Sie flechten sich Zöpfe, sind nur als Gruppe unterwegs und nennen sich gegenseitig Bunny: An Samanthas Literatur-College ist die Clique der Bunnys, bestehend aus unerträglich reichen und hübschen jungen Frauen, sehr begehrt. Samantha hingegen ist eine Außenseiterin, ihre einzige Freundin Ava hat für die Bunnys nur Verachtung übrig. Doch eines Tages erhält sie eine Einladung zum sagenumwobenen Schundsalon, einer Mischung aus Party und künstlerischer Performance, bei der die Bunnys Erstaunliches hervorbringen. Während Samantha immer tiefer in die unheimliche, aber zuckersüße Welt des Bunny-Kults eintaucht, beginnen die Grenzen zwischen Realität und Wahn zu verschwimmen, und schon bald muss sie sich entscheiden, was Freundschaft für sie bedeutet.
Bunny ist ein satirischer, verrückter und kluger Roman über Freundschaften zwischen Frauen und die Macht von Kunst und Fantasie, der stilbildend für Dark Academia und Weird Girl Fiction wurde.
Ausgabe:
Taschenbuch, Broschur, 480 Seiten, 11,8x18,7cm
Erschienen am:
15.01.2025
Originaltitel:
Bunny
Übersetzung:
Aus dem Amerikanischen von
Elena Helfrecht
ISBN:
978-3-442-77548-4
Verlag:
btb
Originalverlag:
Viking
Lieferstatus:
lieferbar
Mona Awad
Mona Awad, geboren in Montreal, studierte Kreatives Schreiben und Englische Literatur. Ihr Roman »Bunny« entwickelte sich zur TikTok-Sensation und wurde zum internationalen Bestseller. In einem Artikel im »New York Times Style Magazine« bezeichnete Margaret Atwood Awad als ihre literarische Erbin. Awads Werke...
Bunny macht sich über die Gleichförmigkeit innerhalb einiger literarischer Communitys lustig. Glauben Sie, dass angesichts von aktuell dominanten Trends wie Dark Academia die Gefahr besteht, dass Autor*innen sich zu ähnlich werden? Oder sind diese Trends eine Chance, sich gegenseitig zu inspirieren?
Ich glaube schon, dass Genres sich schnell erschöpfen. Als Schriftstellerin hatte ich immer Angst davor, einem bestimmten Genre oder einem bestimmten Trend zu entsprechen. Deswegen wollte ich mich in Bunny mit dieser kultartigen Mentalität beschäftigen. Ich denke, als Künstler*in ist es wichtig, das zu verfolgen, was um einen herum passiert. Gleichzeitig sollte man im Einklang mit seiner eigenen authentischen Stimme bleiben, ein Gespür dafür haben, was einen bewegt und anregt.
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Wenn Sie wie die Bunnys auf Ihrem Dachboden einen perfekten Begleiter oder eine perfekte Begleiterin erschaffen könnten, zum Beispiel für eine Lesereise, was wäre das für eine Person? Welchen Filmfiguren oder literarischen Figuren würde sie nahekommen?
Meine Güte, was für eine vorausschauende Frage! Lest das nächste Bunny-Buch und ihr werdet es erfahren. 😊
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Bunny war auf TikTok ein Riesenhit, Sie werden dort gar als „Queen Bunny“ und als die Autorin der „weird girl bible“ bezeichnet. Wie war dieser Hype für Sie? Sind Sie selbst auf TikTok aktiv?
Ich nutze TikTok nicht. Ich habe ein Konto (glaube ich zumindest?), aber ich habe noch nie etwas gepostet. Ich fühle mich vor allem sehr geehrt davon, wie mein Buch online aufgenommen wurde. Das ist der ganze Sinn und Zweck eines Buches (zumindest für mich), dass man es mit einem Leser oder einer Leserin teilen kann. Dann erst erwacht es zum Leben. Wie Clive Barker sehe ich Leser*innen als Mitschöpfer*innen – erst die Leser*innen füllen die Buchwelt aus und erweitern ihre Möglichkeiten, füllen sie mit ihren je eigenen Farben und Bedeutungen aus. Das ist wirklich ein außergewöhnlicher Prozess.
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4. Sie sagen, Sie würden Schlüsselszenen oft vor Ihrem inneren Auge visualisieren. Eine Bunny-Verfilmung ist gerade in Arbeit – auf welche Filmszene freuen Sie sich ganz besonders?
Wahrscheinlich auf die Prom-Szene mit Rob Valencia. Ich würde gerne sehen, wie sie mit dem ersten Auftreten der Bunny-Männer umgehen. Und natürlich auf den explodierenden Kopf!
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Gibt es andere Bücher, Märchen oder Filme, die Bunny inspiriert haben?
Viele der „Mean Girl”-Filme der 80er und 90er. Der Hexenclub, Heathers und Pretty in Pink. Ich hatte auch Dario Argentos Suspiria im Kopf. Nicht nur, was die Camp-Ästhetik und das Hexenhafte des Films angeht, sondern auch, wie die Verwendung von Farbsättigung und grellen Farben das Horrorerlebnis noch verstärkt. Wenn ich tief im Schreiben stecke, versuche ich, Bücher zu meiden, damit sie der Erzählstimme nicht dazwischenfunken, aber mein lebenslanges Interesse für Märchen hat natürlich eine Rolle gespielt. Vor allem für solche Märchen, die sich mit Verwandlungen vom Tier zum Menschen oder vom Menschen zum Tier beschäftigen.