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Der Club der Unbeugsamen

Roman

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Der neue Roman nach dem Welterfolg „Gute Geister“ – Empfohlen von Freida McFadden: „Eins meiner absoluten Lieblingsbücher in diesem Jahr.“ (Guardian)

Nur große Herzen verändern die Welt – Der neue mitreißende Roman von Bestsellerautorin Kathryn Stockett »Mitreißend, spannend und schlichtweg fabelhaft: Man möchte, dass es ewig weitergeht.« Oprah Daily »›Der Club der Unbeugsamen‹ ist eine Wucht von einem Buch. Stockett erzählt mitreißend, mit witzigen Überraschungen, viel Herz und trockenem Humor. Der Lesesommer ist gerettet.« (Doris Kraus, Die Presse am Sonntag)

Oxford, Mississippi, 1933. Während die Wirtschaftskrise die Welt in Atem hält, kreuzen sich in einer kleinen Stadt die Wege dreier ungewöhnlicher Frauen. Sie erkennen, dass sie gemeinsam etwas bewegen können, vielleicht sogar die Regeln ihrer Zeit verändern. Um ihre Ziele zu erreichen, gehen erstaunliche Risiken ein. Denn sie haben eines gemeinsam: Sie haben wenig zu verlieren.

Die elfjährige Meg, deren Mutter einst an Weihnachten verschwand, hat auf die harte Tour gelernt, sich auf niemanden zu verlassen. Nun zählt sie zu den »großen Mädchen« im Waisenhaus und kämpft jeden Tag um ihre Würde. Birdie Calhoun, unverheiratet und unverblümt, ist nach Oxford gekommen, um ihre wohlhabende Schwester um etwas Geld zu bitten. Doch sie merkt schnell: Das High-Society-Leben ist nichts als ein Geflecht aus Lügen. Dann begegnet Birdie Charlie, einer Frau, die mit dem Rücken zur Wand steht. Als sich die Schicksale der drei kreuzen, schmieden sie einen kühnen Plan, um einzufordern, was ihnen zusteht. Doch in einer heuchlerischen Zeit, in der die Freiheit von Frauen zerbrechlich ist, kann selbst der kleinste Akt des Widerstands gefährliche Folgen haben.

Ein Roman, der mitten ins Herz trifft. Und eine Hymne an alle unterschätzten Frauen, die den Mut haben, für ihre Ideale zu kämpfen.



»Kathryn Stockett erzählt straff und raffiniert zugleich, entlarvt dabei die Heuchelei jener Zeit ein ums andere Mal. Ihre starken Frauenfiguren wachsen einem schnell ans Herz. Der Ton ist schonungslos offen und dennoch heiter. Was den ›Club der Unbeugsamen‹ zu einem absolut unvergesslichen Roman macht.« ― Ulrike Borowczyk, Berliner Morgenpost

»Kluger und warmherziger Roman über drei ungewöhnliche Heldinnen.« Hörzu

»Eine starke Geschichte über eine Wahlfamilie (...) ein mitreißender und zugleich berührender Roman über wirtschaftliche Not und soziale Ungerechtigkeit. Stockett erschafft meisterhafte Szenen – pure, unbändige Unterhaltung.« ― New York Times

Ausgabe:
Hardcover, mit Schutzumschlag, 848 Seiten, 13,5x21,5cm
Erschienen am:
27.05.2026
Übersetzung:
Aus dem Amerikanischen von Cornelia Holfelder-von der Tann
ISBN:
978-3-442-76335-1
Verlag:
btb
Originalverlag:
Spiegel & Grau
Lieferstatus:
lieferbar
Kathryn Stockett

Kathryn Stockett

Kathryn Stockett ist in Jackson, Mississippi, geboren und aufgewachsen. Von ihrem Romandebüt "Gute Geister" ("The Help") wurden weltweit mehr als 15 Millionen Exemplare verkauft, es wurde in 35 Sprachen übersetzt. Sie lebt heute in New York City und Mississippi.

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Weibliches Autorenbild Fallback

Cornelia Holfelder-von der Tann

Cornelia Holfelder-von der Tann, geb. 1950, Studium der Germanistik, Romanistik und Anglistik, wurde mit diversen Stipendien ausgezeichnet und ist die Übersetzerin von u. a. William Gibson, Maria Semple, Kathryn Stockett und Tad Williams.

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Interview mit Kathryn Stockett

1

Wie gelingt es Ihnen, Humor mit den dunkleren historischen Realitäten in Einklang zu bringen?

Alles, was ich sagen kann, ist: Das Leben ist lustig. Wie sollen wir sonst durch die düsteren Phasen unseres Lebens kommen, wenn wir nicht versuchen, irgendwo einen Funken Humor zu finden? So bleibe ich halbwegs bei Verstand – als Schriftstellerin und als Mutter, als jemand, der aus einem Ort kommt, der genauso voller Schönheit wie voller Schrecken und Absurdität ist: Mississippi.

Um den Humor hineinzubringen, stelle ich mir oft die Frage: Was ist das absolut Schlimmste, das einer schwierigen, nicht gerade sympathischen Figur passieren kann? Eine Frage wie diese hilft mir, die großen Erzählbögen der Geschichte zu formen (so bin ich bei der Schokoladentorte und den Toiletten auf dem Rasen in Gute Geister gelandet), und sie kann auch das Erleben jener Figuren beeinflussen, die ich besonders gern piesacke. (In Der Club der Unbeugsamen beeinflusst diese Frage all die Arten, auf die Birdie ihre Schwester Frances für ihre Kleinlichkeit piesackt – und hinter Frances’ Begegnungen mit Flossy, die das komplette Gegenteil der gesellschaftlich aufstiegsfixierten Frances ist.) Und die Antworten, die diese Figuren selbst in den schwierigsten Momenten darauf finden, sind oft urkomisch. Ich weiß gar nicht, woher sie das nehmen, aber ich habe gelernt, sie dann einfach reden zu lassen.

2

Was hat Sie dazu bewegt, über diese Frauen in ziemlich verzweifelten Momenten ihres Lebens zu schreiben?

Ich schreibe gern über ein Phänomen, das ich „die unterschätzte Frau“ nenne. Das ist eine Frau, an der du auf der Straße vielleicht einfach vorbeigehst oder die du im Supermarkt siehst und bei der es so wirkt, als würde in ihrem Leben nicht viel passieren. Aber in Wahrheit kocht es in ihr, sie ist bereit, ihre Welt zu verändern.

Wenn ich an die unterschätzte Frau denke, denke ich auch an meine Mutter, Ruth Stockett. In den 1970er-Jahren war sie eine der ersten in ihrem Freundeskreis in Jackson, Mississippi, die sich scheiden ließ. Danach erwartete man nicht mehr viel von ihr. Sie zog drei Kinder mehr oder weniger allein groß, hatte die Highschool abgeschlossen, aber das College abgebrochen. Eines Tages setzte sie sich hin und brachte sich selbst bei, wie man Computerprogramme schreibt. Später entwickelte sie das erste Programm, das in Mississippi die Impfungen von Kindern erfasste, und viele weitere Programme für das Gesundheitsministerium und den Secretary of State. Ihre Programme wurden schließlich auch in mehreren anderen Bundesstaaten übernommen. Die Leute dachten indes, das Wichtigste, was meine Mutter je erreicht hätte, wäre, in der Highschool zur Homecoming Queen gewählt worden zu sein. Genau über solche Frauen schreibe ich gern.

 

3

Sie haben Der Club der Unbeugsamen aus der Sicht eines elfjährigen Waisenmädchens und einer vierundzwanzigjährigen unverheirateten Frau geschrieben. Was hat Sie dazu gebracht, in zwei Stimmen zu schreiben?

Als ich meine Tochter Lila großzog, habe ich gelernt: Ein Kind sagt die Dinge genau so, wie es sie sieht. Kinder durchschauen ganz natürlich den ganzen Bullshit, und ich wollte dieser Art von unschuldiger Ehrlichkeit eine Stimme geben. Was Birdie angeht: Sie ist von Natur aus rational und direkt, aber gleichzeitig warmherzig. Sie ist genau die Art unterschätzte Frau, über die ich immer wieder schreiben möchte.

Wenn ich eine Stimme auswähle und eine Erzählerin forme, suche ich nach jemandem, der die Absurdität der sogenannten Regeln sichtbar machen kann, an die wir uns angeblich halten sollen – in der „feinen Gesellschaft“, in Geschlechterrollen, in Religion und Zugehörigkeit, und in den Widersprüchen der Jim-Crow-Gesetze. In Der Club der Unbeugsamen gibt es gleich auf der ersten Seite des ersten Kapitels ein Schild am Eingang des Waisenhauses, das die Heuchelei dieser Zeit und dieses Ortes auf den Punkt bringt. Meg wundert sich darüber – und obwohl sie das Wort „Ironie“ nicht kennt, führt sie die Leserinnen und Leser genau dorthin.

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