Das relevanteste Bilderbuch unserer Zeit von DEIN SPIEGEL-Bestsellerautor Kobi Yamada für Kinder und Erwachsene
Für alle, die mit Neugier und offenem Herzen durchs Leben gehen!
Zwei Kinder stehen an einer hohen Hecke und sprechen über die Menschen auf der anderen Seite.
»Sie sind anders«, behauptet das eine Kind.
Das andere fragt: „Wie meinst du das?«
Der internationale Bestsellerautor Kobi Yamada lädt mit feinem Humor Kinder und Erwachsene dazu ein, die Welt aus der Perspektive ihres Gegenübers zu betrachten – und zu entdecken, dass wir alle die Kraft haben, die Welt zu einem freundlicheren und besseren Ort zu machen.
Kobi Yamada ist Autor zahlreicher Bestseller, darunter »Das Glück in dir« und »Vielleicht«. Seine inspirierenden Werke sind vielfach ausgezeichnet und begeistern Leserinnen und Leser auf der ganzen Welt. Neben seiner Arbeit als Autor steht er als Präsident dem Compendium Verlag vor. Kobi Yamada lebt mit seiner...
Charles Santoso ist preisgekrönter Illustrator, der es liebt, kleine Dinge in sein Notizbuch zu zeichnen und sich von fantasievollen Geschichten inspirieren zu lassen. Als Konzeptkünstler und Art-Director hat er an verschiedenen animierten Spielfilmen und TV-Werbeprojekten mitgearbeitet. Charles Santoso lebt in...
Sie kennen das Buch bereits? Dann machen Sie den Anfang und verfassen Sie hier Ihre Bewertung.
Videos
Hinter den Kulissen mit Charles Santoso, Illustrator und Bilderbuchliebhaber.
1
Erzähl uns von deinem aktuellen Studio-Setup… Hast du festgestellt, dass dein physischer Raum deinen kreativen Prozess beeinflusst?
Erstmal: Hallo! Ich freue mich, hier zu sein. Bei meinem Studio-Setup wollte ich so viele Dinge wie möglich in der Nähe haben, die mich inspirieren. Mein Zimmer ist nicht groß, aber es reicht für ein paar Bücherregale, Kunst und Figuren, die ich liebe. Diese Dinge um mich zu haben, motiviert mich, härter zu arbeiten.
2
Kannst du uns durch einen typischen Illustrations-Workflow führen – von der Thumbnail-Skizze bis zur finalen Farbe?
In den meisten Fällen beginne ich damit, grobe Skizzenideen mit Bleistift/Kugelschreiber in meinem kleinen Skizzenbuch zu zeichnen. In dieser Phase arbeite ich ziemlich frei. Ich arbeite gern klein, um nicht zu viele unnötige Details einzubauen. Ein weiterer Vorteil ist, dass ich das kleine Skizzenbuch immer in der Tasche haben kann. Der nächste Schritt sind Layouts und verfeinerte Skizzen – das passiert meist auf dem iPad und in Photoshop. Wenn alle mit den Skizzen zufrieden sind, nehme ich die grobe Skizze und finalisiere sie auf Papier, iPad und in Photoshop. Ich versuche normalerweise, verschiedene Medien zu kombinieren, weil jedes seine eigenen Stärken hat. Ich liebe die Anmutung traditioneller Medien, schätze aber auch die Effizienz und Praktikabilität digitaler Tools. Für das Buch „Die Anderen“ habe ich für ein paar Doppelseiten eine Basisskizze mit Bleistift auf Papier erstellt, den Look dann auf dem iPad nachgeahmt und anschließend in Photoshop fertiggestellt.
3
Was hat dich zunächst am Manuskript dieses neuen Buches mit Kobi Yamada angesprochen? Gab es beim ersten Lesen einen Moment oder eine Idee, die dich sofort gepackt hat?
Als ich das Manuskript zum ersten Mal gelesen habe, war ich ziemlich bewegt. Diese Worte haben mich zum Nachdenken gebracht – nicht durch belehrende Botschaften, sondern indem sie Fragen an einen selbst stellen. Ich fand das kraftvoll und wichtig. Die Herausforderung für mich bestand darin, die anderen 50 % (durch Illustrationen) beizusteuern, um das Buch zu vervollständigen. Das war nicht leicht, aber ich habe Herausforderungen schon immer geliebt und war sehr glücklich, mit Kobi und dem Team an diesem Buch zusammenzuarbeiten.
4
Wie erkennst und gestaltest du den emotionalen Ton einer Geschichte durch deinen visuellen Stil? Lässt du dich eher von der Erzählung leiten, oder experimentierst du, bis es „Klick“ macht?
Die Worte im Buch sind ziemlich offen, daher muss ich über Momente oder Szenen nachdenken, die die Doppelseite am besten repräsentieren. Sie müssen den Kern der Idee jeder Doppelseite treffen, ohne zu „drückend“ zu sein. Ich habe mit vielen unterschiedlichen visuellen Stilen und Richtungen gespielt und experimentiert, um zu sehen, welche den Worten den größtmöglichen Mehrwert geben. Beim Erstellen der Illustrationen hatte ich Schlüsselwörter wie Reflexion, Neugier, Empathie und Freundlichkeit im Kopf.
5
In deinen Illustrationen steckt etwas Spielerisches. Wie entwickelst du das / wodurch wird es ausgelöst?
Danke, das ist sehr freundlich. Ich versuche vor allem, mich selbst zu begeistern, wenn ich illustriere. Da ist ein fünfjähriges Ich, an das ich mich zu erinnern versuche – und das ich immer mehr hervorholen möchte. Ich lasse diese Freiheit und meinen überkritischen erwachsenen Verstand aufeinanderprallen und einen Kompromiss finden, um etwas zu schaffen, das hoffentlich interessant ist – zumindest für mich selbst.
6
Wer oder was hat deinen Illustrationsstil geprägt? Das können Künstler:innen sein, Lebenserfahrungen, bestimmte Bücher, Bilder …
Ich liebe viel zu viele Dinge in Bezug auf Kunst und Design. Das ist alles durcheinander in meinem Kopf … von Sendak über Norman Rockwell, von Quentin Blake bis Saul Bass bis Monet, von Miyazaki bis Mucha, von Yuri Norstein bis Wong Kar Wai, von Bill Watterson bis Hergé, unzählige Filme, Spiele – die Liste ist praktisch endlos. Ich genieße vieles und versuche, Dinge zu verstehen, die ich früher nicht mochte, und am Ende liebe ich manche davon wirklich. Ich mochte zum Beispiel keine langsamen Filme und kann sie heute sehr genießen. Kubismus und Abstraktes sind auch etwas, das ich noch mehr schätzen lernen könnte. Ich habe Höhenangst und mache inzwischen Bouldern (nicht besonders gut, aber es macht mir Spaß). Ich versuche, alles in meinen Kopf zu bekommen, es zu vermischen und mit meiner Sicht auf die Welt meine Arbeit zu erschaffen.
7
Worin unterscheidet sich deine Arbeit mit Kobi Yamada – kreativ oder emotional – von deinen anderen Projekten?
Alle Bücher, an denen ich bisher mit Kobi zusammengearbeitet habe, enthalten viele Metaphern, Emotionen und eher abstrakte Konzepte statt einer linearen Erzählweise. Das kann sehr kraftvoll sein und die Fantasie der Leser:innen stärker kitzeln. Die Worte eröffnen mir viele Möglichkeiten zum Spielen. Wie gesagt: Das ist herausfordernd, aber auch aufregend.
8
Du hast zuvor in Animation und Concept Art gearbeitet; wie prägen diese Storytelling-Disziplinen dein Tempo, deine Komposition und deine Aufmerksamkeit für Emotionen in Bilderbüchern?
Einige allgemeine, kunstbezogene Fähigkeiten – z. B. Optionen für Charakterdesign zu erstellen oder Farbschemata zu wählen – lassen sich in den Prozess des Bilderbuchmachens übertragen. Aber es gibt auch vieles, das in der Bilderbuchwelt einzigartig ist. Ein Unterschied zwischen Animation und Bilderbüchern ist zum Beispiel die aktive Beteiligung der Leser:innen bei Letzteren. Leser:innen können so lange sie möchten auf den Doppelseiten verweilen und das Tempo des Lesens und Umblätterns selbst bestimmen. Als ich in dieses Medium des Storytellings gewechselt bin, musste ich vieles neu lernen und neu erfahren.
9
Wie bringst du Empathie und Detailreichtum (besonders in emotional getriebenen Geschichten) durch Komposition und Farbwahl ins Gleichgewicht?
Hier verlasse ich mich stark auf meinen persönlichen Geschmack und mein Bauchgefühl. Ich versuche, meinen Geschmack so gut wie möglich zu kultivieren – indem ich viel lese und mir vieles anschaue, mich herausfordere und über möglichst viele Themen nachdenke (besonders auch außerhalb von Kunst und Design). Meist arbeite ich so lange an der Illustration, bis alles zusammenpasst. Digital zu arbeiten hat hier Vorteile, weil ich viel experimentieren kann, bevor ich die finale Stufe erreiche. Natürlich kann das auch ein Nachteil sein, weil man eine unbegrenzte Anzahl an Optionen hat – und das schnell überwältigend werden kann. In so einem Fall ist es entscheidend, eine persönliche Entscheidung treffen zu können.
10
Du hast gesagt, dass es sich wie der größte Erfolg anfühlt, wenn Leser:innen durch deine Kunst lachen oder weinen. Welche Emotionen soll dieses neue Buch deiner Hoffnung nach auslösen?
Ja, das ist für mich eines der erstaunlichsten Erlebnisse überhaupt. Ich hoffe, dieses Buch kann den Leser:innen einen kleinen Moment des Innehaltens schenken – zum Nachdenken und Staunen, besonders wenn sie am Ende des Buches ankommen.
11
Welchen Rat würdest du Illustrator:innen geben, die in Bilderbüchern sowohl emotionale Tiefe als auch visuelle Klarheit einfangen wollen?
Für mich ist es wichtig, das Leben wirklich in seiner ganzen Breite zu erfahren und neue Dinge außerhalb der Kunst auszuprobieren. Ich versuche, Dinge aus unterschiedlichen Perspektiven zu sehen, ohne zu urteilen. Ich denke, dieses zusätzliche Verständnis kann hilfreich sein, um das technische Handwerk beim Kunstmachen zu ergänzen.