»Was für ein Feuerwerk aus Witz, Intelligenz und Energie! Ich hätte ewig weiterlesen und die Familie Flynn auf ihren herrlich abgründigen Wegen begleiten können.« Elena Fischer
»Wenn Sie in diesem Sommer nur ein Buch lesen, dann dieses!« Jana Felgenhauer, Stern
Eigentlich könnte die Familie Flynn eine Vorbild-Vorstadt-Familie sein: Mutter, Vater und drei Töchter, sonntags geht man in die Kirche. Eigentlich. Denn die Flynns haben es schwer. Jeder für sich und alle miteinander. Seit Mutter Catherine in einer Sinnkrise beschlossen hat, die Ehe zu öffnen, lebt Vater Bud im Auto in der Garage und findet in der Selbsthilfegruppe Zuflucht, die am wenigsten nach Sekte klingt: die Verlorenen Schäfchen. Auch die Töchter suchen ihre Wege aus der familiären Lebenskrise: Die jüngste, Harper, ist sich sicher, dass sie einer großen Verschwörung auf der Spur ist. Louise befindet sich in einem ungünstigen Beziehungsstrudel mit ihrem fundamentalistischen Online-Lover, während die dritte im Bunde, Abigail, einen schweigsamen jungen Mann namens Kriegsverbrecher-Wes datet. Und all diese Fäden laufen ausgerechnet bei einem zwielichtigen Milliardär zusammen.
Mit hinreißender Lakonie erzählt Madeline Cash von einer Familie kurz vor dem Kollaps in den Turbulenzen unserer durchmodernisierten Welt. »Verlorene Schäfchen« ist der Familienroman der Stunde.
»Unglaublich witzig, rasant und mitreißend – glaubt dem Hype!« Dua Lipa
»Die Dialoge funkeln vor Sprachwitz und Schlagfertigkeit. Ein literarisches Wunder!« Thea Dorn, Das Literarische Quartett
»Der Roman brilliert durch seinen Hang zur absurden Komik und Sätze, bei denen einem das Lachen im Halse steckenbleibt.« Lesart, Deutschlandfunk Kultur
Ausgabe:
Hardcover, mit Schutzumschlag, 320 Seiten, 13,5x21,5cm
Madeline Cash hat das Online-Magazin Forever Mag mitgegründet und den Kurzgeschichtenband »Earth Angel« veröffentlicht. »Verlorene Schäfchen« ist ihr vielbeachteter Debütroman, der in den USA und Großbritannien von Kritiker*innen wie Leser*innen gefeiert wurde und in der ersten Woche seines Erscheinens direkt auf...
Sophie Zeitz, geboren in Frankfurt am Main, übersetzt seit vielen Jahren Literatur aus dem Englischen, darunter die Bücher von Kaliane Bradley, Taffy Brodesser-Akner, John Green und Douglas Stuart.
Dein Roman ist mit einem fulminanten Medienecho in den USA und Großbritannien erschienen – für ein Debüt sehr außergewöhnlich! Wie war das für dich?
Ich stand kurz vor einer Panikattacke. Ehrlich! Es ist sehr beängstigend, plötzlich so wahrgenommen zu werden. Ich habe das Gefühl, dass ich von allen Seiten beeinflusst werde. Mein Agent und mein Verleger sagen mir, wie ich zu verschiedenen Veröffentlichungen oder Kritiken stehen soll. Das ist absolut neu für mich.
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Was hat dein Schreiben beeinflusst?
Ich liebe Romane, die uns dazu bringen, unsere gesellschaftlichen oder politischen Systeme zu hinterfragen – mit »Verlorene Schäfchen« wollte ich so einen Roman zu schreiben. Meine Helden sind Joseph Heller, Don DeLillo, Helen DeWitt, Faulkner. Jonathan Franzen ist ein großer Leitstern für mich.
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Dein trockener Humor ist bestechend, du triffst damit den absurden Kern unserer Zeit. Wie konntest du diesen Sound finden?
Der Stil, den ich mag, ist schwer zu definieren. Es ist wie mit Pornografie: Man weiß einfach, was es ist, wenn man es sieht ... Meine Lektoren haben mir geraten, den Humor mit Gefühl auszugleichen, was eine Herausforderung war – ich neige dazu, mich hinter Humor zu verstecken, besonders wenn mir etwas unangenehm ist –, aber das ist eher ein Thema für meinen Therapeuten.
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Hattest du beim Schreiben eine Lieblingsstimme?
Harper erforderte viel Recherche. Ihre Vorliebe für Sprache übertrifft meine eigene. Ich habe es geliebt, Miss Winkle zu schreiben, weil ihre 180-Grad-Wende schwierig war: von einer lästigen Nervensäge, altmodisch und unzufrieden, zu einer vielschichtigen Figur, die liebenswert und bemitleidenswert und sogar sexuell ist – das war herausfordernd. Auch auf die Gefahr hin, dass es klischiert klingt: Wenn sich die Leser*innen auch nur mit einer der Figuren identifizieren können, bin ich zufrieden.
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Neben der tragikomische Familiengeschichte gelingt dir aber auch eine Art Mystery-Story, die sich um eine Geheimgesellschaft von Milliardären dreht. Wie kam es dazu?
Ich wollte mich nicht auf das Genre »Familienroman« beschränken und war einfach neugierig, den Mystery-Aspekt zu erkunden. Ich habe Noir-Krimis aus den 1950er-Jahren gelesen, um den Ton und die Handlung eines Krimis zu verstehen – ein Genre, in dem ich zuvor noch nie geschrieben hatte. Der Bösewicht des Buches, Paul Alabaster, wurde von einer realen Person inspiriert, die mit ihrem Sohn rituell Blut tauscht, um die Jugend zu erhalten. Sie kennen vielleicht Bryan Johnson? Die Angst vor dem Altern bzw. der Kampf gegen die Sterblichkeit, die als Wissenschaft getarnte Eitelkeit, faszinierten mich.