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Depression

Wege aus der dunklen Nacht der Seele

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Das Furchtbare fruchtbar machen

Schätzungsweise ein Drittel aller Deutschen kennt Phasen depressiver Verstimmung. Doch was können wir tun, wenn sich der Zustand des „Niedergedrückt-Seins“ zur „dunklen Nacht der Seele“ entwickelt? Was tun, wenn Betroffene nicht mehr aufstehen wollen, wenn Angst sich in Beklemmungsgefühle, dumpfe Schmerzen und totale Kraftlosigkeit verwandelt, die daran hindert, den Alltag zu bewältigen?

Der bekannte Arzt und Therapeut untersucht die Psychodynamik der Depression. Sie gehorcht letztendlich dem einfachen Muster einer Diskrepanz zwischen den eigenen Erwartungen und der subjektiven Realität. Dies kann eine Ehe sein, die zu Bruch geht, ein Schuldenberg oder der Verlust der beruflichen Perspektive. Neben diesen individuellen Themen spricht der Autor aber auch kollektive Faktoren an: die Hektik der heutigen Zeit, den Innovationsdruck, die Komplexität des modernen Lebens, das Auseinanderbrechen von Sozialstrukturen und die „Ver-Single-ung“ unserer Gesellschaft.

Dahlke zeigt, wie wir unsere unbewussten Wünsche und Vorstellungen aus dem Schatten befreien und alte Muster loslassen können. Praktische Übungen helfen, die blockierte Lebensenergie freizusetzen, Boden unter die Füße zu bekommen und das Leben wieder aktiv zu gestalten. Ein wichtiges, lebensrettendes Buch zu einem verschwiegenen Thema unserer Zeit.

Großer „Selbsthilfe“-Bedarf. Millionen leiden im deutschsprachigen Raum an Depressionen. Frauen sind doppelt so oft betroffen wie Männer.

Ausgabe:
eBook (epub)
Erschienen am:
20.11.2009
ISBN:
978-3-641-03702-4
Verlag:
Arkana
Lieferstatus:
lieferbar
Ruediger Dahlke

Ruediger Dahlke

Dr. med. Ruediger Dahlke arbeitet seit knapp 50 Jahren als Arzt, Autor und Seminarleiter. Mit Büchern von »Krankheit als Weg« bis »Krankheit als Symbol« begründete er seine ganzheitliche Psychosomatik, die bis in mythische und spirituelle Dimensionen reicht. Die Buch-Trilogie »Die Schicksalsgesetze«, »Das...

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Schlagworte

1

Oft beschreibt jemand seine Stimmung, wenn er niedergeschlagen ist oder ihn ein Ereignis traurig gemacht hat, mit den Worten: "Ich stecke in einer depressiven Phase", oder "Das hat mich wirklich deprimiert". Mit einer echten Depression haben diese Gefühle in der Regel nichts zu tun. Was unterscheidet eine Depression fundamental von einer depressiven Verstimmung oder Melancholie?

Die Tiefe des Leidens ist einer der entscheidenden Unterschiede. Der Depressive findet keinen Sinn im Leben und kämpft häufig mit Selbstmordgedanken. Bei einer depressiven Verstimmung ist der Leidensdruck viel geringer.

2

In ihrem Buch führen Sie Zahlen an, die die große Ausbreitung der Depression und das erschreckende Ausmaß an Unkenntnis in Diagnose und Behandlung depressiver Erkrankungen belegen. Was waren Ihre wichtigsten Quellen und wie lange haben Sie zu dem Thema recherchiert?

Bei diesem Buch hab ich eine sehr lange Vorlaufzeit gehabt, denn eigentlich sind all die Therapien mit depressiven Patienten, die ich in den letzten 30 Jahren gemacht habe, Vorbereitung gewesen.
Die Zahlen stammen allerdings aus neuesten Quellen. Dass 25 % der EU-Bevölkerung psychiatrisch behandlungsbedürftig sind und 80 % davon depressiv sein sollen, ist eine EU-Angabe aus diesem Jahr, 2006.

3

In Hausarztpraxen werden 50% der Depressionen nicht als solche erkannt, auf der anderen Seite befinden sich Patienten wegen einer Depression in Behandlung, von denen ein Drittel gar nicht wirklich depressiv ist. Warum ist es offenbar so schwer, eine Depression richtig zu diagnostizieren?

Das hat viele Gründe. Ein wichtiger ist, dass Männer grundsätzlich kaum dazu neigen, eigene Probleme als seelisch einzustufen, sondern sie stattdessen lieber auf körperliche Bereiche schieben. Wenn man liest, dass die neuesten Antidepressiva aus der Gruppe der Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer häufig gut bei Fibromyalgie wirken sollen, müsste man sich in diesen Fällen fragen, ob es sich da nicht von vornherein eher um eine Depression gehandelt hat und nie um eine Fibromyalgie.
Früher kannte man überhaupt den Begriff der larvierten Depression, also einer Depression, die sich hinter einer Larve, beziehungsweise anderen Symptomen verbarg wie etwa Rückenschmerzen.
Schließlich kommt hinzu, dass wirklich fast jeder hin und wieder eine depressive Verstimmung hat und der typische Hausarzt sich gerade einmal fünf Minuten Zeit nehmen kann, um zu einer Diagnose zu kommen. Das liegt - nach meiner Überzeugung - primär nicht an dem Unwillen der Ärzte, sich länger Zeit für ihre Patienten zu nehmen, sondern an dem absurden System, das unser Gesundheitswesen beherrscht.