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Kristine Bilkau

Nebenan

Roman
Shortlist Deutscher Buchpreis 2022

Hardcover
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Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2022

Ein kleiner Ort am Nord-Ostsee-Kanal, zwischen Natur, Kreisstadt und Industrie, kurz nach dem Jahreswechsel. Mitten aus dem Alltag heraus verschwindet eine Familie spurlos. Das verlassene Haus wird zum gedanklichen Zentrum der Nachbarn: Julia, Ende dreißig, die sich vergeblich ein Kind wünscht, die mit ihrem Freund erst vor Kurzem aus der Großstadt hergezogen ist und einen kleinen Keramikladen mit Online-Shop betreibt. Astrid, Anfang sechzig, die seit Jahrzehnten eine Praxis in der nahen Kreisstadt führt und sich um die alt gewordene Tante sorgt. Und dann ist da das mysteriöse Kind, das im Garten der verschwundenen Familie auftaucht.

Sie alle kreisen wie Fremde umeinander, scheinbar unbemerkt von den Nächsten, sie wollen Verbundenheit und ziehen sich doch ins Private zurück. Und sie alle haben Geheimnisse, Sehnsüchte und Ängste. Ihre Wege kreuzen sich, ihre Geschichten verbinden sich miteinander, denn sie suchen, wonach wir alle uns sehnen: Geborgenheit, Zugehörigkeit und Vertrautheit.

»Was für ein feines Buch! Es entspinnt sich um ein verlassenes Haus in einem Dorf am Nord-Ostsee-Kanal und entfaltet einen so einnehmenden Sog, dass es man es vermisst, sobald man es aus der Hand legt.«

Daniel Schreiber (17. March 2022)

Hardcover mit Schutzumschlag, 288 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-630-87519-4
Erschienen am  08. March 2022
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Unaufgeregte Lebensrealitäten

Von: jensis_leseecke

29.05.2023

„Der Kanal ist ein Strom aus Silber. Die Felder sind wie ein Puzzle aus braunen, grünen und gelben Teilen. Die Häuser und Gärten sind wie Spielzeug, die Trampoline und Sandkisten wie kleine Formen ins Grün gestempelt.” (Kristine Bilkau, Nebenan, S. 155) In einem kleinen Ort am Nord-Ostsee-Kanal verlässt eine Familie nach dem Jahreswechsel plötzlich und unerwartet ihr Haus. Niemand weiß etwas über ihren Verbleib und niemand scheint sie wirklich zu vermissen. Bis auf die Nachbarin Julia, die erst kürzlich mit ihrem Freund und einem unerfüllten Kinderwunsch in den Ort gezogen ist. Das leere Haus der für sie eigentlich unbekannten Familie wird für Julia zunehmend zum Dreh- und Angelpunkt ihrer Gedanken und Sehnsüchte. Und auch die Ärztin Astrid, die sich rührend um ihre Tante kümmert und um eine verlorene Freundschaft trauert, fühlt sich von dem Haus und der Geschichte der Familie angezogen. Mit „Nebenan” hat Kristine Bilkau einen ungewöhnlichen und leisen Roman geschaffen, der im vergangenen Jahr auch für den Deutschen Buchpreis nominiert war. Es ist eine Geschichte über Wünsche, verpasste Chancen und über zwischenmenschliche Begegnungen. Ganz langsam entfaltet sich für den Leser diese Geschichte und das Buch hat dabei seine ganz eigene Dynamik. Bilkau gewährt teils intime Einblicke in die unterschiedlichen Lebensrealitäten ihrer Protagonistinnen. Die Sprache ist oft einfach gehalten, stellenweise jedoch gefühlvoll und zart, ohne je ins Kitschige abzugleiten. Es geht um Vertrautheit und Entfremdung, um Geborgenheit und um den gesellschaftlichen Rückzug ins Private. Ein Buch, welches unaufgeregt präzise aktuelle Lebensentwicklungen widerspiegelt und zum Nachdenken anregt.

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Wie stark darf man sich in das Leben anderer einmischen?

Von: Susanne Eichholz aus Frankfurt am Main

17.03.2023

Es gelingt Bilkau meines Erachtens ausgezeichnet, die verschiedenen Handlungsstränge und Geschichten so in der Schwebe zu halten, dass man immer weiterliest, um zu erfahren, worauf das Ganze hinausläuft. Wiederholt taucht die Frage auf, wie weit es zulässig ist, in das Leben anderer einzudringen und ihnen nachzuspüren mit dem Wunsch zu helfen. Als die Ärztin Astrid versucht, dem Verschwinden der Familie im Dorf auf den Grund zu gehen, gerät ihr eigenes Leben ins Wanken. Dieses Buch ist sehr ungewöhnlich und schöpft seine Kraft aus Zwischentönen. Umso erstaunlicher und erfreulicher erscheint es mir, dass es auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2022 gelangte, auf der viel Trendiges und Lautes zu finden war. Auch Frau Bilkau selbst trat bei der Vorstellung ihres Buches in Frankfurt deutlich zurückhaltender auf als einige der anderen Autoren und bewies erfreulicherweise, dass es ihr um Literatur und nicht Effekt geht. Allein deshalb lohnt es sich, diese norddeutsche Geschichte zu lesen.

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Vita

Kristine Bilkau, 1974 geboren, studierte Geschichte und Amerikanistik in Hamburg und New Orleans. Ihr erster Roman »Die Glücklichen« fand ein begeistertes Medienecho, wurde mit dem Franz-Tumler-Preis, dem Klaus-Michael-Kühne-Preis und dem Hamburger Förderpreis für Literatur ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt. Vor »Nebenan« erschien »Eine Liebe, in Gedanken« sowie »Die Glücklichen« im Luchterhand Literaturverlag. Kristine Bilkau lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

Zur Autorin

Events

23. März 2024

Lesung und Gespräch in der Schaubühne Lindenfels

19:00 Uhr | Lesungen
Kristine Bilkau
Nebenan

28. Mai 2024

Lesung in der Buchhandlung am Markt, Preetz

Preetz | Lesungen
Kristine Bilkau
Nebenan

Pressestimmen

»Ein hellsichtiges Gesellschaftsporträt der Hamburger Schriftstellerin Kristine Bilkau. Es geht um Kleinstadtleben, um unerfüllte Sehnsüchte und die Flucht in idealisierte Welten, in denen alles einfacher scheint als in der sperrigen Realität.«

Sabine Rennefanz / Der Spiegel (25. June 2022)

»Kristine Bilkau (›Die Glücklichen‹) erzählt einmal mehr meisterhaft vom brüchigen Lebenstraum.«

Meike Schnitzler / Brigitte (30. March 2022)

»Nach ›Eine Liebe, in Gedanken‹ und ›Die Glücklichen‹ wieder ein leiser, feiner Roman von Kristine Bilkau.«

NDR Kultur (14. January 2022)

»Meisterlich nimmt sie Lebensträume auseinander, vermisst die Gegenwart und vor allem den gesellschaftlichen Mittelstand, der zwischen Selbstverwirklichung und Selbsttäuschungen schwankt.«

Britta Heidemann / Westdeutsche Allgemeine Zeitung (09. March 2022)

»In ihrer klaren, schnörkellosen, sparsam mit Naturimpressionen geschmückten Sprache schildert die Autorin den Einzug des Misstrauens in die Provinz.«

Gunda Bartels / Der Tagesspiegel (24. April 2022)

»Bilkau erzählt in genauen, leisen Worten, sie erkundet die Rätsel des unscheinbaren Ortes, zeigt die Poesie der spröden Landschaft drumherum, mäandert durch die Vorgeschichten ihrer Figuren.«

Sabine Rohlf / Berliner Zeitung (09. March 2022)

»Ein stilles, feinsinniges, gar nicht so überschaubares Buch, in dem die Figuren miteinander teilen, was schließlich auch der Leserin auf der letzten Seite schwerfällt: das Loslassenmüssen.«

Maike Schiller / Hamburger Abendblatt (08. March 2022)

»Kristine Bilkaus kluger Roman zeigt, dass es manchmal einfacher scheint, das Leben anderer Menschen zu betrachten, anstatt das eigene.«

Antonia Barboric / Die Presse am Sonntag (03. April 2022)

»Der internationale Frauentag passt durchaus als Erscheinungsdatum für Kristine Bilkaus neuen Roman. Denn es sind vor allem die weiblichen Figuren, die in dieser stillen Erzählung mit ihren Erschütterungen hervortreten.«

Ida Kretzschmar / Märkische Oderzeitung (08. March 2022)

»Liest sich wie eine gute Serie.«

Miriam Böndel / Emotion (28. February 2022)

»Kristine Bilkau hat einen schauerschönen Roman vorgelegt. Eine Abrechnung mit dem Unheimlichen, ein Blick in die Untiefen der Menschen von nebenan.«

»Viel Verfall, wenig Romantik: Kristine Bilkaus Roman ›Nebenan‹ erzählt eindrucksvoll und still aus der deutschen Provinz.«

»›Nebenan‹ ist ein stiller, aber dennoch gesellschaftskritischer Roman über den Strukturwandel auf den Dörfern, den sozialen Wandel und über verpasste Chancen.«

Ingrun Thiele / Szene Hamburg (28. April 2022)

»Nicht nur die Dörfer sterben, sondern auch die Kleinstädte, davon erzählt Kristine Bilkau in einer sehr gruseligen Atmosphäre«

Roland Mischke / Rhein-Neckar-Zeitung (16. July 2022)

»Sie hat so einen zarten feinen Ton, der einen gefangen nimmt. Ich habe nach der Lektüre dieses Buches mein ›Nebenan‹ noch einmal anders wahrgenommen.«

Weitere Bücher der Autorin