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Martin Puchner

Die Sprache der Vagabunden

Eine Geschichte des Rotwelsch und das Geheimnis meiner Familie

(1)
eBook epub
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Die unheimliche Macht der geheimen Worte – die bewegende Geschichte des Rotwelsch

Sie hinterließen geheime Zeichen, um den Nachfolgenden anzuzeigen, wo man willkommen war und wo nicht. Und sie benutzten einen geheimen Code, um auf der Straße zu überleben. Man nannte sie Vagabunden, Ausgestoßene, fahrendes Volk. Ihre rätselhafte Sprache, das Rotwelsch, hat Martin Puchner schon in den siebziger Jahren als Kind in der fränkischen Provinz fasziniert. Viel später, als Professor in Harvard, wird er diesen Code als Wissenschaftler erforschen – und erkennen, dass auch seine eigene Familie mit dieser Sprache auf unheilvolle Weise verbunden ist. Ein bewegendes und anrührendes Buch über die unheimliche Macht der Worte - und ein dunkles Familiengeheimnis.

  • »Eine brillante Mischung von persönlicher Geschichte und professioneller Erfahrung. Reich an lebendigen Figuren und spannenden Einsichten - bewegend und klug.«

»Eine brillante Mischung von persönlicher Geschichte und professioneller Erfahrung. Reich an lebendigen Figuren und spannenden Einsichten - bewegend und klug.«

Publishers Weekly (21. January 2021)

Aus dem Englischen von Matthias Fienbork
Originaltitel: Language of Thieves
eBook epub (epub), 28 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-641-28232-5
Erschienen am  04. October 2021
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Rezensionen

Eine spannende Spurensuche

Von: Bibliokate

01.04.2022

" Rot bedeutete Bettler und welsch konnte italienisch bedeuten, stand meist aber für unverständlich. Rotwelsch - der unverständliche Jargon von Bettlern." (S 41.) Moos = Geld, schmusen = erzählen, plaudern, schwatzen, schmus = Unterhaltung, Geschwätz, kittchen = Gefängnis.... Das sind nur ein paar der unzähligen Beispiele die Martin Puchner in seinem Buch anführt um dem Leser das Rotwelsch nahe zu bringen Ich hatte bevor ich dieses Buch beim Bloggerportal entdeckt habe noch nie von Rotwelsch gehört. Diese Art Geheimsprache die unter anderem aus Zeichen besteht hat Martin Puchner schon als Kind fasziniert. Durch seinen Onkel lernte er die Sprache kennen. Durch seine Beschäftigung mit dieser geheimnisvollen "Sprache der Vagabunden" erfährt er sowohl einiges über die Sprache, das Leben der Menschen die diese Sprache als Geheimcode nutzten um zum Beispiel anderen Rotwelsch sprechenden anzuzeigen wo man sicher war und wo nicht, als auch einiges über seine eigene Familie. Die Geschichte des Rotwelsch zieht sich über viele Jahre. Martin Luther wollte die Sprache aus dem deutschen verbannen, Hitler schaffte das Recht auf Jargon ab und Vagabunden galten als Asoziale die von der Gestapo mit Vorliebe drangsaliert wurden. Das allerdings seine eigene Familie mit der Sprache verbunden war, und das nicht unbedingt immer in einem positiven Sinne wusste Martin Puchner anfangs nicht. Mit jeder Seite die ich gelesen habe faszinierte mich dieses Buch mehr. Es war nicht nur Geschichte oder Sprachstudie sondern durch den persönlichen Bezug zu lesen wie eine Art Historische Spurensuche. Einfach großartig. Fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite. Danke an das @bloggerportal und den Siedler Verlag für dieses überaus spannende Rezensionsexemplar.

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Vita

Martin Puchner, geboren 1969 in Erlangen, ist Literaturwissenschaftler, er studierte an der Universität Konstanz, an der Universität Bologna und an der University of California – 1998 an der Harvard University promoviert, bis 2009 an der Columbia University beschäftigt. Seither lehrt er Englisch und Komparatistik in Harvard und leitet dort außerdem die Theaterausbildung. 2017 erhielt er ein Guggenheim Fellowship und 2018 den Berlin Prize. Puchner ist Herausgeber der renommierten »Norton Anthology of World Literature«. Zuletzt erschien »Die Macht der Schrift. Wie Literatur die Geschichte der Menschheit formte« (2019).

Zum Autor

Pressestimmen

»Die verzwirbelte Doppelgeschichte eines Idioms und einer Familie: Die heimische Idylle kriegt auf einmal einen Riss, durch den sich der Ausblick ins große Andere eröffnet, und von hier startet eine Reise in die ganze Welt.«

Süddeutsche Zeitung (14. June 2022)

»Ebenso spannend wie berührend ... denn seine Geschichte ist lebendiges, vielfarbiges Leben.«

Die Tagespost (28. October 2021)

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