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Rezensionen zu
Die Geschichtensammlerin

Jessica Kasper Kramer

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Poetisch

Von: trancemitter

05.07.2020

Mich hat das Buch sehr berührt. Die Geschichte ist poetisch und regt zum Nachdenken an, ist dabei aber sehr unterhaltsam und spannend. Der Schreibstil ist wunderbar und manchmal kann man das Buch gar nicht aus der Hand legen. Die Figuren haben Tiefe und sind besonders. Auch das Cover zieht einen in seinen Bann. Ich fand das Buch wunderschön und kann es empfehlen.

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Die Geschichtensammlerin

Von: Molly06

25.06.2020

Die Geschichtenerzählerin zeigt, was Phantasie und Geschichten in einer Diktatur bewirken können und wie gefährlich sie sind.

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INHALT: Rumänien, 1989. Der Diktator Ceaușescu herrscht über das kommunistische und von Armut betroffene Land. Lebensmittel, Wasser, Benzin und Strom sind streng rationiert. Doch die 10-jährige Ileana weiß genau: Am schlimmsten ist die Securitate, die Geheimpolizei, die überall im Volk seine Spitzel hat. Wer als gefährlich angesehen wird, wird verschleppt, gefoltert oder gleich umgebracht. Manchmal reicht ein falsches Buch oder die falsche Musik. So ergeht es auch Ileanas Onkel, der nach der Veröffentlichung eines Gedichts, einfach verschwindet. Und plötzlich wird es auch für Ileana und ihre Eltern zu gefährlich. Sogar die von dem Mädchen über alles geliebten „Gesammelten Werke“ (eine Ansammlung umgeschriebener und selbstgeschriebener Geschichten und Erlebnisse), werden vom Vater sicherheitshalber vernichtet. Ileana wird ganz allein auf die Reise zu ihren Großeltern am anderen Ende des Landes geschickt. Doch selbst in dem bäuerlichen Dorf ist man von der Securitate nicht sicher. „Nun braucht Ileana eine Geschichte, die Mörder aufhalten kann…" MEINUNG: Kennt ihr das, wenn ihr ein Buch total in euer Herz schließt, weil einfach alles passt? Ich bin immer noch ganz sprachlos... Was für eine Protagonistin! Die 10-jährige Ileana ist eine sehr willensstarke Person, sehr belesen und wenn es sein muss, auch mal stur. Sie hat ein gutes Gespür für ihre Mitmenschen, wirkt auf andere manchmal etwas altklug und zauberte mir beim Lesen immer wieder ein Lächeln ins Gesicht. Am allermeisten liebt Ileana das Schreiben von Geschichten, verarbeitet darin persönliche Ereignisse, lässt sich von den Erlebnissen anderer inspirieren oder schreibt daraus eigene Märchen. Häufig tauscht sie sich auch mit dem Vater darüber aus, der als Professor für Literatur und Textkomposition arbeitet. Daher sind dem Mädchen z.B. "Figurencharakterisierung" und "Spannungsaufbau" alles andere als unbekannt. Ihre "Gesammelten Werke", in denen all ihre Geschichten stehen, sind ihr absolutes Heiligtum, das sie überallhin mitnehmen würde. Ileanas Liebe zum Schreiben von Geschichten wird beim Lesen regelrecht spürbar und lässt sie zu einer unglaublich liebenswerten Figur werden, die ich gerne durch die Seiten begleitet habe. Daher konnte ich auch sehr mit ihr fühlen, als der Vater ausgerechnet ihre "Gesammelten Werke" vernichten muss und sie ganz allein zu den ihr völlig unbekannten Großeltern geschickt wird. Ileana hat es wirklich nicht einfach, plötzlich bei fremden Menschen zu leben und von der Großstadt (Bukarest) in ein bäuerliches Dorf zu ziehen. Wie soll sie das ohne ihre Geschichten nur aushalten? Zugegeben, ich war mir davor nicht so sicher, ob mir dieses Buch, mit der Mischung aus Realität und Fiktion, wirklich gefallen würde, da Ileana immer wieder auch Märchen erzählt und diese mit wahren Begebenheiten verbindet. Doch genau das lässt das Buch so zauberhaft wirken, dass man gar nicht mehr aus dieser Geschichte auftauchen möchte. Und das, obwohl der Inhalt alles andere als friedvoll und bunt ist. Die Geschichte zeigt die politische Situation Rumäniens während dem Ceaușescu-Regime bis zur Rumänischen Revolution auf, wodurch geschichtliches Wissen einfließt. Viele Menschen werden bespitzelt und leben in großer Armut. Auch handelt sie von Freundschaft, dem Dorfleben und dem Krieg. Sie beinhaltet Träume, Hoffnungen und Wünsche, erzeugt immer wieder Spannung, aber auch große Melancholie. Und mittendrin befindet sich das zarte Kind, mit seiner blühenden Fantasie. Die schönen Worte und Sätze waren eine Wohltatzu lesen. Vielleicht passte nicht unbedingt jedes einzelne Wort und jede einzelne Handlung zu einem 10-jährigen Mädchen, aber es hat mir hier seltsamerweise nichts ausgemacht (sonst bin ich da ja eher empfindlich). Vermutlich war ich dem Zauber dieser schönen Worte und dem der wundervollen und zum Teil märchenhaften Geschichte verfallen... FAZIT: Das Buch hat definitiv das gewisse Etwas, dazu etwas Märchenhaftes, mit Protagonistin Ileana etwas Liebenswertes und doch so viel Ernst dahinter (Zeit des Ceaușescu-Regimes in Rumänien). Laut Klappentext wird die Geschichte den Liebhabern von "Die Bücherdiebin" empfohlen, was ich dann wohl auch dringend bald noch lesen muss. Denn "Die Geschichtensammlerin" konnte mich absout begeistern und hat großes Potential mein Jahreshighlight zu werden! 5/5 Sterne und eine riesengroße Leseempfehlung!

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Unerwartet guter Erstlingsroman

Von: Vanessa W.

22.06.2020

Ileana lebt im kommunistischen Rumänien des Jahres 1989. Ihre größte Leidenschaft ist das Sammeln von Geschichten, die sie überall aufgreift; auch von ihrem Onkel Andrej. Doch als dieser verschwindet, gerät die Familie in Gefahr und Ileana wird zu ihren Großeltern aufs Land geschickt, die sie bis dato noch nicht kannte. Doch sie lebt sich nach und nach ein und lernt neue Freunde kennen. Doch auch dort ist sie nicht sicher, denn die Securitate folgt ihr in das Dorf. Über dieses Buch war ich wirklich sehr überrascht, da ich zu Beginn das Gefühl hatte, dass der Roman zu offensichtlich ist. Viele Ereignisse, die bis zur ca. 95 Seite geschehen, waren für mich vorhersehbar. Doch ab dann gefiel mir der Roman von Seite zu Seite immer besser. Der ganze Verlauf des Romans hat mir gut gefallen, obwohl bestimmt in der Zeit, in der der Roman spielt, viele Schicksale anders ausgegangen wären. Immerhin lebten viele in Angst, wurden bespitzelt und manche verloren nicht nur deren Jobs, sondern auch ihr Leben. Ich glaube, die Autorin wollte allerdings einen hoffnungsvollen Roman schreiben, der auch die Zeit der Veränderung mit einschließt und die Hoffnung der Menschen auf einen Neubeginn beinhaltet. Auch das Märchen der listigen Ileana, die im Roman in regelmäßigen Abschnitten weitererzählt wird, fand ich nicht schlecht. Das Märchen hat gut in den Roman gepasst und endete ebenfalls überraschend. Dadurch, dass das Märchen nicht in einem erzählt wurde, sondern immer wieder an den passenden Stellen weitererzählt wurde, blieb auch hier die Spannung hoch. Der Schreibstil der Autorin hat mir wirklich gut gefallen. Der Roman ist bildlich geschrieben und, wie bereits oben gesagt, ab Seite 100 auch überraschend und spannend. Die Charaktere schließt man sofort ins Herz. Sie sind sympathisch beschrieben und besitzen Tiefe. Diese erhalten sie durch die Geschichten der Bewohner. Allein schon Ileana ist eine willensstarkes Mädchen. Sie ist schlau und belesen, aber auch passend zu ihrem Alter ab und zu mal stur und kindlich. Das Cover ist sehr schlicht gehalten. Passt aber auch sehr gut zur Geschichte. So, wie das Mädchen auf dem Cover, kann man sich Ileana vorstellen. Für den Erstlingsroman der Autorin würde ich 4 Sterne geben, da mir die ersten 100 Seiten nicht so gut gefallen haben (zu vorhersehbar). Außerdem finde ich das Ende wie es war zwar gut, aber in dieser Zeit, in der der Roman spielt, wäre die Geschichte vermutlich nicht so ausgegangen.

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Die 10-jährige Ileana erzählt und sammelt gerne Geschichten. Ihr Vorbild ist Onkel Andrei, der Dichter, der in seinen Werken Geschichten erzählt, die nicht erzählt werden dürfen. Bis er plötzlich verschwindet. Denn im kommunistischen Rumänien des Jahres 1989, darf nur gesagt und geschrieben werden, was dem Regime gefällt. Ileanas Eltern fürchten um die vorlaute Tochter, deren Geschichten ebensolche Sprengkraft und Konfliktpotential besitzen, und schicken sie zu den Großeltern in die Wälder der Karpaten. Doch der im Sterben liegende Staatsapparat hat seine Spitzel überall und bald ist es an der Geschichtensammlerin Ileana, die zu retten, die sie liebt. Wie bei Büchern des Wunderraum Verlages üblich, macht das Buch optisch was her. Mit dem Einband aus Leinen ist es ein Hingucker im Bücherregal. Der Roman befasst sich mit einem Teil europäischer Geschichte, von dem ich bisher noch nichts wusste. Dahingehend war es tatsächlich ganz spannend und atmosphärisch. Die Kombination aus Zeitgeschichtlichem und Märchen ist keinesfalls eine Erfindung der Autorin Jessica Kasper Kramer selbst, jedoch waren die Inhalte aufgrund der mir fremden Kulturgeschichte und Folklore durchaus neu für mich. Leider hat mich das Buch in seiner Umsetzung trotzdem nicht überzeugen können. Vor allem die Protagonistin Ileana hat es mir schwer gemacht. Über weite Strecken der Geschichte konnte ich in den Handlungen und gesprochenen Worten der Ich-Erzählerin schlicht und einfach keine 10-Jährige erkennen. Ileanas Bericht der Ereignisse, wenn auch aus der Perspektive einer Erwachsenen erzählt, wobei ein entsprechender Rahmen hier fehlt und ich mir das nur so denken kann, stand während meiner Lektüre permanent im Widerstreit mit meinem Bild von einer 10-Jährigen. Wäre die Protagonistin zum Zeitpunkt der Handlung 3 bis 4 Jahre älter gewesen, hätte ich ein anderes, in meinen Augen glaubwürdigeres Buch vor mir gehabt und meine Bewertung des Gelesenen fiele komplett anders aus. Auch ist mir die Sprache, insbesondere in den Märchenerzählungen negativ aufgestoßen, die teilweise altmodisch daherkommt, dann aber wieder von teilweise obszöner Umgangssprache durchbrochen wird. Wie viel hiervon auf die Übersetzung zurückzuführen ist, kann ich nicht beurteilen, da ich nur die deutsche Ausgabe des Romans gelesen habe und das englische Original nicht kenne. Vielleicht soll diese Ausdrucksweise das Alter und den Charakter der Erzählerin (Ileana) widerspiegeln. Nur redet sie im Rest des Romans nicht so. In jedem Fall kann ich eine gewisse persönliche Enttäuschung über das Buch nicht verhehlen. Dies ist das erste aus diesem Verlag, welches mich nicht restlos überzeugen konnte. Dennoch kann man es gut schmökern und lernt nebenbei noch etwas über das einfache Leben der ländlichen Bevölkerung in den Karpaten am Ende des 20. Jahrhunderts. Gegebenenfalls mag der ein oder andere Lesende einer 10-Jährigen ja mehr zutrauen, als ich es tue.

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Die Handlung des Buches beschreibt den Lebensabschnitt der jungen Ileana in den Monaten vor der Revolution in Rumänien. Ileana ist eine altkluge 10jährige, die in der Sammlung von Geschichten voll aufgeht und zuweilen Dinge zu Papier bringt, was in Zeiten der Überwachung durch die Securitate sehr gefährlich sein kann. Dies hat zur Folge, dass Ihre Eltern sie in einer Nacht-und-Nebel-Aktion zu den Großeltern aufs Land schicken, um sie in Sicherheit zu bringen. Neben dem Erzählungsstrang um Ileana im hier und jetzt wird parallel auch noch das Märchen „Die listige Ileana“ erzählt (Grimms-Märchen scheinen mir dagegen harmlos). Unterbrochen wird die Erzählung dann noch von Rückblicken auf Lebensabschnitte der Großeltern. Mir persönlich hat hier oftmals der Bezug der beiden Erzählungen zueinander gefehlt. Außerdem vermischen sich immer wieder Realität mit Geschichten, so dass es für mich teilweise verwirrend und schwierig war, dies zu unterscheiden und Passagen nochmals lesen musste, was für mich das Lesen des Buches etwas weniger zäh gemacht hat. Wie die Autorin im Nachwort erzählt, hat sie viele Informationen zum Rumänien der damaligen Zeit durch Freunde erhalten und mir scheint, dass sie möglichst viel davon in ihrem Buch verarbeiten wollte. Im Großen und Ganzen war es für mich jedoch eine spannende Geschichte, bin mir aber sicher, dass die Autorin mit ihrem Wissen mehr hätte draus machen können.

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Berührende Geschichte mit Tiefgang

Von: hallo123

14.06.2020

Entspannendes Buch, teilweise schwierig der Geschichte zu folgen, dennoch zu empfehlen

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Basierend auf wahren Begebenheiten, historischen Fakten, persönlichen Schicksalen und rumänischen Legenden entführt die Geschichtensammlerin den Leser in das kommunistische Rumänien des späten 20. Jahrhunderts. Die zehnjährige Ileana, die zugleich Heldin und Autorenfigur des Romans ist liebt es Geschichten zu erzählen und zu sammeln. Wie auch das Buch selbst sind ihre gesammelten Werke nicht rein fiktional sondern spiegeln auch reale Ereignisse und Geschichten wieder, denn immerhin stimmen ,,[a]lle Geschichten […] auf die eine oder andere Weise‘‘. Kann Ileana diese Wahrheit zu Beginn des Buches nur erahnen, so muss sie bald am eigenen Leibe erfahren, welche ungeahnte Gefahr von ihrer liebsten Beschäftigung ausgeht. Doch noch ehe sie dies begreifen kann verschwindet ihr Onkel nach Veröffentlichung eines Gedichtes spurlos und Ileana muss sich fern von allem was sie je kannte in den Wäldern der Karpaten verstecken. Das Buch ist gespickt mit Erzählungen der Autorenfigur Ileana die stets in indirektem Bezug zur Haupthandlung stehen. Dieser Aspekt der Metafiktion sorgte dafür, dass ich mich nicht nur unterhalten fühlte, sondern auch mein germanistisches Interesse angesprochen wurde. So habe ich das Buch sehr gerne als Erwachsene gelesen, bin mir aber auch sicher, dass ich die Geschichtensammlerin auch bereits im Kinder- oder Teenageralter begeistert verschlungen hätte. Das Buch eröffnet interessante Einblicke in die rumänische Kultur und Geschichte, die ich als besonders gewinnbringend empfinde.

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