und dieses Sich-Zurückziehen, um eine Geschichte zu entwickeln, empfinde ich als echtes Vergnügen. Vielleicht ist »verstecken« nicht das perfekte Wort – es geht eher um Stille. Um einen inneren Raum, in dem man die Geschichte hören kann, bis sie bereit ist, aufgeschrieben zu werden. Trotzdem: Irgendwann will man die Geschichte mit anderen teilen. Es ist nicht wie ein Tagebuch, das niemand lesen soll – auch wenn der Schreibprozess oft etwas Intimes hat. 

 

Jedes Mal, wenn ich einen Text jemandem zeige, meinem ersten Leser oder meiner Agentin, fühlt es sich an, als würde ich von einem hohen Felsen springen. Aber mit der Zeit wird es leichter. Ich habe viele Ablehnungen erlebt, viel Feedback bekommen, und ich weiß inzwischen: Kein Text ist beim ersten oder zweiten Mal perfekt. Es hilft, offen für Kritik zu sein, das Geschriebene loszulassen, es atmen zu lassen. Und sich selbst nicht zu ernst zu nehmen. Spaß zu haben. 

3

Dein Roman wirkt stellenweise wie ein sehr persönliches Projekt. Wie kam es dazu, dass du ihn schließlich veröffentlicht hast?

Zuvor hatte ich schon einen anderen Roman geschrieben, aber kein Verlag wollte ihn veröffentlichen. Das war enttäuschend, ebenso wie vieles andere in meinem Leben zu dieser Zeit. »Die Briefeschreiberin« entstand zunächst aus einem sehr persönlichen Impuls heraus: Ich wollte meinen Kopf freibekommen und etwas für mich schreiben. Ich erinnere mich nicht mehr genau, wie es kam, aber irgendwann fragte meine Agentin, woran ich gerade arbeite. Ich erzählte ihr davon, und sie bat darum, meine Arbeit zu lesen. Sie war sehr behutsam und sagte: »Du musst nicht versuchen, sie zu verkaufen, aber du kannst es.«

Ich hatte gar nicht damit gerechnet, dass jemand den Roman haben wollen würde – meine Texte waren jahrelang abgelehnt worden. Als er dann tatsächlich verkauft wurde, und das auch noch an meinem Geburtstag, war ich wirklich sprachlos. Ich musste noch einmal alles durchlesen und mich fragen: »Kannst du das wirklich veröffentlichen?« Aber ich entschied mich dafür, ganz spontan. Ich neige dazu, schnell zu entscheiden und manchmal etwas leichtsinnig zu sein. Das hat mir hier geholfen.