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Rezensionen zu
Fuck the Föhnfrisur

Meike Frei

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Eine Frau - viel zu tun. Die Protagonistin Frau Frei muss sich nicht nur mit ihren Schülern sondern auch mit Kollegen und diversen Problemen rumschlagen. Dies tut sie allerdings wie der Titel schon verrät mit viel Humor. Frau Frei muss man einfach mögen und ihre Geschichte ist einfach unglaublich. Was sie alles unter einen Hut bekommt ist unglaublich. Zudem bekommt man doch einen sehr realistischen Einblick in die Welt der Friseure und der Lehrer, zwei Berufe die sich nicht einen lassen oder etwa doch? Wer auf Chaos steht, lachen möchte und trotz allem den Ernst der Lage nicht missen möchte für den ist fuck the föhnfrisur genau das richtige

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Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht... Ich kenne das Gefühl, wenn man stundenlang den Unterricht vorbereitet, man aber nicht das Gefühl hat, das irgendetwas bei den Schülern hängenbleibt. Aber so extrem, wie es in dem Buch dargestellt wird, ist es dann doch nicht. Aber genau das Übertriebene und Überspitzte, auch was das Lehrerkollegium angeht, ist recht witzig. Das Buch ist aus der Sicht der Protagonistin Meike geschrieben. Sie ist sehr sympathisch, war für mich aber an der ein oder anderen Stelle zu naiv und sprunghaft. Da kam sie für mich nicht wie eine erwachsene Frau rüber, sondern eher wie eine ihrer Schülerinnen. Das zeigte sich zum Beispiel, als sie sich mal schnell selbst mit der Nagelschere eine neue Frisur verpasst und das ihrem Freund verheimlichen will, in dem sie eine Wollmütze trägt. Der Schreibstil an sich war nicht schlecht, das Buch lässt sich schnell lesen und die Kapitelüberschriften sind immer sehr passend. Allerdings war es mir teilweise etwas zu viel Jugendslang, gerade von Hassan. Trotzdem hat es gepasst. Genervt war ich allerdings nach einer Weile von den ständigen Wortspielen rund um den Frisurberuf wie "Cutastrophe" etc. Das war für meinen Geschmack etwas drüber. Die Geschichte an sich wird von lustigen Anekdoten immer wieder aufgelockert, in der Mitte gibt es dann aber auch einige Längen. Hier hätte es etwas kürzer sein dürfen. Insgesamt war das Buch eine nette Unterhaltung und gerade (angehende) Lehrer werden sich amüsieren. Alles in allem gibt es deswegen von mir 3 Sterne.

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Meike ist Lehrerin einer Hauptschule, übernimmt oft Vertretungsstunden, springt mal hier und mal da ein und plagt sich mit einem Haufen pubertierender Schüler herum. Zu ihren Schäfchen zählen die 8ter und die 5er. "Ey du Bitch, das ist voll pornös.", "Ich bin hier der Klassenbabo." und "Lass mal Haare wehen.", gehören zu den sprachlichen Ergüssen 14-jähriger Schüler an der Schule, wo Meike arbeitet. Neben Hasan, Kimberly und Johanna, gehören auch Alex oder Sandy zu den Schützlingen. Ob Streitigkeiten oder gegenseitiges Imponieren, alles außer dem Unterricht folgen, gehört zur Tagesordnung. Die Lehrerin wird nicht für voll genommen und von einem Unterrichtsgeschehen ist gänzlich abzusehen. So kommt es nicht selten vor, dass Meike mit Kopfschmerzen nach Hause geht oder sich in den nächsten Schultag quält. Bei der Vorbereitung für die Praktikumswochen der Schüler, probiert die Lehrerin auch einen Eignungstest bei sich durch. Das Ergebnis: Friseurin sei angeblich ihr Steckenpferd. Nach einem himmlischen Besuch beim Coiffeurteam Engelshaar, bei dem sie selbst Kundin ist, fasst sie den Entschluss ihren Schülern ein gutes Vorbild zu sein und ein Praktikum im selbigen Friseurladen zu machen. Es kommt wie es kommen muss. Die überdrüssige Lehrerin verliebt sich schockartig in ihren neuen Beruf und beschließt eine Ausbildung zur Friseurin zu machen. Es ist ihr egal, ob sie nun schlechter bezahlt wird, kaum Freizeit hat oder in den Urlaub kann; hier beim Friseur kann sie Menschen verschönern und Dank schlägt ihr entgegen. Doch das wird nicht so bleiben... Wer Fack ju Göhte gerne gesehen hat, wird auch Fuck the Föhnfrisur gerne lesen. Die bunten Erzählungen und detallierten Beschreibungen der Schule lassen den Leser selbst "Opfa" werden und man fühlt sich direkt in die Schulzeit zurückversetzt. Auch der Gegensatz, also das Friseurteam und die Arbeit im Selben, wird wunderbar und wahrheitsgemäß dargestellt. Meike Frei lässt kein Haar an der Sache und erzählt frei heraus, wie die Arbeit als Friseurin wirklich ist und sich auch ihre Beziehung zu ihrem Freund ändert. Besonders gut gefällt mir, dass die Emotionen Achterbahn fahren. Während der Lehrerjob anfangs das totale Negative darstellt und die Arbeit als Friseurin das totale Positive, schleicht es sich nach und nach ein, dass es zum Umgekehrten wird. Ohne noch mehr vorwegzunehmen, kann ich jedem das Buch wärmstens empfehlen. Es wird garantiert keine Schote ausgelassen und ein Pluspunkt sind die besonderen Wortkreationen für die Namen der Friseursalons. Das Buch ist gut für zwischendurch, ist kurzweilig und lässt sich einfach lesen. Deswegen 5 von 5 Sternen.

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Lehrerin Meike hadert mit ihrem Alltag: Will sie ihren Bildungsauftrag wirklich in die Tat umsetzen und sich bis zum Rentenalter die Lunge aus dem Hals schreien? Als sie ausprobiert, welchen Alternativjob ihr die Berufsberatung nahelegen würde, ist sie fassungslos: Ausgerechnet Friseurin soll sie werden?! Meike begibt sich in die Ausbildung, womit sie sogar bei ihren Schülern gut abschneidet: Schließlich brauchen die Topmodels und DSDS-Stars von morgen eine persönliche Stylistin, die noch dazu die Rechtschreibfehler auf ihren Autogrammkarten ausmerzen kann! Doch dann passiert etwas wahrhaft Haarsträubendes, womit niemand gerechnet hat … Als ich diesen Text gelesen habe, war ich gleich neugierig auf dieses Buch und habe mich gleich darum beworben. Als ich dann das Buch gelesen haben, ist mir immer der Film "Fack ju Göhte" eingefallen, denn auch in diesem Film haben die Schüler in dieser "Proll"-Sprache gesprochen, wie Eh Maaaann, escht jetzt ? Boah eh ! und so weiter. Na ja, auch in diesem Buch ist die Handlung überzogen und irgendwie nicht so ganz realistisch. Eine Lehrerin, die das Frisörhandwerk erlernt, weil ihr der Schuldienst zu anstrengend ist ?? Das Schulleben an Schulleben ist zwar manchmal sehr ähnlich, aber doch nicht so überzogen. Ich kann das ein wenig beurteilen, denn ich bin schon seit langen Jahren an einer Schule im Sekretariat tätig ! Das Buch ist ja ganz lustig geschrieben und amüsant, obwohl manchmal wirklich Zweifel an der ganzen Geschichte aufkommen, aber wie schon erwähnt, Fack ju Göhte ist ja auch ein Erfolg geworden ! Und genau in diese Rubrik würde ich auch dieses Buch einordnen. Amüsant, aber einmal Lesen reicht dann auch. Meine Bewertung : 3 von 5 möglichen Punkten, ich bin kein Fan der "Proll"-Sprache, zwischendurch mal ganz kurz amüsant, aber muss nicht länger sein. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich beim Verlag bedanken, der mir dieses Buch kostenlos als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Jedoch möchte ich ebenso betonen, dass es sich bei meiner Rezension um meine eigene Meinung handelt.

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Eine Lehrerin, die ihren Beruf hinwirft und Friseurin wird? Das klang für mich sehr interessant und deswegen war ich sehr auf diesen Roman gespannt. Schon der Titel „Fuck the Föhnfrisur – Eine Lehrerin schult um“ und das Buchcover klingen nach einem sehr unterhaltsamen, witzigen Buch. Oranger Titel auf grünem Hintergrund, dazu eine Lehrerin, die etwas genervt zu Boden blickt und Zettel in die Luft wirft… Bereits nach den ersten Zeilen war ich mitten im Buch und konnte es kaum mehr aus den Händen legen. Natürlich ist das Buch sehr übertrieben, aber trotzdem ist es sehr witzig und ich musste oft schmunzeln und lachen. Als Lehrerin kann ich sagen, dass vieles, das im Buch beschrieben wird, auch einen Kern Wahrheit hat und dass vieles davon wirklich an Schulen vorkommt, wenn auch in sehr abgemilderter Form. Ich habe da allerdings nicht den direkten Vergleich, weil Frau Frei an einer Hauptschule unterrichtete… Auch all die Klischees wie „Lehrer haben mittags schon frei“, „haben viele Ferien“ etc. werden hier angesprochen. Die Sprache ist einfach und bestens lesbar, oft auch frech und „der Schnauze nach“. Das Buch wirkt auf keiner Seite langweilig oder langatmig. Man muss unbedingt weiterlesen, weil man wissen möchte, was als nächstes wieder geschieht. Ein wirklich unterhaltsames Buch mit sehr viel Humor, das man gut zwischendurch lesen kann. Für Lehrer und Nicht-Lehrer gleichermaßen geeignet und ein toller Lesespaß! Ich kann den Roman bestens weiterempfehlen und vergebe volle Punktzahl: fünf Sternchen!

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Meike ist Lehrerin und hat es nicht leicht. Die Kollegen gehen ihr auf den Senkel, die Schüler noch mehr, und nun fragt sie sich, ob sie das die nächsten 30 Jahre bis zur Pensionierung noch ertragen kann. Daher beschließt Frau Frei umzusatteln und geht ein Praktikum als Friseuse - pardon - Friseurin an. Meike Frei schult um. Sie hat den Lehreralltag satt und geht eine Ausbildung zur Friseurin an. Statt korrigieren, belehren und benoten, heißt es auf einmal waschen, schneiden, föhnen - und sie glaubt, damit sei sie auf lange Sicht besser dran. Großteils geht man mit Meike den eher bescheidenen Alltag als Lehrer an. Die Schüler sind vorlaut und unverschämt, sind trotz ihrer eifrigen Bemühungen der deutschen Grammatik nicht mächtig und spätestens, wenn Schüler Hassan „Hastu Arbeit gecheckt?“ von seiner Bank aus nach vorne ruft, hat sie es mit äußerst unangenehmen Kopfschmerzen zutun. Die Schattenseite des Lehrerseins ist damit aber noch lange nicht ausgeschöpft. Es fehlt an Respekt von Schülern und Kollegen und im gesellschaftlichen Umfeld kommt man mit seinem übermäßigen Urlaubstagen auch nicht gut an. Meike weiß auf einmal, dass sie lieber etwas anderes machen und ihre kreative Seite ausleben will. Der Roman ist in einem amüsant-lockeren Ton geschrieben und lädt tatsächlich auf jeder einzelnen Seite zum Schmunzeln ein. Denn egal, in welcher Berufsfalle man sitzt, der Jobfrust hat wohl schon jeden Berufstätigen einmal erwischt. Und grad als Lehrerin ist es halt schwierig, ausgerechnet im Friseursalon Fuß zu fassen, weil es doch eine sehr ungewöhnliche Umschulung ist. Hier wird zwar gejammert, aber Meike Frei suhlt sich nicht in ihrem Selbstmitleid sondern geht mit bissigem, selbstkritischen Humor den Ausweg aus ihrem beruflichen Dilemma an. Meike selbst fand ich witzig, bemüht und amüsant. Allerdings frage ich mich, wie sich eine Mittdreißigerin selbst die Haare mit einer Nagelschere schneiden kann? Diese und ähnliche Szenen waren mir einen Hauch zu übertrieben, weil ich es einfach nicht nachvollziehen kann. Trotzdem ist es wunderbare Unterhaltungskost, die den Leser raus aus dem Alltagstrott und rein in das Abenteuer Lehrerin mit Friseurbedarf reisst. Besonders gut hat mir gefallen, wie die Autorin zeigt, dass jeder Job seine dunklen Seiten hat. Egal wie sehr man sich bemüht, ein simples Dankeschön kriegt man nur selten als Lohn, und der Jobfrust ist eine Phase, die jeder mal hat. Mir hat Meike Freis Abenteuer am Arbeitsmarkt sehr gut gefallen, mich durchgehend zum Schmunzeln und etliche Male zum Lachen gebracht. Leser, die sich über den Berufswechsel, die Stimmung an deutschen Schulen oder den Leidensweg einer Lehrerin bzw. angehenden Friseuse - pardon - Friseurin informieren wollen, finden darin ein nicht ernst gemeintes Grundlagenwerk. Wer einfach mit Meike Frei auszieht, um das Föhnen zu lernen, hat damit ein humoristisches Basiswerk. Ich war gern mit Meike in der Schule und im Friseursalon unterwegs, bedanke mich für heitere Lesestunden und für die Einsicht, dass es Jobs gibt, die ich noch weniger als meinen wollen würde.

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Was fällt einem alles ein, wenn man über den Beruf des Lehrers nachdenkt? Man kann mit einer Klasse tun, was immer man möchte, kann sie mit unmengen und sinnlosen Hausaufgaben quälen und wenn man absolut keine Lust mehr hat, verzieht man sich ins Lehrerzimmer und trinkt in aller Ruhe ein Käffchen. Wenn man Glück hat, schellt es beim letzten Schluck und man hat so früh schon Feierabend wie kein anderer - ebenso ist das auch mit dem Urlaub. Stolze 6 Wochen. Traumhaft. In Ordnung, ab und zu muss man mal Klausuren korrigieren, aber wenn man die Klasse ein paar Seiten lesen lässt, kann man die Aufgaben auch sinnvoll miteinander kombinieren. Als Entschädigung kann man am Ende des Schuljahres entspannt Filme schauen. Eine menge Vorurteile, findet Frau Frei und möchte etwas bewegen, etwas verändern. Sie will die deutsche Grammatik ihren Hauptschülern schmackhaft machen wärend sie versucht, zwischen den Fronten von Strebern und Rowdies zu schlichten und möglichst pädagogisch zu erklären, dass Rauchen hässlich macht. Zeitgleich muss sie sich im Lehrerzimmer behaupten und das Etwas, was sich Privatleben nennt, auch noch irgendwie auf die Reihe bekommen. Alles nicht so einfach und da ist es auch gerade nicht hilfreich, dass Frau Frei das Talent besitzt, sich von einem zum nächsten Chaos zu stürzen. Hinzu kommt, dass sie mit ihren Schülern Hassan, dem offensichtlichen Spicker, den fiesen Schläger Alex und der Johanna, der zukünftigen Bravo-Star, schnell in der Realität angekommen. Die Illusion, mit Goethe oder Schiller etwas zu verändern, ist zerbrochen. Denn Frau Frei ist an erster Stelle Erzieherin, dann Psychologin, Ersatzmutter und Supernanny, Ernährungsberaterin, Ärztin und in letzter Linie Lehrerin. Alles nicht so einfach und da ist es auch nicht hilfreich, dass die treuen Kopfschmerzen wie eine tickende Zeitbombe pochen ... Meinung: Im Zug hatte ich begonnen Fuck the Föhnfrisur zu lesen und konnte es nicht bei Seite legen. Frau Frei ist eine wahre Chaosqueen, die Unmögliches möglich macht und dabei so witzig ist, dass man sie nur gern haben kann. Besonders witzig fand ich sie, wenn sie verzweifelt versucht, ihren Schülern die Grammatik zu erläutern. Ich habe mich fast vor Lachen gekugelt und wurde im Zug mehr als einmal zweifelnd angesehen, aber das war es mir wirklich wert! Wenn die Schüler gesprochen haben, taten sie es in meinem Kopf wie die aus dem Film Fack ju Göhte. Genauso wie Frau Schnabelstedt kam mir auch Frau Frei vor, aber es war kein Abgklatsch von dem Film, denn irgendwann hällt es Frau Frei nicht mehr aus. Wer will denn auch schon Tag für Tag sich die Seele aus dem Leib schreien, wenn es die Klasse eh nicht interessiert? Deshalb schlägt ihr das Amt etwas geniales vor: eine Umschulung zur Frisörin! Jeder DSDS-Star braucht ja schließlich auch eine, also wagt es Frau Frei und schlägt den zweiten Bildungsweg ein. Die Wahrnehmung und Sicht aus einer ehemaligen Hauptschullehrerin war irre witzig und ich wurde wunderbar unterhalten. Vielleicht gibt es bald einen weiteren Teil von der Autorin Meike Frei, wo sie das kurze Leben als Frisörin etwas länger darstellt. Ich würde mich freuen :)

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Waren wir während unserer Schulzeit nicht fast alle der Meinung, dass Lehrer einer der besten Jobs überhaupt ist? Nur bis Mittags arbeiten und ganz viel Urlaub aufgrund der Schulferien. Ab und zu mal ein Elternabend, gut. Und Prüfungen korrigieren nach Schulschluss (oder in der Pause), aber wir mussten ja schließlich auch Hausaufgaben machen, da war das ja nur fair! Aber haben wir uns jemals Gedanken darüber gemacht, dass der Beruf des Lehrers einer ist, der ganz schön an die Substanz gehen kann? Selbst wenn die eigene Klasse eher eine ruhige war, so darf man nicht vergessen, dass es auch Schüler gibt, die auf Respekt und Gehorsam – umgangssprachlich ausgedrückt – scheißen und die Nerven des Lehrkörpers ordentlich strapazieren. Aber andererseits gibt es viele Lehrer, die diesen Beruf voller Freude und Leidenschaft ausüben, sich sogar nach Jahren noch auf die kleinen Racker freuen und während der Pubertät mit viel Toleranz und Rat und Tat zur Seite stehen. Frau Frei ist eine dieser Lehrerinnen gewesen, die von ihren Schülern an den Rand des Wahnsinns getrieben worden sind. Eine dieser Lehrerinnen, die morgens aufgewacht sind und einfach nicht aufstehen wollten, weil die Meute sich sicher wieder irgendwelchen Unsinn einfallen lassen hat und der Tag garantiert anstrengend wird. Ganz abgesehen davon, dass das Niveau auf der Hauptschule, auf der Frau Frei unterrichtet hat, gelinde gesagt recht unterirdisch war. Kurzerhand beschließt sie, dem Schulalltag den Rücken zu kehren und sich in den Stand einer Friseurin zu erheben. Doch auch der Job bringt so einige Überraschungen mit sich... Meike Frei, die Autorin des Buches „Fuck the Föhnfrisur – Eine Lehrerin schult um“, hat in ihrem Beruf als Lehrerin so einiges erlebt. Diese Erlebnisse gibt sie nun in Form dieses Werkes – natürlich in überspitzter Form, so ist es zumindest zu erhoffen – wider. Dem Leser wird die neueste Jugendsprache näher gebracht und einen Einblick in das pubertierende Chaos einer Hauptschule gewährt. Meike Frei schreibt eingangs selbst, dass die Geschichten, die sie berichtet, entfremdet sind und dennoch kann man sich gut vorstellen, dass sie dieses oder ähnliches wirklich erlebt hat. Dabei legt sie einen Schreibstil an den Tag, bei dem man sich das lachen hie und da einfach nicht verkneifen kann. Wer auf locker-leichte Romane aus dem Schulalltag steht, kommt voll auf seine Kosten. Wer allerdings erhofft hat, dass sich das Buch mehr um den Alltag einer Friseurin dreht, der könnte ein wenig enttäuscht werden, denn diese Passage kommt hier leider etwas zu kurz. Dabei wäre da sicher ebenfalls einiges drin gewesen. Doch vielleicht ist es ja ein Anreiz für Frau Frei ein weiteres Buch zu schreiben, in dem sie auf ihr Dasein als Friseurin bzw. auf das Praktikum dazu näher eingeht? Erfolgreich könnte es jedenfalls werden! „Fuck the Föhnfrisur“ ist ein unterhaltsames Buch. Eine amüsante Lektüre für den Strand, die Bahnfahrt oder die Wartezeit beim Friseur. Der Spaß kommt dabei wirklich nicht zu kurz, wenngleich man nicht allzu viel Realität erhoffen sollte (wie konnte sich zum Beispiel der übermäßig schlaue Leon auf die Hauptschule verlaufen? Haben seine Eltern sich bei der Anmeldung vertan?), dafür viel Material für die Lachmuskeln bekommt.

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