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G. E. Trevelyan

Appius und Virginia

Roman. Übersetzt von Renate Haen, mit einem Nachwort von Ann Cotten

Appius und Virginia
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Ein Menschenaffe, der sich als Mensch wiederfindet – der Roman einer faszinierenden Metamorphose in deutscher Erstübersetzung

Exklusive Manesse-Entdeckung einer britischen Klassikerin der Moderne

Virginia Hutton, eine studierte Soziologin, lässt sich auf ein spektakuläres Experiment ein: Sie zieht einen Orang-Utan-Säugling als Menschenkind auf. Sie wickelt ihn, füttert ihn mit der Flasche, singt ihn in den Schlaf. Virginia ist für ihren Schützling abwechselnd fürsorgliche Mutter, fordernde Lehrerin, kühl berechnende Wissenschaftlerin. Und Appius erweist sich zu ihrem und unserem Erstaunen als beeindruckend gelehriger Schüler, lernt sprechen, lesen, aufrecht stehen und gehen, schließlich seine Mahlzeiten mit Messer und Gabel einzunehmen.

Virginia bringt Appius bei, menschlich zu sein. Doch je klüger er wird, desto mehr nähert er sich jener Entdeckung, die Virginia ihm am liebsten ersparen möchte: wer er wirklich ist.

Alle Welt kennt die Geschichte, in der ein Mensch als Käfer aufwacht und versucht, mit seiner tierischen Gestalt zurechtzukommen. Wenige Jahre nach Kafka schuf G.E. Trevelyan eine umgekehrte, nicht minder beklemmende Versuchsanordnung: Ein Affe findet sich als Mensch wieder. Der Roman stellt tiefgründige Fragen nach der Conditio humana: Wer oder was ist der Mensch? Was unterscheidet ihn von seinen Artverwandten aus dem Tierreich? Und – wie weit darf die Wissenschaft bei der Vermenschlichung nicht-menschlicher Kreaturen gehen?


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Renate Haen
Originaltitel: Appius and Virginia
Mit Nachwort von Ann Cotten
Hardcover mit Schutzumschlag, 400 Seiten, 9,0 x 15,0 cm
ISBN: 978-3-7175-2557-8
Erscheint am 27. March 2024

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Vita

G. E. Trevelyan

G. E. [Gertrude Eileen] Trevelyan (1903–1941), geboren in Bath, Somerset, besuchte das Princess Helena College und die Lady Margaret Hall in Oxford. Als Freigeist lebte sie in einer Frauenresidenz in Bermondsey, später in Kensington, und konnte sich dank eines kleinen Erbes aufs Schreiben konzentrieren. Als erste Frau wurde sie mit dem Newdigate-Preis ausgezeichnet. 1932 erschien mit «Appius and Virginia» ihr Debüt, sieben weitere Prosawerke folgten. Im Oktober 1940 erlitt sie während der deutschen Bombardements in ihrem Appartement in Notting Hill lebensgefährliche Verletzungen, denen sie wenige Monate später in einem Pflegeheim in Bath erlag.

Zur Autorin