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Ali Smith

Winter

Roman

Hardcover
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Winter – die kürzesten Tage, die längsten Nächte. Eine Jahreszeit, die uns das Überleben lehrt. Vier Leute, Fremde und Familie, verbringen Weihnachten in einem riesigen Haus in Cornwall, und doch stellt sich die Frage, ob jeder genug Platz findet. Denn Arthurs Mutter Sophia sieht Dinge, die nicht sein können. Arthur selbst sieht andere. Und da sind noch Iris, Sophias Schwester, ewige Rebellin, nach dreißig Jahren wieder zurück, und Lux, eine Fremde, die Arthur als seine Freundin ausgibt. Eine besondere Nacht, voll Streit und Lügen, Erinnerungen und Mythen. Eine besondere Zeit – unsere Zeit.

»Im Großen wie im Detail zündet Smith ein literarisches Feuerwerk ab.«


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Silvia Morawetz
Originaltitel: Winter
Originalverlag: Hamish Hamilton
Hardcover mit Schutzumschlag, 320 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-630-87579-8
Erschienen am  02. November 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Parallelwelten

Von: micropolis magazine

19.01.2023

Nach fast drei Jahren voller Lockdowns und Unsicherheiten komme ich an Weihnachten wieder mit einem Großteil meiner Familie zusammen. Es ist anders. Wir haben uns lange nicht gesehen. Müssen wieder warm werden. Und das, obwohl dieser Winter schon jetzt als einer der wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gilt. Passend dazu, las ich in zum Ende des Jahres ‚Winter‘, den zweite Teil der Jahreszeiten-Tetralogie von Ali Smith. Der Roman erzählt ebenfalls von einer Familienzusammenkunft an Weihnachten: ein Sohn, seine ausgedachte Freundin, seine Mutter, ihre Schwester – alle vereint in einem britischen Landsitz. In der Tradition von Dickens’ ‚A Christmas Carol‘ lässt Ali Smith über Geister und Erinnerungen die Gegenwart ihrer Figuren verschwimmen und verwebt sie kunstvoll mit den aktuellen Geschehnissen in Großbritannien. Auf mystisch-märchenhafte Weise überzeichnet sie, was die Dialoge der Familie fortwährend begleitet: die unterschiedlichen Realitäten in denen sie abseits des Weihnachtsfestes leben. Eine Parabel für das, was auch in Deutschland immer sichtbarer wird und mir vor allem im Kreise der Familie von Bedeutung scheint. Denn (Groß-)Eltern, Geschwister, Onkel, Tanten, Cousins und Cousinen sind Menschen, die nicht durch gemeinsame Interessen oder berufliche Schwerpunkte mit uns verbunden sind. Die uns abseits von Filterblasen und Echokammern erreichen und uns zeigen können, dass nicht jede*r lebt, denkt oder handelt, wie wir es tun. Und gerade, wenn Diskussionen manchmal hitzig werden, ist es am Ende hoffentlich Wärme, die uns in Erinnerung bleibt.

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Kühle Atmosphäre

Von: elashin.testet

07.09.2021

Eine ungewöhnliche Weihnachtsgeschichte auf einem großen Anwesen in Cornwall erzählt uns der Band Winter von Ali Smith. Hier kommen vier Menschen zusammen die aus einer Familie und einer Fremden besteht. Neben der Hausherrin Sophia, ihrem Sohn Arthur, der sie in Begleitung einer fremden Frau Namens Lux besuchen kommt, die er als seine Freundin vorstellt, von der er sich in Wahrheit getrennt hat (Charlotte), kommt noch Sophias Schwester Iris dazu, die seit langem kein gutes Verhältnis zu ihrer verbitterten und verwirrten Schwester hat. Arthur ruft seine Tante an und lädt sie zu diesem Treffen ein, besser gesagt er bittet sie darum dabei zu sein. Auch dieser Band hat wie der Vorgänger bestimmte Themen über die sich die vier unterhalten, diskutieren und ihre Ansichten zum Ausdruck bringen. Ob Digitalisierung oder Migration, es werden aktuelle Themen aufgegriffen und man kann in diesem Buch erkennen wie doch verschiedene Menschen im selben Raum, ganz unterschiedlich denken und Dinge betrachten. Der Schreibstil ist wie im ersten Band melodisch, poetisch und es macht Freude das Buch zu lesen. Es ist eine Art Reflektion von uns selbst und anderen Menschen und passt zu kurzen Tagen und langen Nächten im Winter. Auch hier ist das Cover sehr einfach gehalten und passt für mich gut zum Buch. Alle 4 Bände sind ungewöhnlich und keine einfachen Romane von der Stange, da sie sich mit realen und aktuellen Themen beschäftigen, uns zum Nachdenken bringen, aber auch etwas Fiktives haben und manchmal auch was zum Schmunzeln dabei ist.

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Vita

Ali Smith

Ali Smith wurde 1962 in Inverness in Schottland geboren und lebt in Cambridge. Sie hat mehrere Romane und Erzählbände veröffentlicht und zahlreiche Preise erhalten. Sie ist Mitglied der Royal Society of Literature und wurde 2015 zum Commander of the Order of the British Empire ernannt. Ihr Roman »Beides sein« wurde 2014 ausgezeichnet mit dem Costa Novel Award, dem Saltire Society Literary Book of the Year Award, dem Goldsmiths Prize und 2015 mit dem Baileys Women’s Prize for Fiction. Mit »Herbst« kam die Autorin 2017 zum vierten Mal auf die Shortlist des Man Booker Prize sowie auf Platz 6 der SWR-Bestenliste, für »Sommer« erhielt sie den George Orwell Prize. 2022 wurde Ali Smith mit dem Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur ausgezeichnet.

Zur Autorin

Silvia Morawetz

Silvia Morawetz, geb. 1954 in Gera, studierte Anglistik, Amerikanistik und Germanistik. Sie hat bisher ca. 150 Werke aus den Gattungen Prosa, Lyrik, Essay und Hörspiel übertragen und ist die Übersetzerin von u.a. Henry Miller, Anne Sexton, Ali Smith, Hilary Mantel und Joyce Carol Oates. Sie erhielt Stipendien des Deutschen Übersetzerfonds, des Landes Baden-Württemberg und des Landes Niedersachsen.

Zur Übersetzerin

Pressestimmen

»›Winter‹ von Ali Smith: Jeder Satz ist wie eine wärmende Decke.«

»Dieser Schriftstellerin beim freien Denken zuzuschauen, ist nicht nur ein großes Vergnügen. Es kommt einem Akt der Befreiung gleich.«

Ingrid Mylo / Badische Zeitung (19. December 2020)

»Eine moderne Spukgeschichte, die viele ›Geister‹ der jüngsten Vergangenheit, Verdrängtes und Vergessenes zum Leben erweckt.«

»Die Moral dieser Weihnachtsgeschichte ist jedenfalls klar: Wer Differenz aushält, gewinnt.«

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