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Elena Ferrantes Meisterwerk über die Kraft der Freundschaft jetzt endlich als Hörspiel

Bearbeiter und Regisseur Martin Heindel lässt in einem opulenten Hörspiel das Neapel der 1950er Jahre und all die eigensinnigen, lebensnahen Figuren aus Elena Ferrantes Epos als eindrückliches Klangerlebnis wiedererstehen.

Vor allem Elena und Lila, die zwei Mädchen, die unterschiedlicher kaum sein könnten, und die doch eine unzertrennliche, lebenslange Freundschaft verbindet. Bis die eine spurlos verschwindet und die andere zurückblickt, um hinter das Geheimnis dieses Verschwindens zu kommen.


Aus dem Italienischen von Karin Krieger
Originaltitel: L'amica geniale (Edizioni E/O)
Originalverlag: Suhrkamp
Musik von Ulrike Haage
Bearbeitet von Martin Heindel
Hörbuch Download, Laufzeit: 3h 27min
ISBN: 978-3-8445-4087-1
Erschienen am  30. November 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Die Neapolitanische Saga - Die Hörspiele

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Rezensionen

Eine wunderbare Geschichte über zwei Freundinnen aus Neapel

Von: Jasmin

23.02.2022

Das Buch "Meine geniale Freundin" und ebenso die Folgebücher der Tetralogie haben mich zutiefst berührt. Elena Ferrante schreibt so wunderbar, dass ich die Bücher nicht aus der Hand geben konnte. Ebenso habe ich dann die Hörbücher und die Filme angesehen. Die beiden Freundinnen aus Neapel kommen aus denselben Verhältnissen, leben dann vielleicht auch aufgrund ihrer unterschiedlichen Persönlichkeiten und Ambitionen aber ganz verschiedene Leben. Sie lieben sich sehr und trotzdem haben die Freundinnen viele Probleme miteinander. Die Geschichte ist traurig, aber irgendwie auch so wahr, da sie nichts verschönt und auch dem Leser nicht das gibt, was er sich zu hoffen wünscht. Ich habe selten eine so großartige Saga gelesen und empfehle diese Bücher jedem, der sich nach einem guten mehrbändigen Roman sehnt. Ich habe nach dem Lesen des Buches versucht herauszufinden, ob die Autorin über sich selbst schreibt- Elena Ferrante ist jedoch ein Pseudonym der Autorin und daher kann nicht wirklich viel über ihre Kindheit in Erfahrung gebracht werden.

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"Sie wollte nicht nur verschwinden, jetzt, mit sechsundsechzig Jahren, sondern auch das ganze Leben auslöschen, das hinter ihr lag."

Von: Travel Without Moving

29.01.2021

"Sie wollte nicht nur verschwinden, jetzt, mit sechsundsechzig Jahren, sondern auch das ganze Leben auslöschen, das hinter ihr lag." Lila und Elena sind bereits seit über 60 Jahren miteinander befreundet, als Lila eines Tages spurlos verschwindet. Elena weiß, dass ihre Freundin schon seit mindestens 30 Jahren darüber nachgedacht hat, Neapel zu verlassen, und nun scheint die passende Zeit gekommen zu sein: Alle Kleider, Schuhe, Bücher, Fotos, Filme und Lilas PC sind weg. Um das Geheimnis um Lilas Verschwinden aufzudecken, denkt Elena zurück an die gemeinsame Zeit mit ihrer Freundin und erzählt im ersten Teil der Tetralogie von der Kindheit und Jugend der beiden Mädchen. Ich kann durchaus behaupten, dass ich Elena Ferrante-Fan bin. Ich habe einige Bücher der Autorin gelesen, aber die Neapolitanische Saga hat es mir ganz besonders angetan, und ich habe sowohl die vier Bücher der Saga gelesen und zusätzlich als Hörbuch gehört als auch die ersten beiden Staffeln der Fernsehserie gesehen. All diese Medien mag ich sehr, und nun habe ich auch noch das Hörspiel zum ersten Band gehört, das mich genauso begeistert hat wie die Bücher, Hörbücher und Verfilmungen. Ich kenne Neapel nicht von eigenen Reisen, war aber schon sehr oft in Italien und finde, dass die Autorin die Stimmung in den 1950er Jahren und das italienische Flair sehr gut eingefangen hat. ‚Meine geniale Freundin‘ hat mich von Anfang an nach Italien im Allgemeinen und Neapel im Besonderen versetzt und vermittelt zwischen den Zeilen viele Informationen über die Geschichte des Landes und der Stadt sowie über die Mentalität, die Kultur und die Gepflogenheiten der Bewohner. Zwar wird die Geschichte sehr detailreich erzählt, aber meiner Meinung nach sind die Schilderungen so lebendig, dass die Geschichte auch ohne große Paukenschlagmomente auskommt. Wer sich von dem Buch eine durchweg spannungsgeladene Geschichte mit rasanten Wendungen verspricht, wird von der Lektüre sicher enttäuscht werden, denn ‚Meine geniale Freundin‘ ist eher ein Buch der leisen Töne, das auf den ersten Blick wie der oberflächliche Bericht über eine Mädchenfreundschaft wirkt, bei tiefergehender Betrachtung jedoch einen perfekten Abriss des Lebens in Neapel und der Gesellschaftsstruktur im Italien der 1950er Jahre bietet. Das Hörspiel ist selbstverständlich gekürzt, so dass einige Aspekte der Geschichte fehlen. Die Sprecher und die Hintergrundgeräusche sind aber sehr gelungen, geben der Geschichte den passenden Anstrich und sorgen für eine perfekte Stimmung. Ich empfehle das Hörbuch für alle, die die Bücher/Hörbücher bereits kennen und gerne ihre Erinnerungen an die Saga auffrischen möchten, oder an diejenigen, die zum ersten Mal in Ferrantes Neapel-Tetralogie hineinhören und sich einen ersten Eindruck bilden möchten. Generell lege ich natürlich allen die (nicht gekürzten) Bücher und Hörbücher an Herz, weil die Geschichte einfach so toll und so toll erzählt ist. Elena Ferrante: Meine geniale Freundin. Das Hörspiel. Band 1 der Neapolitanischen Saga. Aus dem Italienischen von Karin Krieger. Hörspiel mit Rosalie Thomass, Enea Boschen, Hanna Scheibe und vielen anderen. der Hörverlag, 2020; 22 Euro.

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Vita

Elena Ferrante

Elena Ferrante hat sich mit dem Erscheinen ihres Debütromans »Lästige Liebe« 1992 für die Anonymität entschieden. Später veröffentlichte sie »Tage des Verlassenwerdens« und »Die Frau im Dunkeln«. Ihre »Neapolitanische Saga« umfasst »Meine geniale Freundin«, »Die Geschichte eines neuen Namens«, »Die Geschichte der getrennten Wege« sowie »Die Geschichte des verlorenen Kindes«. Für den vierten und letzten Band der Reihe stand sie auf der Shortlist für den Man Booker International Prize.

Zur Autorin

Rosalie (Lehmann) Thomass

Rosalie Thomass, geboren 1987 in München, sammelte ihre ersten Bühnenerfahrungen am Münchner Volkstheater. Bis 2005 war sie Mitglied der Jugendtheatergruppe der Münchner Kammerspiele. Erstmals einem breiteren Publikum bekannt wurde Rosalie Thomass 2005 in Dominik Grafs »Polizeiruf 110 – Er sollte tot«, für den sie u. a. den Bayerischen und den Deutschen Fernsehpreis als Beste Nachwuchsdarstellerin erhielt. Es folgten weitere Rollen in den Kinofilmen »Eine ganz heiße Nummer«, »Beste Zeit«, »Beste Gegend« und »Beste Chance«. Für den Hörverlag hat sie u. a. »2084 – Noras Welt« von Jostein Gaarder eingelesen und spricht die Hauptrolle der Elena in den BR-Hörspielen der »Neapolitanischen Saga« nach den Romanen von Elena Ferrante.

Zur Sprecherin

Enea Boschen

Enea Boschen, 1997 in Bielefeld geboren, sammelte in Köln erste Bühnenerfahrung. 2017 bis 2020 war sie Schauspielstudentin an der Theaterakademie August Everding in München. Noch vor ihrem Abschluss war sie auf der Bühne des Residenztheaters München zu erleben. Als Sprecherin war sie bereits im Hörspiel »Bilder deiner großen Liebe« nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf zu hören.

Zur Sprecherin

Hanna Scheibe

Hanna Scheibe, geboren 1973 in Marbach am Neckar, studierte Schauspielam Mozarteum in Salzburg. Ihr erstes Engagement führte sie ans Staatstheater Stuttgart, im Anschluss war sie am Schauspielhaus Bochum und am Schauspiel Hannover engagiert. Seit 2011 ist Hanna Scheibe Ensemblemitglied des Residenztheaters München. Doch nicht nur auf der Bühne, auch im Fernsehen ist sie immer wieder zu sehen.

Zur Sprecherin

Martin Heindel, geboren 1976, studierte Dramaturgie. Seit 2012 schreibt und inszeniert er eigene Hörspiele und führt Regie bei Hörbuchaufnahmen und preisgekrönten Radioproduktionen.

Martin Heindel

Ulrike Haage

Die Komponistin, Pianistin, Klangkünstlerin und Hörspielmacherin Ulrike Haage ist eine der vielseitigsten Künstlerinnen Deutschlands. Sie arbeitet an der Schnittstelle von Jazz, Avantgarde, klassischer Musik und Literatur. Neben ihrer Arbeit als Komponistin und Hörspiel-Regisseurin schreibt sie Filmmusik und ist als Solopianistin tätig. Zu Ulrike Haages Auszeichnungen zählen der Deutsche Jazzpreis (Albert-Mangelsdorff-Preis), der Sonderpreis für Musik der Nordischen Filmtage, der Deutsche Dokumentarfilm Musikpreis, der Hörspielpreis der Kriegsblinden und der Günter-Eich-Preis für ihr Lebenswerk.

www.ulrikehaage.com

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