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Worum geht es in Ihrer neuen Dilogie "Die Alster-Schule"?

Es geht um eine junge Geschichts- und Lateinlehrerin, die im Hamburg der 30er-Jahre an der Alsterschule ihre Arbeit aufnimmt. Beseelt von den Ideen der Reformpädagogik vermittelt Felicitas ihren Stoff auf sehr unkonventionelle, kinderfreundliche Weise. Doch als die Nationalsozialisten die Macht ergreifen, verändert sich der Schulalltag radikal – und nicht nur Felicitas, sondern auch ihre Kollegen müssen sich entscheiden, ob sie sich der NS-Ideologie unterwerfen oder ob sie ihren Idealen treu bleiben und Widerstand leisten.

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Was hat Sie zu der neuen Reihe inspiriert / wie sind Sie auf die Idee gekommen?

Ich bin nicht nur das Kind von zwei Gymnasiallehrern, sondern habe einst selber Lehramt studiert. Und obwohl ich diesen Beruf nie ausgeübt habe, hat es mich schon seit langem gereizt, einen Roman über eine Lehrerin zu schreiben. Als ich tiefer in die Thematik einstieg, stieß ich auf viel Interessantes: sei es die Reformpädagogik, deren bahnbrechende Ideen in den Zwanzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts insbesondere an vielen Hamburger Schulen mit so viel Enthusiasmus umgesetzt wurden, oder das jähe Ende dieser Schulversuche, als die nationalsozialistische Bildungspolitik das Gegenteil von all ihren Prinzipien diktierte. Aber ich wusste erst, dass ich meinen Lehrerinnenroman nicht einfach nur schreiben konnte und wollte, nein, schreiben musste, als ich mich näher mit Erna Stahl beschäftigte, einer überzeugten Reformpädagogin der Lichtwarkschule. Ein von ihr initiierter Lesekreis in den Dreißigerjahren schuf sozusagen die geistige Grundlage für die Hamburger Weiße Rose – das zweite zentrale Thema meiner Dilogie.

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Würden Sie uns die wichtigsten Charaktere aus Ihrer Dilogie einmal skizzieren?

Da gibt es zum einen Felicitas, eine glühende Reformpädagogin, aber zugleich auch Femme fatale, die leidenschaftlich gern unterrichtet – und in ihrer Freizeit leidenschaftlich gern tanzt. Einen Bruder im Geiste findet sie in Levi, einem feinsinnigen Deutschlehrer und Literaturliebhaber, der in jeder Situation das passende Zitat parat hat. Während Felicitas Freiheit über alles geht, sehnt sich ihre Freundin Anneliese, eine Hauswirtschaftslehrerin, vor allem nach einem Ehemann. Den glaubt sie in Emil zu finden, einem Turn- und Englischlehrer, der seine Gefühle gerne hinter einer ausdruckslosen Miene verbirgt und Disziplin nicht nur beim Trainieren auf dem Reck hochhält.

Band 1

Die Alster-Schule - Zeit des Wandels

★ ★ ★ ★ ☆

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Hamburg 1931: Ein neuer Geist weht durch die Schulen der Weimarer Republik. Wo einst der Rohrstock regierte, erobern sich die Schüler den Stoff nun mit Kopf, Herz und Hand. Felicitas, die gerade eine neue Stelle als Lehrerin angetreten hat, ist beseelt von den Idealen der Reformpädagogik. Auch Sportlehrer Emil scheint ein Verbündeter zu sein, ist er doch heimlich in sie verliebt. Doch das bürgerliche Leben, das er anstrebt, scheint mit Felicitas' Freiheitswillen nicht vereinbar. Ganz anders sieht es bei ihrer Freundin Anneliese aus, die alles daransetzt, Emil für sich zu gewinnen. Während Annelieses und Emils aufkeimende Zuneigung einen Keil zwischen die Freundinnen treibt, ziehen auch am Horizont der Geschichte dunkle Wolken auf: Die Nazis ergreifen die Macht, und auf dem Schulhof weht die Hakenkreuzfahne. Felicitas und ihre Kollegen müssen eine Entscheidung treffen: Wollen sie zum Dienst am Führer erziehen? Oder ihren Idealen treu bleiben?

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Band 2

Die Alster-Schule - Jahre des Widerstands

★ ★ ★ ★ ★

8

Hamburg im Zweiten Weltkrieg: Das Heulen der Sirenen liegt über der Stadt, Hamburger Juden werden scharenweise deportiert und Abiturienten möglichst schnell an die Front geschickt. Wo gerade noch anschaulicher, lebendiger Unterricht gehalten wurde, ist wieder Zucht und Ordnung eingekehrt. Die einstigen Bildungsideale scheinen verloren. Doch während sich Emil und Anneliese dem NS-Regime andienen, bleibt Felicitas ihren Werten unverrückbar verbunden. Als sie ehemaligen Schülern wiederbegegnet, aus denen mittlerweile Studenten geworden sind, kommt ihr ein Flugblatt aus München in die Hände, das neue Hoffnung macht. Und eine radikale Entscheidung verlangt …

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