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Tania Blixen

Babettes Gastmahl

Erzählung. Kommentierte Neuübersetzung von Ulrich Sonnenberg, mit einem Nachwort von Erik Fosnes Hansen
Penguin Edition (Deutsche Ausgabe) – Klassiker einfach lesen

(8)
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Ein exquisiter Leckerbissen der Weltliteratur

Eine literarische Feier der Genussfreude, der Gastfreundschaft und der Generosität wahren Künstlertums

Die Französin Babette hat es ins nordnorwegische Dörfchen Berlevaag verschlagen, wo sie ihren Dienst im Haushalt der Pfarrerstöchter Philippa und Martine tut und tagsaus, tagein Brotsuppe und Stockfisch zubereitet. Denn ihre Herrinnen ahnen nicht, welches Talent in ihr schlummert: Menschen mit ihren Kochkünsten glücklich zu machen. Babette war ehemals die gefeierte Meisterköchin eines Gourmettempels, des Pariser «Café Anglais». Doch für Schwelgereien und sublime Genüsse hat im hohen pietistischen Norden niemand einen Sinn. Bis Babette eines Tages in der Lotterie gewinnt und die Gemeinde zu einem echt französischen Festmahl lädt. Endlich kann sie beweisen, dass Gaumenfreuden Wunder wirken – und das selbst bei überzeugten Asketen und Kostverächtern.

PENGUIN EDITION. Zeitlos, kultig, bunt.


Aus dem Dänischen von Ulrich Sonnenberg
Originaltitel: Babettes gæstebud
Mit Nachwort von Erik Fosnes Hansen
Taschenbuch, Broschur, 120 Seiten, 11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-328-11138-2
Erscheint am 11. April 2024

Rezensionen

Ein ganz besonderer literarischer Leckerbissen

Von: Leselisel

09.01.2024

Babettes Gastmahl von Tania Blixen *Rezension* Berlevag Aus dem Dänischen von Ulrich Sonnenberg. Mit einem Nachwort von Erik Fosnes Hansen. „Durch die Welt geht ein langer Schrei aus den Herzen der Künstler: Gebt mir die Erlaubnis, gebt mir die Gelegenheit, mein Allerbestes zu liefern“ Babettes Gastmahl (oder früher Babettes Fest) ist eine der berühmtesten Erzählungen der dänischen Schriftstellerin Tania Blixen, die sie 1950 in einer Urform auf Englisch veröffentlichte. Acht Jahre später übersetzte sie das Werk in einer erweiterten Fassung ins Dänische. Nun wurde diese dänische Fassung erstmals ins Deutsche übersetzt von Ulrich Sonnenberg und vom Manesse-Verlag in einer wunderschönen, hochwertigen, auch haptisch ansprechenden Form veröffentlicht. Die Erzählung um die französische Haushälterin der beiden frommen Probsttöchter ist eine typische Blixengeschichte. Überraschend, intensiv und von einer ganz besonderen Faszination. Wie in anderen Geschichten der Autorin ist die Protagonistin eine geheimnisvolle, schillernde Figur, die wie aus der Zeit gefallen wirkt und deren Handeln nicht von rationalen Gesichtspunkten bestimmt wird. Babette ist eine außergewöhnliche Frau, die außergewöhnlich handelt. Das Gewöhnliche hat Tania Blixen nicht interessiert. So überrascht Babette nach langen Jahren, in denen sie als einfache Hausangestellte Stockfisch und Brotsuppe zubereitet hat, mit einer ganz grossen, pathetischen, blixenschen Geste das kleine abgelegene Dorf und die Lesenden. Mehr soll hier nicht verraten werde. Je weniger man vor dem Lesen über die Geschichte weiss, desto besser. Ich habe Babettes Fest / Gastmahl zum ersten Mal gelesen, als ich wohl so um die zwanzig war. Deshalb war ich sehr neugierig darauf, wie die Erzählung nun auf mich wirken würde. Wie intensiv sie das getan hat, ist mir erst bewusst geworden, als ich jemandem die Handlung grob skizzierte und auf einmal völlig überwältigt und tief ergriffen war. Der typische Blixen-Zauber eben. Tania Blixen hat hier ein kleines, grosses Werk erschaffen von starker Symbolkraft. Eine Geschichte über eine Frau, die aus ihrer Heimat, ihrem idealen Wirkungsfeld herausgerissen wird und nicht mehr das tun kann, was ihr entspricht und ihrem Können angemessen ist. Eine Französin aus der Weltstadt Paris, die buchstäblich am Ende der Welt im nordnorwegischen Städtchen Berlevg strandet. Wer die Biografie von Tania Blixen kennt, wird sofort an die Autorin und ihre Rückkehr aus Ostafrika denken. Babettes Fest ist ein literarischer Leckerbissen der Extraklasse. Eine Geschichte über Selbstverwirklichung, über die Beziehung zwischen Künstler und Publikum. Über Askese und Genuss. Aber auch darüber, wie eine Küstlerin andere mit ihrer Kunst glücklich machen kann. Viel weniger als der Titel vermuten lässt, geht es in dieser Erzählung um das Kochen. Für mich zum Glück - denn die Französische Küche ist nicht so mein Fall (Stichwort: Schildkrötensuppe). Aber wie gesagt, darum geht es nicht. Eine ganz grosse Leseempfehlung für diesen wundervollen Klassiker! Was für eine facettenreiche, elegante Erzählung, zeitlos und beeindruckend.

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Ein literarisches Gastmahl voller Raffinesse und Sinnesfreuden

Von: Buch_zeit

02.01.2023

„Durch die Welt geht ein langer Schrei aus dem Herzen der Künstler: Gebt mir die Erlaubnis, gebt mir die Gelegenheit, mein Allerbestes zu liefern.“ Tania Blixens fantastische Erzählung „Babettes Gastmahl“ erschien am 28. Februar 2022 in der kommentierten und ersten vollständigen Neuübersetzung von Ulrich Sonnenberg aus der dänischen Fassung von 1958 beim @manesse.verlag. Das ausführliche exklusiven Nachwort von Erik Fosnes Hansen und der Einband mit einem Gemälde von Peder Severin Krøyer runden dieses leinengebundene Schmuckstück perfekt ab. Vielen lieben Dank an den Verlag und das @bloggerportal für das kostenlose Rezensionsexemplar! „Babettes Gastmahl“ ist ein exquisiter literarischer Gaumenschmaus, der den Freuden der Gastfreundschaft und des kultivierten Genießens huldigt und ein Loblied auf die Macht der Kunst singt. Im abgeschiedenen Dörfchen Berlevaag irgendwo im pietistischen Norwegen leben die altjüngferlichen der Welt entsagenden Pastorentöchter Martine und Philippa 1885 ein Leben dominiert von Askese, Bescheidenheit und Demut. Die gefeierte französische Meisterköchin Babette führt ihnen den Haushalt, nachdem sie als gesuchte „Petroleuse“ und Kommunardin aus Paris in den hohen Norden fliehen musste. Anstatt mit unvergleichlich dekadenten Gerichten die verwöhnten Gourmets im „Café Anglais“ zu beglücken serviert sie Brotsuppe und Stockfisch. Doch der ungeahnte Gewinn von zehntausend Franc in der französischen Lotterie ermöglicht es Babette in sublimen Genüssen zu schwelgen und ein echt französisches Festmahl für eine kleine Gästeschar zu kredenzen. Ihr Talent und ihre Meisterschaft offenbaren sich im exquisiten Menü und ihre Kunst, Menschen mit ihren Kochkünsten glücklich zu machen ist offenkundig. Tania Blixens Künstlererzählung ist ein funkelndes Kleinod, ein literarischer Leckerbissen par excellence. Nostalgisch anmutend fängt sie das Zeitgefühl einer versunkenen Gesellschaft ein, das pietistisch verklemmte Umfeld in Norwegen im Kontrast zur Pariser Dekadenz; Religion, Bescheidenheit und Askese im Kontrast zur Sinnlichkeit des prachtvollen Essens, der Lebensfreude und künstlerischen Meisterschaft; Zuflucht im Gegensatz zu politischen Schrecken, Flucht und Exil. Es ist ein literarisches Fest der Genussfreude und Gastfreundschaft. Und doch stehen nicht die sinnlichen Genüsse des Gastmahls im Fokus oder ihre Zubereitung, sondern die Gäste, Menschen und ihre Verwandlung und das Wunder ihrer Kunst, an dem Babette ihre Gäste teilhaben lässt. „Babettes Gastmahl“ ist ein schmaler Band, die märchenhafte Geschichte straff durchkomponiert. Blixens Erzählung ist facettenreich und bildstark, die Figuren lebendig und realistisch gezeichnet. Ein facettenreiches Werk, das mich in seinen Bann gezogen hat. Diese Hommage an die Macht der Kunst ist voller Raffinesse und Charme und ein absoluter Lesegenuss! Lasst Euch von Tania Blixen und Babettes Künsten verführen mit diesem zauberhaften Klassiker in Neuübersetzung aus der Manesse Bibliothek! Das Nachwort von Erik Fosnes Hansen bereichert die Lektüre durch interessante Einblicke und Analysen zum Werk und Brixens literarischem Schaffen! Vier Sterne und eine große Leseempfehlung von mir!

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Vita

Tania Blixen (1885–1962) wanderte nach dem Studium der Malerei in Kopenhagen, Paris und Rom 1914 nach Kenia aus, wo sie den schwedischen Baron Blixen-Finecke heiratete und zu schreiben begann. Mit ihrem autobiografischen Buch, das 1937 erschien, wurde sie weltberühmt. In der legendären Verfilmung von »Jenseits von Afrika« brillierten 1985 Meryl Streep, Klaus Maria Brandauer und Robert Redford in den Hauptrollen.

Zur Autorin

Ulrich Sonnenberg

Ulrich Sonnenberg, geboren 1955 in Hannover, arbeitet als freier Übersetzer und Herausgeber in Frankfurt/Main. 2013 erhielt er den Übersetzerpreis des Staatlichen Dänischen Kunstrats. Er übersetzte u.a. Bücher von Hans Christian Andersen, Carsten Jensen, Karl Ove Knausgaard und Jens Andersens Astrid Lindgren-Biografie.

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