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Rezensionen zu
Die Geschichtensammlerin

Jessica Kasper Kramer

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Es ist eine schöne Idee, gut geschrieben, leicht zu lesen. Man freundet sich mit der Protagonistin an, wird in ihre Gefühlslage versetzt und fiebert mit. An sich kann ich das Buch sehr empfehlen - nur ist es nichts für mich. Ich hatte andere Erwartungen, mich konnte das Buch nicht fesseln. Trotzdem denke ich, dass es vielen anderen eine Freude bereiten kann und vielleicht auch für dich genau das Richtige ist.

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Die Geschichtensammlerin

Von: Oliver Hoffmann

21.08.2020

Die zehnjährige Ileana liebt Geschichten, Märchen und Gedichte, sie schreibt sie auf und sammelt diese Texte wie Schätze. Doch Ileana lebt im kommunistischen Rumänien des Jahres 1989, in dem die Menschen in ständiger Angst leben, Lebensmittel immer knapp sind und zu jeder Zeit der Strom ausfallen kann. In dieser Zeit sind Geschichten ein gefährliches Gut, sodass Ileanas wertvolle Sammlung von ihrem Vater vernichtet wird und sie schließlich zu ihren Großeltern aufs Land geschickt wird, um dort in Sicherheit zu sein. Doch die Securiatate dringt nur wenig später bis in die Wäldern der Karparten vor, so dass Ileana genauso schlau und listig sein muss wie ihre Namensvetterin aus ihrem geliebten Märchen, um ihre Familie zu retten. Die Autorin verwebt in ihrem Debütroman »Die Geschichtensammlerin« Erzählfäden aus dem historischen Genre mit rumänischer Folklore und märchenhaften Passagen zu einem fesselnden zeitgenössischen Roman. Die Geschichte ist im Jahr 1989 in Rumänien angesiedelt und trägt sich somit im Jahr der blutigen Revolution gegen den neostalinistischen Diktator Ceaușescus und die kommunistische Politik des Regimes zu. Als Erzählerin und Hauptprotagonistin fungiert die zehnjährige Ileana, die nach der jüngsten Prinzessin aus ihrem Lieblingsmärchen benannt wurde, tatsächlich gab es wirklich einmal eine rumänische Prinzessin mit diesem Namen (es gibt allerdings keinen Bezug zum Märchen im Roman). Als Tochter eines Literaturprofessors liegt ihr die Liebe zu Geschichten bereits in den Genen und so schreibt und sammelt Ileana Erzählungen und Märchen in einer glitzernden Mappe, die ihr alles bedeutet. Die bedrückenden Kapitel werden immer wieder von den Erzählungen, die Ileana sammelt und natürlich dem Märchen über die listige Prinzessin aufgelockert, welche perfekt mit der historischen Geschichte verschmelzen. Jessica Kasper Kramers Erzähl- und Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen, doch an manchen Stellen bricht die Verwendung von zu moderner Sprache und Redewendungen die Buchmagie, denn Wörter wie beckackt, verzapft oder Schiss haben, wollen nicht so recht zum nostalgischen Bild dieser Zeit passen und verleihen dem Werk etwas Entrücktes. »Die Geschichtensammlerin« ist ein bemerkenswertes Romandebüt, das mit einer fesselnden Mischung aus Historie, Folklore und Märchen begeistert.

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Ileana ist die Protagonistin dieses herausragenden Romans von Jessica Kaspar Kramer. Sie lebt mit ihren Eltern im kommunistischen Rumänien 1989 in einer kleinen Wohnung in einem Vielparteienhaus. Diese Wohnung wurde ihnen nach der Enteignung zugewiesen. Zurückhaltend leben sie dort und versuchen nicht aufzufallen. Ileana vertreibt sich die meiste Zeit des Tages mit dem Schreiben und Niederschreiben von Geschichten. Dabei handelt es sich um Märchen, um geschichtliche Ereignisse oder gefährliche Wahrheiten, über die sich die noch sehr junge Ileana nicht bewusst ist. Bereits zu Beginn des Buches wird ihr geliebter Onkel Andrei verschleppt. Der Vater ist sich sicher, dass er tot ist. Rasch wird klar, dass durch die Verschleppung Andreis nun auch das Leben der dreiköpfigen Familie in Gefahr ist. Ileanas Sammlung aus Geschichten, ein dickes Buch mit unzähligen losen Seiten, wird daher vom Vater vernichtet und das junge Mädchen zu Verwandten aufs Land geschickt. Allerdings lässt auch dann die Securitate, der Sicherheitsdienst des damaligen Rumäniens, nicht von Ileana ab. Sie folgen ihr bis in die Wälder der Karpaten... Das Buch wurde als Mischung zwischen "Die Bücherdiebin" von Markus Zusak und "Der Schatten des Windes" angepriesen. Dadurch wusste ich sofort, dass ich dieses Buch lesen muss. "Der Schatten des Windes" ist eines meiner großen Lebenslesehighlights. Bis in die frühen Morgenstunden konnte ich dieses Buch nicht aus der Hand legen. "Die Bücherdiebin" hatte mich damals zutiefst berührt und berührt mich bis heute. Zu Beginn meines Blogs "Aig an taigh" zierte sogar eine Fotografie aus diesem Roman meine Headline. Und ich wurde nicht enttäuscht. Mit gut gewebtem Magischen Realismus begegnen wir der jungen Ileana und reisen mit ihr in die Karpaten. Dort lernt die Zehnjährige nicht nur ihre Großeltern kennen, sondern erkennt, dass sie eine selten Gabe im Zusammenhang mit dem Erzählen von Geschichten besitzt. Gemeinsam mit dem Dorf, in das sie aufgenommen wurde, kämpft sich um Gerichtigkeit und Schutz vor dem Regime, stets umhüllt von der Atmosphäre des Magischen Realismus. Ich freue mich schon jetzt auf einen weiteren Roman von Jessica Kaspar Kramer! Die Professorin für Angelistik beweist viel Talent und ich werde dieses Buch hüten wie einen Schatz!

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Ein reales Märchen?!

Von: Tina

25.07.2020

Die Geschichte von Illeana und ihrer Familie spielt in Rumänien zur Zeit des Ceausescu- Regimes. Die Familie steht der Regierung sehr kritisch gegenüber. Das Leben wird für die Familie in Bukarest zu gefährlich und so wird Illeana zu den Großeltern aufs Land geschickt. Illeana schreibt und sammelt Geschichten, die jedoch auch ohne weiteres die Wahrheit sein könnten. Ich habe ein bisschen Zeit gebraucht um in die Geschichte zu finden. Doch schnell fand ich mich ein und werde mich sicher noch weiter mit Rumänien und dieser Zeit beschäftigen auch wenn es kein schönes Thema ist hat Illeana es geschafft mich zu begeistern.

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genial

Von: Sarina

24.07.2020

Ich bin wirklich erstaunt, dieses Buch bringt einem aus der Sicht eines sehr klar blickenden Kindes das Leben unter der sozialistischen Herrschaft in Rumänien näher. Es gibt einen "normalen" Hauptstrang und zwischen drin immer wieder "Märchen". Doch diese haben sehr viel tiefe und Klarheit. Mir hat das Buch gut gefallen und mich von der ersten Seite gefesselt. Ich habe es vor allem ausgesucht um über das Land und deren Kultur locker etwa zu lernen und bin zufrieden.

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𝕀𝕟𝕙𝕒𝕝𝕥 Ileana schreibt und sammelt Geschichten. Doch dies kann ihr zum Verhängnis werden. Denn sie wächst zu Zeiten der rumänischen Revolution eben dort auf. Und so kommt es, dass eine Geschichte sie und ihre Familie in Gefahr bringt. . 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕖 𝕄𝕖𝕚𝕟𝕦𝕟𝕘 "𝑨𝒍𝒍𝒆 𝑮𝒆𝒔𝒄𝒉𝒊𝒄𝒉𝒕𝒆𝒏 𝒔𝒕𝒊𝒎𝒎𝒆𝒏 𝒂𝒖𝒇 𝒅𝒊𝒆 𝒆𝒊𝒏 𝒐𝒅𝒆𝒓 𝒂𝒏𝒅𝒆𝒓𝒆 𝑾𝒆𝒊𝒔𝒆" Dieses Zitat trifft auf diese Geschichte ganz besonders zu. Denn man erfährt nicht nur etwas über Ileana. Ein kluges, mutiges Mädchen mit einem starken eigenen Willen. Man erfährt auch viel über das Rumänien der späten 80er Jahre. Abgerundet wird die Geschichte durch ein Märchen über die listige Ileana. Eine Prinzessin, die selbstverständlich unbeschreiblich schön ist. "[...], 𝒅𝒆𝒏𝒏 𝒔𝒐 𝒘𝒊𝒓𝒅 𝒆𝒔 𝒖𝒏𝒔 𝒗𝒐𝒏 𝒂𝒍𝒕𝒆𝒓𝒔 𝒉𝒆𝒓 𝒊𝒏 𝒗𝒊𝒆𝒍𝒆𝒏 𝑮𝒆𝒔𝒄𝒉𝒊𝒄𝒉𝒕𝒆𝒏 𝒘𝒆𝒊𝒔𝒈𝒆𝒎𝒂𝒄𝒉𝒕: 𝑫𝒊𝒆 𝑻𝒐̈𝒄𝒉𝒕𝒆𝒓 𝒅𝒆𝒓 𝑴𝒂̈𝒄𝒉𝒕𝒊𝒈𝒆𝒏 𝒔𝒊𝒏𝒅 𝒏𝒊𝒆 𝒖𝒏𝒂𝒕𝒕𝒓𝒂𝒌𝒕𝒊𝒗, [...] 𝑼𝒏𝒅 𝒅𝒂𝒔 𝒊𝒔𝒕, 𝒘𝒊𝒆 𝒘𝒊𝒓 𝒂𝒍𝒍𝒆 𝒘𝒊𝒔𝒔𝒆𝒏, 𝒌𝒐𝒎𝒑𝒍𝒆𝒕𝒕𝒆𝒓 𝑺𝒄𝒉𝒘𝒂𝒄𝒉𝒔𝒊𝒏𝒏" Das Märchen ist metaphorisch zu Ileanas wirklichem Leben und räumt zugleich mit einigen gesellschaftlichen Klischees auf. Diese Mischung aus Realität und Fiktion bringt die Dramatik der Situation sehr gut auf den Punkt. Zeigt aber auch deutlich wie intelligent und mutig Ileana ist. So entlockt die Geschichte durchaus auch das ein oder andere Lächeln. . 𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥 Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Die wahren Begebenheiten wie zum Beispiel das Dorfsystematisierungsprogram oder der Kampf um Lebensmittel sind bedrückend beschrieben. Die fiktiven Momente rund um Ileana und ihrem Kampf gegen die Mächtigen lockern die Geschichte hingegen auf. Daher gibt es von mir 5 von 5 ⭐

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„Literaturwerkstatt- kreativ / Blog“ stellt vor: „Die Geschichtensammlerin“ von Jessica Kasper Kramer Rumänien 1989 „Das Gefährlichste, was man in unserem Land tun konnte, war: zu schreiben…..“ „Und genau das wird der 10-jährigen Ileana und ihrer Familie im Rumänien des Jahres 1989 zum Verhängnis.“ Denn der Bruder ihres Vater, Ileanas Onkel Andrei ist Schriftsteller und Regimekritiker. Er bringt mit seinen Texten die ganze Familie in Gefahr. Als er plötzlich verschwindet und die Familie merkt, dass ihre Wohnung verwanzt und sie abgehört werden, sind alle in höchster Alarmbreitschaft. „Ileanas Geschichtensammlung wird von ihrem Vater vernichtet, sie selbst zu den Großeltern aufs Land geschickt. Doch die Securitate folgt ihr bis in die Wälder der Karpaten. Nun braucht Ileana eine Geschichte, die Mörder aufhalten kann …“ Fazit: Auf dieses Buch bin ich in erster Linie durch das sehr schöne und ansprechende Cover und den interessanten Titel aufmerksam geworden. Hervorzuheben ist auch die haptische Aufmachung des Buches, die zum Teil aus Leinen gestaltet ist und sich somit sehr angenehm anfühlt. Da ich selber als Märchen- und Geschichtenerzählerin arbeite, hat mich dieses Buch natürlich auch wegen den märchenhaften Erzählungen – die letztendlich alle miteinander verwoben sind und auch die Rahmenhandlung bilden – angesprochen. Und, um es vorweg zu sagen, Jessica Kasper Kramer hat mich tatsächlich auf eine wunderschöne Lesereise mitgenommen. Wir erleben eine sehr bewegende, nachdenkliche, aber auch sehr schöne Geschichte, die durch die flüssige und sehr bildhafte Erzählweise der Autorin ein herrliches Kopfkino erzeugen. Den weißen Wolf, der Ileana immer wieder erscheint, hatte ich sehr bildhaft vor Augen. Mit Ileana haben wir eine bemerkenswerte Protagonistin, der mit ihren 10 Jahren bereits einiges abverlangt wird, die aber unbeirrt und mutig ihren eigenen Weg geht. Und wie im klassischen Volksmärchen stehen ihr Helfer zur Seite, dann wenn man sie braucht. Die Autorin hat zudem die Geschichte Rumäniens eindrucksvoll recherchiert und ihre Ausführungen hierüber sind sehr informativ und interessant beschrieben; besonders das Ende der brutalen Ceaușescu Diktatur. Auf jeden Fall ein sehr fesselnder geschichtlicher Rückblick. Jessica Kasper Kramer hat hier eine ausgesprochen schöne, sehr emotionale, durchweg spannende Geschichte präsentiert. Ein Buch das begeistert und einen sofort in seinen Bann zieht! Besten Dank an den „Wunderraum Verlag“ für das Rezensionsexemplar.

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Meine Bewertung: Zum Cover: Das Cover gefällt mir wirklich gut, denn es ist nicht voller Details gestaltet worden. Zu sehen ist ein Mädchen mit braunen Haaren, einem blauen Klein, weißem Hemd und Socken sowie schwarzen Schuhen auf einer Treppe sitzt. In ihrer Hand hält sie entweder ein Heft oder ein Manuskript. Zudem lassen sich Tintenkleckse auf dem Cover erkennen. Zum Inhalt: Dieser Roman spielt in Rumänien im Jahre 1989. Der Diktator Ceaușescu herrscht über das kommunistische und von Armut betroffene Land. Lebensmittel, Wasser, Benzin und Strom sind streng rationiert. Doch viel gefährlicher ist die so genannte Securitate, die Geheimpolizei, welche überall im Volk seine Spitzel hat. Wer als gefährlich angesehen wird, als Regimefeind, der wird verschleppt, gefoltert oder gleich umgebracht. So ergeht es auch Ileana's Onkel, der nach der Veröffentlichung eines Gedichts, einfach verschwindet. Und so wird es auch plötzlich für Ileana und ihre Eltern zu gefährlich. Sogar die von dem Mädchen über alles geliebten "Gesammelten Werke", eine Ansammlung umgeschriebener und selbstgeschriebener Geschichten und Erlebnisse sowie Werke ihres Vaters und Onkels, werden von ihrem Vater sicherheitshalber vernichtet. Ileana wird aus Sicherheit und Vorsicht ganz allein auf die Reise zu ihren Großeltern am anderen Ende des Landes geschickt. Doch auch dort ist sie von der Securitate nicht sicher. Die Autorin Jessica Kasper Kramer erzählt in ihrem Debütroman eine tiefgründige und bewegende Geschichte darüber, dass Geschichten einem Menschen so viel Kraft geben und Freude bereiten können, die für andere jedoch eine Gefahr darstellen. Es geht um Knappheit, Armut, Bespitzelung, Angst, Krieg aber vor allem auch um die Leidenschaft und Stärke von Worten. Die Geschichte zeigt die politische Situation Rumäniens während dem Ceaușescu-Regime bis zur Rumänischen Revolution auf, wodurch geschichtliches Wissen einfließt. Auch handelt es von Freundschaft, dem Dorfleben und beinhaltet Träume, Hoffnungen, Wünsche und eine blühende Fantasie eines zehnjährigen Mädchens. Zum Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin Jessica Kasper Kramer ist flüssig, tiefgründig, ruhig und doch so intensiv. Diese bewegende Geschichte wird wortwörtlich aus Kindermund erzählt. Die Handlung wird aus der Sichtweise der zehnjährigen Ileana Revue erzählt. Diese Erzählweise ist sehr authentisch und lässt einen trotz der allgegenwärtigen bedrückenden Atmosphäre, welche super beschrieben wurde, manchmal schmunzeln lassen. Dies geschieht vor allem dank der Märchen aus Ileana's Fantasie, welche die erschreckenden Handlungen ab und zu unterbrechen. Die Autorin schafft es die Angst und den Terror auf eine märchenähnliche Art und Weise glaubhaft zu schildern, auch deswegen, dass dieser Roman auf wahren Begebenheiten, Tatsachenberichten aus dem Bekanntenkreis der Autorin, intensiver Recherche und einem Hauch schriftstellerischer Freiheit basiert. Die Orte, durch die man als Leserin geführt wird, sowie die Zustände, welche wir in diesem Roman erfahren, sind sehr detailliert und bildlich beschrieben worden, sodass man sich gedanklich im kommunistischen Rumänien wiederfand. Auch die Gefahr und die konstante Anspannung ließ auf keiner Seite nach. Um ehrlich zu sein, empfand ich ununterbrochen eine Beklemmung und Anspannung, während ich Ileana begleiteten durfte und die anderen Charaktere erlebte. Der Schreibstil der Autorin lässt die Charaktere sehr lebendig wirken. Ich hatte diese direkt vor Augen. Insgesamt sind alle Charaktere vorstellbar und authentisch beschrieben worden. Die zehnjährige Protagonistin ist eine sehr willensstarke Person, die sehr belesen ist und wenn es sein muss, auch mal stur ist. Sie hat ein gutes Gespür für ihre Mitmenschen, wirkt auf andere manchmal etwas altklug und zauberte mir beim Lesen immer wieder ein Lächeln ins Gesicht. Am allermeisten liebt Ileana das Schreiben von Geschichten, verarbeitet darin persönliche Ereignisse, lässt sich von den Erlebnissen anderer inspirieren oder schreibt daraus eigene Märchen. Häufig tauscht sie sich auch mit dem Vater darüber aus, der als Professor für Literatur und Textkomposition arbeitet. Daher sind dem Mädchen z.B. "Figurencharakterisierung" und "Spannungsaufbau" alles andere als unbekannt. Ihre "Gesammelten Werke", in denen all ihre Geschichten stehen, sind ihr absolutes Heiligtum, das sie überallhin mitnehmen würde. Ileana's Liebe zum Schreiben von Geschichten wird beim Lesen regelrecht spürbar und lässt sie zu einer unglaublich liebenswerten Figur werden, die ich gerne durch die Seiten begleitet habe. Daher konnte ich auch sehr mit ihr fühlen, als der Vater ausgerechnet ihre "Gesammelten Werke" vernichten muss und sie ganz allein zu den ihr völlig unbekannten Großeltern geschickt wird. Trotz ihrer jungen Jahre hielt sie der Beeinflussung von Propaganda stand, klammerte sich stattdessen an ihren eigenen Glauben, an Hoffnungen und Worte fest. Ihre Liebe zu Geschichten und dem Schreiben sprudelte förmlich auf mich über. Nicht unbedingt jedes einzelne Wort und jede einzelne Handlung passt zu einem zehnjährigen Mädchen, was mir tatsächlich nichts ausgemacht hat. Dennoch fesselt die Mischung aus Realität und Fiktion und lässt dieses Buch zauberhaft wirken, wodurch man das Buch gar nicht mehr loslassen möchte. Allerdings lassen sich sichtbare Spannungsmomente nicht erkennen. Diese geschehen jedoch auf eine leise, subtile und auch unterschwellige Weise. Mir gefällt es besonders gut, dass kurze Sätze vorhanden sind sowie Absätze, die für einen guten Leseverlauf sorgen. Insgesamt ist das Buch in Prolog und 35. Kapitel unterteil worden. Mein Fazit: Dieser Roman gehört zu meinem absoluten Lesehighlight! Es hat definitiv das gewisse Etwas, dazu etwas märchenhaften, mit der Protagonistin Ileana etwas liebenswertes und doch so viel ernstes dahinter. Die Autorin Jessica Kasper Kramer hat "Die Geschichtensammlerin" gekonnt erzählt. Es fesselt gerade aus der Mischung aus märchenartiger Fiktion und dem realistischen Fortgang des Geschehens. Dementsprechend gebe ich diesem Roman fünf von fünf Sternen und spreche eine klare Leseempfehlung aus!! Danke an Bloggerportal und dem Wunderraum - Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

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