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Latife Arab

Ein Leben zählt nichts – als Frau im arabischen Clan

Eine Insiderin erzählt

(1)

Bestseller Platz 16
Spiegel Hardcover Sachbücher

HardcoverNEU
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Sie stehen für Raub, Schutzgelderpressung, Drogengeschäfte und Menschenhandel, betrachten den deutschen Staat als Selbstbedienungsladen, vor Polizei und Justiz haben sie keinen Respekt. Vor Frauen erst recht nicht. Latife Arab wurde in einen der größten Clans Deutschlands hineingeboren. Bereits als Kind war sie in die kriminellen Machenschaften involviert, musste als Kurierin herhalten oder Falschaussagen machen. Es folgten knapp dreißig Jahre, in denen sie ihrer Familie und ihrem Mann wie eine Sklavin zu dienen hatte, missbraucht und gedemütigt wurde. Nach sechs gescheiterten Versuchen schaffte sie es, sich und ihre Kinder zu retten. Latife Arab ist die erste weibliche Stimme, die aus dem inneren Kreis eines Clans berichtet und Einblicke in ein skrupelloses Familien- und Wertesystem gewährt. Es ist die Geschichte eines steinigen Neuanfangs und die einer Emanzipation, die noch immer andauert – denn die Großfamilie lauert überall.

  • Die erste weibliche Stimme, die aus dem Inneren eines der größten arabischen Clans in Deutschland berichtet

  • Kriminalität, Blutrache, Zwangsehen: Einblicke in ein skrupelloses Familien- und Wertesystem

  • Ein sehr persönlich erzähltes, enthüllendes und politisches Buch über die Macht der Clans und das Versagen des deutschen Staates


ORIGINALAUSGABE
Hardcover mit Schutzumschlag, 256 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-453-21874-1
Erschienen am  13. March 2024
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Rezensionen

Selbst Tiere werden besser behandelt

Von: Marianne

21.03.2024

Latife heißt nicht wirklich Latife. Doch sie möchte nicht von ihrer Familie gefunden werden. Mit sehr viel Mühe hat sie es endlich geschafft. Sie führt ein eigenständiges Leben und darf selbst über ihre Pläne und Zeit bestimmen. Doch immer lebt sie mit einem ängstlichen Blick über die Schulter. Denn es wird ihr übel ergehen, wenn ihre Familie sie findet. In ihren ersten Lebensjahren genießt Latife das beschauliche Leben in einem kleinen türkischen Dorf. Ihre Familie ist arm, aber sie kennt es nicht anders. Doch dann reisen nacheinander mehrere Dorfbewohner nach Deutschland. Ihre Berichte lassen staunen, und nun will jeder in dieses Land, in dem das Geld auf den Straßen liegen soll. Eines Tages beschließt auch Latifes Familie ihr Glück in Deutschland zu suchen. Mit einer falschen Identität kommen sie an und bemühen sich um Asyl. Nach mehreren Versuchen, mit verschiedenen Geschichten und angeblichen Nationalitäten, haben sie endlich Erfolg. Sie dürfen in Deutschland bleiben. Nun geht jede Mark, die erübrigt werden kann, zurück in die alte Heimat, damit noch mehr Mitglieder des Familienclans nachreisen können. Latife gilt in ihrer Familie nur als Arbeitskraft, später auch als Einkunftsquelle, denn mit der Zahlung des Brautgelds gehört sie ihrem Mann. Hatte sie schon davor kein eigenes Leben, geht es ihr als Ehefrau wesentlich schlechter. Mehrmals wird sie so brutal geschlagen, dass sie ins Krankenhaus muss. Nach vielen Jahren und mehreren vergeblichen Versuchen, schafft es Latife endlich ihrer Familie zu entkommen. Wie froh ist sie, als sie sogar einen Beruf erlernen darf! Dieses berührende Buch ist spannend und mitreißend geschrieben. Es ist kaum zu glauben, dass es solche Schicksale in unserer Nachbarschaft geben kann. Dass trotz aller Menschenrechte in Deutschland, eine Parallelgesellschaft existiert, in der eine Frau derart misshandelt und unterdrückt wird. Besonders aufschlussreich ist es, dass die Autorin nicht nur von ihren Erlebnissen erzählt, sondern auch reflektiert, was diese Erfahrungen mit ihr gemacht haben und immer noch machen. Einstellungen und Denkmuster, die sie längst verwerfen möchte, hängen ihr immer noch nach. Interessant sind auch die Erlebnisse, die sie und ihre Familie mit dem Rechtssystem in Deutschland gemacht haben. Und erstaunlich sind die Berichte darüber, wie Menschen in Deutschland unbemerkt in einem System verbleiben können, das unseren Gesetzen entgegensteht. Fazit: Gut geschrieben und absolut lesenswert, erzählt dieses Buch die Lebensgeschichte einer jungen Frau, die es geschafft hat Misshandlungen und Unterdrückung zu entkommen. Sehr beeindruckend und berührend!

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Vita

Latife Arab

Latife Arab ist ein Pseudonym, das die Autorin schützen soll. 1980 in einem kleinen türkischen Dorf geboren, kam sie mit fünf Jahren nach Deutschland, wo sich ihre Familie zu einem der größten Clans in Deutschland entwickelte. Mit 28 Jahren kehrte sie der Familie den Rücken. Heute lebt sie mit ihren Kindern und ihrem deutschen Partner in der Nähe von Berlin.

Zur Autorin

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